Azubis erzählen: Januar 2015 Nadja

This entry is part 1 of 13 in the series Azubis erzählen

Name: Nadja Bock
Ausbildungsberuf: Kauffrau für Bürokommunikation
Abteilung: aktuell Finance und Administration
Lehrjahr: 2

Frohes neues Jahr, ihr Lieben!
Wir möchten wieder unseren Blog mit uns Azubis verschönern. Und ich mach den Anfang.
Als erstes möchte ich mich kurz vorstellen, mein Name ist Nadja und ich mach’ meine Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation bei NETWAYS. Ich bin jetzt im 2. Lehrjahr und hab nächstes Jahr meine Abschlussprüfung.
Als Kauffrau für Bürokommunikation komm ich in mehrere Abteilungen. Hauptsächlich bin ich in der Abteilung Finance und Administration und misch’ dort die Buchhaltung auf. Aber auch im Bereich Event Management oder Sales war ich schon.
Da die Weihnachtszeit noch nicht allzu lang her ist möchte ich euch von meinen Erfahrungen bei Events berichten, wie ich die Weihnachtsfeier geplant hab:
Als aller erstes musste ein Termin gefunden werden an dem viele unserer Mitarbeiter teilnehmen können. Dafür hab ich ein Doodle erstellt, ein Doodle ist ein Tool für die Terminabstimmung mit anderen. Alle Mitarbeiter konnten dort eintragen, zu welchem der zur Auswahl stehenden Termine sie Zeit hatten.
Als wir dann einen passenden Termin gefunden haben, musste eine passende Location her. Das ist leider nicht ganz so einfach, wenn man nur einen bestimmten Budgetrahmen hat und aber gleichzeitig ein tolles Programm für seine Kollegen möchte. Und so bin ich auf die wildesten Ideen gekommen wie z. B. die Weihnachtsfeier mal im Büro stattfinden zu lassen oder mal etwas Sportliches machen, wie Bowling spielen zu gehen. Aber nach langem Überlegen und Recherche bin ich auf eine coole Location gestoßen. Dort konnten wir uns so richtig austoben. Auch was den Musikgeschmack des einen oder anderen Kollegen betrifft.
Im Großen und Ganzen ist eine Weihnachtsfeier nicht schwer zu planen. Man muss nur darauf achten, dass man eine Location findet die für die Kollegen ansprechend ist.
Nun zur meiner Ausbildung:
Als Kauffrau für Bürokommunikation (oder wie es jetzt heißt „Kauffrau für Büromanagement“) lernt man sehr viele Hintergründe einer Firma kennen. Ich hab bis jetzt alle Abteilungen die ich durchlaufen sollte besucht und muss sagen, dass ist sehr spannend. Ich durfte sehen wie unterschiedlich doch Rechnungswesenunterricht aus der Schule im Vergleich zu der Buchhaltung in der Arbeit ist. Oder wie unsere großen Konferenzen zustande kommen. Oder wie unsere Hardware an den Kunden kommt.
Ich kann diesen Beruf auch nur Leuten empfehlen die noch nicht zu 100 % wissen in welche Richtung sie später einmal gehen möchten. Man lernt so viel und findet sich so auch besser im Unternehmen zurecht.
Ich bin nun wieder zurück bei Finance und Administration und muss sagen, dort hat es mir bis jetzt am besten gefallen. Vor allem die Kombi aus Buchhaltung aber auch Sekretariat finde ich besonders spannend und du weißt nie was in der nächsten Woche auf dich zukommt.
Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt eure Ausbildung bei uns zu machen, dann bewerbt euch jetzt als IT-System-Kaufmann/-frau.
Aber genug erzählt für heute
Bis die Tage

Nadja Myers
Nadja Myers
Accountant

Nadja hat bei NETWAYS eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation absolviert. Nach bestandener Prüfung unterstützt Sie nun die Abteilung Finance & Administration. Als Accountant sorgt sie jetzt gemeinsam mit ihrem Team für die Gewährleistung des internationalen Buchhaltungsmottos "Keine Buchung ohne Beleg".

Azubis erzählen: Februar 2015 Marius

This entry is part 2 of 13 in the series Azubis erzählen

Name: Marius Gebert
Ausbildungsberuf: Fachinformatiker für Systemintegration
Abteilung: Support
Lehrjahr: 2

Hallo ihr Lieben!
Da unser Blog durch Berichte der Azubis die etwas jüngeren Leser unter euch ansprechen soll, werde diese Woche ich euch etwas über meine Aufgaben als Azubi hier bei NETWAYS erzählen.
Doch zunächst zu mir: Ich heiße Marius, bin 21 Jahre jung und bin mittlerweile im 2. Lehrjahr der Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration . Ebenso wie Nadja, werde auch ich nächstes Jahr meine Abschlussprüfung ablegen.
Als Azubi bin ich in der Abteilung “Managed Services” tätig und hier hauptsächlich im Bereich der Infrastruktur und des Supports.
Im Bereich der Infrastruktur greife ich meinen Kollegen insofern unter die Arme, als dass ich mich um die Inventarisierung der Hardware kümmere, aber auch kleinere Arbeiten im Rechenzentrum oder im Büro verrichte.
Hier bestehen meine Tätigkeiten meist daraus, dass ich mich um eine ordentliche Verkabelung kümmere oder auch längerfristige Projekte zugewiesen bekomme, wie zum Beispiel das Einrichten von Dashboards, die meinen Kollegen über Monitore, alle wichtigen Infos wie Monitoring, Puppet, Queues und vieles mehr anzeigen.
Beim Einrichten der Dashboards bestand die Aufgabe darin, ein Dashboard (das von meinem Kollegen gebaut wurde) über einen Monitor für unsere Abteilung “sichtbar” zu machen.
Hierfür musste ich einen passenden TV suchen, über ihn recherchieren, mir überlegen, wo ich ihn wie anbringen kann. Dabei habe ich die dazu passenden Halterungen gefunden und mir überlegt, wie ich das Dashboard auf dem TV anzeigen lassen kann. Meinen Vorschlag habe ich dann meinem Chef und meinen beiden Abteilungsleitern präsentiert.
Letzendlich habe ich es so gelöst, dass ich den TV an eine passende Stelle an die Wand gehängt habe, einen Raspberry Pi angeschlossen habe und über den Browser mit ein paar Feineinstellungen und Konfigurationen das Dashboard gut sichtbar dargestellt habe. Da das Potential dahinter relativ schnell erkannt wurde, wurde ich gebeten eine weitere Einheit hiervon in unserem Büro anzubringen.
Mein Hauptaufgabengebiet liegt derzeit jedoch im Bereich des Supports.

