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NETWAYS Blog

Windows 11 Release und was ihr wissen müsst!

 

Windows 11 steht vor der Tür! Seit dem 5. Oktober wird auf ausgewählten Systemen das Upgrade des neuen Betriebssystems angeboten. Ein neues Design sowie weitere Features erleichtern euch die Bedienung und Anpassung eures Systems. Ein Schelm wer die Ähnlichkeit zu MacOs erkennt. Vom neuen Startmenü über Updates zu Microsoft Teams bis hin zu der nativen Unterstützung von Android Apps bietet Windows 11 noch eine Vielzahl an Neuerungen wobei einige Features erst später implementiert werden sollen. Wer bereits vor einigen Wochen eine Preview von Windows 11 geladen hat, wird wohl gemerkt haben, dass die Systemanforderungen auf neuere Systemhardware zielt. Die wichtigsten Anforderungen auf einen Blick:

  • Prozessor: 1 Gigahertz (GHz) oder schneller mit 2 oder mehr Kernen auf einem kompatiblen 64-Bit-Prozessor oder SoC (System on a Chip)
  • RAM: 4 Gigabyte (GB)
  • Speicher 64 GB oder größeres Speichergerät
  • Systemfirmware UEFI, aktiviert für sicheren Start
  • TPM Trusted Platform Module (TPM) Version 2.0
  • Grafikkarte Kompatibel mit DirectX 12 oder höher mit WDDM 2.0-Treiber
  • Außerdem wird eine Internetverbindung mit einem Microsoft-Konto vorausgesetzt

Die komplette Liste der Systemanforderungen und Features seht ihr hier: Windows 11-Spezifikationen, -Funktionen und -Computeranforderungen

 

Features für Entwickler

Windows 11 bietet den neuen PWABuilder3, bei dem Entwickler in kürzester Zeit eine PWA aus ihrer Web-App erstellen können. Für die Erstellung hybrider Webanwendungen, stellt Windows 11 die WebView2-Runtime zur Verfügung. Das Windows Terminal und die neuen Microsoft Edge DevTools können weiterhin verwendet werden, da sie jetzt in Windows 11 enthalten sind. Die Windows App SDK macht es einfacher, Windows 11 Features für Apps zu integrieren. Entwickler können mit dem neuen ARM64 Emulation Compatible ABI Apps erstellen, die nativ unter Windows auf ARM laufen, unabhängig davon, ob als Win32, Universal Windows App oder ein anderes App-Framework.

 

Neuerungen für Gaming-Enthusiasten

Mit der Xbox-Technologie gibt es nun auch AutoHDR für Titel, die DirectX 11 oder DirectX 12 verwenden, selbst wenn diese die HDR-Ausgabe nicht unterstützen. Ebenfalls kommen neue Features wie DirectStorage (auch für Windows 10 verfügbar), die eine mindestens 1 TB große NVMe-SSD voraussetzen, um Ladezeiten zu verkürzen und schneller ins Spielgeschehen eintreten zu können. Bei DirectStorage werden die Daten der schnellen NVMe-SSD direkt an den RAM weitergegeben, so wie es bereits bei der Xbox Series X|S der Fall ist.

 

Weitere Features die zu erwähnen sind, ist die Integration von Microsoft Teams, das ein neues Design erhält und nun wie bei macOS direkt auf der Taskleiste liegt. Zusätzlich können Widgets die wir noch von Windows Vista kennen auch an der Taskleiste fixiert und abgerufen werden.

 

Für alle die noch nicht updaten können oder wollen: Windows 10 wird nach aktuellen Angaben von Microsoft bis 14. Oktober 2025 supported wobei man hier von einem “Retirement Date” spricht.

