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NETWAYS Blog

AdGuard Home als Werbeblocker – ein ernstzunehmender Pi-Hole-Konkurrent?

Raspberry Pi – bei vielen Leuten klingelt ganz dumpf etwas. Bei einigen anderen wird die Fantasie durch eine schier unendliche Zahl an Anwendungsmöglichkeiten beflügelt.
Technikaffinen Personen ist der Pi nicht unbekannt und gerne nutzen sie diesen für diverse Projekte.
Doch auch Du – ob nun technisch versiert oder nicht – kannst von diesem Gerät profitieren.

Denn was mindestens 101% der Menschen sauer aufstößt ist Werbung im Internet. Mit einem Rapsberry Pi und der Open Source Software AdGuard Home (AGH) lässt sich sehr viel Werbung blockieren.
Speziell Werbebanner am Bildschirmrand wie sie oftmals auf diversen Nachrichtenportalen zu sehen sind können mit AGH der Vergangenheit angehören.

 

Werbung blockieren, bevor sie entsteht

Herkömmliche Werbeblocker in Form von Browsererweiterungen blockieren Werbung, nachdem sie im Browser geladen wurde. Mit einem DNS-basierten Werbeblocker, wie AdGuard Home es ist, kannst Du Werbung jedoch blockieren, noch bevor sie geladen wird.

Hier wird nämlich nicht die Werbung selbst blockiert, sondern die Anfrage an den Server, der die Werbung bereitstellt. Wenn Dein Endgerät also Werbung laden würde, schreitet AGH ein und teilt mit, der entsprechende Server sei nicht erreichbar.

Und schon musst Du keine nervigen Werbebanner mehr sehen.

 

Warum ein DNS-basierter Werbeblocker?

Diese Art von Werbeblockern ist deshalb interessant, weil sie für das gesamte Heimnetzwerk verwendet werden kann. Selbst Geräte, auf denen kein Werbeblocker installiert werden kann, können davon profitieren.
Hier sind vornehmlich Smart TVs zu erwähnen.

Außerdem bekommst Du hier eine zentrale Stelle, um Deine Einstellungen vorzunehmen, und ersparst Dir ggf. die Einrichtung mehrerer Einzelgeräte. Entsprechende Sperrlisten für DNS-basierte Werbeblocker gibt es im Internet zudem wie Sand am Meer.

 

Was Du brauchst

Um Strom zu sparen, empfiehlt es sich, einen Raspberry Pi für dieses Projekt zu nutzen. Es wird gar nicht viel Leistung benötigt.
Ein Raspberry Pi ist auch recht einfach einzurichten.

Für dieses Projekt benötigst Du also Folgendes:

  • Einen Raspberry Pi mit WLAN und/oder LAN + Zubehör/Netzteil
  • Eine microSD-Karte mit installierten Betriebssystem (Empfehlung: Raspberry Pi OS)
  • Zugang zum Command Line Interface (CLI) des Pi
  • Internetzugang für den Raspberry Pi

Sobald Du Deinen Pi eingerichtet und Bildschirm und Tastatur angeschlossen hast, kannst Du auf dem Pi ein Terminal öffnen.

Alternativ kannst Du Dich – sofern eingerichtet – auch mittels SSH auf den Pi aufschalten, z.B. mit PuTTY.

 

AdGuard Home Installation

Für die Installation von AdGuard Home musst Du auf der GitHub-Seite des Projekts die Veröffentlichung, die zur Architektur Deines Geräts passt, wählen.

Dieses Setup wurde mit einem Raspberry Pi 3 B+ getestet.
Bei diesem Modell wählst Du z.B. “AdGuardHome_linux_armv7.tar.gz”.

Kopiere Dir den Link und lade das Archiv auf Deinen Raspberry Pi mit folgendem Befehl herunter:

wget https://github.com/AdguardTeam/AdGuardHome/releases/download/v0.107.7/AdGuardHome_linux_armv7.tar.gz

Anschließend entpackst Du das Archiv und verschiebst die Dateien von AdGuard Home an die passende Stelle.

tar -xf AdGuardHome_linux_amd64.tar.gz
sudo mv AdGuardHome/ /opt/

Jetzt musst Du AdGuard Home nur noch installieren.

sudo /opt/AdGuardHome/AdGuardHome -s install

Damit hast Du den schwierigsten Teil geschafft!