Hier übe ich mich im sogenannten First-Level-Support. Ich kontrolliere das Monitoring, Fehlermeldungen vom Puppet, führe Serverwartungen durch, kommunziere Information an Kunden nach außen.
Der First-Level-Support befasst sich zunächst mit allen “neuen” Problemen oder Fragen der Support-Kunden.
Meine Aufgabe ist hier somit, alle neuen Probleme und Fragen soweit zu bearbeiten, bis ich an einen Punkt komme, an dem ich wirklich nicht mehr weiter weiß. In diesem Fall übergebe ich diese Problematik, mit allen wichtigen Infos, an meine Kollegen.
Ebenso zählt es jedoch auch zu meinen Aufgaben, Probleme mittels Puppet/Foreman und dem Monitoring frühzeitig zu erkennen, diese zu beheben und/oder dem betreffenden Kunden zu informieren und die Probleme gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit dem Kunden zu lösen.
Die Komplexität der Aufgaben im Bereich des Supports sind sehr unterschiedlich. Manche Probleme sind in 15-30 min gelöst, andere benötigen mehrere Tage oder teilweise Monate, in denen man die Systeme kontrolliert, Logs sichtet, Graphen kontrolliert, und dabei versucht die Ursache des jeweiligen Fehlers zu lokalisieren.
IT
Der große Vorteil des Supports für mich als Auszubildender ist der, dass meine Tätigkeiten sehr abwechslungsreich sind. Ich lerne täglich neue Probleme kennen, dazu auch die Problemlösungen und lerne den richtigen Umgang mit den Aufgabenstellungen. Auch die Abwechslung der Betriebssysteme (Linux & Windows) bilden ein relativ weites Spektrum und eine gewisse Basis, auf der ich meine Fähigkeiten und mein Wissen aufbauen kann.
Jedoch bekomme ich hier bei NETWAYS auch die Gelegenheit, Tätigkeiten nachzugehen, die nicht mit einem Schreibtisch verbunden sind.
Als Beispiel kann ich hier das PuppetCamp 2014 und die OSMC (Open Source Monitoring Conference) anführen. Hier durfte ich als “Zuständiger für die Technik” die Kollegen vom Events-Team unterstützen, indem ich mich um eine ordnungsgemäße Aufzeichnung der Talks gekümmert habe, aber auch, dass die Mikrofone und das dazugehörige Equipment stehts einsatzbereit waren.
Aber auch als “normaler” Gast durfte ich vergangenes Jahr aktiv werden. Hier besuchte ich nämlich das DevOps-Camp in Nürnberg, welches mir unglaublich viel Spaß gemacht hat, und wo ich viele Leute kennen gelernt habe und sogar Freundschaften geschlossen habe.
Deswegen freue ich mich darauf, es dieses Jahr wieder zu besuchen und ebenso auf verschiedenen Veranstaltungen mitwirken zu können und auch darauf, außerhalb von Nürnberg zu arbeiten.
Von NETWAYS selbst werden auch einige Veranstaltungen für die Belegschaft organisiert. Hier kann ich als Beispiel unsere alljährliche Grillfeier, das Seminar-Wochenende und auch das Lasertag-Duell zwischen Ops & Devs am Sysadminsday anführen. Die Berichte sind verlinkt, lest es euch einfach mal durch, wenn es euch interessiert.
Ich hoffe, ich konnte euch einen groben Einblick in meine Ausbildung und meine Tätigkeiten geben und euch aufzeigen, dass die Ausbildung zum Informatiker doch ganz anders ist, als man es sich vorstellt.
DevOps

Marius Gebert
Marius Gebert
Systems Engineer

Marius ist seit 2013 bei NETWAYS. Er hat 2016 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration absolviert und ist nun im Web Services Team tätig. Hier kümmert er sich mit seinen Kollegen um die NWS Plattform und alles was hiermit zusammen hängt. 2017 hat Marius die Prüfung zum Ausbilder abgelegt und kümmert sich in seiner Abteilung um die Ausbildung unserer jungen Kollegen. Seine Freizeit verbringt Marius gerne an der frischen Luft und ist für jeden Spaß zu...

