Bernd hilft – Das passt ja wie die Faust aufs Auge!

Bernd hilft – Das passt ja wie die Faust aufs Auge!

This entry is part 3 of 3 in the series Bernd hilft!

Wir kennen uns doch, also sagen wir zumindest ein bisschen. Zumindest bin ich vielen von Euch schonmal bei der ein oder anderen Konferenz über die Füße gelaufen, denn die Welt ist ja klein.

Ich versuche mich also mal an einer kleinen psychoanalytischen Analyse eurer Persönlichkeit:

“Sie sind auf die Zuneigung und Bewunderung anderer angewiesen, neigen aber dennoch zu Selbstkritik. Ihre Persönlichkeit weist einige Schwächen auf, die Sie aber im Allgemeinen ausgleichen können. Beträchtliche Fähigkeiten lassen Sie brachliegen, statt sie zu Ihrem Vorteil zu nutzen.

Äußerlich diszipliniert und selbstbeherrscht, neigen Sie dazu, sich innerlich ängstlich und unsicher zu fühlen. Mitunter zweifeln Sie stark an der Richtigkeit Ihres Tuns und Ihrer Entscheidungen. Sie bevorzugen ein gewisses Maß an Abwechslung und Veränderung und sind unzufrieden, wenn Sie von Verboten und Beschränkungen eingeengt werden. Sie sind stolz auf Ihr unabhängiges Denken und nehmen anderer Leute Aussagen nicht unbewiesen hin. Doch finden Sie es unklug, sich anderen allzu bereitwillig zu öffnen.

Manchmal verhalten Sie sich extrovertiert, leutselig und aufgeschlossen, dann aber auch wieder introvertiert, skeptisch und zurückhaltend. Manche Ihrer Erwartungen sind ziemlich unrealistisch.“

Na, was denkst Du? Zu wieviel Prozent trifft die vorangegangene Beschreibung auf Dich zu? Bei angenommen 80% bist Du genau dort, wo auch die Testgruppe von Bertram R. Forer vor vielen Jahre lag, als er unterschiedliche Persönlichkeitstests von seinen Studenten machen ließ und alle mit der gleichen “Analyse” quittierte.

Das wir uns im Grunde dadurch relativ gut beschrieben fühlen, liegt in der sehr allgemeinen und vagen Beschreibung der charakterlichen Merkmale. Dieses als Barnum-Effekt bekannte Phänomen nutzt unsere Tendenz, auch nicht zutreffende Aussagen auf uns zu projizieren, so lange wir uns damit wohl fühlen und identifizieren können. Desto größer die potentielle Zielgruppe, desto eher die Chance das wir ein Teil davon sind.

Jeder der uns professionell etwas verkaufen möchte, sei es nun Ware oder eine politische Meinung, macht sich dieses Phänomen zu nutze. Ein paar Beispiele:

  • Ihnen liegt ihrer Familie am Herzen
  • Für den sportlichen und ambitionierten Fahrer
  • Sie möchten beste Qualität zum besten Preis

Wir zerlegen das mal und schauen uns die oben genannten Beispiele, welche den Raum für eine eigene Blogserie geben würden, mal genauer an:

Ihnen liegt ihre Familie am Herzen
Dabei handelt es sich um ein Grundbedürfnis, dass vermutlich auf die meisten Menschen unter uns zutrifft, da sie um die Gesundheit, finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit ihrer Familie bemüht sind. Sie deckt also eine grundsätzliche Sorge ab, mit der sich quasi jeder identifizieren kann.

Für den sportlichen und ambitionierten Fahrer
Autowerbung und die dafür beauftragten Werbeagenturen sind wahre Meister in psychologischer Manipulation, von denen der Barnum-Effekt nur einer unter vielen ist.

“Natürlich bin ich ein sportlicher Fahrer und ambitioniert bin ich ohne Ende”.

Denke ich mir zumindest, wenn mir bei Betrachtung der Werbung gerade ein Erdnussflip aus dem Mundwinkel fällt, während ich mich in Jogginghose auf dem Sofa wälze. Es handelt sich schlichtweg um Attribute, die die meisten von uns gerne hätten und unser Hirn tut uns dann einfach den gefallen.

Sie möchten beste Qualität zum besten Preis
Die eigentliche Gegensätzlichkeit dieser Aussage lässt uns leicht in die Falle tappen. Die Aussage “Sie möchten maximalen Erfolg bei minimalem Einsatz” hätte man genauso nehmen können. Aussagen die Gegensätze vermitteln schaffen eine solch große Spannbreite, damit sie quasi immer passen.

Das Phänomen wurde übrigens nach P. T. Barnum benannt, da das Motto für sein Kuriositätenkabinett “a little something for everybody” lautete. Es ist also quasi für jeden was dabei. Übrigens auch der Grund warum Horoskope so gut funktionieren, aber ich möchte den Esoterikern unter Euch genauso wenig die gute Laune wie auch die Globuli wegnehmen.

Kann ich nich davor schützen?
Richtig immun kann man gegen dieses Phänomen nicht sein, jedoch hilft es erstaunlich gut, wenn man sich einer potentielle Manipulation bewusst ist.

