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NETWAYS Blog

Check-Plugins für Monitoring – Professionelle Entwicklung mit NETWAYS

This entry is part 4 of 4 in the series So geht IT Consulting

Open Source Monitoring Lösungen wie Icinga sind mächtige Werkzeuge zur Überwachung der IT-Infrastruktur. Doch wie bei vielen „historisch aus Nagios gewachsenen“ Varianten, ist die reine Installation der Software nur der erste Schritt. Die volle Bandbreite der Möglichkeiten zeigt sich erst, wenn Check-Plugins hinzugefügt werden. Dadurch lassen sich (fast) alle Monitoringwünsche erfüllen. Und da es sich bei der Open Source Monitoring-Community um eine lang bestehende und sehr aktive Gruppe von Menschen handelt gibt es bereits umfassende Plugin-Sammlungen, die Heute den Standard bilden.

Sollte bei dem vielfältigen Angebot dennoch einmal nicht das richtige dabei sein oder du benötigst ein auf deinen speziellen Use Case zugeschnittenes Check-Plugin, hilft dir unsere interne Entwicklung weiter. Wir konzipieren und entwickeln dein Check-Plugin. Welche Programmiersprache wir dabei nutzen und wieso wir als Open Source Consulting Dienstleister überhaupt selbst entwickeln, erklärt dir unser Technical Service Manager und Entwickler Philipp Dorschner.

Aller Anfang ist schwer!

Wir bei NETWAYS Professional Services bieten neben unserem klassischen Kerngeschäft Open Soure-Consulting und Operations seit etwas über zwei Jahren auch Entwicklungsarbeiten an. Dies war jedoch nicht immer so. Einige meiner Kolleg:innen können sich noch an die Anfänge zurückerinnern, als sich bei einem Consultingtermin vor Ort oft neue und spezielle Herausforderungen herauskristallisierten, welche mit den „Standardmitteln“ nicht abgedeckt werden konnten. Kolleg:innen mit Programmiererfahrung konnten zwar dank ihrer Erfahrung ein paar Anforderungen umsetzen, dennoch musste man dabei immer den Spagat zwischen Consulting und Entwicklung bewältigen.
War das Problem so wichtig, dass die Zeit vom eigentlichen Consulting weggeht oder lässt man es wohl oder übel sein?

Ein weiterer Aspekt war die „Vermischung“ von Icinga und NETWAYS. Aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit war es für Außenstehende oftmals verwirrend, dass NETWAYS und Icinga bereits seit mehr als vier Jahren keine zusammenhängende Unternehmung mehr ist. Die örtliche Nähe spielte dabei natürlich eine Rolle, aber das entwicklungstechnische stand im Vordergrund. Hin und wieder fragten Kunden während des Consulting an, ob wir nicht nachfragen können ob Icinga nicht ein spezielles Check Plugin für sie entwickeln könne, da wir ja sowieso „nebenan sitzen und zusammengehören würden“. Dadurch, dass Icinga das bestmögliche unternimmt um das Produkt Icinga mit immer neuen Features zu erweitern, sind die Ressourcen von Icinga für individuell angepasste Check Plugins nicht vorhanden. Da die NETWAYS aber als langjähriger Icinga Partner mit Plugins und anderen Entwicklungsarbeiten dem Icinga Projekt zuarbeitet und zu dessen Weiterentwicklung beiträgt, gelang manchmal dieser Spagat.

Wirft man einen Blick auf die oben genannten Punkte, wird klar, dass eine eigene Entwicklung bei NETWAYS durchaus Sinn ergibt. Somit wurde entschieden, dass wir bei NETWAYS selbst fortan kleinere bis mittelgroße Entwicklungsarbeiten für Kunden übernehmen.

Was genau bieten wir an?

Entwicklung im Allgemeinen ist natürlich ein sehr großes Spektrum und muss daher differenziert werden. Unser Hauptaugenmerk liegt auf Check-PluginsBei einem Check Plugin handelt sich um eine Softwarekomponente, die von einem Monitoring-System wie Icinga verwendet wird, um die Verfügbarkeit und Leistung von IT-Systemen und/oder Diensten zu überwachen. Dabei ist zu beachten, dass ein Check Plugin meist eine sehr spezifische Funktionalität wie z.B. das Überprüfen einer AWS EC2 Instanz erfüllt. Neben diesem spezifischem Beispiel gibt es jedoch viele weitere Möglichkeiten und Szenarien, die Check Plugins erfüllen kann.

