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NETWAYS Blog

Sommer, Sonne, Software – Rückblick CIVO NAVIGATE 2023

Anfang Februar durfte ich nach Tampa, Florida reisen, um auf der IT-Konferenz Civo Navigate zu sprechen, die in diesem Rahmen zum ersten Mal stattfand. Mit Beiträgen rund um Kubernetes, Edge Computing, Machine Learning, DevOps, GitOps, Observability, Security und Cloud Native Transformation war das Angebot an Themen breit gefächert. Sicherlich vor allem aus diesem Grund (und nicht nur wegen Temperaturen bis zu 30 Grad und toller Location) fanden sich zusätzlich zu 50 angekündigten Speakern, u. a. von ARM, GitLab, oder SUSE auch ca. 300-350 Teilnehmer vom 7.-8. Februar in Tampa ein.

Eingeleitet wurde die Konferenz durch einen Keynote-Block auf der Main Stage, wo nach einem Grußwort von Civo’s CEO Mark Boost ein ca. einstündiger Schwenk aus Steve Wozniak’s Leben folgte für viele Besucher bereits das erste Highlight. Im Anschluss ging es dann los mit den verschiedenen Beiträgen, vorgetragen auf drei separaten Tracks – zwei für klassische Talks und einer für praxisbezogenere Workshops. Für mich hieß es direkt ‚Showtime!‘, ich hatte den ersten Slot auf dem Workshop-Track erwischt, wo ich eine einstündige Einführung in Acorn gab.

Kubernetes-Deployments einfacher gestalten!

Acorn ist ein Tool in erster Linie für Entwickler, die ihre Anwendungen in ihre Kubernetes-Cluster deployen möchten, ohne direkt allzu tief in Kubernetes als Framework einsteigen zu wollen. Mein Kollege Markus hatte Acorn vor Kurzem bereits in seinem Blogpost über Application Management in Kubernetes erwähnt, und ich hatte nun die Gelegenheit, einem interessierten Publikum von ca. 20 Teilnehmern die Software näher zu bringen. Ziel des Workshops war es, eine Gästebuch-Anwendung von einem Docker-basierten Deployment mithilfe von Acorn auf Kubernetes umzustellen. Die Folien zu meinem Workshop finden sich unter slides.dbokdy.me, und in Kombination mit den Workshop-Unterlagen auf GitHub könnt ihr den Workshop bei Interesse auch daheim durchgehen. 😉

Auf den erfolgreichen Workshop folgte analog zu Markus‘ Blogartikel eine angeregte Diskussion, welche Tools für Application/Deploy Management auf Kubernetes denn nun am geeignetsten seien. Darauf gibt es natürlich keine eindeutige Antwort, geschweige denn eine Patentlösung, aber im Laufe der Gespräche wurden immer wieder Epinio, entwickelt von SUSE, und Namespace von Namespace Labs genannt – zu Epinio gab es am Folgetag sogar einen weiteren Workshop. Persönlich habe ich mir bisher keine der beiden Lösungen angeschaut, werde das aber nun schleunigst nachholen, und wer weiß, evtl. folgt ja demnächst ein weiterer Blogpost. Die Nachfrage nach Möglichkeiten, Kubernetes und seine Bedienung für den alltäglichen Gebrauch zu abstrahieren, ist auf Entwicklerseite allem Anschein nach auf jeden Fall vorhanden.

GitOps, Security und KI

Im Anschluss hatte ich jedenfalls gut lachen – zwei Stunden nach Konferenzbeginn war ich bereits „nur noch Teilnehmer“ und konnte nach Lust und Laune verschiedene andere Talks besuchen, mich mit interessierten Teilnehmern unterhalten und die sommerlichen Temperaturen von bis zu 30 Grad genießen. Für mich war interessant zu sehen, in welche Schwerpunkte sich der Großteil der Beiträge würde einordnen lassen, und für mich stachen dabei zwei Dinge heraus – GitOps und Absicherung von Kubernetes-Clustern. Zu diesen Themen gab es einige interessante Talks, angefangen bei Best Practice Sammlungen zu GitOps und Tools, die eine Kombination von GitOps und ClickOps ermöglichen, bis hin zum Einsatz von Service Meshes in Kubernetes zur Absicherung von Netzwerkverkehr in Kubernetes-Clustern.

