Amazon ist nicht alternativlos

In den letzten Wochen scheint die Bestellung von Waren bei Amazon für viele im Grunde alternativlos. Nicht wegen der Tatsache, dass ein Verlassen der Wohnung aus bekannten Gründen nicht erlaubt oder gewünscht war, sondern weil Amazon für viele einfach Standard ist. Das uns E-Commerce oder auch der Laden um die Ecke soviel mehr Alternativen bietet als alles bei Amazon zu bestellen, kommt einigen schon garnicht mehr in den Sinn.

Hinzu kommt, dass der geschäftstüchtige Jeff Bezos seit Jahren auch noch überaus erfolgreicher Anbieter von Cloud-Infrastruktur ist. Amazon ist gut, ehrlich gesagt sogar sehr gut. Ihre Innovationen haben nicht nur den IT-Markt revolutioniert und sie schein in irgendeiner Form unausweichlich. Aber können wir das Verhalten von Amazon und seinem CEO mit unseren Vorstellungen in Einklang bringen?

In unserer globalisierten Welt ist es nahezu unmöglich sämtliche Produktions- und Lieferketten für Waren nachzuvollziehen. Natürlich ist es leicht vorstellbar, unter welchen Bedingungen eine Hose für 10 Euro produziert wurde, aber als Konsument kann ich die Recherche vermutlich nicht für jedes Produkt leisten. Hier verlassen wir uns (oft zu unrecht) auf staatliche Kontrollen, Qualitätssiegel und ähnliches und versuchen uns im Idealfall bestmöglich zu verhalten. Zumindest wäre das wünschenswert.

Bei Amazon wissen wir von bescheidenen Arbeitsbedingungen, Kündigung von Kritikern und professioneller Steuerflucht.

Daher die ehrlich gemeinte Frage, ob wir dem Mann weiter Milliarden in den Hintern schieben wollen?

Jeff Bezos hat so unfassbar viel Geld, dass die Vorstellung davon nahezu unmöglich ist. Wer es trotzdem versuchen möchte, sei diese Website wärmstens empfohlen. Ich kann sehr gut damit leben, das andere Menschen erfolgreich sind und dann, meist auch verdient, mehr Geld besitzen. Gerne auch sehr viel mehr Geld. Das wir globale Steuerflucht eines Unternehmens, welches immense Gewinne auf dem Rücken ihrer Mitarbeiter erwirtschaftet, unterstützen ist für mich aber schwer hinzunehmen.

Das zunehmend auch aktiv Steuergelder (Bund, Länder oder die Bahn) in den Hals von AWS und somit von Herrn Bezos geworfen werden, geht mir aber absolut nicht ein. Warum nehmen wir das als Gesellschaft, aber ganz speziell auch als Branche hin?

Wir bescheissen uns doch selbst!

COVID 19 und die über uns hereingebrochene Rezession ermöglichen es, das soziale Gewissen unser Gesellschaft in nie da gewesener Zeitrafferaufnahme zu begutachten. Ein kurzer Abriss:

  • Mir doch egal, bleibt vermutlich in China, oder?!
  • Die Italiener hat es schon übel erwischt 🙁
  • Warum machen die sich bei uns so verrückt?
  • Warum verbieten die bei uns nicht viel mehr?
  • Warum haben die schon nicht im Januar Masken gekauft?
  • Warum lockern die so langsam, ist doch alles überstanden?!
  • ICH WILL NACH MALLE!

Einer muss es aber auf jeden Fall immer richten, der Staat. Der muss uns durch diese Pandemie fahren, Kredite auflegen, Kurzarbeitergeld aufstocken, und gefälligst Masken vor die Haustür liefern. Ist uns im Kollektiv eigentlich noch ein Minimalverständnis dafür geblieben, wo die Kohle herkommt? Irgendjemand muss doch Münzen in den Kreislauf einschmeissen. Wenn wir also Unternehmen unterstützen, die wissentlich und zugegeben auch aufgrund europäischer Unfähigkeit, diesen Kreislauf umgehen, machen wir uns auch schuldig daran, wenn nicht genügend Geld für diejenigen da ist, die es so dringend brauchen.

Klar ist Amazon einer von vielen und leider lässt kaum ein großes Unternehmen die Gelegenheit aus, seine Steuerlast zu reduzieren. Sei es nun Starbucks, Vorwerk, Adidas oder IKEA. Keiner ist jedoch auch in der Digitalbranche so stark verankert wie Amazon.

Wie konnte das passieren?