Übrigens, im November findet wieder unsere diesjährige OMSC in Nürnberg statt. Wer von Euch an den aktuellsten Trends rund um Open Source Monitoring interessiert ist, einfache Werkzeuge für jeden Einsatzfall benötigt und sich und seiner Familie etwas Gutes tun möchte, der sollte sich gleich jetzt ein Early-Bird Ticket sichern.

Wenn wir das sagen, ist es etwas anderes und stimmt immer!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.
Bitkom Forum Open Source 2019

Bitkom Forum Open Source 2019

Am 17. September 2019, findet in Erfurt das Forum Open Source statt, in dessen AK wir seid einigen Jahren engagiert sind. Gerne laden wir Euch zu diesem kostenfreien Event ein. Nachfolgend die offizielle Event-Beschreibung:

Die Digitalisierung schreitet mit unglaublicher Geschwindigkeit voran und durchdringt nahezu alle Branchen und Wirtschaftszweige. Damit wächst der Bedarf an qualifizierten IT-Fachkräften kontinuierlich und das bei gleichzeitig weniger zur Verfügung stehenden Ressourcen durch geburtenschwache Jahrgänge. So gilt es Arbeitskräfte, Expertenwissen aber auch Kapital zu bündeln, um gemeinsam der Digitalen Transformation zu begegnen.

Open Source hat sich über Jahrzehnte als transparente und effiziente Form der Zusammenarbeit bewährt. Durch gemeinsame Entwicklungen steigt nicht nur die Kosteneffizienz, sondern auch die Attraktivität als “Open Minded”-Arbeitgeber. Die Politik hat ebenso die Chancen durch eine Open-Source-basierte Zusammenarbeit zunehmend erkannt, um insbesondere den Gefahren für den Wirtschaftsstandort Deutschland durch Fachkräftemangel und knappe Ressourcen zu begegnen.

Das Bitkom Forum Open Source 2019 vertieft daher das Thema der Digitalen Ökosysteme und bietet eine Plattform für den Austausch, die Bestandsaufnahme und für Konzepte einer kooperativen, effizienten und transparenten Zusammenarbeit mit Open Source. Hierzu laden wir Sie herzlich ein, wenn wir uns treffen

am Dienstag, 17. September 2019, 10:00 – 17:00 Uhr (Registrierung und Begrüßungskaffee bereits ab 9 Uhr)
Arena Erfurt im Steigerwaldstadion, Mozartallee 3, 99096 Erfurt

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.
Rootconf 2019 in Bangalore

Rootconf 2019 in Bangalore

I am very happy and thankful to be part of Rootconf in Bangalore again. My friends in Bangalore organise an amazing event and I can definitely recommend it.

Here is the official press release …

Setting up and managing infrastructure in technology companies is a complex, expensive and challenging proposition. HasGeek’s Rootconf community brought together by the annual conference will discuss and deliberate on this topic including:

  1. Running secure systems and using security tools such as OSINT to track vulnerabilities.
  2. Automating infrastructure security, and gearing teams towards a culture of development, security and operations.
  3. How companies such as Uber, Amazon, GO-JEK, Alibaba Cloud and others run their infrastructure at scale and in a distributed manner, across geographies.
  4. Importance of open standards and how engineers can choose their tools wisely to ensure that they don’t get locked-in with vendors.

Dates:​ 21-22 June 2019
Time:​ 9:30 AM – 6:00 PM
Venue:​ NIMHANS Convention Centre, Bangalore
Event information:​ ​https://hasgeek.com/rootconf/2019/

Systems engineers, DevOps programmers, SRE, team leads, VPs of engineering, security professionals and communities will participate in the 2019 edition of Rootconf. Speakers include Bernd Erk from NETWAYS, Brian McKenna of Atlassian, Kushal Das from Freedom of Press Foundation, Lavakumar Kuppan of Ironwasp security, Shrey Agarwal from Paytm, and Chandrashekhar Bhonsale of CRED.

Apart from talks, Birds of a Feather (BoF) sessions on the following topics will allow participants to discuss:

  • Security paranoid OS​ – led by Sayan Chowdhury, Red Hat
  • Art and science of choices in engineering​ – led by Srujan Akumarthi, Webengage
  • DevSecOps​ ​and the problems with over-engineering security ​- led by Neelu Tripathy, Thoughtworks
  • Building a 100% remote workplace​ – led by Ratnadeep Debnath, Zapier

Other participating organizations in Rootconf include Razorpay, WalmartLabs, Zapier, Red Hat, Atlassian, CRED and Paytm. The 2019 edition of Rootconf is expected to have a footfall of over 600+ participants.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Bernd hilft – Warum wechselt niemand das Klopapier?

This entry is part 1 of 3 in the series Bernd hilft!

Zugegeben eine Fragestellung, welche mich schon seit vielen Jahren beschäftigt und deren Beantwortung sozialpsychologisch mehr als reizvoll ist. Da ich mit Sicherheit nicht der Einzige bin, der sich die Frage immer wieder stellt, ist die Antwort darauf der nächste Teil von “Bernd hilft”.

Selbstverständlich ist die Problematik der leeren Toilettenpapierrolle nur ein Beispiel mit vielen Verwandten wie bspw.:

  • Warum kocht niemand frischen Kaffee?
  • Warum leert bzw. füllt niemand die Spülmaschine?
  • Warum hat der Drucker kein Papier mehr?
  • Warum bringt keiner den Müll raus?