Azubis erzählen: Mai 2017 Gabriel

This entry is part 3 of 13 in the series Azubis erzählen

Hallo zusammen,
um diese Blogserie “Azubis erzählen” mal wieder aufzufrischen, werde ich hier ein wenig über meine bisherigen Aufgaben erzählen.
Zu mir: mein Name ist Gabriel Hartmann, ich bin 28 Jahre alt und seit September 2016 als Azubi (Junior Systems Engineer) bei NETWAYS. Bevor ich bei NETWAYS als Azubi anfing, habe ich an der FAU Erlangen ein paar Semester Informatik studiert. Nur mit großer Mühe hangelte ich mich von Semester zu Semester durch die Klausuren. Letztendlich konnte ich das Studium nicht abschließen und entschied mich daraufhin für eine Ausbildung. Mit dem Vorwissen aus dem Studium konnte ich alledings durchaus was anfangen. Sebastian – mein Ausbilder – entschied, dass ich die ersten Monate im Architecture Team verbringen würde. Während dieser Zeit lernte ich sehr viel, vorallem über das Thema Docker Container.
Architecture Team
Die ersten Wochen beschäftigte ich mich damit, die Programmiersprache Ruby zu lernen und machte mich mit den Ruby-Frameworks Rails und Sinatra vertraut. Danach arbeitete ich dann an dem NWS SaaS (Software as a Service) Projekt mit. Dabei lernte ich nach und nach, was es mit Microservices und Docker Containern auf sich hat, wie man damit interagiert und wie man eigene Docker Images erstellt und deren Setup automatisert. Im Prinzip ist die Technologie dahinter ähnlich zu der von Virtuellen Maschinen. Kurz gesagt, bieten Container eine einfache Möglichkeit Prozesse oder Programme abgeschottet vom Betriebssystem des Rechners, resourceschonend und plattformunabhängig zu betreiben. Viele Softwareunternehmen verwenden Container um bei der Entwicklung ihrer Softwareprodukte diese mit verschiedenen Konfigurationen und Betriebssystemen automatisiert zu testen. Aber auch in Produktion werden Container oft betrieben.
Bei NWS laufen die Apps jeweils in einem eigenen Container. Um zu gewährleisten, dass die Apps auch dauerhaft laufen und online erreichbar sind, benötigt man eine Orchestrierungsumgebung für die Container, die sich darum kümmert, dass die Container automatisch neugestartet werden wenn sie ausfallen. Wenn das ganze noch hoch verfügbar in einem Rechenzentrum über mehrere Server verteilt laufen soll, dann benötigt man eine Art Kernel für Computer Cluster wie z.B. Mesos. Kurz gesagt kümmert sich Mesos darum, die Ressourcen (CPU, Arbeitsspeicher etc.) der zum Cluster gehörigen Server zu managen und an Frameworks anzubieten, damit diese ihre Tasks darauf laufen lassen können. Marathon ist ein Framework für Mesos, das dazu verwendet werden kann, um Docker Container dauerhaft aktiv zu halten. Wie das genau geht und welche Features Marathon bietet, darauf werde ich hier nicht weiter eingehen. Ich habe das alles auch erst nach ein paar Monaten im Detail kennen gelernt. Meine Aufgabe im Architecture war vorerst, neue Produkte wie z.B. Rocket.Chat und Nextcloud als vorkonfigurierte Apps mit in die NWS Platform aufzunehmen. Die Prozedur dafür sah folgendermaßen aus: man schreibt ein Dockerfile, aus dem dann ein Image gebaut werden kann. Dieses benötigt ein Setupskript, das beim Start des Containers ausgeführt wird und den Container dahingehend vorbereitet, dass der Kunde sich nicht selbst um die Konfiguration kümmern muss. Außerdem wird darin definiert, welche Schritte bei der Aktualisierung auf eine neue Version der App ausgeführt werden sollen. Wenn das dann (endlich) funktioniert, wird die NWS Webseite angepasst, damit das Produkt von dort aus gestartet und mit Kundenspezifischen Daten konfiguriert werden kann. Verschiedene Microservices der SaaS Plattform müssen ebenfalls angepasst werden. Außerdem überlegt man sich Texte, die das Produkt beschreiben, bewerben und häufig aufkommende Fragen von Kunden beantworten. Danach schreibt man Tests, beseitigt Bugs und optimiert. Wenn dann die Produktpläne festehen und alles funktioniert, kann die App als Produkt angeboten werden. Das alles hat mir ziemlich viel Spaß gemacht. Mit der Zeit wird man auch schneller, wenn man mit der Prozedur und der Umgebung vertraut ist.
Nach ca. 7 Monaten stellte ich mich dann einer neuen Herausforderung. Sebastian fragte mich, ob ich einen Workshop über das Thema “Docker Container Orchestration” anhand von Mesos Marathon halten möchte. Vermutlich etwas übereilt willigte ich ein. Als der Termin dann näher rückte, die Aufregung langsam stieg und ich mit der Ausarbeitung des Workshops beschäftigt war, wurde mir erst klar auf was ich mich da eingelassen hatte. Da es aber keinen Weg mehr zurück gab, hieß es Zähne zusammenbeissen und durch. Sebastian und meine Kollegen Achim und Tim unterstützten mich jedoch gut dabei und nachdem dann die Slides und die Handouts fertig waren hielt ich den Workshop auf der OSDC 2017 in Berlin. Auch wenn nicht alles komplett reibungslos ablief hoffe ich, dass die Teilnehmer doch das ein oder andere dabei gelernt haben. Damit endete dann meine Zeit im Architecture Team und ich wechselte in die Hosting Support Abteilung.
Hosting Support Team
Seit nicht ganz zwei Wochen bin ich nun im Hosting Support. Hier geht es hauptsächlich darum sich um Kundenanfragen bzw. Tickets zu kümmern. Da ich im Bereich Hosting bisher wenig Erfahrung habe, mache ich mich nach und nach mit den Tools und den Arbeitsabläufen vertraut. Das ein oder andere Ticket konnte ich jedoch schon bearbeiten. Vorallem Kundenanfragen zum Thema NWS fallen in meinen Aufgabenbereich, da ich mich hier bereits ganz gut auskenne. So bin ich auch im NWS Livechat als Ansprechpartner vertreten, das ist eine Art Helpdesk Chat auf der NWS Webseite der auf unserer NWS App Rocket.Chat basiert. Mit der wöchentlichen Serverwartung wurde ich auch schon vertraut gemacht. Dabei durchsucht man die Logs sämtlicher Kundenserver nach Fehlermeldungen und entscheidet ob für die jeweilig gefundenen Fehler Handlungsbedarf besteht oder nicht. Falls ja, eröffnet man Tickets und benachrichtigt gegebenefalls den Kunden darüber.
Berufsschule
Als Azubi besucht man bei NETWAYS natürlich auch die Berufsschule. Als Auszubildender Fachinformatiker für Systemintegration findet diese blockweise statt, was meiner Meinung nach auch Sinn macht, da man nicht täglich zwischen Schule und Betrieb wechseln muss. Nicole, die ebenfalls im September als Auszubildende Fachinformatikerin für Systemintegration bei NETWAYS angefangen hat, ist in der gleichen Klasse wie ich. Vom Studium ist mir einiges was an Stoff in der Berufsschule behandelt wird bereits bekannt und somit kam ich bisher ganz gut klar.
NETWAYS
Was mir hier besonders gut gefällt, ist das gute Arbeitsklima und dass man während der Arbeit stets nette und gutgelaunte Kollegen um sich hat. Getränke wie Kaffee, Säfte und Eistee sind kostenlos für alle verfügbar. Die Mitarbeiter organisieren untereinander LAN-Partys, die ab und an abends im Büro stattfinden. Außerdem finden jährlich Team Events der einzelnen Abteilungen und verschiedene Seminar-Wochenenden statt, bei denen der Spaß nicht zu kurz kommt und man die Möglichkeit hat, die anderen Kollegen besser kennenzulernen. Das Events Team von NETWAYS organisiert regelmäßig Konferenzen, wie z.B. die bereits erwähnte OSDC. Eine weitere Konferenz, an der ich letzten Jahr teilnehmen durfte, war die OSMC 2016 in Nürnberg, die sich mit dem Hauptgebiet von NETWAYS, dem Monitoring, beschäftigt. In den Talks der verschiedenen Konferenzen erfährt man viel über Open Source Themen und kann sich anschließend mit anderen Teilnehmern aus der ganzen Welt darüber austauschen.
Alles in Allem bin ich sehr happy bei NETWAYS zu sein und bin gespannt was mich künftig noch so erwartet. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Tätigkeiten als Azubi geben.

Gabriel Hartmann
Gabriel Hartmann
Systems Engineer

Gabriel hat 2016 als Auszubildender Fachinformatiker für Systemintegrator bei NETWAYS angefangen und 2019 die Ausbildung abgeschlossen. Als Mitglied des Web Services Teams kümmert er sich seither um viele technische Themen, die mit den NETWAYS Web Services und der Weiterentwicklung der Plattform zu tun haben. Aber auch im Support engagiert er sich, um den Kunden von NWS bei Fragen und Problemen zur Seite zu stehen.