Auch ein sehr interessanter Beitrag über das Hacken von Kubernetes-Clustern war im Programm enthalten, sodass man sich dem Thema „Sicherheit“ auch einmal aus Sicht des Angreifers widmen konnte. Doch auch andere Themen fanden Beachtung – so gab es nicht nur einige Beiträge zu den Themen ML/AI auf Kubernetes und Edge Computing, der Veranstalter Civo stellte im Rahmen seiner Konferenz auch neue Produkte in diesen Bereichen vor, was beispielhaft für die momentanen Trends rund um „Cloud Native“ und Kubernetes gesehen werden kann.

See you later, alligator!

Größter Pluspunkt der Konferenz als Ganzes waren für mich definitiv die Workshops, die durchgängig im Ablauf zu finden waren – so konnte man seinen persönlichen Talk-Marathon über 48 Stunden zwischendurch immer mal wieder mit praktischeren Fingerübungen und Case Studies auflockern und nebenbei noch sein bestehendes Wissen zu bestimmten Tools aufbessern oder komplett neu erwerben. Das nächste Mal stattfinden wird Civo Navigate im September 2023 in London, und wer weiß, evtl. werde ich euch auch dann wieder von meinem Beitrag und der Konferenz allgemein berichten dürfen.

Daniel Bodky
Daniel Bodky
Platform Advocate

Daniel kam nach Abschluss seines Studiums im Oktober 2021 zu NETWAYS und beriet zwei Jahre lang Kunden zu den Themen Icinga2 und Kubernetes, bevor es ihn weiter zu Managed Services zog. Seitdem redet und schreibt er viel über cloud-native Technologien und ihre spannenden Anwendungsfälle und gibt sein Bestes, um Neues und Interessantes rund um Kubernetes zu vermitteln. Nebenher schreibt er in seiner Freizeit kleinere Tools für verschiedenste Einsatzgebiete, nimmt öfters mal ein Buch in die Hand oder widmet sich seinem viel zu großen Berg Lego. In der wärmeren Jahreszeit findet man ihn außerdem oft auf dem Fahrrad oder beim Wandern.

NETWAYS Chefs – Feu und Babsi in der Gruselküche

This entry is part 13 of 18 in the series NETWAYS Chefs

Halloween steht vor der Tür und das herbstliche Ambiente reißt uns mit. Kürbisse am Straßenrand, die Blätter fallen bunt von den Bäumen und die Vorbereitungen für ein gruseliges Halloween laufen.

In unserer Kooperation kümmert sich Babsi um das Süße und Feu um das Herzhafte und schwingen je bei sich Zuhause den Kochlöffel.

 

Wir starten durch mit Feus Teil:

Wir machen vegane Kürbissuppe!

Zutaten für die Suppe:

Zutaten auf dem Tisch

Ein paar der Zutaten wurden vergessen und schlecht in das Bild editiert – könnt Ihr sie finden?

 

  • ca 1kg Kürbis (ich nehme gerne einen Hokkaido und einen Butternuss)
  • 250ml Kochsahne (mein Favorit ist die Hafer Cuisine von Oatly)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 750ml Gemüsebrühe
  • 2EL Mehl
  • (optional) Zwiebelschmalz
  • getrocknete Gartenkräuter
  • Salz & Pfeffer
  • Muskatnuss

 

Optional dann für den Suppenteller:

  • Creme fraiche (ich nehme gern Dr. Oetker Creme Vega)
  • Kürbiskernöl 
  • Geröstete Kürbiskerne
  • Wienerle & Ketchup (ich richte die gerne wie Finger an)

 

Schnippelei

Schritte 1-4 visualisiert

1. Die beiden Zwiebeln grob schnibbeln. Muss nicht zu fein sein, die werden nachher noch püriert.
2. Butternuss Kürbis sollte man schälen, da die Schale sehr faserig ist und nicht weich wird. Ein Gemüseschäler ist da sehr praktisch, aber ein Messer tut es auch.
3. Nun müsst Ihr Euch entscheiden, ob Ihr Euren Hokkaido schnitzen oder komplett schneiden wollt – man kann die Schale problemlos mitkochen.
4. Wenn der Kürbis kleingeschnitten ist, wiegt Ihr circa ein Kilo ab. Den Rest könnt Ihr für die nächste Suppe einfrieren, oder am Tag drauf mit ein bisschen Gewürz im Ofen backen.