Aus irgendeinem Grund regt es mich bei Amazon viel mehr auf, als bei allen anderen und ich frage mich seit vielen Wochen warum das so ist. Ich komme zu dem Schluss, dass wir als NETWAYS und auch ich persönlich Amazon zu dem gemacht haben, was es ist. Zu einem Monopolisten, der ganze Marktsegmente kontrolliert und dafür auch noch gefeiert wird. Amazon war über viele Jahre Standard bei mir und die App auf der ersten Seite von Telefon oder Tablet. Eigentlich ist es mir fast unangenehm, wie lange ich deren Verhalten toleriert haben und es keine Konsequenzen nach sich gezogen hat. Damit ist Schluss und ich habe es mir schon seit längerem zur Aufgabe gemacht auch andere davon zu überzeugen. Heute bist DU dran.

Natürlich ist das schwierig und bei der kritischen Auseinandersetzung mit Amazon gibt es eigentlich immer eine oder mehrere von drei Antworten:

  • “Ich würde ja woanders kaufen, aber der Service ist echt gut”
  • “Ich denke es ist Aufgabe des Staates dafür zu sorgen, dass die Steuern zahlen und ihre Mitarbeiter vernünftig behandeln”
  • “Mit AWS sind wir schneller”

Ich würde ja woanders kaufen, aber der Service ist echt gut
Brauchen wir wirkliche alles Prime und am nächsten Tag? Wie viel Alternativen habt ihr schon ausprobiert? Ich bestelle seit einigen Monaten nichts mehr bei Amazon und hab bisher durchwegs gute Erfahrungen gemacht. Gerade in den letzten Wochen wurden vielen Dinge bei anderen Händlern schneller geliefert als bei Amazon. Hinzu kommt, dass Amazon meist nicht über das günstigste Angebot verfügt. Ich nutze zunehmend die Idealo-App um Anbieter zu finden. Ich hab mich ehrlich gesagt nicht damit auseinandergesetzt, wem Idealo gehört oder wer damit Geld verdient (sollte ich vielleicht), aber zumindest bekomme ich so eine Vielzahl an kleinen Händlern und somit auch Steuerzahlen vorgeschlagen.

Ich denke es ist Aufgabe des Staates dafür zu sorgen, dass die Steuern zahlen und ihre Mitarbeiter vernünftig behandeln
Stimmt, da ist schon was dran. Auch wenn ich verstehe wie schwierig politische Kompromissarbeit sein kann, ist es mir selbst ein Rätsel das der Staat und auch Europa solch ein massives Umgehen der Systeme zulässt. Deswegen ist das Unvermögen auf der einen Seite noch lange kein Freispruch für das eigene Handeln.

Ein Gedankenexperiment:

Du hättest zwei Restaurants in deiner Strasse. Das Essen ist ähnlich, aber Du weisst das ein Besitzer es mit den Hygienevorschriften nicht so genau nimmt. Vermutlich würdest Du bei dem anderen kaufen, oder?

Jetzt wäre der Gedanke “Das kann man doch nicht vergleichen, ich will ja nicht krank werden”, erlaubt? Ich denke jedoch auch das es unserer Verantwortung ist dafür zu sorgen, dass unser Staat nicht krank wird. Weder durch Rassisten und Extremisten auf der einen, aber auch Unternehmen, welche Steuerflucht perfektioniert haben, auf der anderen Seite.

Mit AWS sind wir schneller
Es wäre töricht zu bestreiten, das AWS einen guten Job macht. Gerade im Bereich Serverless ist AWS Branchenprimus und wer globale Verfügbarkeit usw. braucht bekommt dort einen guten Dienstleister. Aber ganz ganz viele von Euch brauchen das nicht und nutzen es auch nicht und machen mit traditionellem VM-Geschäft dort  Umsatz. Da wäre es doch schön mal bei einem anderen einzukaufen. Wir nehmen Euer Geld gerne für unsere Dienstleistungen, aber ich freue mich auch wenn es ein anderer Marktbegleiter bekommt, der nach den Regeln spielt.

Um provokant zu sein: Wie können wir Staatshilfen beantragen, wenn wir alle realen und digitalen Waren bei Firmen beziehen, die jedes solidarische System über- bzw. umgehen?

Es ist in unserer Verantwortung Hygieneartikel bei Müller, Rossmann und Co. zu beziehen und das Hosting bei einem regionalen oder europäischen Anbieter zu machen. Ja ich weiss, Amazon ist unfassbar gut und an Service im Retail und Featureset im Cloud-Bereich kaum zu überbieten. Trotzdem muss doch die Frage erlaubt sein, ob das als Grundsatzargument ausreicht um alles was wir wissen bei Seite zu schieben und dort einzukaufen. Zumindest die Frage zu stellen ist doch Teil unserer sozialen Verantwortung.

Wisst ihr, es geht hier nicht um Service, Kundenfreundlichkeit oder gute Produkte. Vielmehr geht es um die Frage, ob wir als Gesellschaft eine solch moderne Sklaverei zulassen, die täglich unsere sozialen Systeme torpediert. Gerade jetzt wo wir als Gesellschaft diese so sehr brauchen.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Exclusion of NPD and AfD supporters from our events

We have always expressed our political convictions both personally and here in the blog. As a multicultural company, it has always been a concern to take a position where it is necessary. The political discourse in our country has unfortunately not really improved in the last months and weeks, and despite the increasingly extreme positioning of large sections of the AfD, a certain voter base also seems to have consolidated.