Die leere Rolle Klopapier kann von allen genannten Beispielen jedoch die unangenehmsten Konsequenzen haben und daher ist sie heute sozusagen die Muse meines Beitrags.

Warum fühlt sich niemand verantwortlich?

Das Phänomen, welches für die oben genannten Beispiele verantwortlich ist, nennt sich Verantwortungsdiffusion und wird in Wikipedia wie folgt beschrieben:

“Verantwortungsdiffusion bezeichnet das Phänomen, dass eine Aufgabe, die offensichtlich zu tun ist, trotz genügender Anzahl und Aufmerksamkeit dafür geeigneter Stellen oder Personen nicht angenommen oder ausgeführt wird.“

Der zugrundeliegende Mechanismus hat viele Vertraute. So gibt es eine Vielzahl an Studien, welche die sinkende Bereitschaft zur Hilfe bei einem Unfall mit vielen Beobachtern dokumentieren. Dieser so genannte Bystander-Effekt ist leider schon vielen Opfern bei einer vermeintlich hohen Zahl an Helfenden zum Verhängnis geworden.

Die Antwort auf “Warum fühlt sich niemand verantwortlich?“ ist daher ziemlich einfach. Weil es theoretisch jeder kann, macht es niemand. Und umso mehr es können, desto weniger muss es der Einzelne gefühlt auch tun.

Machen die das zu Hause genauso?

Wenn also das Klopapier nicht erneuert oder der Teller nach Vernichtung des letzten Kuchenstücks nicht gespült wird, kommt einem oft der Gedanke ob “die“ das zu Hause genauso machen.

Interessenterweise ist dies nicht der Fall und der Grund dafür liegt nach kurzer Überlegung auf der Hand. Da macht es nun mal kein anderer. Die meisten Familien haben eine klare Hierarchie und Aufgaben werden zugewiesen und deren Erledigung zudem eingefordert.

So wird die Person, welche im Büro die Spülmaschine noch nie von innen gesehen hat, zu Hause die Tasse ganz selbstverständlich einräumen. Zum einen, weil es die Kinder nicht übernehmen und zum anderen, weil der Partner einem die Spielregeln erneut Vortragen wird.

Wie kann ich Verantwortungsdiffusion vermeiden?

Der Schlüssel zur Vermeidung ist die klare Zuweisung von Aufgaben und Reduzierung von Komplexität. Übertragen wir die Verantwortung für gemeinschaftliche Aufgaben auf kleinere Gruppen, wird es für das Individuum schwieriger, sich im Kreise von wenigen zu verstecken.

Räumt also niemand in der Abteilung die Spülmaschine ein und aus, so könnte man einzelnen Teams bestimmte Wochentage zuordnen. Die reduzierte Anzahl an potentiell ausführenden Personen steigert das individuelle Verantwortungsgefühl. Übrigens gehen die einzelnen Mitglieder großer Gruppen durchaus davon aus, dass sie mehr Kaffee kochen und mehr Papier nachfüllen als die anderen. Irrtum, hier zeigt sich lediglich die selbstwertdienliche Verzerrung von seiner besten Seite. Erfolg projiziert man auf sich, Misserfolg auf andere.

Kann ich das auf meine Organisationsentwicklung übertragen?

Auf jeden Fall! Wie in einer Familie ist es wichtig über solche Probleme zu sprechen. Nicht jeder wird daraus sofort die entsprechenden Konsequenzen ziehen, aber die gesteigerte Aufmerksamkeit kann dem Umdenken förderlich sein.

Menschen brauchen Freiheit, Flexibilität und Entfaltungsmöglichkeiten. Nichts ist langfristig jedoch demotivierender als das Fehlen einer Aufgabe und das mangelnde Wissen über eigene Kompetenz und Verantwortung. Auch wenn sich viele Unternehmen immer wieder an flachen Hierarchien versuchen, ist die Verantwortungsdiffusion ein häufiger Grund für deren Scheitern.

Natürlich gibt es Ausnahmen und Menschen, die sich selbst immer Arbeit suchen und nahezu permanent ihre Stellung und Möglichkeiten im System und der Gruppe auf den Prüfstand stellen. Die Mehrheit leidet jedoch unter ungenauer Zuordnung von Aufgaben und Prozessen.

Umso mehr Mitglieder ein Team also besitzt, desto wichtiger ist die Zuordnung von Aufgaben und der zugrundeliegenden Spielregeln.

Und warum wechselt jetzt keiner die Klopapierrolle?

“Wenn viele es können, werden es weniger machen.”

Und Klopapier wechseln kann schließlich jeder!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Bernd hilft – Was ist ein Coworking-Space?

This entry is part 2 of 3 in the series Bernd hilft!

Einige Dinge bin ich in den letzten Jahren schon öfters gefragt worden und daher kam mir der Gedanke die Antworten mit Euch zu teilen und somit auch für die Nachwelt (weitere Fragende) festzuhalten.

Ich werde mich daher bemühen, dieser kleinen und manchmal durchaus humoristischen Blogserie über die nächsten Monate etwas Leben einzuhauchen.

Aber jetzt zur eigentlichen Beantwortung der Frage: Was ist ein Coworking-Space?

