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NETWAYS Blog

Warum uns eine entfremdete Gesellschaft schadet?

Wenngleich uns die aktuellen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie zu einer gewissen Isolation und Einschränkung von Kontakten zwingen, wurden viele bereits laufenden Prozesse dadurch lediglich beschleunigt. Jede Gesellschaft befindet sich in einem ständigen Wandel und die durch Kapitalismus getriebene Globalisierung aber auch Industrialisierung bisheriger Agrargesellschaften verändert unsere Beziehungen zueinander permanent.

In Abhängigkeit zu den jeweiligen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen “ermöglichen” modernen Gesellschaftsformen einen hohen Grad an Individualität und Unabhängigkeit innerhalb der Familie und darauf aufbauenden Strukturen. In Konsequenz hat dieser Verlust an Abhängigkeit jedoch meist auch den Verlust an Verantwortung zur Folge und genau darum geht es in diesem Artikel.

Aber gehen wir nochmal zwei Schritte zurück, denn das Thema scheint ggf. auf den ersten Blick nicht von Relevanz für uns oder für Euch. Wie Arbeit in Zukunft aussehen kann und wird ist hinzu ein Arbeitsbereich, dem sich ganze Hochschulbereiche widmen und daher ist es eher mein Versuch die gesellschaftlichen Wechselwirkungen zu verstehen und einzuordnen. Gleichzeitig bin ich mir bewusst, diesen gesellschaftlichen Wandel nicht direkt verändern zu können, jedoch in meiner Verantwortung der Firma gegenüber empfinde ich zumindest die Pflicht, mir darüber Gedanken zu machen. Diese habe ich dann eben gleich aufgeschrieben.

Entfremdung zur Arbeit

Nach ein bisschen Recherche zum Thema Entfremdung zur Arbeit landet man sehr schnell bei Karl Marx. Seine Ansichten und Niederschriften mögen umstritten sein, jedoch hat er aus meiner Sicht sehr gut beschrieben, welche Auswirkungen moderne Arbeitsformen (damals Fabrikarbeit im Rahmen der aufkommenden Industrialisierung) auf uns haben. Seine ökonomisch-philosphischen Manuskripte aus dem Jahr 1844 sind erst nach seinem Tod bekannt geworden und beweisen im Bereich Entfremdung enorme Weitsicht. Zum Begriff der Entfremdeten Arbeit schreibt Marx,

“dass der Arbeiter umso ärmer werde je mehr Reichtum er produziere. Er selbst werde eine umso billigere Ware je mehr Waren er erschaffe. Das Ware-Sein entfremde den Arbeiter von seiner produzierenden Tätigkeit und dem Produkt, da es für ihn nicht mehr ein direktes Lebensmittel oder Bedürfnis sei. Seine Freiheit werde vom Zweck zu einem bloßen Mittel. Letztendlich entfremde sich der Mensch von sich selbst.”

Selbstverständlich ist das Produkt heute mehr als ein Lebensmittel oder Ware zur Deckung von Grundbedürfnissen. Dank unserer Konsumgesellschaft bekommt man heute alles blitzschnell geliefert, auch wenn man es nicht braucht und das muss ja schließlich jemand machen. Die Herausforderung dem Produkt nahe zu sein, stellt sich dem Unternehmer jedoch heute in gleicher Weise.

Die Notwendigkeit dieser Motivation und emotionaler Bindung zum Arbeitsergebniss hängt natürlich vom entsprechenden Arbeitgeber- bzw. Arbeitnehmermarkt ab. Der arme Lurch, der bei Foxconn 6 Tage die Woche iPhones zusammenbaut, benötigt keine emotionale Bindung zum Produkt. Die Fertigungsprozesse und Qualitätskontrollen sind so feinmaschig, dass ein Bewusstsein für das finale Produkt nicht notwendig ist. Darüber hinaus erlauben es die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine schier unendliche Zahl an neuen Arbeitskräften zu gewinnen. Somit ist es also egal, ob jemand “motiviert” arbeitet. Wenn er seine vorbestimmten Sollzahlen nicht bringt, fliegt er raus. Da er sich den Arbeitsplatzverlust nicht leisten kann, muss er also.