Individuelle Beratung und Entwicklung

Wird Entwicklungsarbeit angefordert, startet der Consultant vor Ort oder unsere Sales-Abteilung zunächst einen internen Prozess. Hierbei werden die Rahmeninformationen gesammelt, um einen groben Überblick der eigentlichen Entwicklungsarbeit zu bekommen. Um überhaupt abzuschätzen, welche Unterstützung wir dir bei deinem Projekt geben können, wird im nächsten Schritt zusammen mit einem Techniker eine Machbarkeitsanalyse durchgeführt.
In manchen Fällen stellt sich leider heraus, dass die Anforderung den Rahmen der von uns möglichen Entwicklungsarbeit überschreiten. In solchen Fällen setzen wir uns direkt mit den Auftraggeber:innen zusammen und arbeiten gemeinsam an einer zufriedenstellenden Lösung.

Sind die Rahmenbedingungen abgesteckt und mit dem Techniker evaluiert, geht es an die Plugin-Programmierung. Die Wahl der Programmiersprache fällt bei uns auf GoLang. Der Vorteil einer kompilierbaren Programmiersprache wie GoLang ist, dass das Binary welches am Ende „herausfällt“ theoretisch auf fast allen Systemen lauffähig ist.

Die Entwicklung selbst findet bevorzugt auf GitHub statt. Das sollte keine Überraschung sein, denn wir bei NETWAYS leben den Open Source-Gedanken bei all unseren Projekten. Zudem können die Auftraggeber:innen so immer den aktuellen Entwicklungsstand einsehen. Wenn die Anforderungen des Plugins erfüllt und eine releasefähige Version vorhanden ist, durchläuft es unseren internen QA Prozess, um letzte Probleme auszumerzen.
Ein anschließender Test des Plugins zusammen mit dem Kunden schließt das Projekt ab.

Interessiert? Einfach anfragen!

Jetzt bist du an der Reihe! Nutzt du in deinem Unternehmen Icinga und benötigst ein auf deine Bedürfnisse zugeschnittenes Check-Plugin? Du hast andere Softwarelösungen wie z.B. Prometheus oder Elasticsearch und suchst nach einer zu deinen Wünschen angepassten Schnittstelle? Dann setze dich jetzt unverbindlich mit meinen Kolleg:innen in Verbindung. Gemeinsam lassen wir deine Vorstellungen Realität werden!

Open-Source-Schulungen und Workshops – dein Erfolg mit Icinga, Ansible und Co.

This entry is part 3 of 4 in the series So geht IT Consulting

Moderne IT entwickelt sich in unglaublichem Tempo weiter. Produkte und Software, die vor drei Jahren noch Standard waren, sind heute vielleicht schon Schnee von gestern. Um hier nicht den Überblick zu verlieren und immer auf dem neuesten Stand zu sein, bietet NETWAYS wie viele andere Open Source Dienstleister auch Trainings und Workshops an. Doch was genau unterscheidet diese beiden Modelle eigentlich voneinander? Und welche davon ist vielleicht die Richtige für dich?

Als Senior Manager Services ist Markus Waldmüller zusammen mit seinem Team unter anderem für die Einplanung unserer Open Source Spezialist:innen als (Co-)Trainer:innen verantwortlich. Er gibt dir einen Einblick, was wir bei NETWAYS Professional Services unter Trainings und Workshops verstehen, welche Voraussetzungen du mitbringen solltest und wie wir mit individuellen Anfragen und Wünschen umgehen.

Was sind eigentlich Anwenderschulungen?

Anwenderschulungen bei NETWAYS bezeichnen wir intern in der Regel nur kurz als Schulungen bzw. Trainings. Wir bieten sie zu verschiedenen Open Source Anwendungen an, zum Beispiel Ansible, Icinga, Prometheus oder Kubernetes.