Laut Statista gibt es weltweit ca. 19000 Coworking-Spaces. Diese Form der Zusammenarbeitet bietet den Mietern größtmögliche Flexibilität bei den Fixkosten und darüber hinaus die Möglichkeit, auf die vorhandenen technischen (Drucker, Fax -> echt jetzt, Toilette) und fachlichen Assets (andere Coworker) des Spaces zurückzugreifen. Dabei entsteht eine lokale Community welche mit Diskussionen, Kaffeeklatsch und kleinen Snacks den Tag zur Erlebnisreise macht und die Uhr in wahnsinniger Geschwindigkeit nach Vorne dreht.

Für viele Neulinge fühlt sich die Arbeit in einem Coworking-Space wie ein Zeitreise an, da man quasi nach dem ersten Kaffee schon wieder in die Feierabendvorbereitung einsteigen kann. Die Zeit wird jedoch nicht mit einer Einstein-Rosen-Brücke überwunden, sondern geht zwischen den verschiedenen Pausen und Toilettengängen quasi auf dem Flur drauf. Coworking ist nichts für Anfänger und es Bedarf einiger Übung und Training, sich den Reizen des unterhaltsamen Faulheit nicht zu unterwerfen. So gehören Kopfhörer und ein Spotify-Abo zur festen Ausstattung, wenn man in dem flexiblen Büro etwas durch die Tür bringen will.

Oberflächlich betrachtet teilen sich die Mieter in einem Coworking-Space in zwei Gruppen auf:

  1. Sie wissen eigentlich nicht wohin (ggf. auch Barcamper) und da dort permanent geheizt wird und mann den Kaffee anschreiben kann, ist der Coworking-Space eine beliebte Anlaufstelle. So kann man dann beim gemeinsamen Google Analytics Frühstück die Zahlen der Vorwoche ignorieren und gemeinsam warten, bis es draußen wieder dunkel wird. Ein Untergruppe war bereits am Vorabend zum SEO-Bingo da und hat noch immer die gleichen Klamotten an.
  2. Hier wird wirklich gearbeitet und die Verpflichtungen im privaten und geschäftlichen Bereich erfordern, dass mehr Geld eingenommen als ausgegeben wird. Diese Gruppe ist sehr einfach daran zu erkennen da sie extrem darum bemüht ist, nicht zu viel Zeit mit Gruppe 1 zu verbringen. Wer das nicht innerhalb der ersten zwei bis drei Monate schafft, kann dann seinen Tisch nicht mehr bezahlen und fällt den Betreibern zu last. Finanziell sind diese Zitronen dann meist schon so ausgepresst, dass selbst unseriöse Inkassounternehmen die Auftragsannahme verweigern.

Als neue Arbeitsform hat sich Coworking fest etabliert und bietet Kleinunternehmern, Freaks und Barcampern ein Zuhause. Darüber hinaus können die Räumlichkeiten auch für andere skurrile Veranstaltungen verwendet werden, da die EDA-Kosten ja bereits grundsätzlich gedeckt werden müssen. Ob nun Berlin, München oder Nürnberg, Coworking verbindet Menschen und ermöglicht Ergebnisse, die auch ohne Coworking möglich wären, wenn man zu Hause die Playstation nicht einschalten würde.

Bernd Erk
Bernd Erk
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Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Best Screensaver Ever! – Apple TV Aerial

Gut, das mit dem “Ever” ist ggf. etwas übertrieben, aber Steve Jobs hätte es vermutlich so formuliert. Julian hat mich am vergangenen Donnerstag auf dieses Prachtstück aufmerksam gemacht und ich möchte es Euch nicht vorenthalten.

Jeder Besitzer eines Apple-TVs kennt die schönen Aerial-Aufnahmen von Städten wie London, San Francisco oder Los Angeles. Genau diese Aufnahmen bringt “Aerial – Apple TV Aerial Views Screen Saver” auf den Mac. In den Optionen gibt es eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten um Videos bspw. lokal zu Cachen und auch die Videos, ähnliche zu MacOS Mojaves – Dynamic Desktops, an die aktuelle Tageszeit anzupassen. Das Ding ist Open Source und aktualisiert sich in regelmässigen Abständen, um Euch jeweils die aktuellsten Aufnahmen anzuzeigen.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Willkommen zurück, wir freuen uns auf Euch!

Es ist nun doch anzunehmen, dass es die überwiegende Mehrheit wieder so langsam in die Arbeit geschafft hat. Ja, es ist nicht einfacher geworden und der ein oder andere musste am Morgen ganz schön beherzt zugreifen, um den Gürtel im Vorjahresloch einzuhaken. Natürlich nutzen wir noch die Chance Euch nur das Beste für 2019 zu wünschen. Angeblich soll es jetzt noch möglich sein, jedoch verstreicht das Zeitfenster wegen der anstehenden Ostervorbereitungen bald.

Wir waren in den letzten Wochen bzw. Monaten richtig fleissig und freuen uns, Euch auf der neuen Website von NETWAYS zu begrüssen. So haben wir endlich Blog und Website in einem System vereint und werden Euch natürlich weiterhin hier im Blog-“Teil” mit dem Neusten aus unserer Welt auf dem Laufenden halten.