Azubis erzählen: März 2015 Jean

This entry is part 4 of 13 in the series Azubis erzählen

Name: Jean-Marcel Fach
Ausbildungsberuf: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
Abteilung: Icinga2 core development
Lehrjahr: 1

Hallo,
ich schreibe hier als Azubi im Development einen Blogppost zur Serie “Azubis erzählen”. Dieser ist nach diesem Absatz auch zu lesen, aber zunächst werde ich vorstellen.
Ich bin 21 Jahre alt und arbeite seit einem halben Jahr bei Netways. Vorher war ich Student an der Erlanger Universität. Meine Aufgaben haben fast immer mit Icinga 2 zu tun, hin und wieder müssen auch sonstige Aufgaben erledigt werden, mal mehr programmiertechnischer Natur und mal weniger.
Eine dieser Aufgaben war das Script, das das Vorkommen eines Datums in einer Tabelle zählen sollte, doch bevor ich mich damit beschäftigen konnte musste ich erst einmal dafür sorgen das die richtige Datei geöffnet wird. Die Dateinamen sind etwa so kodiert:
NAME_DATUM_UHRZEIT_NUMMER.ENDUNG

rx

Die Matrix war ein Perl Programm. Deswegen machen die Nachfolger auch so wenig Sinn


Wichtig sind dabei eigentlich nur Datum und Uhrzeit, doch wie unterscheidet man diese von den übrigen Teilen des Dateinamens?
Unterstriche zählen fiel als Erstes weg, da der NAME meist selbst noch Unterstriche enthielt. Also muss rückwärts gesucht werden. die Endung erkennt man daran, dass ein Punkt vor ihr steht… leider kann so eine Datei auch mehrere Endungen haben, etwa .txt.gz für komprimierte Dateien. Und wenn der NAME dann selbst einen Punkt enthalten kann…
Also musste eine andere Lösung her: regex
Die regular expression
Lange war ich etwas eingeschüchtert von regex, oft sah ich nur Monster wie dieses hier (Soll Email Adressen validieren, und ist dabei nicht einmal 100% korrekt, wenn man es genau nimmt) und wer will schon mit so einer Wand Text arbeiten müssen?
Also Augen zu und durch, anhand dieses Tutorials brachte ich mir also die regex Grundlagen bei, denn zum Lernen ist hier immer Zeit. Gar nicht mal so schwer, zum Glück gibt es dann noch diese Seite auf der man nach Herzenslust ausprobieren kann.
Nun aber zu meinem konkreten Problem:
deq_2214_20140415_140857_0413.txt.gz
Nach dem Muster oben ist klar, dass es sich um eine verpackte Textdatei, die 413te am 15.4.2014 aus der Serie ‘deq_2214’, gespeichert um 14:08:57, handelt. Aber selbst wenn man das Muster nicht schon vorher kennt ist es leicht es zu erkennen, für einen Menschen. Für einen Computer eben nicht (Daher sind Computer Menschen in Go noch unterlegen, während sie im Schach unschlagbar sind).
Aber ein dummer Computer kann gut stur Schemata überprüfen:
(\w+)_(\d{8})_(\d{6})_(\d{4})(\.txt)(\.gz)?$
Ist die Lösung, Erklärung:

(\w+)    # Fasse den Anfang zu einer Gruppe zusammen ("deq_2214")
  _      # Unterstriche dienen als Abtrennung und werden übergangen
(\d{8})  # Eine Gruppe aus genau acht Zahlen, das Datum ("20140415")
  _
(\d{6})  # Eine Gruppe aus genau sechs Zahlen, die Uhrzeit ("140857")
  _
(\d{4})  # Eine Gruppe aus genau vier Zahlen, die Nummer ("0413")
(\.txt)  # Die Endung ".txt"
(\.gz)?  # Die optionale Zusatzendung ".gz"
  $      # Sorgt dafür das nach der Endung nichts mehr kommen kann
         # (".txt.gz.temp" ist ungültig)
Diana Flach
Diana Flach
Developer

Geboren und aufgewachsen in Bamberg kam Diana, nach einem Ausflug an die Uni, als Azubi zu NETWAYS. Dort sitzt sie seit 2014 im Icinga 2 Core Entwicklungsteam.

Azubis erzählen: April 2015 Alexander

This entry is part 5 of 13 in the series Azubis erzählen

Name: Alexander Klimov
Ausbildungsberuf: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
Abteilung: Development
Lehrjahr: 1

Hallo Menschen!
Diesmal bin ich an der Reihe, Euch meinen Ausbildungsberuf nahezubringen.
Doch zuerst ein paar Angaben zu meiner Wenigkeit:
Ich heiße Alexander. Ich bin 20 Jahre jung und im 1. Lehrjahr. Mein Ausbildungsberuf heißt Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und mich erwartet im kommenden Lehrjahr erst mal die Zwischenprüfung. Die Abschlussprüfung sollte im Lehrjahr darauf folgen. Meine Kollegen Nadja und Marius mögen schon weiter sein, aber – wie ich gerne zu sagen pflege – kommt Zeit, kommt Rat! Neben der unglaublich spannenden Berufsschule bin ich in der Development-Abteilung von NETWAYS tätig.
Die Berufsbezeichnung ist relativ selbsterklärend. Meine (Haupt-)Aufgabe besteht darin, Anwendungen (weiter) zu entwickeln. Im Folgenden möchte ich euch ein paar davon vorstellen.

Icinga Web 2

An unserem PHP-Framework Icinga Web 2 gibt es noch alle Hände voll zu schrauben (schließlich soll es irgendwann mal fertig werden) – kein Wunder, dass der Löwenanteil meiner bisherigen Ausbildung diesem Projekt gewidmet war.
Icinga LogoNeben dem Erlernen der unglaublich tollen Programmiersprache PHP war es mir vergönnt, viele kleinere Fehler zu beheben und die Puppet-Manifeste radikal umzubauen, um Letztgenannte überschaubar(er) zu machen. Das Problem bestand darin, dass (fast) alles (fast 800 Zeilen) sich in einer .pp-Datei befand – und das hat den Code nicht viel übersichtlicher gemacht. Meine Aufgabe bestand darin, das Ganze zu modularisieren. Das hat zwar eine ganze Weile gedauert, aber mittlerweile ist es geschafft!

DbMaint

Das von mir Mitte 2014 entwickelte DbMaint soll u. a. beim Aktualisieren von Icinga 2 dazugehörige Datenbanken mit auf den neusten Stand bringen – und somit den Administrationsaufwand verringern. Für Debian gab es zwar schon dbconfig-common, aber in RPM-basierenden GNU-Distributionen fehlte ein derartiges Werkzeug.
DbMaint war in Python zu realisieren und sollte sowohl MySQL als auch PostgreSQL unterstützen. Als ob letztgenanntes nicht schon aufwändig genug war, lagen mir – dank RHEL 5 – Steine im Weg. Dieser Weg war entsprechend steinig und schwer – trotzdem ist mir die Fertigstellung gelungen.