Jetzt gehts ans Köcheln

Schritte 5-10 visualisiert

5. Zuerst die Zwiebeln mit etwas Kürbiskernöl (falls man sparen mag, geht auch jedes andere pflanzliche Öl) in einem großen Topf glasig schwitzen.
6. Danach gebt Ihr das Kilo Kürbis mit in den Topf
7. Optional kann man auch noch einen guten Esslöffel Zwiebelschmalz mit dazu geben
8. Die 2 Esslöffel Mehl dazu, gut verrühren und 10 Minuten schwitzen lassen. Dabei gleich die 750ml Gemüsebrühe vorbereiten.
9. Die 250ml Sahne und die Gemüsebrühe in den Topf
10. 30 Minuten mit geschlossenem Deckel auf kleiner Hitze kochen

 

Feinschliff

Schritte 11 & 12 und Serviervorschläge

11. Mit dem Pürierstab solange über die Suppe herfallen, bis sie cremig aussieht
12. Muskatnuss, Salz, Pfeffer und Gartenkräuter ins Süppchen werfen. Das war, was in dieser Suppe gelandet ist – ich persönlich bin auch ein Fan von Paprikapulver und Chilli – räubert einfach euer Gewürzregal.

 

Richtet Euren Teller an mit der Creme Fraiche, ein wenig Kürbiskernöl, und vielleicht auch ein paar gerösteten Kernchen.

Ich finde die vegetarischen Wiener Wurstfinger von der Rügenwalder Mühle mit Ketchup-Blut geben noch einen netten Grusel-Touch.

Und dann könnt Ihr auch schon reinhauen!

 

Und weiter geht es mit Babsis süßen Augen:

Was wäre Halloween ohne schaurig süße Leckereien?
Daher habe ich Euch ein Rezept vorbereitet für schaurige Oreo-Pralinen-Augäpfel

Zutaten für die Augäpfel:

  • 1kg Oreo Kekse
  • 350-450g Frischkäse
  • 400g weiße Schokoladen Kuvertüre
  • Lebensmittelfarbe zum verzieren (rot, schwarz, Irisfarbe)

Vorbereitung:

1. Die Oreo Kekse zu feinen Krümeln zermahlen, dies funktioniert am besten mit einem Mixer.
2. Dann den Frischkäse dazu geben. Hier nicht alles auf einmal zugeben, da es schnell zu flüssig werden kann, erstmal nur die Hälfte mit den Knethacken eines Handrührgeräts unterheben, und dann löffelweise mehr dazu geben, bis die Konsistenz geschmeidig und fest ist. Die Masse zu einem Klumpen formen, dieser sollte jetzt schön dunkel glänzen.

 

3. Jetzt werden die Pralinen geformt. Dazu Einweghandschuhe anziehen (keine gepuderten) und mit einem Teelöffel gut gehäufte Stücke abtrennen und mit der Hand zu Kugeln formen.

 

4. Wenn die gesamte Masse zu Kugeln verarbeitet wurde, die Schokoladen-Kuvertüre langsam im Wasserbad schmelzen. Nacheinander die Kugeln in der Schokolade wälzen und auf ein Backpapier legen.

 

Dekorieren:

5. Die Pralinen gut auskühlen lassen und dann mit Lebensmittelfarbe dekorieren.
6. Die fertigen Augäpfel sollten innerhalb weniger Tage verspeist werden. Das sollte kein Problem sein, denn sie sehen zwar schaurig aus, schmecken aber superlecker und sind mega cremig. Sollten doch welche übrig bleiben am besten kühl lagern, jedoch nicht im Kühlschrank, da sie sonst zu schwitzen anfangen.

Viel Spaß beim Gruseln und HAPPY HALLOWEEN.

 

Feu Mourek
Feu Mourek
Developer Advocate

Feu verbrachte seine Kindheit im schönen Steigerwald, bevor es sich aufmachte die Welt zu Erkunden. Seit September 2016 unterstützt es Icinga zunächst als Developer und seit 2020 als Developer Advocate, und NETWAYS als Git und GitLab Trainer. Seine Freizeit verbringt es hauptsächlich damit Video-, und Pen and Paper Rollenspiele zu spielen, sich Häuser zu designen (die es sich nie leisten können wird) oder ganz lässig mit seinem Cabrio durch die Gegend zu düsen.