Nehmt Euch doch ein bisschen Zeit, um Euch auf der neuen Website umzusehen. Lernt das Team näher kann, bestellt 100 Tage Consulting (haben wir eigentlich in 2019 nicht mehr frei) und 300 OSDC Tickets. Jetzt geht so ziemlich alles in einer Plattform und das macht es uns und hoffentlich Euch in Zukunft einfacher bei uns. Apropos, Schulungen könnt ihr natürlich auch noch buchen. Eigentlich bedarf es keiner weiteren Erklärung und wir freuen uns natürlich sehr über Feedback.

Macht was aus 2019 und in diesem Sinn – Ready, set, go!

And of course we have most of the content in English as well. Click the button in the upper right corner of the website to see what’s going on “there”.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Icinga, Nagios, Naemon, OMD, Check_MK, Op5, Centreon oder Shinken – Teil III

Nach ca. 1,5 Jahren dachte ich mir heute das es mal wieder an der Zeit wäre meinen Monitoring-Tool-Vergleich zu aktualisieren. Schließlich musste ich nach 30 Minuten Recherche feststellen, dass mich die Rohrkrepierer der vergangenen Jahre nicht im Stich gelassen haben und weiter mit einem hohen Grad an Inaktivität glänzen. Auch die anderen Projekte blieben im Groben meiner Einschätzung treu und so war ich schon kurz davor meinen Texteditor zu schließen.