Stammdaten-Verwaltung

Momentan verantworte ich die Fertigstellung eines Icinga Web 2 Moduls, das Stammdaten von Kunden verwalten soll. Dazu zählen bspw. Verträge und (im Rahmen letztgenannter) erworbene Produkte/Dienstleistungen. Da die voraussichtliche Datenmenge nicht überschaubar ist, kommt dafür nur eine relationale Datenbank in Frage. Sich mit solchen zu beschäftigen fand ich spannend und lehrreich. (Überhaupt lerne ich im Betrieb eine ganze Menge interessanter Sachen – die Berufsschule lasse ich an dieser Stelle mal unkommentiert..)
Zuerst hatte ich das Datenbankschema zu planen – wie die Datenbank aufgebaut sein soll und was sie überhaupt speichern soll. Danach sollte das Modul für Icinga Web 2 programmiert werden. Es soll die gespeicherten Daten anzeigen und auch das Hinzufügen, Bearbeiten und Löschen ermöglichen. (Für Leute, die sich nicht mit Datenbanken/SQL auskennen oder gerade keine Lust haben, viele/längere SQL-Abfragen abzutippen. 😉 )
Exploits of a MomAn dieser Stelle darf ich eine Lanze für Icinga Web 2 brechen, denn ohne seine Infrastruktur wäre ich so gut wie aufgeschmissen.

Fazit

In diesem Beruf reicht es nicht, in die Tasten hauen zu können – auch Köpfchen anstrengen will gelernt sein. Und wer auch um die Ecke denken kann – der findet bei uns bestimmt die richtige Stelle für sich.

Alexander Klimov
Alexander Klimov
Developer

Alexander hat 2017 seine Ausbildung zum Developer bei NETWAYS erfolgreich abgeschlossen. Als leidenschaftlicher Programmierer und begeisterter Anhänger der Idee freier Software, hat er sich dabei innerhalb kürzester Zeit in die Herzen seiner Kollegen im Development geschlichen. Wäre nicht ausgerechnet Gandhi sein Vorbild, würde er von dort aus daran arbeiten, seinen geheimen Plan, erst die Abteilung und dann die Weltherrschaft an sich zu reißen, zu realisieren - tut er aber nicht. Stattdessen beschreitet er mit der...

Azubis erzählen: Mai 2015 Nadja

This entry is part 6 of 13 in the series Azubis erzählen

Name: Nadja Hein
Ausbildungsberuf: Kauffrau für Bürokommunikation
Abteilung: aktuell Finance und Administration
Lehrjahr: 2

Heute melde ich mich aus der Buchhaltung zurück und möchte euch einen kleinen Einblick in meine tägliche Arbeit dort geben.
BuchhaltungAuch wir als Dienstleistungsunternehmen erhalten jeden Tag Rechnungen. Bei uns wird von Waren über Dienstleistung einiges bestellt. Die Rechnungen müssen zuerst zur Rechnungsprüfung wo sie zunächst auf die wesentlichen Bestandteile geprüft werden.
Folgende Bestandteile muss eine ordnungsgemäße Rechnung aufweisen:
 
• Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
• Steuernummer oder Umsatzsteueridentifikationsnummer
• Ausstellungsdatum der Rechnung
• Fortlaufende Rechnungsnummer
• Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den
Umfang der sonstigen Leistung
• Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung
• Nach Steuersätzen und -befreiungen aufgeschlüsseltes Entgelt
• Im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts
• Entgelt und hierauf entfallender Steuerbetrag sowie Hinweis auf Steuerbefreiung
Ggf. Hinweis auf Steuerschuld des Leistungsempfängers
Wenn diese Angaben bei Rechnungen über 150,00 EUR nicht korrekt sind, dann ist der Vorsteuerabzug der Rechnung gefährdet bzw. nicht abzugsfähig (für Rechnungen unter 150 EUR gelten Sonderregelungen)!
Sobald die Rechnung geprüft wurde, kommen wir zum Vorkontieren und Verbuchen. Auch in diesem Arbeitsschritt gibt es einiges zu beachten:
Wenn ich eine Rechnung zum Vorkontieren erhalte, muss ich feststellen, was uns in Rechnung gestellt wird. Ist der Aufwand als Wareneingang, Bürobedarf, Dienstleistung, Anlagevermögen oder etwas anderem zuzuordnen (auf dem entsprechenden Aufwandskonto findet man dann die Rechnung am Ende in der Gewinn- und Verlustrechnung wieder). Da der Aufwand unseren Gewinn mindert, sind Rechnungen genauestens zu prüfen. Wir wollen am Ende ja nicht mehr bezahlen als wir müssen :).
Danach wird geprüft welcher Lieferant uns die Rechnung gestellt hat. So können wir die Rechnung auf das entsprechende Konto buchen.
Wenn die Rechnung vorkontiert und geprüft wurde, wird die Rechnung in unserem Buchhaltungsprogramm verbucht. Hier ist besonders wichtig, dass alle Angaben, die auf der Rechnung stehen, auch richtig in die Buchungsmaske übernommen werden. Das heißt: Datum, Rechnungsnummer, Bezeichnung (meist Firmenname und Artikelbezeichnung), Betrag, Steuersatz (gut darauf achten, welcher es ist, denn dieser fließt in die Umsatzsteuervoranmeldung!) und natürlich das richtige Aufwands- und Lieferantenkonto.
So das war nun ein kurzer Einblick in meinen Arbeitsalltag :-). Auch wenn einige Stimmen laut werden, dass diese Arbeit trocken wäre – mir macht meine tägliche Arbeit Spaß und ich habe meine Freude daran gefunden :-).
Und wenn ihr jetzt Lust bekommen habt eure Ausbildung bei uns zu machen, dann bewerbt euch jetzt als Kaufmann/-frau für Büromanagement.
blog2

Nadja Myers
Nadja Myers
Accountant

Nadja hat bei NETWAYS eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation absolviert. Nach bestandener Prüfung unterstützt Sie nun die Abteilung Finance & Administration. Als Accountant sorgt sie jetzt gemeinsam mit ihrem Team für die Gewährleistung des internationalen Buchhaltungsmottos "Keine Buchung ohne Beleg".