Unsere ukrainischen Gäste im Kesselhaus

Obwohl es für die meisten kaum vorstellbar war, haben wir seit dem 24. Februar wieder Krieg in Europa. Das unglaubliche Leid ist, trotz medialer Präsenz, nicht mal im Ansatz nachzuvollziehen und die Situation für die Menschen dort wird von Tag zu Tag schlimmer. Ungeachtet der Informationsflut sind wir mehr oder weniger nur Beobachter des so nahen, aber doch so fernen Konflikts in Osteuropa.

Wir haben relativ frühzeitig als Unternehmen Geld gespendet um den Menschen dort zu helfen. Gleichzeitig hat mich persönlich damals schnell die Frage beschäftigt, ob wir nicht mehr machen können. Bereits zwei Tage nach Kriegsbeginn haben wir unser Kesselhaus daher bei #Unterkunft Ukraine registriert. Selbstverständlich handelt es sich bei unserem Kesselhaus nicht um eine ideale Wohnsituation, aber das haben wir damals auch gleich so angegeben. Das Angebot wollten wir jedoch trotzdem auf jeden Fall machen.

We decided to offer shelter for #Ukraine refugee’s in a dedicated office area. We don’t know if it will be needed and how we do it exactly, but we will be ready! /be

You can do this too – https://t.co/QK2r8SG9FF

— NETWAYS (@Netways) February 26, 2022

Ein paar Wochen später hat sich dann eine ehrenamtliche Mitarbeiterin von Unterkunft Ukraine bei uns gemeldet, die zwei Familien aus einer Auffangstation in München vermitteln wollte. Das ganze wurde dann innerhalb weniger Tage schnell konkret und nachdem ich mich mit meinem Personalausweis verifizieren musste, wurden mir die Daten unserer potentiellen Gäste weitergeleitet. Die Kommunikation war sprachbedingt etwas holprig, aber mit Google Translate und einem kurzen Gespräch mit einer Übersetzerin war klar, dass beide Familien zu uns kommen.

Bis zu ihrer Ankunft hatten wir nicht viel Zeit und somit haben wir dann am 11. April in einer gemeinsam Aktion das Kesselhaus umgebaut. Durch Spenden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Familien, haben wir das Kesselhaus innerhalb weniger Stunden bewohnbar gemacht. Wir haben Sofa und Betten aus dem Büro umgezogen und zwei neue Betten aufgebaut. Da Küche, Bad und Kühlschränke schon da waren konnten wir den Raum relativ zügig wohnlich einrichten und den Fernseher hat Georg am Abend auch noch in Betrieb genommen.

Als wir die Familien abholen wollten, kam leider nur eine Familie an, da sich die anderen entschlossen hatten wieder in die Ukraine zurückzukehren. So kam erstmal „nur“ eine dreiköpfige Familie mit zwei Hunden zu uns und nachdem wir sie willkommen geheissen haben, waren sie erstmal sehr dankbar etwas Ruhe, Betten und Platz für sich zu haben. Sie waren bereits 2008 aus dem Kaukasuskrieg geflohen und man kann sich eigentlich nicht mal im Ansatz vorstellen, was sie als Familie erlitten haben. In den letzten 14 Jahren haben sie sich in der Ukraine eine neue Existenz aufgebaut und mussten nun wieder alles zurücklassen. Es ist einfach eine unfassbare Tragödie!

Vor zwei Wochen kam dann noch eine Mutter mit ihren beiden Söhnen zu uns und beide Familien verstehen sich sehr gut miteinander. Dank Spenden konnten wir die Kinder mit Spielzeug und den nötigsten Dingen versorgen und nun leben beide Familien gemeinsam bei uns im Kesselhaus. An dieser Stelle auch danke an unseren Vermieter. Wir haben ihn etwas überrumpelt und einfach Fakten geschaffen, aber man hat uns dort keine Steine in den Weg gelegt. Die Sprachbarriere ist nach wie vor ein großes Hindernis, aber unser Alexander unterstützt regelmäßig bei Übersetzungen und steht unseren Gästen via Chat auch am Wochenende zur Verfügung. Dafür vielen Dank Alex! Am Wochenende können wir regelmässig den Zugang zu den Büroräumen gewährleisten, in dem wir einen freiwilligen Schichtdienst eingeführt haben, der Zutritt zu Dusche und Waschmaschine ermöglicht. An dieser Stelle auch vielen Dank an die NETWAYS-Gang für die viele Unterstützung, Zeit und auch Geld.