Beim Schließen eines der Browser-Tabs bin ich dann jedoch auf ein schönes Video meiner Freunde von Nagios gestoßen und das musste ich einfach verarbeiten. Dazu aber erst am Ende mehr, denn ihr sollt das Ergebnis meiner Arbeit ja auch erstmal lesen.
Wie auch in den vergangenen Posts behandle ich hier nur die Systeme, welche aus dem ursprünglichen Nagios-Ökosystem entsprungen sind. Wer es gerne etwas breiter haben möchte, dem sei der Besuch der diesjährigen OSMC besonders ans Herz gelegt. Noch nie hatten wir so ein vielfältiges und umfangreiches Programm wie 2018 und freuen uns auf viele bekannte aber auch uns unbekannte Referenten. Auf jeden Fall anmelden und dabei sein.
Los geht’s mit einem gekürzten Update und Überblick der aktuellen Landschaft:
Shinken: Im Master gab es dieses Jahr ganze 6 commits und man hat irgendwie den Eindruck das die Luft bei den Freunden etwas raus ist. Auch auf der Enterprise Website sind die letzten News vom April 2016 und ich würde sagen das Ding ist tot. Ich kann mich auch an einige Tweets erinnern, in denen die Entwickler selbst aufeinander los gegangen sind, kann sie jedoch aktuell nicht finden.
Fazit: Ich werde es in Zukunft nicht mehr weiter betrachten, da es sich mit Shinken etwa so verhält wie mit Bratwurstgehäck. Ne gute Idee, wenn es frisch ist, jedoch sollte man die Finger davon lassen wenn es zu lange rumliegt.
Op5: Die Kollegen aus Schweden sind seit Jahren immer fleißig am Werk und seitdem sie Naemon an Stelle von Nagios verwenden, fokussieren sie sich noch mehr auf ihre beiden Hauptkomponenten Merlin und Ninja. Diese werden auch ordentlich als Open Source Projekte und sehr transparent vorangetrieben. Klar ist natürlich das Op5 selbst einen anderen Revenue-Stream hat und mit dem veredelten Produkt Op5 Monitor auf dem Markt aktiv ist. Was mir nicht eingeht ist ihr Logging Produkt Op5 Log Analytics. Natürlich verstehe ich den geschäftlichen Hintergrund und das Ziel dem eigenen Kunden eine Komplettlösung aus einer Hand zu verkaufen. Warum man bei Op5, ähnlich wie bei Nagios, glaubt die Elastic-Lösungen nochmal mit einem eigenen Logo und ergänzendem Flickwerk versehen zu müssen ist mir schleierhaft. Da würde es soviel andere Dinge geben, mit denen sich die Jungs schnell ein Alleinstellungsmerkmal schaffen könnten, aber sie werden schon ihre Gründe haben. UPDATE: Ich habe gerade gesehen das Op5 erst vor wenigen Tagen von der ITRS Gruppe übernommen worden ist. Bleibt also spannend, was die neue Mutter, welche bereits ähnliche Lösungen im Portfolio, daraus macht.
Fazit: Ich denke noch immer, dass Op5, besser gesagt Op5 Monitor, eine solide Unternehmenslösung ist, mit der man sehr viele Anwendungsfälle lösen kann. Wie bei allen Veredlern ist der Schritt über den Standard hinaus immer etwas schwieriger, aber zugegeben braucht das auch nicht jeder. Open Source ist es natürlich nur bedingt, da die Kernkomponenten zwar offen entwickelt werden, aber die fertige Lösung natürlich der USP von Op5 und somit kostenpflichtig ist.
Check_MK: Erstmal Gratulation zur neuen Website und dem Rebranding! Nachdem ich dort schon einige Monate nicht mehr war, ist mir das als erstes positiv aufgefallen. Beim Rest scheint sich im Großen und Ganzen nicht viel verändert zu haben. Das will jetzt nicht heissen das die Kollegen aus München nichts machen, aber ich kann einfach nichts finden. Auf der Website wurde die Screenshot-Section bereits aktualisiert, aber das Demo System hat zumindest noch das alte Design. Auch das Changelog gibt mir keinen Aufschluss auf grundlegend neues, sondern listet überwiegend Bugfixes. Falls jemand der es besser weiß die entsprechenden Infos für mich hat werde ich es gerne nachtragen. Ich hab mir noch ein paar Videos von der Check_MK Konferenz reingezogen, konnte aber nichts finden, was mir jetzt besonders aufgefallen ist.
Fazit: Wenn ich mir ansehe, was die Kollegen so voran treibt, verhält es sich im Fazit ähnlich wie bei Op5. Wenngleich mir bei Op5 das Webinterface besser gefällt, vermute ich das Check_MK die technisch stärkere Lösung ist, da sie sich den käuflichen Varianten auch vom Nagios-Core befreit hat und schon seit vielen Jahren seinen CMC verwendet. Auch gibt es eine API, aber auch Check_MK ist aus meiner Sicht nicht für Automatisierung gemacht, sondern verfolgt einen ganzheitlichen und integrierten Ansatz. Check_MK kümmert sich selbst um Verteilung und Installation seiner Software und zielt auf einen Markt ab, der eine vollintegrierte Lösung haben möchte. Richtig sinnvoll geht das dann aber nur mit der Enterprise- oder Managed-Service Edition.
OMD: Die Freunde von Consol schrauben weiter erfolgreich an ihrem OMD Labs (für welches wohl im September die nächste Version ansteht). Die Zusammenarbeit mit Check_MK hat sich ja schon vor einiger Zeit aufgelöst und so sind aus dem ehemaligen Gemeinschaftsprojekt nun zwei Lösungen entstanden. OMD Labs ist der eigentlichen Idee, nämlich unterschiedlichsten Komponenten für den User einfach zusammenzuschnüren, treu geblieben und sehr aktiv. Besonderes Augenmerk hat man in den letzten Versionen dem Thema Prometheus und der besseren Integration geschenkt. Nach wie vor werden verschiedenen Monitoring-Cores unterstützt und unter Thruk als zentraler Oberfläche zusammengeführt.
Fazit: Wer keine Lust, keine Zeit oder einfach keine Not hat, einzelne Monitoring-Komponenten zu installieren und anschließend zu konfigurieren, dem möchte ich OMD Labs ans Herz legen. Es ist eine solide und offene Open Source Lösung, welche kontinuierlich weiterentwickelt wird und stark vom Service-Know der beteiligten Personen profitiert. In Richtung Management-Sichten, Reporting usw. hat Check_MK mit Sicherheit mehr zu bieten, aber eben erst in den bezahlten Versionen. Hinzu kommt, dass es um OMD herum einen Community gibt und die ehemalige Check_MK Community in andere Kanäle abgewandert ist. Wer übrigens alternativ zu RRD Graphen will, kann das mit der Check_MK Raw Edition ebenfalls nicht machen und sollte gleich OMD nehmen.
Naemon: Sowohl OMD Labs (“Hauptcore”) als auch Op5 setzen auf Naemon als Monitoring-Engine. Neben Sven Nierlein schrauben auch einige andere Entwickler an Naemon und es gibt regelmäßig neue Versionen. Bei den Änderungen scheint es sich jedoch eher um kleinere Bug-Fixes und Änderungen zu halten und es sieht nicht so aus, als ob grundlegende Änderungen erfolgen. Grundsätzlich ist das aus der Perspektive der oben genannten Hauptnutzer auch verständlich, da sie die fehlenden Features des Cores in den Frameworks drum herum übernehmen. Beispiel wäre hier API oder direkt Graphing-Integration. Naemon wiederum besteht auch aus dem Core, Livestatus und Thruk als Ersatz für die alten Nagios-CGIs. Aus meiner Sicht ist nicht zu erwarten das hier groß etwas passiert, jedoch können User im Vergleich zu Shinken durchaus davon ausgehen, das auftretende Issues bearbeitet werden und zeitnah in eine Release fließen.
Fazit: Ich persönlich wüsste nicht warum man Naemon standalone einsetzen sollte und würde Interessenten gleich zur Verwendung von OMD Labs raten. Dort bekommen sie zum einen die notwendigen Add-ons mit dazu und können gleich das vorhandene Site-Management nutzen. Als simples Monitoring im kleinen Umfeld mag es aber durchaus seinen Dienst verrichten. Wer am Core selber etwas mehr Features benötigt ist mit Icinga2 sicherlich besser bedient, muss sich dann aber natürlich mit einer anderen Konfigurationssprache auseinandersetzen.
Centreon: Die französischen Kollegen blieben bisher in meinem Vergleich etwas unbeachtet. Das liegt in der Hauptsache einfach daran, dass wir und ich persönlich sehr wenig damit zu tun haben und Centern selten in anderen Umgebungen antreffen. Centreon (früher CES Standard) ist fully Open Source und steht samt Modulen und Webinterface auf der Website zum download bereit. Auch in ihrem Git sind die Kollegen recht aktiv und schrauben an den eigenen Komponenten, welche für die darauf aufbauenden Enterprise-Komponenten benötigt werden. Die Vergleichsmatrix zwischen Nagios und Centreon macht eigentlich auch einen sehr guten Eindruck, jedoch bin ich nicht dazu gekommen das System zu installieren und einem fachlichen Test zu unterwerfen.
Fazit: Ehrlich gesagt weiß ich zu wenig um deren aktuellen Entwicklungsstand um wirklich ein Fazit abzugeben. Um einen Eindruck zu gewinnen empfehle ich den Besuch des Demo-Systems, was wirklich solide aussieht und viele Features mitbringt, welche Op5 oder Check_MK nur gegen Einwurf von Münzen zur Verfügung stellen. Ich freue mich, dass Centreon dieses Jahr auch wieder auf der OSMC dabei ist und werde die Gelegenheit nutzen mit den Damen und Herren zu sprechen und mir das System zeigen zu lassen. Wenn ein Leser dieses Posts noch ein paar Anregungen dazu hat, dann bitte her damit.
Icinga: Im letzten Jahr ist nach außen sehr viel in den Modulen, wie bspw. dem Director passiert, welcher vor einigen Wochen in der Version 1.5 erschienen ist. Wir bereits vor zwei Jahren angekündigt arbeitet das Team gerade mit Hochdruck an der IcingaDB. Mit ihr wollen die Entwickler auch der letzten verbliebenen Nagios-Komponente (zumindest Schema und Funktionsweise) leb wohl sagen. Dabei handelt es sich aber nicht nur um ein neues DB-Schema um Auswertungen komfortabler zu gestalten. Es wird eben auch eine strikte Trennung zwischen Persistenten und Volatile Daten geben, um Millionen an Check sowohl im Core als auch im Web-Interface zu ermöglichen. Letztgenanntes bekommt eben dann auch ein neues Monitoring-Modul, welches ebenfalls an die neue Architektur angepasst werden muss. Da hier ein Großteil der verfügbaren Entwickler-Ressourcen reingesteckt wird, sind Themen wie NoMa und auch die Mobile-App etwas in Verzug geraten. Vergessen sind sie aber nicht, keine Sorge. Was Icinga stark macht ist der hohe Komfort bei der Integration anderer Lösungen und die Unterstützung einer Vielzahl von Konfigurationsmanagement-Lösungen. Gerade in größeren Umgebungen spielt Icinga hier seine Stärke aus. Auf Basis der neuen Architektur wird dann auch dem Thema Micro-Services eine stärkere Beachtung zukommen, da hier oft sehr volatile Anwendungen überwacht und das Monitoring quasi sekündlich an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden muss.
Fazit: Icinga ist dann das richtige Werkzeug, wenn man die am Markt befindlichen Lösungen für Metriken, Logmanagement, Konfigurationsmanagement usw. nach dem best-of-breed Ansatz kombinieren will. Der Anwender muss hier definitiv ein bisschen mehr Hand anlegen, um die unterschiedlichen Lösungen zusammenzubauen, profitiert dann aber auch von der Flexibilität, die er sich damit erarbeitet hat.
Das Fazit hat sich im Vergleich zum Vorjahr lustigerweise nicht geändert, wenngleich wir in vielen Punkten in Richtung einer besseren Integration und leichteren Installation arbeiten. Aber dazu gibt es in den nächsten Monaten noch vieles zu erzählen 🙂
Nagios: Als die Nagios-Konferenz in den USA mangels Teilnehmer im letzten Jahr abgesagt wurde hatte ich wirklich Mitleid. Es ist mir ein Rätsel, wie man ein Produkt und seine Community, welche im Übrigen für alle oben stehenden Produkte verantwortlich ist, an die Wand fahren kann. Nagios hatte einst alle Zügel in der Hand und die Entwickler haben nur so um die Möglichkeit der Mitarbeit gebettelt. Für die Benutzer war es das Beste was passieren konnte und so steht heute eine Produkt- und Ideenvielfalt zur Verfügung, welches es ohne Versagen von Nagios nicht gegeben hätte. Open Source at its finest würde ich sagen. Wir blicken sicherlich auf eine schwierige gemeinsame Vergangenheit zurück, aber letztendlich ist der Markt groß genug und ich gönne jedem, der hart daran arbeitet, seinen Erfolg. Bei Recherche der Nagios-Website sind mir dabei drei wesentliche Sachen und Neuerungen aufgefallen:

  • Auch Nagios hat sich vor vielen Jahren versucht die unterschiedlichen Projekte zu vergleichen und scheinbar haben sie diese Vergleiche auch ab und an aktualisiert. Die Vergleiche sind leider für jedes andere Produkt absolut lächerlich und entbehren jeder Grundlage. Dacia vergleicht sich ja in der Regel auch nicht mit Audi.
  • Ich hab mit der Demo ihres Log-Servers, Produktname Nagios Log Server, etwas gespielt und finde das Produkt eigentlich nicht schlecht. Wie bei Op5 stellt sich mir zwar die Frage ob man mit einer reinen Open Source Variante wie Elastic(Stack) oder Graylog nicht besser fährt, aber ich habe den Eindruck das man sich bei dem Produkt Mühe gegeben hat.
  • Am Core wird eigentlich nach wie vor “nichts” gemacht. Zwar gab es im letzten Jahr eine Enhancement-Release (4.4.0), aber das war eher auch nur Kleinigkeiten. Wie weit Nagios und Naemon da in der Zwischenzeit auseinander sind kann ich schwer beurteilen, ich habe aber nicht den Eindruck, dass es signifikante Unterschied. Im Vergleich zu den anderen Veredlern hätte Nagios ja eigentlich alles in der Hand, aber scheinbar keinen Druck, Not oder auch Know-how.