Schulungen bieten wir über unsere Webseite in regelmäßigen Abständen zur öffentlichen Teilnahme an. Das heißt, dass sich das Teilnehmerfeld sehr oft aus Menschen aus verschiedenen Firmen oder Organisationen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammensetzt. Allerdings ist die Sprache hierbei auf Deutsch begrenzt. Außerdem gibt es seit der Pandemie bei uns eine gesunde Mischung aus Online-Trainings und Schulungen vor Ort.
Für diese Vor-Ort-Termine haben wir hier in Nürnberg ein eigenes NETWAYS Schulungszentrum, das sogenannte „Kesselhaus“. Dieses kann neben den Schulungen auch für andere Veranstaltungen gebucht werden. Spätestens hier findet vor, während und nach der Schulung – nicht zuletzt auch bei der gemeinsamen und reichlichen Nahrungsaufnahme – auch ein reger Austausch zwischen den Teilnehmer:innen statt. Du lernst also nicht nur den Umgang mit der von dir gewählten Anwendung, sondern kannst zeitgleich wertvolle Kontakte knüpfen. Die Möglichkeit, in besonderen Maß von einer Teilnahme zu profitieren, ist jederzeit vorhanden. Wenn deine Firma oder Organisation gleich mehrere Teilnehmer:innen zur Schulung schicken möchte, bieten wir hierfür entsprechende Staffelungen für Rabattcodes an.

Das besondere Merkmal einer NETWAYS Schulung ist, dass sie einen roten Faden hat und einem vorgegebenen Stoff folgt. So ist sichergestellt, dass alle Teilnehmer:innen der Schulung dieselben Grundinhalte und Best Practices vermittelt bekommen und darauf aufbauen können. Bei unseren Schulungen haben wir stets einen hohen Anteil an praktischen Übungen, sodass du dein neu erlangtes Wissen durch Übungen prüfen und vertiefen kannst. Wenn du einmal an einer Stelle nicht weiter kommst, bekommst Du Ad-hoc Hilfestellungen und Fragen können am spezifischen Problem beantwortet werden.
Findet die Schulung vor Ort statt, so erhalten die Teilnehmer:innen die Schulungsunterlagen (inkl. Aufgaben und Musterlösungen) auch noch mal in ausgedruckter Form. Bei Online-Terminen erfolgt dies zumindest in digitaler Form als PDF.

Interesse und Neugier, den Rest erledigen wir

Ein weiterer Aspekt ist, dass alle unsere Trainer:innen aus der Praxis stammen und den fest vorgegebenen Schulungsstoff sowie Pausen- und Abendgespräche auch mit großem Wissen ergänzen können. Damit diese Wissensvermittlung auch gewährleistet bleibt und unterschiedliche Vorkenntnisse bzw. Verhaltens- oder Arbeitsweisen der Teilnehmer:innen nicht zum Problem werden, versuchen wir die Anzahl auf ca. 12 Personen zu begrenzen. Bei Vor-Ort-Terminen setzen wir deswegen ab 6 Teilnehmern eine:n zusätzlichen Co-Trainer:in ein, dessen Hauptaufgabe darin besteht, dich und die anderen Schulungsteilnehmer:innen entsprechend zu unterstützen, damit ihr den Schulungsinhalten weiter folgen und aufnehmen könnt.

Für die Vor-Ort-Schulungen wird Dir ein eigenes Schulungsnotebook (inkl. entsprechender Peripherie) zur Verfügung gestellt. Dieses verfügt über Internetzugriff und dient dazu, die praktischen Übungen in einer vorgegebenen Umgebung durchführen zu können. Bei vielen Schulungen arbeiten wir inzwischen nicht mehr auf den Notebooks, sondern mit virtuellen Maschinen. Dabei bekommst du (je nach Schulung) eine oder mehrere eigene VMs um dort autark in Deinem eigenen Kosmos arbeiten zu können. Bei Online-Trainings verzichten wir natürlich auf die Bereitstellung eigener Hardware, jedoch bekommst du hier mindestens eine eigene VM für die Dauer der Schulung.