This concerns us as a company and me personally to a great extent. When people with whom you work every day are insulted as monkeys and applicants tell you that beer cans are thrown at them on the street, we should unfortunately feel remembered of our darkest times. This can not be tolerated.

Even if the extremes are in the minority, they are strengthened by the tolerant mass. In our view, not tolerating racism and extremism in any way and, whenever possible and necessary, raising one’s voice against it, is a matter of course.

We will draw the line more clearly in the future, especially at our conferences and events. We have added the following chapter to our Code of Conduct:

4.) We only work with people and companies who, like us, believe with absolute conviction in the free and democratic basic order and respect the dignity of all people. By accepting our Code of Conduct, you assure that you share our values and do not work with people or companies that degrade other people or promote the destabilization of our democratic system. The AfD and NPD parties should be mentioned here in particular. Conference participants be sanctioned or expelled from the conference without a refund.

One or the other reader may wonder whether an exclusion is undemocratic and whether we all have to seek dialogue with each other. I admit that this question has been on my mind for several weeks and months.

Ultimately however, I conclude that supporters of parties such as the AfD and NPD at least tolerate open racism in their ranks. And whoever does that, we would rather not have them among us.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.
Sollte man beim Weihnachtsfest über Politik sprechen?

Sollte man beim Weihnachtsfest über Politik sprechen?

TLTR – Ja absolut, wann denn sonst?!

Zugegeben hoffe ich sehr, dass ihr euch trotz Weihnachtsvorbereitungen und dem damit verbundenen Stress etwas mehr Zeit zum Lesen nehmt, denn die gegebene Antwort ist natürlich durchaus streitbar. Darüber hinaus ist mir auch völlig bewusst, dass wir in erster Linie ein Technologieunternehmen sind und der Leser nicht wegen unserer bzw. meiner politischen Meinung hier ist. Aber wir haben ein Medium, mit dem wir Kunden, Lieferanten und all diejenigen erreichen können, mit denen wir zusammenarbeiten. Nicht weniger wichtig aber auch ein Medium, mit dem wir uns noch unbekannte Menschen erreichen können und daher hat es für mich durchaus auch einen Platz hier verdient.

Politik und Unternehmen

Was mich derzeit besorgt, ist der zunehmende Trend, Politik und politische Ansichten aus Unternehmen verbannen zu wollen. Gerade in den USA bekamen in den letzten Monaten viele Technologieunternehmen die Macht der Community zu spüren, welche sich sehr deutlich gegen eine staatliche Zusammenarbeit mit der “Immigration and Customs Enforcement” (kurz ICE) aussprach. Diese Bundesbehörde zeichnet u.a. für die teils menschenunwürdige Trennung von Kindern und deren Eltern verantwortlich und ist gerade deshalb im Fokus der Öffentlichkeit. Der öffentliche Druck hatte nicht zuletzt die weitere Zusammenarbeit zwischen ICE und Chef beendet und das Unternehmen zum Einlenken gezwungen.

Drang zur Neutralität

Auch wenn ich keinen direkten Zusammenhang herstellen kann, hat GitLab nur drei Tage darauf seine öffentlichen Richtlinien zur “Customer Acceptance” geändert und aufgrund heftiger Reaktionen einige Tage später wieder entschärft. Dabei ist es mit Sicherheit nicht das einzige Technologieunternehmen und auch GitHub und Google ringen mit der eigenen Position, aber aufgrund der offenen Meinungsfindung ist die Diskussion bei GitLab sehr transparent und dient daher als Beispiel. Im Ergebnis führt es dazu, dass Unternehmen möglichst wenig Positionierung ihrer Mitarbeiter wünschen und dies in internen Regelungen so deutlich formulieren, dass es teils schon staatliche Behörden auf den Plan gerufen hat, die diese Unternehmen an das Recht zur freien Meinungsäußerung erinnert haben. Vor nun fast zwei Jahren habe ich mein damaliges Verständnis von politischer Meinung und Verantwortung der Unternehmen hier Blog zusammengefasst. Die Zustimmungswerte der AfD fand ich schon damals sehr besorgniserregend und muss heute leider sagen, dass es nicht “besser” geworden ist. Jetzt mag nicht jeder gleich die Brücke zum amerikanischen Wertesystem schließen, aber ich habe den Eindruck, dass wir uns als Gesellschaft auf selbiges zubewegen. Auch in unserer Politik geht es immer weniger um wirkliche Sachfragen, sondern um politische Polarisierung und Instrumentalisierung.