 

In wenigen Schritten zum Ziel

AdGuard Home läuft bereits und will eingerichtet werden. Hierfür rufst Du in einem Browser die IP-Adresse Deines Raspberry Pi auf und gibst die Portnummer “3000” an.
Beispiel: “192.168.123.10:3000”

Wenn alles funktioniert hat, siehst Du jetzt den Einrichtungsassistenten.

In zwei einfachen Schritten kannst Du nun AGH einrichten.
Zunächst wirst Du gefragt, über welche Adressen die Weboberfläche erreichbar sein soll. Die Auswahl “Alle Schnittstellen” und “Port 80” kannst Du so übernehmen.

Die andere Frage nach der DNS-Schnittstelle kannst Du ebenfalls mit “Alle Schnittstellen” und “Port 53” beantworten.
Damit ist Dein AGH sicher erreichbar und beantwortet auch DNS-Anfragen.

Im zweiten Schritt kannst Du noch ein Benutzernamen und ein Passwort wählen. An dieser Stelle solltest Du direkt ein gutes Passwort wählen, da es sich (aktuell) nur über Umwege wieder ändern lässt.

AGH zeigt Dir außerdem im Anschluss an, wie Du AdGuard Home auf Deinen Endgeräten als DNS-Server auswählst.

Sobald Du AGH über die Weboberfläche erreichen kannst, bist Du im Prinzip fertig.
Standardmäßig blockiert AGH bereits ca. 46.000 Domains. Weitere Sperrlisten kannst Du bequem über den “Filter-Reiter” hinzufügen. Dort sind einige vorgefertigte Listen hinterlegt.

AGH verwendet außerdem DNS-over-HTTPS (DoH).
Kurz gesagt: Deine DNS-Anfragen werden verschlüsselt an DNS-Server außerhalb deines Netzwerks übertragen.
Dein Internetanbieter beispielsweise kann so nicht mehr direkt sehen, welche Domains Du aufrufst. Ein bisschen Privatsphäre muss schließlich sein.

An dieser Stelle ist eigentlich keine weitere Konfiguration mehr nötig.
Aber wenn Du in den Genuss der Features kommen willst, die AdGuard Home besonders machen, solltest Du Dich noch ein wenig umsehen.

 

Zusatzoptionen

Interessant wird es bereits im Bereich “Allgemeine Einstellungen“.
Du möchtest Seiten blockieren, die für Viren bekannt sind?
Du kannst einen Haken setzen.

Du möchtest explizite Inhalte der Erwachsenenunterhaltung blockieren?
Setze den Haken.

Du möchtest bei der Googlesuche keine anstößigen Inhalte sehen?
Haken.

AdGuard Home macht es Dir wirklich kinderleicht.

Die genannten Einstellungen kannst Du allgemein aktivieren oder nur für bestimmte Geräte in Deinem Netzwerk. Dafür musst Du lediglich Deine jeweiligen Endgeräte als “Client” in den “Client-Einstellungen” eintragen.
Etwas technisches Verständnis oder ein guter Umgang mit Google sind hier hilfreich.
Anschließend können die Regeln für den Client separat gesetzt werden.

Client-Einstellungen werden vor allem dann spannend, wenn Du Dein Heimnetzwerk selbst tiefgreifender einrichten und steuern möchtest. Der Aspekt Kinderschutz ist dabei besonders interessant und mit dieser Lösung sehr leicht umzusetzen.

AdGuard Home ermöglicht es Dir außerdem, auf sehr bequeme Weise ganze Dienste zu blockieren. Aktuell können Domains von 35 verschiedenen Diensten einfach per Mausklick blockiert werden.
Populäre Vertreter sind hier Twitter, WhatsApp, YouTube, Facebook, Netflix und Amazon.

Gesperrte Dienste

Wenn Du Interesse daran hast, kannst Du AGH sogar als DHCP-Server nutzen. Nur Frühstück musst Du Dir noch selbst machen.

 

Gekommen, um zu bleiben

Wie Du siehst bietet AdGuard Home das meiste, was man sich von einem DNS-basierten Werbeblocker wünscht. AGH ist leicht zu konfigurieren und hat eine sehr übersichtliche und intuitive Weboberfläche.
Dazu kommt, dass AGH selbst für Laien leicht zu installieren ist. Alles, was es braucht, ist der Wille und die Fähigkeit, ein paar Anleitungen aus dem Internet zu folgen.