Azubis erzählen: Juni 2015 Marius

This entry is part 7 of 13 in the series Azubis erzählen

Name: Marius Gebert
Ausbildungsberuf: Fachinformatiker für Systemintegration
Abteilung: aktuell Support
Lehrjahr: 2

“Hol’ mir mal nen Kaffee!”, ist denke ich die Aussage schlechthin, wenn man an den Aufgabenbereich eines Auszubildenden denkt. Welche Aufgaben man jedoch tatsächlich bekommt, hat hiermit nichts zu tun.
Mein Aufgabengebiet hier bei NETWAYS ist nach wie vor der Kundensupport.
Jedoch möchte ich in diesem Artikel nicht erneut darüber reden, welchen Spaß man hierbei hat und welche Fähigkeiten und welches Wissen man sich hier aneignet, sondern über einen speziellen Auftrag, der mit zugeteilt wurde.
Es wurde mir ein neuer Vertragskunde übertragen, den ich in Eigenregie betreuen sollte.
Hier wurden in den ersten Gesprächen bereits gravierende Mängel an dessen System offengelegt, die es zu beheben galt.
Um euch ein Bild hiervon zu geben, möchte ich kurz beschereiben, worum es sich handelte:
Es war ein Monitoring-System installiert, das nicht alarmierte, das Konfigurationen nicht exportierte, bei dem die Icinga und die Lconf Version nicht kompatibel waren und bei dem keine Checks ausgeführt wurden oder sogar komplett fehlten, was dafür sorgte, dass der Kunde in Bezug auf seine Systeme blind war.
Außerdem konnten auf den Virt-Systemen keine VMs in der Cloud installiert werden, es konnten bestehende VMs nicht angesteuert werden, der Puppetmaster verteilte die Konfigurationen auf seine Nodes nur sehr langsam (wenn er das überhaupt getan hat) und es kam die Beschwerde auf, dass keine Graphen der Systeme einsehbar waren (was daran lag, dass hier keinerlei Plugins beziehungsweise passende Dienste und Programme installiert waren).
Die Liste der Probleme und der somit offenen Issues war noch länger, jedoch war das Wesentliche bereits dabei.
Als Azubi ist man mit einem derartigen Projekt, erst einmal überfordert. Man ist auf sich alleine gestellt, da es auch für den Rest des Teams, wie bei jedem Neukunden, etwas Einarbeitungszeit benötigt hätte. Die Möglichkeit tagelang Konfigurationen auszuprobieren, war nicht gegeben, da es sich hier um einen realen Kunden handelte, der so schnell wie möglich ein funktionierendes Setup haben wollte, und dann natürlich der Druck, zu wissen, dass man die Verantwortung hierfür alleine übernimmt.
“If i pass, i pass. If i fail, i fail!”
Um hier möglichst strukturiert die Probleme zu beheben, alles schriftlich festzuhalten, Arbeiten zu koordinieren und nicht allzuviel Zeit zu verlieren, galt es die oben beschriebenen Issues von einander zu trennen und eins nach dem anderen anzugehen. So entstand ein Ticket nach dem anderen, die Kommunikation mit dem Kunden nahm schnell an Fahrt auf und es wurden immer mehr Probleme bekannt.
Von Tag zu Tag tauchte ich tiefer in das Konstrukt des bestehenden Setups ein, kannte irgendwann die IP-Adressen der betroffenen Systeme auswendig, kannte im Schlaf den Pfad zu verschiedenen Konfigurationsdateien und erkannte Probleme deren Lösung wiederum anderen Kollegen bei anderen Kunden geholfen haben. Jedoch kam auch der verzweifelte Satz “Ich hau’ gleich alles ‘zam”, des Öfteren über meine Lippen, was wiederum für Schmunzeln bei den Kollegen sorgte.
Besonders wichtig bei solchen Projekten ist es ruhig und konzentriert zu bleiben, denn wenn man ein Problem gefunden hat, kann man davon ausgehen, dass noch mehr Fehler hiervon abhängen, die eventuell noch gar nicht bekannt sind.
Ich hau gleich alles zam!
Stunden wurden zu Tagen, Tage zu Wochen und ich wurde durch die Berufsschule gezwungen eine dreiwöchige Pause einzulegen, was mich nicht davon abhielt, diese Woche voller Stolz das fertige Setup zu übergeben und das letzte Issue zu resolven.
Letztendlich wurden alle Probleme von mir in Eigenregie gelöst, was für mich nun wiederum bedeutet, dass ich mich auch weiterhin um diesen Kunden kümmern werde, da ich am wenigsten Zeit benötige um neue Probleme zu beheben oder Anpassungen, zum Beispiel in Bezug auf Performance, durchzuführen und ebenso die installierten Programme up to date zu halten. In keinem Lehrbuch und auf keiner Schulung lernt man so viel, wie ich bei diesem Projekt gelernt habe.
Ich freue mich auf das nächste Projekt und lass mir meinen Kaffee jetzt schmecken!

Marius Gebert
Marius Gebert
Systems Engineer

Marius ist seit 2013 bei NETWAYS. Er hat 2016 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration absolviert und ist nun im Web Services Team tätig. Hier kümmert er sich mit seinen Kollegen um die NWS Plattform und alles was hiermit zusammen hängt. 2017 hat Marius die Prüfung zum Ausbilder abgelegt und kümmert sich in seiner Abteilung um die Ausbildung unserer jungen Kollegen. Seine Freizeit verbringt Marius gerne an der frischen Luft und ist für jeden Spaß zu...

Azubis erzählen: Juli 2015 Jean

This entry is part 8 of 13 in the series Azubis erzählen

Name: Jean-Marcel Fach
Ausbildungsberuf: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
Abteilung: Icinga2 core development
Lehrjahr: 1