Putty mit tmux

Nachdem ich öfters mit dem Tool Putty  zu tun bekommen habe, um mich von einer Windows-Umgebung auf einen Linux-Host zu verbinden, habe ich recherchiert wie man beim verbinden einer SSH-Session von Putty direkt eine Tmux-Session auf dem Linux-Server eröffnen kann.
Also habe ich mich mit den Einstellungen von Putty etwas näher befasst, getestet und siehe da es geht doch, dann dachte ich mir, das interessiert doch bestimmt mehr SysAdmins.
Öffnet man Putty, sieht man die Session mit der Liste von Hosts und Links in der Sidebar verschiedene Dropdown-Punkte unter anderem den Punkt SSH, diesen wenn man anwählt kann man einige Einstellung vornehmen unter anderen “Remote command” und hier trägt man “exec tmux” ein und speichert das beim Host ab und schwups hat mein beim nächsten SSH-Login eine Tmux-Session parat, Klasse. Dann viel Spaß beim ausprobieren.

Siehe Screenshot:
Und denkt daran immer schön weiterbilden, wir haben hier tolle Trainings im Bereich OpenSource und die Macht wird mit Dir sein.

Johannes Carraro
Johannes Carraro
Senior Systems Engineer

Bevor Johannes bei NETWAYS anheuerte war er knapp drei Jahre als Systemadministrator in Ansbach tätig. Seit Februar 2016 verstärkt er nun unser Team Operations als Senior Systems Engineer. In seiner Freizeit spielt Johannes E-Gitarre, bastelt an Linux Systemen zuhause herum und ertüchtigt sich beim Tischtennisspielen im Verein, bzw. Mountainbiken, Inlinern und nicht zuletzt Skifahren.

Jitsi Best Practice und Skalierung

Seit nun mehr als zwei Wochen wird dort wo es möglich ist von Zu Hause aus gearbeitet. Home-Office für ALLE! Naja mindest für die die es können.

Damit ist auch von einem Tag auf den anderen der Bedarf an Kommunikations-Werkzeugen vor allem für Video-Konferenzen gestiegen.
Hierfür gibt es einige Plattformen welche mittels Jitsi Video- und Audiokommunikation als Service anbieten. Darunter auch NETWAYS Web Services
Jitsi ist eine Freie Software welche auch selbst betrieben werden kann.
Beim Betrieb von Jitsi jedoch zeigt sich das Jitsi sehr schwierig in der Skalierung ist. Es benötigt die richtigen Ressourcen und die richtigen Clients für die Nutzung, um nicht ab einer zweistelligen Zahl von Nutzern in einen reinen Ton- und Bildsalat zu enden. Die technischen Dokumentationen jedoch sind nicht sehr ausgeprägt und durch ihre Zerstreuung sehr schwer zu einem ganzen zusammen zu fügen.

Daher werden wir uns folgend mit den Punkten Anforderungen, Skalierung und Nutzung auseinander setzen.

Empfehlung für einen eigenen Jitsi Server/Videobridge

Nach meinen Tests und der Güte an vorhandenen Quellen zur Hilfe und Dokumentation komme ich zu folgendem Ergebnis:

    • Betriebssystem: Debian 10 oder Ubuntu 18.04.4 LTS
    • Soviel CPU wie geht
      (klingt komisch ist aber so)
      CPU: bei durchschnittlich 10 Teilnehmer pro Konferenz kommen ich mit 2vCPU für die Videobridge ganz gut klar. Mehr zur Skalierung der CPU findet ihr hier:

jitsi-videobridge-performance-evaluation

  • CPU Jitis/Jifico/Prosody: Hier würde auch eine (v)CPU ausreichen, hängt jedoch auch wieder von der Frequentierung ab.
  • RAM: 4-8 GB für beide Server-Varianten
  • Speicherplatz: max. 50 GB SSD für beide Server-Varianten
  • Eine hohe Bandbreite
  • Die Unstable Version von Jitsi:
# install the key
wget -qO - https://download.jitsi.org/jitsi-key.gpg.key | apt-key add -
# add the unstable repo
sh -c "echo 'deb https://download.jitsi.org unstable/' > /etc/apt/sources.list.d/jitsi-unstable.list"
apt update