In einem Arbeitnehmermarkt, wie bspw. der IT-Branche sieht das etwas anders aus. Die Wahl des Arbeitgebers ist hier für viele nicht alternativlos und der Arbeitgeber verspürt einen größeren Druck, bestehende Mitarbeiter:innen zu halten und Neue zu gewinnen. Eine, manchmal fast religiöse, Einstimmung seiner Mitarbeiter:innen auf das Produkt ist für viele Unternehmen daher essentiell. Wenn man kein eigenes Produkt hat, dient oft der Kunde zur Aufrechterhaltung der Beziehung. “Customer Obsession” ist hier so ein Begriff.

Bei NETWAYS haben wir eigene Produkte, verbringen aber auch einen großen Teil unserer Zeit mit der Veredelung bestehender Produkte durch Installation und Anpassung bei unseren Kunden vor Ort oder natürlich Remote. Darüber hinaus gibt es natürlich auch administrative Bereiche, deren Beziehung zum Produkt etwas anders aussieht. Ich halte es für äußerst wichtig, selbst zu wissen, wie man am Erfolg des Unternehmens mitwirkt und auch daran partizipieren kann. Hier bin ich stets bemüht (diese Zeugnisformulierung ist bewusst gewählt, da ich natürlich ne Menge Fehler mache), dass in Jahresmeetings und bei anderen Gelegenheit zu verdeutlichen und die Transparenz zu schaffen. Alle gemeinsam sind wichtig um erfolgreich zu sein und es ist entscheidend dies auch zu spüren.

Ein anderer, vermutlich wichtigerer Aspekt, ist die soziale Bindung zu Kollegen:innen. Auch wenn wir an vielen Stellen versuchen, über die Teamgrenzen hinweg zu kommunizieren und jeden Montag im Jitsi-Shuffle mit zufällig gewählten Teammitglieder zusammentreffen, fehlt der persönliche Kontakt. Dies fehlt nicht jedem und der Blogpost zu Remote vs. Office bzw. Remote UND Office kommt mal andere Stelle. So viel sei gesagt, es ist aus meiner Sicht komplex und wie so oft ist die einfache Antwort auf “Wie mache ich es richtig?” meistens falsch.

Wer bei dem Thema und den langfristigen Auswirkungen wirklich einsteigen will, dem sei dieser Artikel von der University of Oxford ans Herz gelegt.

Entfremdung zur Familie

Hier ist nicht die Entfremdung während der Pubertät gemeint. Diese scheint mir, wenn auch schwer zu ertragen, normal zu sein und ist ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens. Entweder die Kinder reden gar nicht mehr mit Euch oder sie haben über Nacht die Sprache geändert. Wer nicht weiss von was ich spreche, dem sei mal das letzte Werk von Rezo ans Herz gelegt, in dem er die Corona-Politik zerlegt. Inhaltlich gut, sprachlich für mich an der Grenze des ertragbaren.

Mir geht es eher um die Wichtigkeit der Familie in unserer Gesellschaft. Wie bereits eingangs erwähnt, kommt der Familie durch die Veränderung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Abhängigkeit eine zunehmend geringere Bedeutung zu. Letztendlich konkurriert die Familie mit anderen Gesellschaftsformen und wenn die Abhängigkeit zur Familie mangels Sicherheitsbedürfnis schwindet, findet eine entsprechende Entkopplung statt.

Ich hoffe sehr dass sich manche Familien in den letzten Monaten, auch bei räumlicher Distanz, wieder etwas näher gekommen sind. Sei es durch Einkäufe, gegenseitige Unterstützung oder eben auch die wenigen Reisen im letzten Jahr. Letzteres merke ich ganz persönlich enorm, da ich auch an den Wochenenden immer zu Haus war. Ich vermisse das Reisen enorm, aber die Intensität wie vor 2020 wird es bei mir (und auch bei NETWAYS) nicht mehr geben.

Ein wichtiger Punkt, darf dabei nicht vergessen werden. Wenn wir weniger Bezug zur Familie haben, folgt daraus natürlich auch ein sinkendes Bedürfnis Kinder zu bekommen. Zwar hängt die Geburtenrate im Allgemeinen von Einkommen und sozialen Standards ab, jedoch spiegeln sich eigene Erfahrungen in späteren Bedürfnissen wieder. Wer also eine starke und unterstützende Familie zu Hause vorfindet, hat viel häufiger das Bedürfnis eine eigene zu Gründen. Auch wenn dies gesellschaftlich nicht mehr zwingend notwendig ist.