Individuelle Schulungen: wir setzen Deine Wünsche um

Neben den Schulungen an den öffentlichen Terminen bieten wir dir und deinem Unternehmen auf Bestellung auch individuell abgestimmte Schulungstermine und bei Bedarf auch auf Englisch an. Auch hier unterscheiden wir zwischen Online und vor Ort. Zu Vor-Ort-Terminen bei Kunden, sog. „Inhouse-Schulungen„. Wir bringen unser Schulungsequipment mit in Dein Unternehmen oder senden es im Vorfeld, je nach Anreise des bzw. der Trainer:innen.
So kannst du auch hier ohne Restriktionen auf dem Schulungsnotebook arbeiten. Wir mussten leider schon oft die Erfahrung machen, dass sich Teilnehmer mit eigener Hardware aufgrund von Sicherheitsvorkehrungen nicht bzw. nur mit viel Aufwand auf den Trainings-VM’s oder deren Interfaces einloggen und arbeiten konnten. Außerdem steigt die Gefahr, das die Wissensvermittlung durch Mails oder Chats unterbrochen oder zumindest gestört werden kann. Mit unserer eigenen, speziell auf das Thema vorbereiteten Hardware stellen wir sicher, das du ein funktionierendes und getestetes Notebook hast und Störfälle soweit möglich minimiert werden können.
Natürlich ist dazu bzgl. des Schulungsraumes oder benötigtem Internetzugriff im Vorfeld eine höhere Abstimmung notwendig.

Als Sonderform des NETWAYS Schulungsangebots bleiben noch individuelle Schulungen zu erwähnen. Diese stellen die absolute Ausnahme dar und werden eher selten bestellt. Eine individuelle Schulung zeichnet sich, wie der Name schon vermuten lässt, durch individuelle Schulungsinhalte aus. Das heißt, wir erstellen in deinem Auftrag die Schulung nach Deinen Themenwünschen. Da bereits eine 1-2 tägige Schulung mehrere Wochen an Vorbereitung und dem eigentlichen Schreiben der Schulung an Aufwand bedeutet, ist es natürlich eine Frage der Kosten und ob nicht doch eine Schulung aus unserem bestehenden Portfolio Kosten-Nutzen-technisch gesehen besser geeignet ist. Nicht zuletzt wollen wir bei unseren Schulungen ja sowieso bestmöglich Wissen und Best Practices vermitteln.

Eine andere, teilweise gewünschte Variante ist das Überspringen mancher Themen, das sogenannte „Picking„. Viele unserer Schulungen folgen einem bestimmten Muster und die jeweiligen Kapitel bauen aufeinander auf. Ein Weglassen eines Kapitels würde dazu führen, das auch der Rest der Schulung nicht ohne Weiteres behandelt werden kann oder zumindest Lücken im Schulungsstoff entstehen.
Vielleicht mag es für dich auf den ersten Blick sinnvoll sein, für dich eher nicht relevante Teile auszulassen, um somit die Gesamtzeit der Schulung zu kürzen, auf den zweiten Blick hat bei unseren Schulungen jedoch jedes Kapitel seine Daseinsberechtigung.
Es kann durchaus vorkommen, dass du nicht alle Teile aus einem Kapitel oder das Ganze sofort in deiner jeweiligen IT-Umgebung brauchst, es kann aber natürlich durchaus sein, das dies zukünftig mal der Fall sein wird. Zumindest lassen sich daraus auch Lösungen für ähnliche oder andere Fälle herleiten.

Erst Fundamentals dann Advanced – unsere Empfehlung

Wenn eine Schulung mehrere Level hat, z.B. „Icinga 2 Fundamentals“ und „Icinga 2 Advanced“ empfehlen (und erwarten) wir das du als Teilnehmer der Advanced-Schulung zuvor auch die Fundamentals-Schulung besucht hast. Die Schulungen bauen aufeinander auf und klar, in der Fundamentals-Schulung vermitteln wir auch Grundlagen, die manche Advanced-Interessenten zum teil schon haben mögen.
Durch den sehr hohen praktischen Anteil orientiert an Best Practices fehlen Ihnen aber vielleicht und erfahrungsgemäß auch einige Dinge, die wir in der Advanced-Schulung voraussetzen. Das hat zur Folge, dass der Stoff aus der Fundamentals nachgearbeitet werden muss und dieser zeitliche Mehraufwand ist in der Advanced-Schulung nicht vorgesehen. Warum wir das so handhaben? Eine regelmäßige Nachbearbeitung von Wissenslücken aus einer Grundlagenschulung würde dazu führen das andere relevante Teile nicht mit der nötigen Zeit behandelt werden können.
Und das möchten wir nicht zuletzt auch zum Wohl anderer Schulungsteilnehmer vermeiden.