Dass AdGuard Home erst in der Version “0.107” zu haben ist – es gibt also offiziell noch keine richtige erste Version – schmälert den Nutzen nicht.
Es deutet vielmehr darauf hin, dass wir in Zukunft noch viel Gutes von diesem Projekt erwarten können.

Aber Ehrlichkeit muss sein: Du wirst nicht jede Werbung blockieren können. Denn oftmals teilen sich Inhalte und Werbung denselben Server. Diesen Server zu blockieren, führt entsprechend dazu, dass Du auch keine Inhalte mehr abrufen kannst.
YouTube ist ein klassisches Beispiel, bei dem Du mit DNS-basierten Werbeblockern nicht weit kommen wirst. Aber viel Werbung zu blockieren, ist immer noch besser als keine Werbung zu blockieren. Und schließlich sind Browsererweiterungen nach wie vor eine gute Ergänzung.

Ob Du nun ein neugieriger Anfänger oder ein Technikprofi bist, AdGuard Home ist eine ernstzunehmende Lösung für 101% der Bevölkerung. AGH ist Dein Interesse definitiv wert!
Wenn Du aber lieber auf lang bewährte Lösungen zurückgreifen möchtest, sei Dir Pi-Hole wärmstens an’s Herz gelegt.

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....

NETWAYS stellt sich vor – Matthias Döhler

 

Name: Matthias Döhler

Alter: 25

Position bei NETWAYS: Junior Consultant

Bei NETWAYS seit: September 2021

 

 

Wie bist du zu NETWAYS gekommen und was genau gehört zu Deinem Aufgabenbereich bei NETWAYS?

Vetternwirtschaft…
Nein, Spaß bei Seite. Ein langjähriger Freund hatte von meinem Bewerbungsmarathon gehört und meinte dann, NETWAYS wäre doch ganz cool. Ich habe mir dann die Web-Seite mal ein wenig angeschaut und war erst skeptisch: “Die loben ihre Firma etwas zu sehr! Das ist doch gespielt!”.

Naja, der Open Source Aspekt hat mich dennoch angesprochen und die Empfehlung kam ja auch von einem Freund, also habe ich mich beworben.
Fazit: Das Lob war nicht übertrieben! Ich habe mich hier ab dem Zeitpunkt der ersten E-Mail Antwort wohl gefühlt, hatte einen sehr angenehmen Bewerbungsprozess und bin im Nachhinein einfach heilfroh, dass mir andere Arbeitgeber abgesagt hatten.

Zu meinen Aufgaben gehört es erst einmal, mich um zugewiesene (oder selbst gewählte) Projekte zu kümmern, zu lernen und zu verstehen, wie technische Aspekte und interne Prozesse zusammenspielen. Ich durfte aber auch schon beim Migrieren interner Strukturen mithelfen und habe recht früh zumindest einen kleinen Haufen Verantwortung übertragen bekommen.
Kurzum: ich darf hier meinen Horizont erweitern.

 

Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spaß?

Bisher gefällt mir am meisten, dass ich hier auch mal hinfallen und verzweifeln darf. Ich bekomme hier die Zeit, mir die Haare zu raufen und Probleme für mich selbst zu durchdringen, und weiß dennoch, dass jederzeit eine Ansprechperson zur Verfügung steht. Dadurch habe ich meine eigenen Erfolgserlebnisse.
Learning by doing wird hier wirklich groß geschrieben.

Außerdem darf ich hier mit Linux arbeiten. Seit ich die Welt von Linux kenne, finde ich jeden Tag weitere Gründe, tiefer einzutauchen.

 

Was machst Du, wenn Du mal nicht bei NETWAYS bist?

Ja, ähm…
Ich drück’s mal so aus: Mein Hobby ist es, meine freie Zeit immer flexibel für unterschiedliche Dinge zu nutzen…
Okay, erwischt! Konkrete Hobbys existieren bei mir nicht wirklich.

Allerdings liebe ich es Stunden zu verschwenden, um Skripte zu schreiben, die mir auf Dauer wenige Minuten Arbeit abnehmen können (manchmal ist der Weg das Ziel). Wenn es die Lage mit dem C-Wort wieder zulässt, findet man mich sicherlich wieder auf diversen Festivals und Konzerten oder in einer gemütlichen Bar.
Für Social Deduction Games, sowie Horrorspiele und -filme bin auch immer gerne zu haben.

 

Wie geht es in Zukunft bei Dir weiter?