Bei ca. 1,4 Kindern je Frau gibt es in Deutschland übrigens viel zu wenig Kinder. Auch wenn der Staat sich bemüht Anreize zu schaffen und dies in den letzten Jahren aus meiner Sicht nicht schlecht gemacht hat, liegt es an uns eine offene Gesellschaft für alle und speziell für Kinder zu Formen.

Ein durchaus in die Jahre gekommener brand eins Artikel beschreibt ziemlich gut, wie wenig Möglichkeit der Staat hat und warum Wohlstand zu mehr Kinderlosigkeit führt.

Entfremdung zum Staat

Eigentlich wollte ich ja nur das Thema Arbeit beleuchten, aber der Sachverhalt ist einfach größer und aktuell ganz besonders spürbar. Sehr viele Menschen fühlen sich aktuell von den Regierenden im Stich gelassen. Das andauernde Hin- und Her und planlose Wandern von einem Lockdown in den anderen hat die Menschen mürbe gemacht. Oder wie Rezo es sagen würde (ich möchte ja auch junge Leserschaft begeistern): “Sie fühlen sich gefickt.”

Neben den vielen handwerklichen Fehlern, die die Verantwortlichen mit Sicherheit machen, kommt hier aber auch immer deutlicher die Entfremdung vom Bürger zum Staat zum Vorschein. Der normale Bürger betrachtet sich zunehmend weniger als fundamentalen Baustein des Staates, sondern hat eine Kundenbeziehung eingenommen.

“Der Staat muss das, der Staat muss dies und zwar alles schnell” könnte man durchaus als gesellschaftlichen Ton aufnehmen. Und ja, der Staat, genauer genommen, der Sozialstaat muss auch liefern und die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für eine gesunde, gebildete und pluralistische Gesellschaft schaffen. Der Staat braucht aber unsere Mitwirkung, denn er ist nicht Amazon (da bin ich echt froh), der einfach nach Bestellung liefert. Der Staat braucht auch engagierte Bürger, die bereit sind sich zu beteiligen, ein Ehrenamt anzunehmen, zur freiwilligen Feuerwehr zu gehen oder ganz einfach gesprochen, mal beim Nachbarn klingeln wenn man ihn seit Tagen nicht gesehen hat.

Wenngleich das politische Engagement in den letzten Jahren auf gleichem Niveau liegt, ist das Vertrauen in unsere Politiker (nicht nur in Deutschland) deutlich gesunken. Das ist ein fundamentales Problem, denn es erschwert das Verhältnis zwischen Regierenden und Regierten enorm. Hier sind freie Medien, Wissenschaft und somit Bildung der Schlüssel, damit die nächste Generation das System versteht und daran teilhaben will. Mit welch stoischen Reaktionen, gerade zur Zeit, oft wissenschaftliche Fakten ignoriert werden, ist für mich unbegreiflich. So mancher Kommentar in sozialen Medien, aber eben auch Aussagen von Politikern, sind eine Anklage an unser Bildungssystem.

Und jetzt?

Gute Frage: In Bezug auf Arbeit versuchen wir innerhalb der NETWAYS Gruppe funktionierende Lösungen zu finden, welche einen großen Deckungsgrad für die Bedürfnisse aller haben. Wenn man dabei über seine eigenen Bedürfnisse hinaus denkt, stellt man schnell fest, dass es dabei komplexe Zusammenhänge gibt, die wir als Unternehmen und Einheit dieser Gesellschaft abbilden sollten. Wenn wir eine Gesellschaft möchten, in der wir füreinander einstehen, Neugierde behalten und bereit sind uns für mehr zu engagieren als uns selbst, bekommen wir das nicht geschenkt. Jedes Unternehmen, jede Familie und jeder Mensch muss sich dafür ins Zeug legen.

Der Graben zwischen denen, die in einer Gesellschaft oben bzw. unten stehen ist schon groß genug und ich denke es ist es wert ihn zumindest nicht größer werden zu lassen. Das erfordert, dass wir aufeinander zugehen und hinter die Fassade schauen. Auch wem es augenscheinlich gut geht und finanziell unabhängig ist, kann unter Einsamkeit und Isolation leiden. Jetzt kann man aktuell natürlich schwer gemeinsam Essen gehen, aber macht es doch einfach mal wie früher. Ruft an!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startete er früher das wöchentliche Lexware-Backup, welches er nun endlich automatisiert hat. So investiert er seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und...