Nichtsdestotrotz versuchen natürlich alle deiner individuellen Wünsche bestmöglich zu bedienen und darauf einzugehen. Unser Schulungsportfolio ändert sich von Zeit zu Zeit, weswegen wir auf bestehenden Schulungsstoff zurückgreifen können, auch wenn wir die Schulung dazu aktuell nicht auf der Webseite anbieten. Auch im Rahmen unserer internen Ausbildung haben wir einige Schulungen, die es (noch) nicht in unser offizielles Angebot und damit auf die Webseite geschafft haben.
Wenn du also den Wunsch nach einer bestimmten Schulung hast, sie aber aktuell nicht auf unserer Homepage sehen kannst, schreib uns einfach eine kurze Mail mit deinem Anliegen. In den meisten Fällen finden wir eine Lösung!

Das wichtigste Wissen kurz und kompakt – unsere Workshops

Falls eine mehrtägige Schulung deinen Zeit- oder Budgetrahmen übersteigt, haben wir eine Lösung für dich: unsere Workshops. Meistens veranstalten wir diese im Rahmen unserer Fachkonferenzen wie der Open Source Monitoring Conference oder der Stackconf.
Im Gegensatz zu unseren Schulungen gibt es für die Workshops keine ausführlich ausgefertigten Unterlagen. Stattdessen erhältst du in vielen Fällen Handouts mit den wichtigsten Eckdaten und Erkenntnissen. Dennoch folgen auch unsere Workshops einer vorgegebenen Linie. Diese kann jedoch von dir und anderen Teilnehmer:innen beeinflusst werden.
Beispiel gefällig? Das Teilnehmer:innenfeld hat bereits die Grundlagen verinnerlicht, aber spezifische Fragen zu bestimmten Aspekten einer Anwendung. Unsere erfahrenen Trainer:innen passen den Workshop an einigen Stellen auf Fragen und Wissenstand an. So kommst du immer auf Deine Kosten.

Dieser Ansatz kann bei unseren Schulungen meistens aus Zeitgründen nicht verfolgt werden. Hier kann, wenn dann nur kurz auf das zusätzliche Thema eingegangen werden.
Eine weitere Besonderheit unserer Workshops ist, dass sie ausschließlich vor Ort stattfinden. Ähnlich wie bei Schulungen setzen wir auf ein gesundes Maß an Teilnehmer:innen und setzen bei Bedarf eine:n zweiten Trainer:in ein.
Zur Open Source Enterprise Monitoring Software Icinga bieten wir derzeit jedoch keine Workshops an, andere Workshops werden im Rahmen der jeweiligen Konferenz publiziert.

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten und vor allem spannenden Einblick in unser Schulungsangebot geben und was dich als Teilnehmer:in bei NETWAYS erwartet. Wir erweitern und aktualisieren regelmäßig unser Trainingsangebot. Ich empfehle dir also regelmäßig einen Blick auf unsere aktuelle Trainings-Webseite zu werfen. Ich bin mir sicher, dass das richtige Training für dich und deine Kolleg:innen dabei ist.
Falls du dich jetzt für ein Training interessierst oder weitere Fragen hast, zögere nicht, uns einfach eine kurze Kontaktanfrage zu schicken.

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Head of Strategic Projects

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Senior Manager Services gelandet. Seit September 2023 kümmert er sich bei der NETWAYS Gruppe um strategische Projekte. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Monitoring-Review – diese Vorteile hat eine regelmäßige Überprüfung

This entry is part 2 of 4 in the series So geht IT Consulting

Egal wie gut das Monitoring der eigenen IT-Infrastruktur geplant ist und gewartet wird, irgendwann kann es zu unvorhergesehenen Herausforderungen kommen. Auch wenn die Icinga-Umgebung initial nicht von deinen Expert:innen von NETWAYS Professional Services konzipiert oder implementiert wurde, helfen wir dir als Open Source IT-Dienstleister dabei Probleme in den Griff zu bekommen. In solchen Fällen bieten wir dir die Möglichkeit, eine Review der Monitoring-Umgebung durchzuführen.

NETWAYS Senior Consultant und Autor des Icinga Buchs Lennart Betz über die Bedeutung und Aufgaben einer Infrastruktur-Review.

Was bedeutet ein Review meiner Icinga Monitoring-Umgebung?