Unsere Verantwortung

In einer Zeit des politischen Umbruchs liegt es umso mehr an jedem einzelnen von uns, für seine Überzeugungen einzutreten und diese auch kundzutun. Da gehört es selbstverständlich auch dazu, dass wir nicht immer der gleichen Meinung sind. Das Vertreten einer Meinung, deren Akzeptanz, aber auch der Widerspruch gehören zu unserer Gesellschaft, zu unserem Wertesystem und auch zu unserem Unternehmen. Wenn sich Unternehmen mehr und mehr deshalb von politischer Meinung distanzieren, da sie befürchten, Kunden zu verlieren, ist das aus meiner Sicht fatal. Vielleicht nicht sofort für das Unternehmen, aber mittel- und langfristig für unsere Gesellschaft.

Was hat das jetzt mit dem Weihnachtsfest zu tun?

Am vergangenen Freitag hatten wir unser NETWAYS Weihnachtsfest und meine Lieben haben das Buch “Selbstbetrachtungen” von Mark Aurel geschenkt bekommen. Der römische Kaiser und Philosoph prägte u.a. auch nachfolgendes Zitat:

“Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befiehlt es.”

Viele von uns haben doch diesen Opa, Onkel, Schwager oder ähnlichen Verwandten, der irgendwann im Laufe des Abends mit einer oft anstößigen, verzerrten und manchmal auch beleidigenden Aussage glänzt. Ob nun gegen Ausländer, die Greta, Dieselfahrverbot oder Windräder. Eigentlich ist es vollkommen egal, aber ein anderer Teil am Tisch denkt sich sofort:

“Ich sag besser nix, da gibt es nur Streiterei.”

Wenn euch der Gedanke kommt, und dazu möchte ich euch ermutigen, ist es das Richtige das Gegenteil zu tun. Wir brauchen mehr Diskussionen und Meinungsaustausch und vielleicht manchmal auch Streit. Ich will euch ja beim besten Willen nicht das Weihnachtsfest versauen, aber wenn wir es schon daheim nicht machen und dort auch mit unserer Meinung hinterm Zaun halten, wo bitte denn dann?

In diesem Sinne wünsche ich euch auch im Namen aller bei NETWAYS ein schönes Weihnachtsfest. Wenn ihr kein Weihnachten feiert, wünsche ich Euch ein paar Tage Ruhe und das bessere Gefühl, danach nicht vollgefressen auf der Couch zu liegen.

Den Menschen, für die Weihnachten eine schwere Zeit ist, wünsche ich Kraft und auch den Mut, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Alles Gute für euch!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.
Bernd hilft – Das passt ja wie die Faust aufs Auge!

Bernd hilft – Das passt ja wie die Faust aufs Auge!

This entry is part 3 of 3 in the series Bernd hilft!

Wir kennen uns doch, also sagen wir zumindest ein bisschen. Zumindest bin ich vielen von Euch schonmal bei der ein oder anderen Konferenz über die Füße gelaufen, denn die Welt ist ja klein.

Ich versuche mich also mal an einer kleinen psychoanalytischen Analyse eurer Persönlichkeit:

“Sie sind auf die Zuneigung und Bewunderung anderer angewiesen, neigen aber dennoch zu Selbstkritik. Ihre Persönlichkeit weist einige Schwächen auf, die Sie aber im Allgemeinen ausgleichen können. Beträchtliche Fähigkeiten lassen Sie brachliegen, statt sie zu Ihrem Vorteil zu nutzen.

Äußerlich diszipliniert und selbstbeherrscht, neigen Sie dazu, sich innerlich ängstlich und unsicher zu fühlen. Mitunter zweifeln Sie stark an der Richtigkeit Ihres Tuns und Ihrer Entscheidungen. Sie bevorzugen ein gewisses Maß an Abwechslung und Veränderung und sind unzufrieden, wenn Sie von Verboten und Beschränkungen eingeengt werden. Sie sind stolz auf Ihr unabhängiges Denken und nehmen anderer Leute Aussagen nicht unbewiesen hin. Doch finden Sie es unklug, sich anderen allzu bereitwillig zu öffnen.

Manchmal verhalten Sie sich extrovertiert, leutselig und aufgeschlossen, dann aber auch wieder introvertiert, skeptisch und zurückhaltend. Manche Ihrer Erwartungen sind ziemlich unrealistisch.“

Na, was denkst Du? Zu wieviel Prozent trifft die vorangegangene Beschreibung auf Dich zu? Bei angenommen 80% bist Du genau dort, wo auch die Testgruppe von Bertram R. Forer vor vielen Jahre lag, als er unterschiedliche Persönlichkeitstests von seinen Studenten machen ließ und alle mit der gleichen “Analyse” quittierte.