Nach einer längeren Berufsschul- und Urlaubsphase kam ich wieder in Firma, dort liefen schon die Vorbereitungen für Icinga 2.4. Nach einem ein-wöchigem Workshop war grob umrissen wie der Arbeitsplan für die nächsten paar Monate aussieht. Als erster Meilenstein gilt der HTTP Server, welcher Anfragen dieses Schemas entgegennimmt und antwortet. Einen Teil der Information machen die URLs auf die der Server angesprochen wird aus, für diese einen Parser zu schreiben wurde meine Aufgabe.
Nun sind *normale* URLs wie “https://www.netways.de/” allen bekannt und jedem der mal genauer hin geschaut hat wird aufgefallen sein, dass sich bei allen Seiten im Internet ein Muster erkennen lässt. Dieses URL-Muster wurde zuerst im RFC 1738 und später im RFC 3986 genauer beschrieben, diese 60 Seiten Dokument lassen sich grob so zusammenfassen: Das Muster einer URL ist immer `Schema:Autorität/Pfad?Anfrage#Fragment`. Nun haben die einzelnen URL-Teile wieder eigene Regeln. Etwa bedeutet ein ‘//’ in der Autorität, dass ein Hostname zu erwarten ist. Oder ein ‘gopher’ als Schema ändert nochmal mehr. Es ergeben sich so eine Reihe von URLs die gültig aussehen, es aber nicht sind und anders herum, aber dazu später mehr.
Im Bezug auf die Implementation, dachte ich zuerst an eine Zustandsmaschine: aus dem vorherigen Zeichen ergibt sich, wie das nächste zu verstehen ist. Leider konnte ich mich mit keiner Implementation in c++ so richtig anfreunden. Ein riesiges switch-case Konstrukt fällt aus da es eben riesig und daher unübersichtlich und hässlich würde. Und die Alternative mit Objekten schien zu dieser Zeit den Rahmen zu sprengen, würde mir aber dieselbe Aufgabe noch einmal gestellt werden, würde ich aber diesen Weg wählen. So fiel die Wahl am Ende, nach all dem Rumprobieren, doch auf eine sequentielle Abarbeitung der fünf Teile. Da die URLs nur http oder https sein werden, konnten viele Probleme umgangen werden.
URL tests
Die tatsächliche Implementation war dann relativ einfach, doch dann kamen die Randfälle. “/” ist gültig und “/??[]=?#?=@” auch, wenn sie auch unsinnig sind. Daher mussten Tests geschrieben werden. Und dann wurde so lange geschraubt, bis alle Tests erfolgreich durchgeführt wurden.
Der Code findet sich wie immer im Icinga 2 git.

Diana Flach
Diana Flach
Developer

Geboren und aufgewachsen in Bamberg kam Diana, nach einem Ausflug an die Uni, als Azubi zu NETWAYS. Dort sitzt sie seit 2014 im Icinga 2 Core Entwicklungsteam.

Azubis erzählen: September 2015 Alexander

This entry is part 9 of 13 in the series Azubis erzählen

Name: Alexander Klimov
Ausbildungsberuf: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
Abteilung: Development
Lehrjahr: 2

C hat keine DLLs, sondern nur Headers”, sagte einst einer meiner ehemaligen Berufsschulklassenkollegen.
Solch grob fahrlässige fachbezogene Aussagen gebe ich nicht von mir – zumindest seit ich bei NETWAYS ausgebildet werde. Das Gegenteil des obigen Zitats habe ich hier nicht gelernt, dafür aber einige andere sehr interessante Sachen, die ich diesmal vorstellen will.

Git

Wer von den Fachinformatiker-Auszubildenden kennt das nicht: In der Berufsschule wird im Fach Anwendungsentwicklung und Programmierung ein Programm schrittweise weiterentwickelt und es wird einem nahe gelegt, vor jeder größeren Erweiterung des Programms den Quellcode zu sichern, um ggf. auf einen älteren Stand zugreifen zu können. Für diesen Zweck ist die Versionskontrolle Git viel besser geeignet – nicht zuletzt auch weil das Pflegen von vielen Versionen viel “attraktiver” ist. Ich hatte zu meinem Glück immer meinen Laptop dabei und kaum ein Programm, dessen Entwicklung nicht auf eine Schulstunde beschränkt war, ohne Git entwickelt.

$ mkdir AWP/Parkautomat && cd $_
$ git init
$ editor parkautomat.cpp && git add $_
$ git commit -m "Implementiere einen übertrieben übertriebenen Parkautomaten"
$ editor parkautomat.cpp && git add $_
$ git commit -m "Statte den Parkautomaten mit Funktionalität, die kein Mensch braucht, aus"

Zuletzt hat mich ein Kollege das Bisect-Kommando gelehrt. Dieses Wissen habe ich natürlich guten Willens bei nächstbester Gelegenheit weitergegeben.

Vim

Als ich bei NETWAYS angefangen habe, habe ich ernsthaft noch den Texteditor Nano verwendet – mit Ausreden wie “er genügt meinen Ansprüchen”. Aber kaum dass mir ein schönes neues Werkzeug in die Hände fällt, lasse ich den alten, primitiven Kram hinter mir. Auch in der Berufsschule hat der Editor gute Dienste geleistet. Es fiel mir viel leichter, damit zu arbeiten, als mit dem an der Schule propagierten Visual Studio. (Da liest mein Banknachbar in der 1. AWP-Stunde die 5-10-seitige bilderreiche Einführung in das letztgenannte Programm, während ich das zu schreibende Hallo-Welt-Programm schon längst mit Vim abgetippt und mit GCC kompiliert habe. Und – wer hätte das gedacht 😉 – es funktionierte!) Auch ich gehöre mittlerweile zu den Programmierern, die an ihrer .vimrc hängen.

$ cat ~/.vimrc
set bg=dark nu mouse=a ai et sts=4
sy on
nmap <F4> :qa<CR>
language de_DE.utf8
highlight Normal guibg=Black guifg=White

Puppet

… ist aus einer komplexen und automatisierten IT-Welt wie unserer nicht wegzudenken. Ob viele gleichartige Systeme aufwandarm aufgesetzt werden müssen oder die Entwicklungsumgebungs-VM eines Projektes mit einer Komanndozeile einsatzbereit sein muss – Puppet ist des Systemadministrators Freund und Helfer. Alleine die verglichen mit der konventionellen Bash verkürzte, intuitive und anti-redundante schreibweise für häufig verwendete Komponenten machen die Sprache attraktiv. Die Möglichkeit, Abhängigkeiten der Komponenten untereinander explizit zu definieren, nötigt bei komplexeren Beschaffungen der Systeme regelrecht zur Nutzung von Puppet. Im Rahmen eines Umbaus von Icinga Web 2 habe ich den Aufbau und die Funktionsweise von Puppet kennen gelernt. Mit Hilfe dieses Wissens habe ich für das jüngste von mir betreute Projekt von Grund auf Puppet-Manifeste geschrieben, um mir und anderen die Entwicklung zu erleichtern. Folgendes Beispiel installiert den Apache-Webserver auf Debian/Ubuntu, Fedora/RHEL, openSUSE/SLES und darauf basierenden Systemen:

$apache = $osfamily ? {
  'Debian' => 'apache2',
  'Suse'   => 'apache2',
  'RedHat' => 'httpd',
}
package { $apache:
  ensure => latest,
}
-> service { $apache:
  ensure => running,
  enable => true,
}