Eine gute Installations-Anleitung dazu gibt es zum einen von Jan Doberstein auf seinem Blog jalogisch.de
oder auch sehr hilfreich und weiterführend auf der Seite lw1.at guides

Skalierung einer Jitsi Infrastruktur

Ausgangslage

Wir haben einen vollständig installierten Jitsi Server Namens jitsi.example.com auf Basis von Debian. Jetzt wollen wir mehr mehr Ressourcen bereit stellen, so müssen wir weitere jitsi-videobridge Instanzen aufsetzen.
In der vollständigen Installation eines Jitsi-Servers auf Basis von Debian 10 sind folgende Pakete installiert:

ii jitsi-meet 1.0.4314-1 all WebRTC JavaScript video conferences
ii jitsi-meet-prosody 1.0.3914-1 all Prosody configuration for Jitsi Meet
ii jitsi-meet-web 1.0.3914-1 all WebRTC JavaScript video conferences
ii jitsi-meet-web-config 1.0.3914-1 all Configuration for web serving of Jitsi Meet
ii jitsi-videobridge2 1132-1 amd64 WebRTC compatible Selective Forwarding Unit (SFU)

Der Part jitsi-videobridge ist der Teil der den jtisi-meet mit der Video und Audio Übertragung versorgt. Er schließt sich an jitsi-meet und dem verwendeten prosody (XMPP-Server) an.

Anbindung einer Videobridge

Dazu binden wir die die Paketquellen auf dem zweiten Server vb1.example.com ein und installieren die Videobridge:

# install the key
wget -qO - https://download.jitsi.org/jitsi-key.gpg.key | apt-key add -
# add the unstable repo
sh -c "echo 'deb https://download.jitsi.org unstable/' > /etc/apt/sources.list.d/jitsi-unstable.list"
apt update
apt install jitsi-videobridge2

Sollte eine Firewall auf dem Server jitsi.example.com aktiviert sein so müssen wir den Port 5222 für eingehende Kommunikation öffnen.

Auf dem zweiten Server vb1.example.com passen wir jetzt die Datei “/etc/jitsi/videobridge/config” an:

# Jitsi Videobridge settings

# sets the XMPP domain (default: none)
JVB_HOSTNAME=jitsi.example.com

# sets the hostname of the XMPP server (default: domain if set, localhost otherwise)
JVB_HOST=jitsi.example.com
....

Dann kommen wir zu Datei für die SIP-Kommunikation. Diese sollte vom Hauptserver jitsi.example.com übernommen werden und die UUID sollte hierbei auf jedem Server unterschiedlich gesetzt sein.
Die Datei “/etc/jitsi/videobridge/sip-communicator.properties” wird wie folgt eingestellt:

org.jitsi.videobridge.DISABLE_TCP_HARVESTER=true
org.jitsi.videobridge.ENABLE_STATISTICS=true
# Notwendig falls der Server hinter einem NAT steht.
org.ice4j.ice.harvest.NAT_HARVESTER_LOCAL_ADDRESS=local-ip
org.ice4j.ice.harvest.NAT_HARVESTER_PUBLIC_ADDRESS=public-ip
org.jitsi.videobridge.STATISTICS_TRANSPORT=muc
org.jitsi.videobridge.xmpp.user.shard.HOSTNAME=jitsi.example.com
org.jitsi.videobridge.xmpp.user.shard.DOMAIN=auth.jitsi.example.com
org.jitsi.videobridge.xmpp.user.shard.USERNAME=jvb
org.jitsi.videobridge.xmpp.user.shard.PASSWORD=
org.jitsi.videobridge.xmpp.user.shard.MUC_JIDS=JvbBrewery@internal.auth.jitsi.example.com
#UUID am besten mit "uuidgen" neu gernieren muss auf beiden Servern Einzigartig sein.
org.jitsi.videobridge.xmpp.user.shard.MUC_NICKNAME=9a6187f0-6d3f-46df-b1ff-ce7d2d69513a
org.jitsi.videobridge.xmpp.user.shard.DISABLE_CERTIFICATE_VERIFICATION=true

