Bernd hilft – Was ist ein Coworking-Space?

This entry is part 1 of 1 in the series Bernd hilft!

Einige Dinge bin ich in den letzten Jahren schon öfters gefragt worden und daher kam mir der Gedanke die Antworten mit Euch zu teilen und somit auch für die Nachwelt (weitere Fragende) festzuhalten.

Ich werde mich daher bemühen, dieser kleinen und manchmal durchaus humoristischen Blogserie über die nächsten Monate etwas Leben einzuhauchen.

Aber jetzt zur eigentlichen Beantwortung der Frage: Was ist ein Coworking-Space?

Laut Statista gibt es weltweit ca. 19000 Coworking-Spaces. Diese Form der Zusammenarbeitet bietet den Mietern größtmögliche Flexibilität bei den Fixkosten und darüber hinaus die Möglichkeit, auf die vorhandenen technischen (Drucker, Fax -> echt jetzt, Toilette) und fachlichen Assets (andere Coworker) des Spaces zurückzugreifen. Dabei entsteht eine lokale Community welche mit Diskussionen, Kaffeeklatsch und kleinen Snacks den Tag zur Erlebnisreise macht und die Uhr in wahnsinniger Geschwindigkeit nach Vorne dreht.

Für viele Neulinge fühlt sich die Arbeit in einem Coworking-Space wie ein Zeitreise an, da man quasi nach dem ersten Kaffee schon wieder in die Feierabendvorbereitung einsteigen kann. Die Zeit wird jedoch nicht mit einer Einstein-Rosen-Brücke überwunden, sondern geht zwischen den verschiedenen Pausen und Toilettengängen quasi auf dem Flur drauf. Coworking ist nichts für Anfänger und es Bedarf einiger Übung und Training, sich den Reizen des unterhaltsamen Faulheit nicht zu unterwerfen. So gehören Kopfhörer und ein Spotify-Abo zur festen Ausstattung, wenn man in dem flexiblen Büro etwas durch die Tür bringen will.

Oberflächlich betrachtet teilen sich die Mieter in einem Coworking-Space in zwei Gruppen auf:

  1. Sie wissen eigentlich nicht wohin (ggf. auch Barcamper) und da dort permanent geheizt wird und mann den Kaffee anschreiben kann, ist der Coworking-Space eine beliebte Anlaufstelle. So kann man dann beim gemeinsamen Google Analytics Frühstück die Zahlen der Vorwoche ignorieren und gemeinsam warten, bis es draußen wieder dunkel wird. Ein Untergruppe war bereits am Vorabend zum SEO-Bingo da und hat noch immer die gleichen Klamotten an.
  2. Hier wird wirklich gearbeitet und die Verpflichtungen im privaten und geschäftlichen Bereich erfordern, dass mehr Geld eingenommen als ausgegeben wird. Diese Gruppe ist sehr einfach daran zu erkennen da sie extrem darum bemüht ist, nicht zu viel Zeit mit Gruppe 1 zu verbringen. Wer das nicht innerhalb der ersten zwei bis drei Monate schafft, kann dann seinen Tisch nicht mehr bezahlen und fällt den Betreibern zu last. Finanziell sind diese Zitronen dann meist schon so ausgepresst, dass selbst unseriöse Inkassounternehmen die Auftragsannahme verweigern.

Als neue Arbeitsform hat sich Coworking fest etabliert und bietet Kleinunternehmern, Freaks und Barcampern ein Zuhause. Darüber hinaus können die Räumlichkeiten auch für andere skurrile Veranstaltungen verwendet werden, da die EDA-Kosten ja bereits grundsätzlich gedeckt werden müssen. Ob nun Berlin, München oder Nürnberg, Coworking verbindet Menschen und ermöglicht Ergebnisse, die auch ohne Coworking möglich wären, wenn man zu Hause die Playstation nicht einschalten würde.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.