Was genau das Ziel einer Review ist, unterscheidet sich von Projekt zu Projekt. Eine Gemeinsamkeit zieht sich aber durch alle Aufträge: gleich zu Beginn wird das zugrunde liegende Konzept hinterfragt. Es gibt zum Beispiel Kunden die mit dem Wunsch auf uns zukommen, dass ich oder eine:r meiner Kolleg:innen lediglich die vorhandene Icinga-Installation überprüfen und im Anschluss ein Dokument mit Vorschlägen für mögliche Änderungen anfertigen und übergeben.
Ein anderer möchte jedoch, dass Verbesserungen sofort umgesetzt und dokumentiert werden. Auch ein Mittelweg kann die Lösung sein. Hierbei wird gemeinsam bewertet, ob und wie eine Änderung den laufenden Betrieb beeinträchtigt. Jegliche Dokumentation von durchgeführten oder vorgeschlagenen Änderungen kann auf Wunsch zusätzlich mit einer Begründung versehen werden.
Je nach gewünschtem Umfang variiert auch der unsererseits benötigte Zeitaufwand. Speziell hochverfügbar ausgelegte Monitoring-Umgebungen erfordern zusätzliche Ressourcen, welche von unserem Sales-Team daher direkt bei Angebotserstellung einkalkuliert werden.

Der übliche Zeitaufwand reicht von einem halben Tag für die reine Durchsicht mit anschließend durchgeführter Änderung und ohne Dokumentation, bis zu mindestens zwei Tagen bei einem kompletten Review für eine hochverfügbare Icinga-Umgebung mit Dokumentation inkl. Begründung.
Diese Angaben beziehen sich allerdings nur auf einen Review der Monitoring-Infrastruktur und einen flüchtigen Blick darauf, wie die Überwachung selbst umgesetzt ist. Optional ist nach Absprache auch eine tiefere Bewertung der eingesetzten Monitoring-Plugins inklusive Vorschlägen von Alternativen möglich. Je nach Umfang müssen an dieser Stelle ebenfalls zusätzliche Ressourcen eingeplant werden.

 

Wie läuft ein solches Icinga-Review ab?

Bevor wir mit der Review der Icinga-Monitoringumgebung starten können, gibt es einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um die Arbeit für beide Seiten so angenehm wie möglich zu gestalten. Eine, wenn nicht die wichtigste Voraussetzung ist, dass wir nicht nur ein Zugang auf die GUI, sondern im Besonderen auch auf die Kommandozeile als administrativer Benutzer für alle Icinga-Server erhalten. Das betrifft das zentrale System mit GUI und der dort hinterlegten Konfiguration zu überwachender Komponenten wie auch eingesetzter Satelliten.

In Augenschein nehmen wir nicht nur jede einzelne Konfigurationsdatei der Icinga-Komponenten, Icinga 2 und Icinga Web 2, sondern gerne auch die integrierter Komponenten wie InfluxDB oder Graphite, sowie das als Datenbackend erforderliche Datenbankmanagementsystem (MariaDB/MySQL oder PostgreSQL). Letzteres erfordert in HA-Umgebungen immer noch einer besonderen Aufmerksamkeit. Vereinfachen wird sich dies allerdings mit der zu erwartenden Verbreitung der IcingaDB.
Da meist zur Benutzer-Authentifizierung bei Icinga eine Anbindung an ein Microsoft Active Directory besteht, wird auch in diesem Bereich auf Verbesserungsmöglichkeiten eingegangen.

Abschließend ist Datensicherheit ein wichtiges Thema. Das betrifft unter anderem, wie Passwörter im Monitoring vor fremden Blicken geschützt werden können, da solche immer wieder benötigt werden, um ein zu überwachendes System abzufragen. Bei Icinga als verteilte Anwendung, sei es mit Satelliten, dem Icinga Agent oder via Außenanbindung an Datenbanken, LDAP oder einem Active Directory, empfiehlt es sich zumindest auf eine verschlüsselte Kommunikation zu setzen.

Als Vorabinformation nehmen wir auch gerne die Ausgabe unseres Support Collectors als Grundlage entgegen. Alle weiteren Feinheiten erarbeiten wir gerne mit Dir zusammen bei einem von Dir gewünschten und beauftragten Review von Kollegen oder mir selbst.

Falls Du neben dem Review deiner bestehenden Icinga-Umgebung Hilfe bei der Einrichtung benötigst, melde Dich gerne! Ich oder ein:e Kolleg:in führen gerne eine individuelle Betrachtung zu Deiner IT-Umgebung und ihren Anforderungen durch. Im Rahmen eines solchen Consultingtermins erstellen wir Dir zunächst ein Konzept und können gerne auch direkt mit der Umsetzung beginnen.