Wie es genau weitergeht, wissen wir derzeit nicht, aber wir haben vorerst die Trainings im Kesselhaus abgesagt und machen kleinere Gruppen oben im Büro. Auch wenn das Trainingsgeschäft gerade im Präsenzbereich wieder gut anläuft, haben wir uns bewusst für den Umsatzverzicht entschieden, da uns die Hilfe für die Gäste wichtiger erscheint. Jetzt versuchen wir, die Familien in den nächsten Wochen bei den bürokratischen Hürden zu unterstützen, die ihnen möglicherweise ein dauerhaftes Verbleiben in Deutschland ermöglichen. Zumindest ist dies derzeit ihr Wunsch. Dass unser Kesselhaus keine Lösung für Jahre ist, ist beiden Seiten bewusst, aber sie können sich in Ruhe orientieren und wir geben ihnen die Zeit, die benötigt wird. Die sechs Menschen sind nun unsere Gäste und ich bin ehrlich gesagt sehr glücklich darüber, dass wir die Gelegenheit zur Hilfe ergriffen haben.

Wenn ihr Räumlichkeiten zur Verfügung stellen könnt, möchte ich Euch an dieser Stelle dazu animieren. Es ist ganz einfach und die Registrierung bei #Unterkunft Ukraine ist in wenigen Minuten erledigt.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startete er früher das wöchentliche Lexware-Backup, welches er nun endlich automatisiert hat. So investiert er seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinen beiden Söhnen und seiner Tochter.

Unser Leben binnen und nach Corona

Mit den sinkenden Corona-Zahlen und der Stabilisierung der Gesundheitssituation in Krankenhäusern, scheint der Weg zurück zum normalen Leben geebnet zu sein.

Viele Menschen sind sehr belastbar und können ihren Lebenskompass nach schwierigen Momenten wieder neu ausrichten. Aber einige, die sich während der Epidemie bewusst oder zunehmend unbewusst aus dem sozialen Leben zurückgezogen haben, sind nun mit Schwierigkeiten konfrontiert, in die alte Normalität zurück zu kommen.

Wir standen unter ständigem Druck während der strengen Corona-Regeln, einige haben verlernt, wie man mit anderen umgeht, neue Bekanntschaften schließt, Komplimente macht oder auf Lob reagiert, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Wir müssen nun sozusagen umschulen, um diese Gewohnheiten zu praktizieren und uns selbst wieder zu vertrauen.

Remote-Kommunikationen haben unser Leben während der Pandemie weitläufig beherrscht. Soziale Medien sind für viele zu einem gesellschaftlichen Zufluchtsort geworden und haben sich zu einer Alternative zu Besuchen und Familientreffen entwickelt. Außerdem hat sich die Arbeit von zu Hause aus ausgebreitet, wodurch Angst- und Unsicherheitsgefühle sowohl im sozialen als auch im wirtschaftlichen Bereich teilweise abgebaut werden konnten.

Die Arbeitnehmer haben auf der einen Seite die Vorteile des Homeoffice erlebt wie z.B. die Verringerung der Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit verschiedenen Krankheiten, das Tragen bequemer Kleidung während der Arbeit, das Einsparen von Mobilitäts- und Essens-Kosten und mehr Zeit mit der Familie zu Hause verbringen. Auf der anderen Seite gab es aber auch einige negative Einflüsse wie z.B. wenig Zusammenarbeit mit den Arbeitskollegen, unterschiedliche persönliche Ablenkungen und Langeweile sowie Einsamkeit.

Die Rückkehr zum normalen Leben nach der Pandemie erfordert einen Urlaub, in dem z.B. Hobbys, Abenteuer, Reisen und alles weitere unternommen wird, was uns glücklich macht, sich positiv auf Gesundheit, Familie und Beruf auswirkt, um den erlebten Belastungen standzuhalten. Urlaub reduziert Stress, erhöht Intelligenz, Kreativität und Selbstvertrauen, stärkt die emotionale Stabilität und Stimmung und kann eine Quelle der Inspiration sein.