Das wir uns im Grunde dadurch relativ gut beschrieben fühlen, liegt in der sehr allgemeinen und vagen Beschreibung der charakterlichen Merkmale. Dieses als Barnum-Effekt bekannte Phänomen nutzt unsere Tendenz, auch nicht zutreffende Aussagen auf uns zu projizieren, so lange wir uns damit wohl fühlen und identifizieren können. Desto größer die potentielle Zielgruppe, desto eher die Chance das wir ein Teil davon sind.

Jeder der uns professionell etwas verkaufen möchte, sei es nun Ware oder eine politische Meinung, macht sich dieses Phänomen zu nutze. Ein paar Beispiele:

  • Ihnen liegt ihrer Familie am Herzen
  • Für den sportlichen und ambitionierten Fahrer
  • Sie möchten beste Qualität zum besten Preis

Wir zerlegen das mal und schauen uns die oben genannten Beispiele, welche den Raum für eine eigene Blogserie geben würden, mal genauer an:

Ihnen liegt ihre Familie am Herzen
Dabei handelt es sich um ein Grundbedürfnis, dass vermutlich auf die meisten Menschen unter uns zutrifft, da sie um die Gesundheit, finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit ihrer Familie bemüht sind. Sie deckt also eine grundsätzliche Sorge ab, mit der sich quasi jeder identifizieren kann.

Für den sportlichen und ambitionierten Fahrer
Autowerbung und die dafür beauftragten Werbeagenturen sind wahre Meister in psychologischer Manipulation, von denen der Barnum-Effekt nur einer unter vielen ist.

“Natürlich bin ich ein sportlicher Fahrer und ambitioniert bin ich ohne Ende”.

Denke ich mir zumindest, wenn mir bei Betrachtung der Werbung gerade ein Erdnussflip aus dem Mundwinkel fällt, während ich mich in Jogginghose auf dem Sofa wälze. Es handelt sich schlichtweg um Attribute, die die meisten von uns gerne hätten und unser Hirn tut uns dann einfach den gefallen.

Sie möchten beste Qualität zum besten Preis
Die eigentliche Gegensätzlichkeit dieser Aussage lässt uns leicht in die Falle tappen. Die Aussage “Sie möchten maximalen Erfolg bei minimalem Einsatz” hätte man genauso nehmen können. Aussagen die Gegensätze vermitteln schaffen eine solch große Spannbreite, damit sie quasi immer passen.

Das Phänomen wurde übrigens nach P. T. Barnum benannt, da das Motto für sein Kuriositätenkabinett “a little something for everybody” lautete. Es ist also quasi für jeden was dabei. Übrigens auch der Grund warum Horoskope so gut funktionieren, aber ich möchte den Esoterikern unter Euch genauso wenig die gute Laune wie auch die Globuli wegnehmen.

Kann ich nich davor schützen?
Richtig immun kann man gegen dieses Phänomen nicht sein, jedoch hilft es erstaunlich gut, wenn man sich einer potentielle Manipulation bewusst ist.

Übrigens, im November findet wieder unsere diesjährige OMSC in Nürnberg statt. Wer von Euch an den aktuellsten Trends rund um Open Source Monitoring interessiert ist, einfache Werkzeuge für jeden Einsatzfall benötigt und sich und seiner Familie etwas Gutes tun möchte, der sollte sich gleich jetzt ein Early-Bird Ticket sichern.

Wenn wir das sagen, ist es etwas anderes und stimmt immer!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.
Bitkom Forum Open Source 2019

Bitkom Forum Open Source 2019

Am 17. September 2019, findet in Erfurt das Forum Open Source statt, in dessen AK wir seid einigen Jahren engagiert sind. Gerne laden wir Euch zu diesem kostenfreien Event ein. Nachfolgend die offizielle Event-Beschreibung:

Die Digitalisierung schreitet mit unglaublicher Geschwindigkeit voran und durchdringt nahezu alle Branchen und Wirtschaftszweige. Damit wächst der Bedarf an qualifizierten IT-Fachkräften kontinuierlich und das bei gleichzeitig weniger zur Verfügung stehenden Ressourcen durch geburtenschwache Jahrgänge. So gilt es Arbeitskräfte, Expertenwissen aber auch Kapital zu bündeln, um gemeinsam der Digitalen Transformation zu begegnen.

Open Source hat sich über Jahrzehnte als transparente und effiziente Form der Zusammenarbeit bewährt. Durch gemeinsame Entwicklungen steigt nicht nur die Kosteneffizienz, sondern auch die Attraktivität als “Open Minded”-Arbeitgeber. Die Politik hat ebenso die Chancen durch eine Open-Source-basierte Zusammenarbeit zunehmend erkannt, um insbesondere den Gefahren für den Wirtschaftsstandort Deutschland durch Fachkräftemangel und knappe Ressourcen zu begegnen.