Im Zweifel für den Angeklagten – Nicht bei DMCA

DMCA, was soll das denn sein? So geht es den meisten, denn normalerweise hat man nicht so viel mit dem Amerikanischen Urheberrecht zu tun. Bei DMCA handelt es sich nämlich um den Digital Millennium Copyright Act, ein Gesetz, welches schon von Bill Clinton Ende der 90er unterzeichnet wurde. Auf drängen der Film- und Musikindustrie wurde so der rechtliche Rahmen zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet geschaffen.

Soweit erstmal kein Problem, in Europa und dem Rest der Welt gibt es meist ähnliche Verordnungen und Gesetze, die natürlich auch wichtig sind um etwaige Rechte durchzusetzen. Zwar ist das Urheberrecht im Vergleich zu den USA bei uns nicht abtretbar, aber natürlich kann ich nicht auch einfach irgendetwas kopieren und so tun als wäre es dann meins.

Die Durchsetzung der entsprechenden Rechte bzw. Meldung von Verstößen haben im Falle von DMCA jedoch einen massiven Systemfehler. Hier gilt nämlich nicht im Zweifel für den Angeklagten. Da dem Hoster oder Dienstanbieter in den USA beträchtliche Strafen entgegenkommen können, wenn er auf gemeldete Verstöße nicht reagiert, führt dies meist schnell zur Sperrung von Website, Entfernung von URLs aus dem Google-Index oder eben auch takedown des GitHub – Repositories. Es entscheidet also der Anbieter selbst, ob er die Beschwerde für berechtigt hält.

GitHub hat detailliert beschrieben, wie im Falle einer Beschwerde damit umgegangen wird und Repositories gesperrt werden. Kommt also eine natürliche oder juristische Person A auf GitHub zu und behauptet (glaubhaft) es handelt sich bei dem Content in einem Repository von Person B um eine Urheberrechtsverletzung, ist es sehr wahrscheinlich, das GitHub die Repository offline nimmt. Das gleiche gilt für die meisten anderen Diensteanbieter in die USA, wie Hoster von Paketservern, Websitebetreiber.

Dabei gibt es keine richterliche Entscheidung ob die Behauptung von Person A berechtigt ist oder nicht. Nach welchen Kriterien GitHub hier genau entscheidet weiss ich nicht, aber da sie im Zweifel haftbar gemacht werden, fällt die Entscheidung tendenziell eher zu Gunsten des Klägers. Am Beispiel von GitHub wird der entsprechende Prozess auch sehr transparent nachgehalten und man kann alle Verstoßmeldungen und den Umgang damit im DMCA-Repository nachlesen (macht Euch Popcorn warm).

Ein relativ prominenter, wenn auch schon älterer DMCA-Takedown war der von Elastic gegenüber Search Guard. Deren Geschäftsführer hat damals ausführlich Stellung zu dem Thema genommen. Wenn deine komplette Umgebung sowie Paketquellen von einer Minute auf die andere einfach weg sind, ohne das irgendjemand die Verletzung zum Gegenstand eines Prozesses gemacht hat, ist das schon ne Nummer. Ich weiss nicht was dabei rausgekommen ist, aber für mich ist klar, dass es sich bereits damals um einen “Stellvertreterkrieg” gehandelt hat, indem Elastic indirekt nur Amazon an den Kragen wollte. Da ist das kleine Unternehmen hier aus Deutschland einfach unter die Räder gekommen. Wie auch immer, Search Guard ist heute erfolgreicher denn je, auch wenn offiziell hier noch immer nichts entschieden ist.

Das Problem liegt nicht an dem hier geschilderten Fall, sondern an dem ganzen gesetzlichen Rahmen und Verfahren. Selbstverständlich kann jeder, dessen Website, Repo oder ähnliches offline genommen wird auch Widerspruch einlegen, jedoch macht er diesen Widerspruch sofort zum Bestandteil eines möglicherweise aufkommenden Prozesses. Die wenigsten Firmen, wenn einen etwaigen Takedown innerhalb von Stunden juristisch einwandfrei beantworten können und daher bleibt der Content erstmal offline.