Auf Debian 10 tritt mit Java 11 folgender Fehler auf:

VB 2020-03-21 19:29:23.687 SEVERE: [16] org.jitsi.utils.concurrent.RecurringRunnableExecutor.log() The invocation of the method org.jitsi.videobridge.stats.StatsManager$StatisticsPeriodicRunnable.run() threw an exception.
java.lang.reflect.InaccessibleObjectException: Unable to make public long com.sun.management.internal.OperatingSystemImpl.getTotalPhysicalMemorySize() accessible: module jdk.management does not "opens com.sun.management.internal" to unnamed module @54ca3634
at java.base/java.lang.reflect.AccessibleObject.checkCanSetAccessible(AccessibleObject.java:340)
at java.base/java.lang.reflect.AccessibleObject.checkCanSetAccessible(AccessibleObject.java:280)
at java.base/java.lang.reflect.Method.checkCanSetAccessible(Method.java:198)
at java.base/java.lang.reflect.Method.setAccessible(Method.java:192)
at org.jitsi.videobridge.stats.OsStatistics.getTotalMemory(OsStatistics.java:138)
at org.jitsi.videobridge.stats.VideobridgeStatistics.generate0(VideobridgeStatistics.java:703)
at org.jitsi.videobridge.stats.VideobridgeStatistics.generate(VideobridgeStatistics.java:450)
at org.jitsi.videobridge.stats.StatsManager$StatisticsPeriodicRunnable.doRun(StatsManager.java:321)
at org.jitsi.utils.concurrent.PeriodicRunnableWithObject.run(PeriodicRunnableWithObject.java:87)
at org.jitsi.utils.concurrent.RecurringRunnableExecutor.run(RecurringRunnableExecutor.java:216)
at org.jitsi.utils.concurrent.RecurringRunnableExecutor.runInThread(RecurringRunnableExecutor.java:292)
at org.jitsi.utils.concurrent.RecurringRunnableExecutor.access$000(RecurringRunnableExecutor.java:36)
at org.jitsi.utils.concurrent.RecurringRunnableExecutor$1.run(RecurringRunnableExecutor.java:328)

Dieser kann beseitigt werden mittels folgender Ergänzung am Ende der Java System Properties in der Datei “/etc/jitsi/videobridge/config”:

JAVA_SYS_PROPS="-Dnet.java.sip.communicator.SC_HOME_DIR_LOCATION=/etc/jitsi -Dnet.java.sip.communicator.SC_HOME_DIR_NAME=videobridge -Dnet.java.sip.communicator.SC_LOG_DIR_LOCATION=/var/log/jitsi -Djava.util.logging.config.file=/etc/jitsi/videobridge/logging.properties --add-opens jdk.management/com.sun.management.internal=ALL-UNNAMED"

Nun können wir die Videobridge starten:

systemctl enable jitsi-videobridge && systemctl start jitsi-videobridge

An der Stelle geht auch ein Dank an Jan Doberstein der mich auf diese Spur gebracht hat und in seinem Blog-Folge Artikel zu Scaling Jitsi

Nutzung

Das Protkoll WebRTC, welches Jitsi nutzt, wird zur Zeit nur sauber von Google Chrome unterstützt. Somit sollte allen Nutzern dieser Browser, für die Anwendung am Notebook empfohlen werden. Für Androide und iOS Geräte gibt es Applikationen den jeweiligen App-Stores. Sehr schöne Zusammenfassung und eine ausführliche Benutzer-Anleitung hierzu gibt es auch auf der Seite des Freifunk München.