Das Bitkom Forum Open Source 2019 vertieft daher das Thema der Digitalen Ökosysteme und bietet eine Plattform für den Austausch, die Bestandsaufnahme und für Konzepte einer kooperativen, effizienten und transparenten Zusammenarbeit mit Open Source. Hierzu laden wir Sie herzlich ein, wenn wir uns treffen

am Dienstag, 17. September 2019, 10:00 – 17:00 Uhr (Registrierung und Begrüßungskaffee bereits ab 9 Uhr)
Arena Erfurt im Steigerwaldstadion, Mozartallee 3, 99096 Erfurt

Bernd Erk
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Rootconf 2019 in Bangalore

Rootconf 2019 in Bangalore

I am very happy and thankful to be part of Rootconf in Bangalore again. My friends in Bangalore organise an amazing event and I can definitely recommend it.

Here is the official press release …

Setting up and managing infrastructure in technology companies is a complex, expensive and challenging proposition. HasGeek’s Rootconf community brought together by the annual conference will discuss and deliberate on this topic including:

  1. Running secure systems and using security tools such as OSINT to track vulnerabilities.
  2. Automating infrastructure security, and gearing teams towards a culture of development, security and operations.
  3. How companies such as Uber, Amazon, GO-JEK, Alibaba Cloud and others run their infrastructure at scale and in a distributed manner, across geographies.
  4. Importance of open standards and how engineers can choose their tools wisely to ensure that they don’t get locked-in with vendors.

Dates:​ 21-22 June 2019
Time:​ 9:30 AM – 6:00 PM
Venue:​ NIMHANS Convention Centre, Bangalore
Event information:​ ​https://hasgeek.com/rootconf/2019/

Systems engineers, DevOps programmers, SRE, team leads, VPs of engineering, security professionals and communities will participate in the 2019 edition of Rootconf. Speakers include Bernd Erk from NETWAYS, Brian McKenna of Atlassian, Kushal Das from Freedom of Press Foundation, Lavakumar Kuppan of Ironwasp security, Shrey Agarwal from Paytm, and Chandrashekhar Bhonsale of CRED.

Apart from talks, Birds of a Feather (BoF) sessions on the following topics will allow participants to discuss:

  • Security paranoid OS​ – led by Sayan Chowdhury, Red Hat
  • Art and science of choices in engineering​ – led by Srujan Akumarthi, Webengage
  • DevSecOps​ ​and the problems with over-engineering security ​- led by Neelu Tripathy, Thoughtworks
  • Building a 100% remote workplace​ – led by Ratnadeep Debnath, Zapier

Other participating organizations in Rootconf include Razorpay, WalmartLabs, Zapier, Red Hat, Atlassian, CRED and Paytm. The 2019 edition of Rootconf is expected to have a footfall of over 600+ participants.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Bernd hilft – Warum wechselt niemand das Klopapier?

This entry is part 1 of 3 in the series Bernd hilft!

Zugegeben eine Fragestellung, welche mich schon seit vielen Jahren beschäftigt und deren Beantwortung sozialpsychologisch mehr als reizvoll ist. Da ich mit Sicherheit nicht der Einzige bin, der sich die Frage immer wieder stellt, ist die Antwort darauf der nächste Teil von “Bernd hilft”.

Selbstverständlich ist die Problematik der leeren Toilettenpapierrolle nur ein Beispiel mit vielen Verwandten wie bspw.:

  • Warum kocht niemand frischen Kaffee?
  • Warum leert bzw. füllt niemand die Spülmaschine?
  • Warum hat der Drucker kein Papier mehr?
  • Warum bringt keiner den Müll raus?

Die leere Rolle Klopapier kann von allen genannten Beispielen jedoch die unangenehmsten Konsequenzen haben und daher ist sie heute sozusagen die Muse meines Beitrags.

Warum fühlt sich niemand verantwortlich?

Das Phänomen, welches für die oben genannten Beispiele verantwortlich ist, nennt sich Verantwortungsdiffusion und wird in Wikipedia wie folgt beschrieben:

“Verantwortungsdiffusion bezeichnet das Phänomen, dass eine Aufgabe, die offensichtlich zu tun ist, trotz genügender Anzahl und Aufmerksamkeit dafür geeigneter Stellen oder Personen nicht angenommen oder ausgeführt wird.“

Der zugrundeliegende Mechanismus hat viele Vertraute. So gibt es eine Vielzahl an Studien, welche die sinkende Bereitschaft zur Hilfe bei einem Unfall mit vielen Beobachtern dokumentieren. Dieser so genannte Bystander-Effekt ist leider schon vielen Opfern bei einer vermeintlich hohen Zahl an Helfenden zum Verhängnis geworden.

Die Antwort auf “Warum fühlt sich niemand verantwortlich?“ ist daher ziemlich einfach. Weil es theoretisch jeder kann, macht es niemand. Und umso mehr es können, desto weniger muss es der Einzelne gefühlt auch tun.

Machen die das zu Hause genauso?