Mir sind mittlerweile einige Fälle eines Takedowns bekannt, die sich im Nachhinein als unberechtigt herausgestellt haben. Da die entsprechenden Repositories nicht einfach “nur” offline sind, sondern eine schöne Meldung über den angeblichen Verstoss zu sehen ist, kann es durchaus rufschädigend sein. Der wirtschaftliche Schaden bleibt jedoch ausschließlich beim Beklagten. So könnte man also DMCA auch nutzen, um einen ungeliebten Mitbewerber zu schaden, aber ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startete er früher das wöchentliche Lexware-Backup, welches er nun endlich automatisiert hat. So investiert er seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und...

Sync pictures older than one year between iPhone and Photo

I don’t use the cloud to store my pictures so I have to sync the pictures between my Mac and my iPhone on a regular basis. No big hassle, because usually it works like a charm. The problem I have is that I want more pictures than last year, also I don’t want to sync my whole picture library to my phone.

Since Apple kicked out iTunes, the sync settings are part of the Finder but in the options area the maximum date range is limited to one year. So how can you overcome that problem, without the need to create individual albums, which I don’t do.

It is damn simple if you know, just go to Photo and create a smart album. Here you can choose between multiple attributes but I just simply need “Date captured” in the last “3 years”. After finishing the creation you can see immediately, how many pictures will be synchronized to your mobile device. Done!

I am in some way afraid that everybody already knows how that works, but it took me a while to find that solution on my own. I really would be interested if I am the only one who didn’t know or even need that 🙂

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startete er früher das wöchentliche Lexware-Backup, welches er nun endlich automatisiert hat. So investiert er seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und...

Bernd hilft – Warum Krisen selten Chancen sind!

This entry is part 4 of 4 in the series Bernd hilft!

Das die aktuelle Stimmungslage aufgrund von COVID-19 (nachfolgende Generationen können sich vielleicht nicht mehr daran erinnern) nicht die Beste ist, ist wohl kein Geheimnis. Gerade Selbständige, Künstler und Kleinunternehmer außerhalb unserer IT-Blase leiden enorm unter den vorhandenen Einschränkungen und die Prognose für die kommenden Wochen ist nicht berauschend. Dem ein oder anderen, der es durch den ersten Lockdown geschafft, wird vermutlich bald die Luft ausgehen.

Mit dem Ausfall sämtlicher Events in diesem Jahr leiden wir mit unsere Event-Tochter enorm und es gibt keinen Tag, an dem ich mir keine Gedanken über die Firma, Mitarbeiter und die nähere Zukunft mache. Dabei haben wir noch das “Glück”, dass nur ein Teil unserer Unternehmensgruppe betroffen ist und wir dank unserer Kunden in den Bereichen Consulting, Shop und Web Services gut unterwegs sind.

Was man dieser Tage ständig hört sind Sätze wie “Wir kommen gestärkt aus der Krise” oder “Die Krise ist für uns alle eine Chance”. Dabei muss ich immer an das Buch “Die Kunst des klaren Denkens” von Rolf Dobelli denken. Darin erklärt er relativ einfach, warum dies meistens ein Trugschluss ist und für die meisten ein unerfüllter Wunschtraum bleibt. Ich versuche mich, zugegeben etwas weniger wissenschaftlich, auch mal an dem Thema abzuarbeiten und aus meiner Sicht darzustellen, warum solche Aussagen meist nicht richtig sind. Hinzu ist die Betrachtung meist auch zu kurz gedacht und das stört mich eigentlich am meisten. Was stimmt also nicht mit solchen Aussagen?

Sie sind oft egoistisch

Warum? Erklär mal dem Besitzer einer kleinen italienischen Pizzeria, der gerade einen Teil seiner Belegschaft gekündigt hat, dass er gestärkt aus der Krise kommen wird. Vermutlich wird er dich direkt in den Pizzaofen schieben, da er vor Corona gut davon leben konnte, aber seine Ersparnisse schwer mehrere Monate Verdienstausfall überbrücken können. Vorausgesetzt er ist nicht der einzig überlebende Pizzahersteller im Ort, wird er danach nämlich auch nicht viel mehr verkaufen. Den Verlust der vergangenen Monate mit dem gesteigerten Absatz wieder reinzuholen ist hinzu besonders unwahrscheinlich.

Unabhängig von Pandemien geht das auch jedem Arbeitnehmer so, der seinen Job aufgrund Missmanagements oder schlechter Auftragslage verliert. Möglicherweise geht es dem Unternehmen danach wieder besser, aber er hat eben trotzdem keinen Job mehr.