Lennart Betz
Lennart Betz
Senior Consultant

Der diplomierte Mathematiker arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting und bereichert seine Kunden mit seinem Wissen zu Icinga, Nagios und anderen Open Source Administrationstools. Im Büro erleuchtet Lennart seine Kollegen mit fundierten geschichtlichen Vorträgen die seinesgleichen suchen.

Konzeption oder Proof of Concept? So wird dein IT-Projekt zum Erfolg

This entry is part 1 of 4 in the series So geht IT Consulting

Wenn man als Open Source Dienstleister langfristig Erfolg haben will, muss man mit der Zeit gehen und die eigene Arbeitsweise in regelmäßigen Abständen hinterfragen. War bis vor einigen Jahren das Erarbeiten eines Konzepts zur Veranschaulichung einer möglichen Umsetzung der Quasi-Standard im IT-Consulting, gibt es mittlerweile valide Alternativen. Besonders beliebt und erprobt ist das Proof of Concept

Unser Manager Consulting Thilo hat sich die Zeit genommen, beide Vorgehensweisen einmal kurz vorzustellen und beantwortet die Frage, was sich besser für dein IT-Projekt eignet: Konzept oder Proof of Concept?

Konzept

Jedes Projekt steht bzw. fällt mit dem zugrundeliegenden Konzept. Erst mit diesem können wir für dichals unsere:n Kund:in ein spezifisches Angebot mit genauen Arbeitspaketen und Abfolgen erstellen.

Um ein gutes Grobkonzept zu erstellen, sammeln wir Informationen wie Ziele, Wünsche oder bestehende Probleme für die neue Umgebung. Dazu sammeln wir mit dirzusammen Eckdaten und definieren Ziele in einem gemeinsamen Onboarding Workshop.

Was ist das Ziel der neuen Umgebung?

  • Benachrichtigen im Fehlerfall?
  • Metriken sammeln und Trends erkennen?
  • Automatisierte Installation?
  • SLAs für Kunden bereitstellen?

Wer ist die Zielgruppe?

  • Kollegen aus dem Nachbarbüro
  • Kund:innen mit SLA Vereinbarungen
  • Zentrale Ansicht für ein Incident Management Team
  • Verteilte Teams die Tool as a Service nutzen

Handelt es sich um eine Migration von Icinga oder einem anderen Tool, ist es besonders wichtig Probleme in der aktuellen IT-Umgebung zu identifizieren. Dazu zählen Ausfälle des Systems, Performance Probleme, Schwierigkeiten bei der Handhabung, beim Update oder bei der Erweiterung der Umgebung.

Mit diesen Informationen wird das bereits angesprochene Grobkonzept erstellt. Es enthält eine Analyse des aktuellen Stands, Herausforderungen mit der bestehenden Umgebung und die gemeinsam definierten Ziele. Um das Projekt für dichtransparent und mit klaren Arbeitspaketen zu gestalten, werden alle definierten Tools und Lösungsansätze umfangreich beschrieben.

Um dir einen Überblick über den zeitlichen Rahmen des Projekts zu geben, kalkulieren wir um NETWAYS IT Consulting den zeitlichen Aufwand der definierten Arbeitspakete.

Proof Of Concept

Ein Proof of Concept (POC) hilft bei der Projektplanung dabei eine Lösung zu simulieren, Probleme in der Benutzung zu finden oder technische Möglichkeiten aufzuzeigen. Bevor ein POC umgesetzt wird, muss festgelegt werden, was genau simuliert oder dargestellt werden soll. Diese Ziele und ein zeitlicher Rahmen werden in einem gemeinsamen Termin zwischen dirund deinem persönlichen Consultant besprochen und festgelegt.

Im Anschluss wird die Vorgehensweise des Proof of Concept festgelegt. Im Icinga Umfeld kann zum Beispiel eine in deiner Infrastruktur gestartete Virtuelle Maschine aufgesetzt werden. Diese kann vom dir und deinem Team umfangreich getestet und weiteren Kolleg:innen bzw. dem Management vorgeführt werden. Des Weiteren kann können wir individuelle Lösungen auch in einer lokalen Entwicklungsumgebung testen, falls Freigaben oder Vorbereitungen kurzfristig nicht umgesetzt werden können.