Sicherheit

Zum Thema Sicherheit empfiehlt es sich am Besten zuerst die Stunning-Server von Google in der Datei “/etc/jitsi/meet/jitsi.example.com-config.js zu ersetzen. Eine geeignete Stunning-Server Konfiguration kann wie folgt lauten:

stunServers: [
{ urls: 'stun:stun.schlund.de:3478' },
{ urls: 'stun:stun.t-online.de:3478' },
{ urls: 'stun:stun.1und1.de:3478' },
{ urls: 'stun:stun.hosteurope.de:3478' },
{ urls: 'stun:stun.gmx.de:3478' },
],

Zustätzlich wenn Ihr nicht eine gänzlich freie Plattform, sondern eine mit Moderaten oder sogennante Host per Raum gestützte Instanz betreiben wollt, empfiehlt es sich in prosody und jitsi-meet die Benutzerauthentifzierung für das erstellen von Räumen zu aktivieren.
In der Datei für die prosody-Konfiguration “/etc/prosody/conf.avail/jitsi.example.com.cfg.lua”, setzen wir den Wert für “authentication” auf “internal_plain” und fügen einen neuen VirtualHost darunter ein ein:

VirtualHost "jitsi.yourdomain.example"
-- enabled = false -- Remove this line to enable this host
authentication = "internal_plain"
-- Properties below are modified by jitsi-meet-tokens package config
-- and authentication above is switched to "token"
--app_id="example_app_id"
--app_secret="example_app_secret"
-- Assign this host a certificate for TLS, otherwise it would use the one
-- set in the global section (if any).
-- Note that old-style SSL on port 5223 only supports one certificate, and will always
-- use the global one.
ssl = {
key = "/etc/prosody/certs/jitsi.yourdomain.example.key";
certificate = "/etc/prosody/certs/jitsi.yourdomain.example.crt";
}
-- we need bosh
modules_enabled = {
"bosh";
"pubsub";
"ping"; -- Enable mod_ping
}
c2s_require_encryption = false

VirtualHost "guest.jitsi.example.com"
authentication = "anonymous"
c2s_require_encryption = false

In der Datei “/etc/jitsi/meet/jitsi.example.com-config.js” geben wir nun den neuen VirtualHost an:

var config = {
hosts: {
// XMPP domain.
domain: 'jitsi.yourdomain.example',

// When using authentication, domain for guest users.
anonymousdomain: 'guest.jitsi.yourdomain.example',
}
}

Nun müssen wir noch jifico dazu veranlassen auch eine Authentifizierung durchzuführen und die Klasse in der “/etc/jitsi/jicofo/sip-communicator.properties” laden:

org.jitsi.jicofo.auth.URL=XMPP:jitsi.example.com

Danach müssen die Dienste neu gestartet werden:

sudo systemctl restart prosody.service
sudo systemctl restart jicofo.service

Für die Anbindung einer Authentifizierung in Prosody gibt es auch Enterprise fähige Funktionen für LDAP und Co. Die obige Lösung beschreibt es für ein überschaubares Setup, denn die Benutzer hier müssen dann im Anschluss mit der prosodctl generiert werden:

prosodyctl register  jitsi-meet.example.com

Abschließend bleibt zusagen…

Es ist nicht leicht gute Dokumentationen zu Jitsi und dessen Betrieb zu finden, eben so wie für das Scalling. Eine einheitliche Dokumentation gibt es nicht und somit macht es einen Gesamtüberblick nicht sehr leicht.
Neben der Jitis-Community und der Docs auf GitHub gibt es eine paar bereits schon erwähnte Artikel aber auch die sind rah. Daher die Bitte wenn jemand verbesserungen hat, meldet euch gerne!

Wenn Ihr eine Instanz dringend benötigt und euch nicht mit dem Betrieb ausseinandersetzen könnt oder naja vielleicht nicht wollt, dann schaut doch einfach bei unseren Kollengen von NWS vorbei. Dort bekommt Ihr aktuell mit dem Code #StayAtHome eine kostenlose Jitsi-Instanz für drei Monate und das ganz ohne Abo-Falle!

Also bleibt Zuhause und fragt euch gerade in diesen Tagen doch mindestens einmal am Tag:

1. Ist es wahr?
2. Ist es fair für alle Beteiligten?
3. Wird es Freundschaft und guten Willen fördern?
4. Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?”