Sie sind kurzsichtig

Selbstverständlich zwingen äußere Umstände oft in neue Lebens- und Arbeitssituationen, welche zuvor undenkbar gewesen wären. Vermutlich hat nichts in den letzten 10 Jahren die digitale Transformation so angeschoben, wie der letzte und kommende Lockdown. Haben viele bisher ihre Woche damit verbracht zwischen Deutschen Flughäfen ihr Unwesen zu treiben, hat man gelernt das es mit Jitsi, Zoom oder Telefon auch funktioniert. Das Unmögliche ist plötzlich möglich, weil es möglich sein muss.

Wer die richtige Umgebung zur Verfügung hat und sich kurzfristig auf Remotearbeit einstellen kann, dem bringt diese bspw. den Vorteil nicht jeden Tag in die Arbeit zu fahren. Gerade in der jetzigen Situation für viele ein Segen. Gleichzeitig haben diese Veränderungen aber auch negative Effekte, in die sich ein Großteil der Menschen nicht hineindenken möchte oder kann. Zunahme von häuslicher Gewalt und Depression wären kurzfristige Faktoren, ein sozialer Bruch in der Gesellschaft eben ein längerfristiger.

Ein Beispiel: Etwas das man einfach erkennen kann ist die Tatsache, dass der RandoLiefer-Bote (Name wurde von der Redaktion geändert) vermutlich nicht überbezahlt wird und zu der Gruppe von Menschen gehört, die sich nicht in den Status Remote begeben können.

Etwas schwieriger ist dabei jedoch zu erkennen, das ganze Märkte dabei zerstört werden. Letztendlich kann es sich nämlich bald keine Pizza-, Sushi- oder Burgerbude mehr leisten, dort nicht gelistet zu sein, da sie am Markt sonst unsichtbar sind. RandoLiefer wird wie Amazon beim Warenkauf zur Standardanlaufstelle für Essen zu Hause oder im Büro. In der Kette führt das dazu, das die Läden weniger Geld verdienen und in einer Spirale festsitzen. Sie müssen die kleinerer Marge hinnehmen, da sie nicht gut MIT aber auch nicht OHNE den Kunden der genannten Plattform leben können. Durch Preiserhöhung die Abgabe an den Markplatzbetreiber zu kompensieren geht leider nur in spezielle Bereichen, da der Mitbewerber enorm ist.

Immer dann, wenn Unternehmen zum Marktplatz werden und dann den Kundenstrom steuern bleiben viele auf der Strecke. Der Marketplace Anbieter bei Amazon schaut dann genau so in die Röhre, wie die kleine Pizzabude am Eck. So werden viele keine Gewinner nach der Krise sein, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht.

Sie sind meistens falsch

Zugegeben sind Punkt 1 und 2 eher von meiner Sozi-Einstellung geprägt, wenngleich ich der festen Meinung bin das es genauso ist. Ein Fakt und wissenschaftlich belegt ist jedoch, dass die getroffene Aussage “Wir kommen gestärkt aus der Krise” tatsächlich meistens falsch ist. Die wissenschaftliche Untermauerung ist unter dem Begriff Survivorship Bias ausführlich dokumentiert. Nahezu auf jedem DevOps-Event werdet ihr vermutlich mal auf folgendes Bild gestoßen sein:

Im zweiten Weltkrieg hat man sich bei den vom Kampf zurückgekehrten Bombern mit den Einschusslöchern beschäftigt, um die Stellen für zukünftige Auseinandersetzungen besser zu panzern. Abraham Wald ist es zuzuschreiben, diesem Irrtum ein Ende gesetzt zu haben. Er kam nämlich auf die Idee, dass die kritischen Stellen auf den zurückgekehrten Bombern kaum zu finden sein, denn die Bomber mit Schwachstellen sind abgestürzt und nicht zurückgekehrt. Er behielt recht und es wurden die Stellen der Bomber besser gepanzert, die keine größere Zahl Einschusslöcher aufwiesen, jedoch in Wirklichkeit zum Absturz führten.