Wenn also das Klopapier nicht erneuert oder der Teller nach Vernichtung des letzten Kuchenstücks nicht gespült wird, kommt einem oft der Gedanke ob “die“ das zu Hause genauso machen.

Interessenterweise ist dies nicht der Fall und der Grund dafür liegt nach kurzer Überlegung auf der Hand. Da macht es nun mal kein anderer. Die meisten Familien haben eine klare Hierarchie und Aufgaben werden zugewiesen und deren Erledigung zudem eingefordert.

So wird die Person, welche im Büro die Spülmaschine noch nie von innen gesehen hat, zu Hause die Tasse ganz selbstverständlich einräumen. Zum einen, weil es die Kinder nicht übernehmen und zum anderen, weil der Partner einem die Spielregeln erneut Vortragen wird.

Wie kann ich Verantwortungsdiffusion vermeiden?

Der Schlüssel zur Vermeidung ist die klare Zuweisung von Aufgaben und Reduzierung von Komplexität. Übertragen wir die Verantwortung für gemeinschaftliche Aufgaben auf kleinere Gruppen, wird es für das Individuum schwieriger, sich im Kreise von wenigen zu verstecken.

Räumt also niemand in der Abteilung die Spülmaschine ein und aus, so könnte man einzelnen Teams bestimmte Wochentage zuordnen. Die reduzierte Anzahl an potentiell ausführenden Personen steigert das individuelle Verantwortungsgefühl. Übrigens gehen die einzelnen Mitglieder großer Gruppen durchaus davon aus, dass sie mehr Kaffee kochen und mehr Papier nachfüllen als die anderen. Irrtum, hier zeigt sich lediglich die selbstwertdienliche Verzerrung von seiner besten Seite. Erfolg projiziert man auf sich, Misserfolg auf andere.

Kann ich das auf meine Organisationsentwicklung übertragen?

Auf jeden Fall! Wie in einer Familie ist es wichtig über solche Probleme zu sprechen. Nicht jeder wird daraus sofort die entsprechenden Konsequenzen ziehen, aber die gesteigerte Aufmerksamkeit kann dem Umdenken förderlich sein.

Menschen brauchen Freiheit, Flexibilität und Entfaltungsmöglichkeiten. Nichts ist langfristig jedoch demotivierender als das Fehlen einer Aufgabe und das mangelnde Wissen über eigene Kompetenz und Verantwortung. Auch wenn sich viele Unternehmen immer wieder an flachen Hierarchien versuchen, ist die Verantwortungsdiffusion ein häufiger Grund für deren Scheitern.

Natürlich gibt es Ausnahmen und Menschen, die sich selbst immer Arbeit suchen und nahezu permanent ihre Stellung und Möglichkeiten im System und der Gruppe auf den Prüfstand stellen. Die Mehrheit leidet jedoch unter ungenauer Zuordnung von Aufgaben und Prozessen.

Umso mehr Mitglieder ein Team also besitzt, desto wichtiger ist die Zuordnung von Aufgaben und der zugrundeliegenden Spielregeln.

Und warum wechselt jetzt keiner die Klopapierrolle?

“Wenn viele es können, werden es weniger machen.”

Und Klopapier wechseln kann schließlich jeder!

Bernd Erk
Bernd Erk
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Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Bernd hilft – Was ist ein Coworking-Space?

This entry is part 2 of 3 in the series Bernd hilft!

Einige Dinge bin ich in den letzten Jahren schon öfters gefragt worden und daher kam mir der Gedanke die Antworten mit Euch zu teilen und somit auch für die Nachwelt (weitere Fragende) festzuhalten.

Ich werde mich daher bemühen, dieser kleinen und manchmal durchaus humoristischen Blogserie über die nächsten Monate etwas Leben einzuhauchen.

Aber jetzt zur eigentlichen Beantwortung der Frage: Was ist ein Coworking-Space?

Laut Statista gibt es weltweit ca. 19000 Coworking-Spaces. Diese Form der Zusammenarbeitet bietet den Mietern größtmögliche Flexibilität bei den Fixkosten und darüber hinaus die Möglichkeit, auf die vorhandenen technischen (Drucker, Fax -> echt jetzt, Toilette) und fachlichen Assets (andere Coworker) des Spaces zurückzugreifen. Dabei entsteht eine lokale Community welche mit Diskussionen, Kaffeeklatsch und kleinen Snacks den Tag zur Erlebnisreise macht und die Uhr in wahnsinniger Geschwindigkeit nach Vorne dreht.

Für viele Neulinge fühlt sich die Arbeit in einem Coworking-Space wie ein Zeitreise an, da man quasi nach dem ersten Kaffee schon wieder in die Feierabendvorbereitung einsteigen kann. Die Zeit wird jedoch nicht mit einer Einstein-Rosen-Brücke überwunden, sondern geht zwischen den verschiedenen Pausen und Toilettengängen quasi auf dem Flur drauf. Coworking ist nichts für Anfänger und es Bedarf einiger Übung und Training, sich den Reizen des unterhaltsamen Faulheit nicht zu unterwerfen. So gehören Kopfhörer und ein Spotify-Abo zur festen Ausstattung, wenn man in dem flexiblen Büro etwas durch die Tür bringen will.