Im Falle von Icinga können meine Kolleg:innen oder ich mit Hilfe von Automatisierungslösungen wie Ansible oder Puppet schnell eine Umgebung aufsetzen. Dadurch sparen wir uns wertvolle Zeit, um gemeinsam weitere Lösungen für die individuellen Herausforderungen Deines Unternehmens zu evaluieren.

Konzept vs POC

Je nach Anforderungen und Projekt ist ein Konzept oder ein POC sinnvoll. Grundsätzlich kann ein Proof of Concept Deine Wünsche schneller abbilden, eine Umgebung visualisieren sowie Vorteile und Nachteile einer Lösung hervorheben. Ein Konzept hingegen ist lediglich die theoretische Planung eines Projekts und kann wenig über die Funktionalität der Lösung aussagen. Daher ist hier die Expertise und Erfahrung des Consultants wichtig.
Bei größeren Projekten mit neuen Herausforderungen werden häufig beide Varianten gemeinsam eingesetzt, um die Komplexität des Projekts bestmöglich abzubilden. Ein POC, welches dir und deinem Team die spezielle Lösung visuell demonstrieren und simulieren kann. Im Anschluss wird die endgültige Lösung in einem Konzept festgehalten um einen zeitlichen Projektrahmen zu schaffen. Zudem werden für das Projekt Voraussetzungen, Arbeitspakete und Sizing definiert.

Die Umsetzung des Projekts ist bei allen Unternehmen individuell gestaltet. Mein Team und ich können, wenn ein Zugriff gegeben ist, die Umgebung kundenunabhängig aufbauen und im Anschluss eine technische Dokumentation der Arbeitsschritte bzw. der Umgebung liefern. Hierbei arbeiten deine NETWAYS Consultants mit einer Vielzahl von Tools wie Citrix, AnyDesk oder VPN.

In anderen Fällen ist kein direkter Zugriff auf den Server vorhanden oder du willst direkt bei der Umsetzung dabei sein, um gleichzeitig vom Workshop als direkte Schulung zu profitieren. Dabei werden Fragen zu Handling und Aufbau direkt beantwortet.

Wissen für alle

Nach erfolgreicher Umsetzung des Projekts muss schließlich noch ein Wissenstransfer stattfinden. Dieser ist je nach Projekt, Tool und Umgebung verschieden. Nach Projekten in enger Zusammenarbeit sind während des Workshops bereits viele grundsätzliche Fragen geklärt und meist ist der Kunde im Handling mit der Umgebung sicher. In solchen Fällen ist eine technische Dokumentation des Projekts ausreichend.

Falls ein Projekt unabhängig vom Kunden durchgeführt wurde, sollte idealerweise noch ein Wissenstransfer in Form eines extra Workshops oder gar einer Schulung stattfinden. Abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter, welche die Umgebung bedienen, ist es sinnvoll eine Schulung für das gesamte Team durchzuführen. Bei einer kleineren Anzahl an Benutzern kann bereits ein Hands-On Workshops von ein paar Stunden ausreichen, um dem Kunden den Umgang und die Konfiguration der neuen Umgebung nahe zu bringen.

Falls du nun Neugierig geworden bist und aktuell sowieso auf der Suche nach einem erfahrenen Open Source IT-Dienstleister mit Herz bist, dann melde dich gerne bei uns! Ich und meine Kolleg:innen führen gerne eine individuelle Betrachtung zu deiner IT-Umgebung und ihren Anforderungen durch. Im Rahmen eines ersten Consultingtermins sprechen wir gemeinsam gerne über deine Vorstellungen und Wünsche für deine IT-Infrastruktur. Ich bin mir sicher, gemeinsam finden wir die beste Lösung!

Thilo Wening
Thilo Wening
Manager Consulting

Thilo hat bei NETWAYS mit der Ausbildung zum Fachinformatiker, Schwerpunkt Systemadministration begonnen und unterstützt nun nach erfolgreich bestandener Prüfung tatkräftig die Kollegen im Consulting. In seiner Freizeit ist er athletisch in der Senkrechten unterwegs und stählt seine Muskeln beim Bouldern. Als richtiger Profi macht er das natürlich am liebsten in der Natur und geht nur noch in Ausnahmefällen in die Kletterhalle.