Das gleiche Prinzip oder sagen wir besser der gleiche Irrtum liegt der Aussage “Wir kommen gestärkt aus der Krise” zu Grunde. Letztendlich redet einfach niemand über die “abgestürzten”. Wenn eine Branche in freiem Fall ist, wird niemand von all denen sprechen, die es nicht überlebt haben. Letztendlich wird der Branchenprimus womöglich überleben, aber die anderen schaffen es oft nicht. Das Gleiche gilt für Success-Stories von Unternehmen. Natürlich vermitteln diese einen guten Eindruck und hinterlassen den Gedanken das der Erfolg garantiert ist. Klar, macht schließlich auch niemand eine Success-Story über gescheiterte Projekte, auch wenn es die überall gibt. Auch Kundenumfragen schlagen in die gleiche Kerbe. Sie werden in der Regel immer eine positive Tendenz haben. Dem Kunden, dem du beruhigt den Rücken herunterrutschen kannst, wird sich kaum bemühen lassen, deine Umfrage auszufüllen.

Und jetzt?

Mit Sicherheit kann der ein oder andere Vorteile aus Krisen ziehen und geht gestärkt aus ihnen heraus. Verkäufer von Hygieneprodukten, Masken und Desinfektionslösungen würde ich da aktuelle eine hohe Chance zugestehen. Auch hat der ein oder andere mit Sicherheit schon davon profitiert, dass ein Marktbegleiter vor die Hunde ging und konnte so deutlich seinen Absatz steigern. Klar ist auch, dass man in Krisen nicht den Kopf in den Sand stecken darf. Gerade dann ist der “erfolgreicher”, der mit der Situation umzugehen gelernt hat, neue Produkte entwickelt und nicht dem womöglich toten Geschäftsmodell hinterhertrauert. Wer kann muss jetzt in die eigene Zukunft investieren, um dann sozusagen in der Pole-Position zu stehen. Survival of the Fittest ist natürlich auch ein marktwirtschaftlicher Bereinigungsprozess oder wie heißt es so schön: “Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit”.

In den meisten Fällen jedoch führt es dazu, dass die Großen und Reichen noch größer und noch reicher werden. Für sie ist die Krise eine Chance die entsprechende Marktmacht auszubauen und auf dem Rücken von schwächeren noch mehr Geld zu verdienen. Letztendlich liegt es am Konsumenten, sein Essen selbst zu holen, beim Laden um die Ecke zu kaufen oder zu bestellen oder eben auch in Deutschland sein Kubernetes-Cluster zu starten – ZwinkerSmiley.

Ich befürchte zwar, dass uns Krisen (auch diese) meist nicht zu besseren Menschen machen, aber die Hoffnung stirbt niemals. Bleibt gesund!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startete er früher das wöchentliche Lexware-Backup, welches er nun endlich automatisiert hat. So investiert er seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und...

Überspringen von Online-Werbung in Videos mit dem Mac

Ich nutze seit vielen Jahren Magnet auf dem Mac um verschiedene Fenster schnell zu positionieren. Was bei vielen anderen Betriebssystemen einfach geht, kann man mit Magnet Add-on einfach nachrüsten. Bei der Neuinstallation von Magnet bin ich auf eine andere App der gleichen Entwickler mit dem Namen Dynamo gestossen.

Aufgrund der guten Rezessionen habe ich die 99 Cent investiert und bin begeistert. Dynamo ist eine Safari Extension, welche nach Installation ein paar Keyboard-Controls (diese können auch geändert werden) zur Verfügung stellt.

Mit den Tasten S, D und F kann die Geschwindigkeit des Videos verlangsamt (S), beschleunigt (F) und wieder auf normal (D) gesetzt werden. Das ist Hilfreich, wenn man bei längeren Videos an die richtige Stelle hüpfen möchte ohne sich ständig beim Quick-Scrolling zu verklicken.

Für mich ist das Killerfeature jedoch die Taste E, mit welcher die Werbung in Videos einfach übersprungen werden kann. Ein Tastendruck genügt und das eigentliche Video beginnt. Dynamo funktioniert nicht nur auf YouTube, sondern auf sämtlichen anderen Website mit Videoplayer. Auch Videos auf Spiegel.de, dessen Werbeanzeigen sich normalerweise nicht überspringen lassen und auch pausiert werden, sobald das Fenster im Hintergrund ist, können problems ohne Werbung betrachtet werden.

Kurzum, wenn ihr Safari verwendet und öfters mal Videos anschaut sind die 99 Cent eine bombastische Investition.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startete er früher das wöchentliche Lexware-Backup, welches er nun endlich automatisiert hat. So investiert er seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und...

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