Die erste Priorität ist für mich, hier bei NETWAYS ein gutes Fundament für meine berufliche Zukunft zu legen. Festivalbesuche müssen sich schließlich irgendwie finanzieren. Wobei da auch ein Lottogewinn hilfreich wäre. Mal sehen, was zuerst passiert!

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....

OSMC 2021 | Monitoring Open Infrastructure Logs – With Real Life Examples

Last November OSMC 2021 took place. With me being part of NETWAYS since September 2021 it also has been my first OSMC. In the heart of Open Source many speakers talked about their experiences, shared knowledge and showcased what can be done in the field of monitoring using Open Source.
I have already given a little insight on another talk and would like to do so again.

Logs are a necessity

When it comes to IT infrastructure logs are an essential tool for us humans to understand what the machines are doing. They can tell you a lot about workloads, potential scaling needs and current problems.
Without logs we would not be able to “easily” adjust to changing circumstances and ever-growing demands.

That is where Marcelo Perazolo (IBM) comes in with his talk to tell us about Open Infrastructure Logs specifically.
Let me give you a brief overview about his talk.

 

Open Infrastructure Foundation / OpenInfra

The Open Infrastructure Foundation (OIF) was initially founded in 2012 to guide and lead the OpenStack project (called the OpenStack Foundation back then). OpenStack itself was started by NASA and Rackspace Technology in 2010 but has been joined by many companies by now.

Today Openstack is maintained by the OIF and the community revolving around OpenStack.

According to the OIF Open Infrastructure means the use of open alternatives for various forms of compute storage and networking. The different open source components should fit together to provide a flexible, scalable and ready to use environment that companies can rely on.

 

Elastic Stack Components

In his example Perazolo depicts a cluster consisting of three nodes, each of which has a controller that sends data to its own Logstash which in turn sends data to Elasticsearch.
There is also one Kibana instance per node. If an instance goes down however HAProxy will point to another instance ensuring that operations can still continue.

 

Requirements for log monitoring

Any log monitoring solution should provide the following:

  • must be able to collect millions of logs per day from different sources
  • ability to filter and streamline logs according to specific criteria
  • capability to visualize large quantities of data in a simple way
  • a way to essentially “zoom” into data changing from a simple overview to a close up view of specific data

The aforementioned Elastic Stack consisting of

  • Filebeat (for collecting logs)
  • Logstash (for filtering and streamlining data)
  • Elasticsearch (for high performance storage/querying)
  • Kibana (for flexible visualizations)

is one possible solution.

 

After Perazolo talked about the basic requirements and the chosen solution he goes on to explain best practices for collecting and transforming logs and also suggests a way on how to handle constantly growing amounts of logs.

If you would like to know more now, feel free to watch his talk and listen to Marcelo Perazolo for yourself.

Full talk and more from and about OSMC 2021

Watch the whole talk by Marcelo Perazolo here:

https://www.youtube.com/watch?enablejsapi=1&autoplay=0&cc_load_policy=0&cc_lang_pref=&iv_load_policy=1&loop=0&modestbranding=1&rel=1&fs=1&playsinline=0&autohide=2&hl=en_US&theme=dark&color=red&controls=1&" class="__youtube_prefs__ epyt-facade no-lazyload" data-epautoplay="1" >YouTube playerhttps://www.youtube.com/watch/maxresdefault.jpg" />

 

Since OSMC 2021 is unfortunately over we still have something for you: Did you already check out this year’s conference archives? They provide you slides and videos of each talk and also some photographs of the conference itself.

OSMC 2022 will take place from November 14 – 16 and we’re already looking forward  to meeting you all again!

Stay tuned!

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....

OSMC 2021 | Advanced MySQL optimization and troubleshooting using PMM 2

Last November OSMC 2021 took place. With me being part of NETWAYS since September 2021 it also has been my first OSMC. In the heart of Open Source many speakers talked about their experiences, shared knowledge and showcased what can be done in the field of monitoring using Open Source.
I want to give you a small glimpse into one of the talks we have had.

 

The importance of data

In our modern age data is probably the most valuable resource on our planet when looking at it from a monetary point of view. Businesses big and small alike use data to guide their behaviour, make decisions and plan their future.

Long gone are the days where simple spreadsheets did suffice. Modern companies rely on databases and their efficiency to support their work processes, sometimes even making them possible in the first place.

In his talk at OSMC 2021 Peter Zaitsev, co-founder of Percona, discusses what certain parties want regarding databases, where problems may lie and he also offers a solution to some of the laid out problems.