Afeef Ghannam
Afeef Ghannam
Systems Engineer

Afeef hat seine Ausbildung Als Fachinformatiker in Richtung Systemintegration im Juli 2020 bei NETWAYS absolviert, seitdem unterstützt er die Kolleg:innen im Operations Team der NETWAYS Professional Services bei der Betriebsunterstützung. Nach der Arbeit macht er gerne Sport, trifft Freunde oder mag es Filme zu schauen.

Women in Tech

This entry is part 5 of 5 in the series Women@NETWAYS

Heute am 08. März ist Weltfrauentag. Ein wichtiger Anlass, um an die Durchsetzung von Chancengleichheit und Solidarität im Arbeitsleben zu erinnern. Egal ob in der Politik, der Wissenschaft, der Technik oder vielen anderen Bereichen: Seit über 100 Jahren kämpfen Frauen und ihre Mitstreitenden für Gleichberechtigung.

Ein sehr verbreiteter Gedanke ist leider immer noch, dass die IT-Berufe, „Männerberufe“ seien. Wusstest Du, dass der Frauenanteil in dieser Branche nur bei mageren 18 % liegt? Anlässlich dieses Tages habe ich mir heute Ada, Rania und Janina geschnappt – die drei arbeiten bei uns in technischen Abteilungen – und habe ihnen ein paar Fragen dazu gestellt.

(Ada, Rania, Janina (vlnr))

 

Warum habt Ihr Euch dafür entschieden in die IT-Branche zu gehen?

Ada: „Schon mit 13 war ich von Computern fasziniert. Ich wollte einfach den ganzen Tag am PC verbringen. Egal ob lesen, Musik hören oder zocken – ich war immer am PC, dadurch hab ich dann auch das Programmieren für mich entdeckt. Nach ein paar Grundlagenkursen habe ich mich ins Programmieren verliebt und wusste dann sofort, dass die IT-Branche die richtige für mich ist.“

Rania: „Ich habe mich mit 12 bereits fürs Programmieren und PC basteln interessiert, da mein familiäres Umfeld auch eher im technischen Bereich angesiedelt ist. Mit Programmiersprachen habe mich anfangs schwer getan und mich daher auf den Aufbau von Computern fokussiert und damit rumgespielt, bis ich mich mit verschiedenen Sprachen sicherer gefühlt habe. Es hat einfach sehr viel Spaß gemacht, diese unterschiedlichen Systeme zu verstehen, sie zu personalisieren und nach Belieben an seine Ansprüche anzupassen.
Zusätzlich dazu habe ich auch bis zu meinem Abschluss viel Förderung in meinem Hobby erfahren, in Form von Arduinos und Raspberry Pis, welche ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe.
Also hatte ich schon früh viele Berührungspunkte, welche mir meine Entscheidung nach meinem Abschluss sehr leicht gemacht haben, eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration anzufangen.
Dort habe ich mich dann auch sehr gut einfinden können und verschiedene Bereiche ausprobiert. Dabei habe ich gemerkt, dass ich trotz des hauptsächlich männlichen Umfelds, sehr viel Spaß im IT Bereich habe. Probleme zu lösen und Prozesse zu optimieren ist etwas, was mir sehr vertraut ist und bei dem ich sehr viel Begeisterung aufbringe.
Seitdem habe ich meine Kommunikationsfähigkeit und Erfahrungen im eSport in meinen Job integrieren können und bin jetzt als Technology Evangelist hier bei NETWAYS Web Services angestellt.“

Janina: „Berufe in der IT sind auf jeden Fall Berufe mit Zukunft. Die Informatik erlangt einen immer größeren Stellenwert in unserem Leben, da ist es doch umso besser sich damit auszukennen. 😉 Des Weiteren wandelt sich die Technik, man lernt nie aus und es gibt immer etwas Neues, um sich fort- und weiterzubilden.“

 

Findet Ihr es schade, dass immer noch so wenig Frauen in der IT-Branche arbeiten?