SQL

Angesichts des hohen Datenaufkommens, das Anwendungen heutzutage zu bewältigen haben, sind relationale Datenbanken unverzichtbar. Die Vielzahl unterschiedlicher Datenbankmanagementsysteme fordert einen möglichst großen gemeinsamen Nenner der Abfragesprachen. Dieser wurde mit SQL 1986 geschaffen und ist – nicht nur meiner Meinung nach – absolute Pflichtlektüre eines jeden werdenden Fachinformatikers. Im Rahmen der Entwicklung einer Stammdatenverwaltungssoftware bin ich dieser interessanten Thematik gelehrt worden – und auch in der Berufsschule soll das noch auf mich zukommen. Einer der größten Nutzen relationaler Datenbanken ist die Möglichkeit, Datensätze nur ein mal speichern zu müssen und mehrfach darauf verweisen zu können. Folgendes Beispiel ist eine Abfrage der Klassen und -leitungen von Schülern:

SELECT sn.name, k.name, ln.name
FROM schueler AS s
INNER JOIN klasse AS k ON k.id=s.klasse_id
INNER JOIN lehrer AS l ON l.id=k.lehrer_id
INNER JOIN natuerliche_person AS sn ON sn.id=s.natuerliche_person_id
INNER JOIN natuerliche_person AS ln ON ln.id=l.natuerliche_person_id;

Die Personalien von Schülern und Lehrern und evtl. anderen natürlichen Personen werden hierbei – da gleichartige Datensätze – in einer Tabelle gespeichert. Da bspw. ein Lehrer mehrere Klassenleitungen haben kann, wird er nur ein mal gespeichert und über lehrer.id referenziert, um Redundanz zu vermeiden.

Fazit

Lehrjahre sind zwar keine Herrenjahre, können aber eine große Bereicherung sein – vor allem für die kommenden Herrenjahre. Und mein vergangenes Lehrjahr hat gezeigt: Sich reinzuhängen lohnt sich – auch bei den unbeliebten Berufsschulfächern.

Alexander Klimov
Alexander Klimov
Developer

Alexander hat 2017 seine Ausbildung zum Developer bei NETWAYS erfolgreich abgeschlossen. Als leidenschaftlicher Programmierer und begeisterter Anhänger der Idee freier Software, hat er sich dabei innerhalb kürzester Zeit in die Herzen seiner Kollegen im Development geschlichen. Wäre nicht ausgerechnet Gandhi sein Vorbild, würde er von dort aus daran arbeiten, seinen geheimen Plan, erst die Abteilung und dann die Weltherrschaft an sich zu reißen, zu realisieren - tut er aber nicht. Stattdessen beschreitet er mit der...

Azubis erzählen: November 2015 Nadja

This entry is part 10 of 13 in the series Azubis erzählen

Name: Nadja Hein
Ausbildungsberuf: Kauffrau für Bürokommunikation
Abteilung: aktuell Finance und Administration
Lehrjahr: 3

Wahrscheinlich wird dies mein letzter Beitrag in dieser Serie sein, denn letzte Woche stand endlich meine Abschlussprüfung vor der Tür. Natürlich habe ich noch kein Prüfungsergebnis, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass alles gut verlaufen ist. Jetzt möchte ich euch noch einen kleinen Rückblick über meine Ausbildung geben.
Bereits in meinem ersten Blogpost habe ich erzählt, dass ich nicht nur in einer Abteilung bei NETWAYS ausgebildet werde. Alles fing damals bei Finance und Administration an, wo meine Aufgaben unter anderem aus folgenden Tätigkeiten bestanden:
•    Die Reiseplanung für die Mitarbeiter
•    Der Kundenempfang bei NETWAYS – am Telefon oder direkt bei uns im Haus
•    Administration – Auftragsbestätigungen erstellen, Rechnungen fakturieren
•    Postein- und Postausgang
•    Materialbeschaffung
Ich durfte aber auch Vanessa in der Buchhaltung unterstützen und Ein- und Ausgangsrechnungen vorkontieren und verbuchen. Diese wurden später dann mit dem Gegenbuchen der Bank ausgeglichen. Wenn Rechnungen dann noch immer offen waren, mussten diese mit der Offenen-Posten-Liste abgeglichen und ausgeglichen werden. In diesem Jahr durfte ich sogar bei der Vorbereitung für den Jahresabschluss mitarbeiten. Hier habe ich  gemeinsam mit Vanessa alle notwendigen Unterlagen vorbereitet und konnte so einen noch tieferen Einblick in das Zahlenwerk und unsere Buchhaltung erlangen.
Danach ging es für mich zu Events & Training, wo ich mich in ein völlig anderes Fachgebiet einarbeiten durfte und bei der Vorbereitung unserer Schulungen und Konferenzen mitarbeiten konnte. Als ich das erste Mal bei Events & Training war, wurde ich gleich mit einer der wichtigsten internen Aufgaben betreut; die Planung der Weihnachtsfeier. Die Erwartungen sind hier sehr hoch, aber da rückblickend alle ganz viel Spaß hatten, war das Projekt wohl ein sehr guter Erfolg.
In den letzten zwei Monaten war ich ein zweites Mal bei Events & Training und da ging es dann um unser Konferenzflaggschiff, denn die 10. OSMC stand an. Zum einen konnte ich bei der Vorbereitung für unsere Abendveranstaltung helfen, war aber auch als Mitarbeiterin mit vor Ort und durfte die Teilnehmer herzlich willkommen heißen. Es ist wirklich unglaublich spannend zuzusehen wie über viele Monate alles im Detail geplant und vorbereitet wird.  Wenn man dann auf der Konferenz noch ein Lob der Teilnehmer bekommt, weiß man, dass sich die viele Mühe gelohnt hat.
Die dritte Abteilung in der ich einige Monate mitarbeiten durfte war der Vertrieb. Dort wurde ich so ziemlich mit allen Aufgaben vertraut gemacht, die für unseren vertrieblichen Prozess von Bedeutung sind. Von A wie Angebot bis V wie Versand war wirklich alles dabei. Egal ob die Beratung unserer Kunden vor Ort oder die Aufgabe unsere Hardware über den Online-Shop an den Mann oder natürlich die Frau zu bringen.
Nun sind die 2,5 Jahre fast vorbei und ich muss sagen die Zeit ist super schnell vergangen. Jetzt bin ich sehr gespannt was die Zukunft bringt, aber eines steht schon mal fest, sie liegt bei NETWAYS.
Ich weiß auch schon wo und zwar genau dort wo alles angefangen hat. Direkt nach der mündlichen Prüfung werde ich die Abteilung Finance & Administration wieder tatkräftig unterstützen.

Nadja Myers
Nadja Myers
Accountant

Nadja hat bei NETWAYS eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation absolviert. Nach bestandener Prüfung unterstützt Sie nun die Abteilung Finance & Administration. Als Accountant sorgt sie jetzt gemeinsam mit ihrem Team für die Gewährleistung des internationalen Buchhaltungsmottos "Keine Buchung ohne Beleg".