Oberflächlich betrachtet teilen sich die Mieter in einem Coworking-Space in zwei Gruppen auf:

  1. Sie wissen eigentlich nicht wohin (ggf. auch Barcamper) und da dort permanent geheizt wird und mann den Kaffee anschreiben kann, ist der Coworking-Space eine beliebte Anlaufstelle. So kann man dann beim gemeinsamen Google Analytics Frühstück die Zahlen der Vorwoche ignorieren und gemeinsam warten, bis es draußen wieder dunkel wird. Ein Untergruppe war bereits am Vorabend zum SEO-Bingo da und hat noch immer die gleichen Klamotten an.
  2. Hier wird wirklich gearbeitet und die Verpflichtungen im privaten und geschäftlichen Bereich erfordern, dass mehr Geld eingenommen als ausgegeben wird. Diese Gruppe ist sehr einfach daran zu erkennen da sie extrem darum bemüht ist, nicht zu viel Zeit mit Gruppe 1 zu verbringen. Wer das nicht innerhalb der ersten zwei bis drei Monate schafft, kann dann seinen Tisch nicht mehr bezahlen und fällt den Betreibern zu last. Finanziell sind diese Zitronen dann meist schon so ausgepresst, dass selbst unseriöse Inkassounternehmen die Auftragsannahme verweigern.

Als neue Arbeitsform hat sich Coworking fest etabliert und bietet Kleinunternehmern, Freaks und Barcampern ein Zuhause. Darüber hinaus können die Räumlichkeiten auch für andere skurrile Veranstaltungen verwendet werden, da die EDA-Kosten ja bereits grundsätzlich gedeckt werden müssen. Ob nun Berlin, München oder Nürnberg, Coworking verbindet Menschen und ermöglicht Ergebnisse, die auch ohne Coworking möglich wären, wenn man zu Hause die Playstation nicht einschalten würde.

Bernd Erk
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Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Best Screensaver Ever! – Apple TV Aerial

Gut, das mit dem “Ever” ist ggf. etwas übertrieben, aber Steve Jobs hätte es vermutlich so formuliert. Julian hat mich am vergangenen Donnerstag auf dieses Prachtstück aufmerksam gemacht und ich möchte es Euch nicht vorenthalten.

Jeder Besitzer eines Apple-TVs kennt die schönen Aerial-Aufnahmen von Städten wie London, San Francisco oder Los Angeles. Genau diese Aufnahmen bringt “Aerial – Apple TV Aerial Views Screen Saver” auf den Mac. In den Optionen gibt es eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten um Videos bspw. lokal zu Cachen und auch die Videos, ähnliche zu MacOS Mojaves – Dynamic Desktops, an die aktuelle Tageszeit anzupassen. Das Ding ist Open Source und aktualisiert sich in regelmässigen Abständen, um Euch jeweils die aktuellsten Aufnahmen anzuzeigen.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Willkommen zurück, wir freuen uns auf Euch!

Es ist nun doch anzunehmen, dass es die überwiegende Mehrheit wieder so langsam in die Arbeit geschafft hat. Ja, es ist nicht einfacher geworden und der ein oder andere musste am Morgen ganz schön beherzt zugreifen, um den Gürtel im Vorjahresloch einzuhaken. Natürlich nutzen wir noch die Chance Euch nur das Beste für 2019 zu wünschen. Angeblich soll es jetzt noch möglich sein, jedoch verstreicht das Zeitfenster wegen der anstehenden Ostervorbereitungen bald.

Wir waren in den letzten Wochen bzw. Monaten richtig fleissig und freuen uns, Euch auf der neuen Website von NETWAYS zu begrüssen. So haben wir endlich Blog und Website in einem System vereint und werden Euch natürlich weiterhin hier im Blog-“Teil” mit dem Neusten aus unserer Welt auf dem Laufenden halten.

Nehmt Euch doch ein bisschen Zeit, um Euch auf der neuen Website umzusehen. Lernt das Team näher kann, bestellt 100 Tage Consulting (haben wir eigentlich in 2019 nicht mehr frei) und 300 OSDC Tickets. Jetzt geht so ziemlich alles in einer Plattform und das macht es uns und hoffentlich Euch in Zukunft einfacher bei uns. Apropos, Schulungen könnt ihr natürlich auch noch buchen. Eigentlich bedarf es keiner weiteren Erklärung und wir freuen uns natürlich sehr über Feedback.

Macht was aus 2019 und in diesem Sinn – Ready, set, go!

And of course we have most of the content in English as well. Click the button in the upper right corner of the website to see what’s going on “there”.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.