Ada: „Natürlich finde ich es schade. Ich hatte Glück, dass ich meine Leidenschaft für die IT so halb random entdeckt habe, aber meiner Meinung nach sollte Informatik schon in der Schule ein Pflichtfach sein. So wäre es vielleicht leichter die Frauen für Informatik zu begeistern oder einen kleinen Vorgeschmack für die IT-Branche zu bekommen.“

Rania: „Ich finde es nicht nur schade, sondern bedauere es auch oft, so wenige Frauen in der IT antreffen zu können. Der Fakt, dass das Team der meisten IT Firmen, hauptsächlich aus Männern besteht ist nicht immer ein Problem. Es wird nur dann zum Problem, sobald Frauen durch den geringen Anteil an Frauen im Bereich IT abgeschreckt sind. Selbständig als Frau den Einstieg in die IT zu finden, wird einem dadurch nicht leichter gemacht. Dennoch gibt es viele positive Gegenbeispiele, welche sich auch oft für mehr Diversität im IT Bereich engagieren.
Dadurch lassen sich mittlerweile auch viele Spaces, die speziell für die Förderung von Frauen in der IT gedacht sind. Ich habe den Eindruck, dass es durch diese Unterstützung auch viel leichter geworden ist an nötige Informationen oder Grundlagen zu kommen.“

Janina: „Auf jeden Fall. Vor allem finde ich es sehr schade, dass es immer noch als “besonders” angesehen wird, wenn man als Frau einen Beruf in dieser Branche hat.“

 

Ist es manchmal schwer für Euch, als Frau in der IT-Branche?

Ada: „Ehrlich gesagt hatte ich bis jetzt gar keine Probleme. Ich arbeite in der Branche, die mir gefällt und Spaß macht. Mir ist nicht so wichtig wie viele Männer oder Frauen in dieser Branche arbeiten. Hauptsache meine Arbeit macht mir Spaß und ich verstehe mich mit meinen Kolleg:innen und das war bis jetzt kein Problem.“

Rania: „Ich würde behaupten jeden Tag aufs Neue, da ich meine Fähigkeiten immer wieder unter Beweis stellen muss. Ich habe das Gefühl, dass häufig mehr von mir gefordert wird als von meinen Kollegen, da ich merke, dass mir auch nicht immer zugetraut wird, schwierige und komplexe Aufgaben eigenständig oder mit Kollegen zusammen zu lösen.
Dementsprechend fällt es mir oft schwer, Gehör zu finden oder mich durchzusetzen. Ich bin sehr froh, dass das mit dem Wechsel zu NETWAYS um einiges besser geworden ist. Die Grundproblematik der Frauen in der IT lässt sich aber nur Stück für Stück beheben, indem man für sich selbst einsteht und viel mit seinen Kollegen und Vorgesetzten kommuniziert.“

Janina: „Das kommt immer auf die Person gegenüber an. Leider habe ich schon einige negative Erfahrungen sammeln müssen, doch zum Glück wandelt sich die Zeit und die Vorurteile und Intoleranten werden immer weniger.“

 

Welche Tipps würdet Ihr allen Frauen, die in der IT-Branche arbeiten oder arbeiten möchten mit auf den Weg geben?

Ada: „Den Frauen, die schon in der IT-Branche arbeiten würde ich raten selbstsicher zu sein. Wir sind genauso kompetent wie die Männer. Den Frauen, die diesen Weg gehen möchten, würde ich sagen lasst Euch nicht einschüchtern. Nur weil in dieser Branche mehr Männer arbeiten, soll das auf keinem Fall ein Grund sein, nicht in der IT-Branche zu arbeiten. Und nicht vergessen, der Vorbildcharakter Ada Lovelace, die als erste Programmiererin der Welt gilt. 😉

Rania: „Probiert Euch aus und schaut Euch die Themengebiete an, die es in der IT gibt, wenn Ihr etwas davon interessant findet und es Euch Spaß macht, dann nehmt Euch Freunde oder Kommilitonen/Azubis mit dazu. Gemeinsam lernt es sich leichter und man kann sich gegenseitig unterstützen 🙂
Mittlerweile gibt es dafür viele unterschiedliche Gruppen und es ist nicht unbedingt immer leicht im Studium oder auf der Arbeit ernst genommen zu werden, aber setzt Euch durch und kämpft für eure Anerkennung.
Ihr seid alle herzlich in der IT Welt willkommen und der frische Wind tut den alteingesessenen ITlern mal ganz gut 😛

Janina: „Lass Dich nicht unterkriegen. Glaub an Dich selbst und stehe drüber. Ruhig, gelassen und selbstständig mit Kompetenz überzeugen. Unterstütze andere Frauen, die es vielleicht (auch) nicht einfach haben. Wir müssen zusammenhalten und sind keine Konkurrenten.“