(Das sollten wir uns bei allem Fragen, was wir denken, sagen oder tun IMHO!)

Daniel Neuberger
Daniel Neuberger
Senior Consultant

Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und Tätigkeit als Systemadministrator kam er 2012 zum Consulting. Nach nun mehr als 4 Jahren Linux und Open Source Backup Consulting zieht es ihn in die Welt des Monitorings und System Management. Seit April 2017 verstärkt er das NETWAYS Professional Services Team im Consulting rund um die Themen Elastic, Icinga und Bareos. Wenn er gerade mal nicht um anderen zu Helfen durch die Welt tingelt geht er seiner...

Text-Utils unter Linux – Wer kennt sie?

Bei aller Automatisierung, Systemmanagement oder Cloud und Log-Management  ist oben genannte Frage berechtigt.
Ich persönlich, stelle als Support-Engineer immer wieder fest, wie wichtig das eine oder andere Text-Util von Linux auf der Kommandozeile ist, deswegen möchte ich hier mal ein paar  Text-Utils und Anwendung vorstellen:

cat & split
Erklärung: Hier wird eine 100MB große Datei angelegt, die in 14MB große einzelne Dateien zerlegt wird und danach wieder zusammengefügt wird.
dd if=/dev/urandom of=test1.big count=100 bs=1M
split -b14m test1.big
cat x?? > test2.big
md5sum test.big test2.big

tac
Erklärung: Hier wird einen Liste der letzten installierten Pakete ausgeben und anschließend herumgedreht, damit das letzte installierte Paket unten in der Liste steht.
rpm -qa --last | tac

cut
Erklärung: Hier werden die ersten 25 Bytes aus Logfile messages vom Seiten-Anfang herausgeschnitten, setzt man das Minus vor die Zahl wird alles nach den 25 Byte herausgeschnitten
cut -b25- /var/log/messages | sort

cut & paste
Erklärung: Ausschneiden von Textausschnitte aus einer Datei, in einzelne Dateien kopiert und dann wieder zusammen in eine Datei zusammengeführt.
cut -d: -f1-3 /etc/passwd > spalte1-3
cut -d: -f4- /etc/passwd > spalte4-7

Wieder  zusammensetzen
paste -d: spalte1-3 spalte4-7

sort mit du
Erklärung: Hier wird mit du (disk usage) die Größe der Verzeichnisse ausgegeben und sortiert
du -mx / | sort -n
Hier ist der Beitrag Disk Usage (du) von mir, wenn jemand das Tool noch nicht kennen sollte.
Noch ein Beispiel:
sort -t : -k 3n /etc/passwd
Erklärung: Hier werden die User in der passwd nach der id sortiert aufsteigend sortiert, Trenner ist der Doppelpunkt.

column
Erklärung: Hier werden die IP-Routen schön in Spalten angezeigt um die Lesbarkeit zu verbessern.
ip r s | column -t

pr
Erklärung: Hier wird die Ausgabe des Textes zur besseren Lesbarkeit oder zum Ausdrucken aufbereitet und mit Seitenzahl angezeigt
wget -q -O - www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.txt | pr | less

Alle Text-Utils können noch mehr, dazu bitte die Man-Pages zu Gemüte ziehen, oder vielleicht unsere Linux-Schulung im Bereich Trainings buchen.

In diesem Sinne Viel Spaß beim ausprobieren!

Johannes Carraro
Johannes Carraro
Senior Systems Engineer

Bevor Johannes bei NETWAYS anheuerte war er knapp drei Jahre als Systemadministrator in Ansbach tätig. Seit Februar 2016 verstärkt er nun unser Team Operations als Senior Systems Engineer. In seiner Freizeit spielt Johannes E-Gitarre, bastelt an Linux Systemen zuhause herum und ertüchtigt sich beim Tischtennisspielen im Verein, bzw. Mountainbiken, Inlinern und nicht zuletzt Skifahren.