Fazit: Es ist mir schleierhaft, wie und warum Nagios sich noch immer gegen andere Veredler wie Naemon oder Op5 durchsetzen kann. Klar haben sich alle anderen über die letzten Jahre vom Nagios-Core entkoppelt und sind nicht mehr auf Nagios angewiesen. Auf der anderen Seite sind alle anderen wesentlich innovativer, wenn es um das komplette Produkt geht.
Das oben angesprochene Highlight ist für mich jedoch das Nagios-Produkt-Video, welches ich auf der Landing-Page gefunden habe. Das Video mit dem Titel “Nagios – Customers First” bewirbt so ziemlich jede Branche auf dem Planeten, sagt aber ca. nix über Monitoring aus. Aber unterhaltsam ist es, daher bitte sehr:

 
Für Feedback bin ich gerne offen und wenn sich jemand ungerecht behandelt fühlt, möge sie oder er es mich bitte wissen lassen. Wenn es darauf hin etwas zu korrigieren oder klarzustellen gibt, werde ich das auch machen.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Bitkom Forum Open Source 2018


Auch dieses Jahr veranstaltet die BITKOM, genauer der Arbeitskreis Open Source, wieder das jährliche Forum Open Source. Die Veranstaltung findet am 18. September 2018 im Kaisersaal Erfurt unter dem Motto

Automatisierung von Open Source Compliance: Es geht nicht mehr per Hand!

statt. Themen wie Open Source Compliance und Governance sind nichts Neues, waren jedoch in Vergangenheit eher in größeren Unternehmen von Bedeutung. Dabei geht es sehr verkürzt um die rechtliche und fachliche Bewertung von verwendeten Open Source Produkten. Wird dies nicht oder nur hemdsärmelig gemacht, setzt sich das Unternehmen durchaus rechtlichen aber auch sicherheitstechnischen Problemen aus, welche vorsorglich hätten vermieden werden können. Wenngleich vermutlich nur ein kleiner Prozentsatz  unserer Leserschaft an dem Thema Interesse hat, empfehle ich diesen interessanten Blog-Artikel. Er erklärt aus meiner Sicht sehr ausführlich und anschaulich für wen und warum die die Bereiche Compliance und Governance von Bedeutung sind.
Da dies auch innerhalb des Arbeitskreises, bei dem wir uns seit Jahren engagieren, ein zentrales Thema ist, möchte ich hiermit auf die Veranstaltung aufmerksam machen. Im Vergleich zu vielen anderen BITKOM Veranstaltungen ist die Teilnahme, dank der Sponsoren, für alle Firmen kostenfrei möglich. Bitte sendet Eure Anmeldung an Dr. Frank Termer (f.termer@bitkom.org).

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

10 Jahre bei NETWAYS

Vor einigen Tagen, also Anfang Oktober, hatte ich 10 jähriges Jubiläum bei NETWAYS. Eigentlich hatte ich nicht vor den Blog damit zu “belästigen”, da es ja meine private Sache ist. Meine persönliche “Überraschung” des Tages macht es jedoch zwingend notwendig hier Erwähnung zu finden.
Nach unserem zweiwöchentlichen Icinga-Meeting hat mich Blerim noch in ein Scheinmeeting (war mir in dem Moment nicht klar) gezogen und wir haben uns kurz über die Event-Planung für 2018 unterhalten.
Anschließend wollte ich mir einen Kaffee machen und musste feststellen das die Maschine nicht mehr da ist. Hmmm? Naja, erstmal die rumliegenden Bohnen weggesaugt und dann bin ich vor in Richtung meines Büros. Doch das ganze Büro war wie ausgestorben und auf einmal fing eine unter dem Tisch stehende Sonos an Musik zu brüllen (Natürlich die ganzen NETWAYS-Klassiker von und mit Mickie Krause). Ich wusste nicht wirklich was los ist und hab mich gleich der nächsten Übersprungshandlung gewidmet und ein bisschen die Kaffeetresen geputzt.


Irgendwann lief dann GmbH (Geh mal Bier holen) und dann kam es mir doch etwas komisch vor. So hab ich mich, nachdem ich schon mehrere Minuten in der Kamera beobachtet wurde, ins Kesselhaus begeben.
Dort wurde ich von versammelter Mannschaft begrüßt und durfte mir auf der Leinwand eine kurze Zusammenfassung der letzten 10 Jahre ansehen. Ich konnte mir die ein oder andere Träne nicht verdrücken und war wirklich überwältigt. Anschließend gab es, wie bei uns üblich, noch was zu trinken und phantastisches Essen.
Alles was ich in den letzten 10 Jahren gelernt habe und die Erfahrungen mit den vielen Menschen bei NETWAYS möchte ich keinen Tag missen. Es ist ein großes Privileg jeden Montag mit Freunde und Freunden zu arbeiten. Und wenn ich auch alles das mag was wir tun, liebe ich nur die Menschen die es machen. Vielen Dank an die NETWAYS Familie, ihr seid die Größten!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.