Temperatur und Feuchtigkeit in Telegram vom RaspberryPI

Ich möchte hier beschreiben, wie man mit einem RaspberryPI die Temperatur und Feuchtigkeitswerte sich aufs Handy per Telegram schickt.
Verraussetzung ist ein RaspberryPI 3 b+ und ein Temperatur / Feuchtigkeitssensor, ich habe folgendes verwendet:

  • DSD TECH DHT22 AM2302 Temperatur und Luftfeuchtigkeit Sensor Modul für Arduino Raspberry Pi
  • RaspberryPI 3 B+

Anleitung wie man den Sensor an den RaspberryPI ansteckt, findet man reichlich im Netz z.B. Sensor-Einbau RaspberryPI/
Da in diesem Artikel auch schon beschrieben wird, wie man mit dem Tool Adafruit die Werte Temperatur und Feuchtigkeit ausliest, werde ich hier nicht genauer darauf eingehen.
Soviel, Ich lasse das Skript per cronjob zu bestimmten Zeiten ausführen und erhalte dann die Werte via Telegram auf mein Handy weitergeleitet.

Nur wie kann man sich die Werte auf das eigene Handy per Telegram senden lassen? Das werde ich hier kurz beschreiben.

Voraussetzung:

  • Handy mit der App Telegram (Apple IOs oder Android)

Als erstes müssen wir uns in Telegram einen eigenen Bot erstellen,  den wir später per API erreichen können,

wie das funktioniert, wird auch in vielen Webseiten bereits erklärt z.B. Telegram Bot erstellen

So, da der Bot jetzt bereit ist um per API Nachrichten zu empfangen, brauchen wir einen API-Aufruf der so aussehen kann:

curl -X POST 'https://api.telegram.org/botid:token/sendMessage?chat_id=id&text='$(/usr/local/sbin/AdafruitDHT.py 2302 4)'' > /dev/null 2>&1

Ich habe die Ausgaben die auf der Shell kommen nach /dev/null geleitet, denn die brauchen wir nicht, wenn es funktioniert.

Für die ersten Tests würde ich die Ausgabe schon sichtbar lassen, um den JSON-Output mal gesehen zu haben und gegebenenfalls Fehlermeldungen zu sehen.

curl -X POST 'https://api.telegram.org/botid:token/sendMessage?chat_id=id&text='$(/usr/local/sbin/AdafruitDHT.py 2302 4)'' | python -m json.tool

{
"ok": true,
"result": {
"chat": {
"first_name": "Johannes",
"id": 400269857,
"last_name": "Carraro",
"type": "private",
"username": "xxxx"
},
"date": 1563270619, <-- UNIXTIMESTAMP
"from": {
"first_name": "Raspberry",
"id": xxxxxx,
"is_bot": true,
"username": "xxxxx"
},
"message_id": 265,
"text": "Temp=20.8C::Humidity=75.8%"
}
}

Wie wir sehen war die Ausgabe erfolgreich und wir sollten auf dem Handy im Telegram eine neue Nachricht mit der Temperatur und Feuchtigkeit bekommen haben.

Man kann sich über den RaspberryPI mit verschiedenen Sensoren deren Werte so auf das Handy per Telegram schicken lassen, eine coole Sache.
Anwendungsbeispiel: Zimmergewächshaus, Zimmertemperatur, Außentemperatur etc.

Jetzt wünsche ich viel Erfolg beim nach basteln!

Natürlich kann ich jedem unsere Trainings nahelegen rundum OpenSource-Themen

Johannes Carraro
Johannes Carraro
Senior Systems Engineer

Bevor Johannes bei NETWAYS anheuerte war er knapp drei Jahre als Systemadministrator in Ansbach tätig. Seit Februar 2016 verstärkt er nun unser Team Operations als Senior Systems Engineer. In seiner Freizeit spielt Johannes E-Gitarre, bastelt an Linux Systemen zuhause herum und ertüchtigt sich beim Tischtennisspielen im Verein, bzw. Mountainbiken, Inlinern und nicht zuletzt Skifahren.