For most developers a database should simply just work in a reliable fashion. It should be available when needed and deliver correct information in a timely manner.
Since time also means money efficiency becomes especially important to people in management who usually want any given database to cost as little money as possible.

Problems

Possible problems can arise in a lot of different spots. Imagine for example a developer who decides to query certain information every minute to make sure the data is up to date even though the specific information does not change that frequently.

Clearly this would put a lot of unnecessary load onto the database. That’s why looking at the application side is also important when optimizing databases.

Now let’s think of a different scenario where every application makes good queries. Even ideal circumstances on the application side do not guarantee that a database will run efficiently or even effectively.

Bad or faulty hardware – CPU, RAM and storage alike – can immensely decrease the efficiency of any database. Even good queries can run slowly on bad hardware.

Other processes besides database related ones can also take away performance that would otherwise be beneficial to the queries.

Simply the way a database is structured can also decrease its own efficiency.

A solution – PMM2

Percona Monitoring and Management (PMM) 2 addresses the aforementioned problems and helps identifying them.

PMM is an Open Source database monitoring solution that offers one singular place to monitor all of your databases. This is achieved by using one server and a client agent per system you want to monitor. In the web interface you can look at a dashboard with all the gathered information together with some visualizations.

Some of the information PMM shows:

  • the impact specific queries have over time
  • information about the database tables that a relevant to a certain query
  • the amount of load specific applications cause
  • the amount of rows searched through before a query delivers a result
  • CPU and memory utilization sorted by processes
  • disk I/O latency

Using the information PMM delivers you can identify oversubscribed queries and applications which cause a lot of load, predict future scaling needs and even find those databases that are just not structured in an efficient way to begin with.

If you want to know how all of this can look like their PMM demo can give you a good first impression.
For further information also check out their documentation or just go ahead and watch the talk.

 

Full talk and more from and about OSMC 2021

Watch the whole talk by Peter Zaitsev here:

https://www.youtube.com/watch?enablejsapi=1&autoplay=0&cc_load_policy=0&cc_lang_pref=&iv_load_policy=1&loop=0&modestbranding=1&rel=1&fs=1&playsinline=0&autohide=2&hl=en_US&theme=dark&color=red&controls=1&" class="__youtube_prefs__ epyt-facade no-lazyload" data-epautoplay="1" >YouTube playerhttps://www.youtube.com/watch/maxresdefault.jpg" />

 

Since OSMC 2021 is unfortunately over we still have something for you: Did you already check out this year’s conference archives? They provide you slides and videos of each talk and also some photographs of the conference itself.

OSMC 2022 will take place from November 14 – 16 and we’re already looking forward  to meeting you all again!

Stay tuned!

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....

Nur Vim ist nicht genug!

Alle, die mal ein Problem mit Linux hatten, werden das vermutlich kennen: Du suchst online nach deinem Problem, stößt auf einige Befehle, bearbeitest eine Konfigurationsdatei und dann passiert es – Du bist in Vim gefangen!

Der Erstkontakt mit Vim kann durchaus von Frust geprägt sein, aber das muss nicht auf Dauer so sein. Stattdessen könntest Du Dich mit Vim anfreunden und seine Vorzüge genießen. Wenn Du nach fünf Jahren mit Vim ca. drei Prozent der Möglichkeiten kennengelernt hast – oder das zumindest glaubst – kannst Du aber auch noch tiefer abtauchen.

Hier kommen sog. “Vim-likes” in’s Spiel.
Ein paar Kandidaten, die ich interessant finde, möchte ich Dir nicht vorenthalten.

 

Zathura

Bei Zathura handelt es sich um einen PDF Reader (ohne Bearbeitungsfunktion), der sich vim-ähnlich steuern lässt. Die bekannten Bewegungstasten h, j, k, und l bewegen die Ansicht nach links, unten, oben bzw. rechts. Auch gg und G erfüllen ihre bekannte Funktion. Wenn Du Dich auf das Lesen konzentrieren willst und Du die Maus aus Deinem Leben verbannen möchtest, dann ist Zathura ein guter erster Schritt!
Hier sind noch ein paar Tastenbefehle, um Dich auf Deinen Weg zu schicken:

o       → Dokument öffnen
J       → Nächste Seite
K       → Vorige Seite
H       → Anfang der aktuellen Seite
L       → Ende der aktuellen Seite
a       → Ansicht an Fensterhöhe anpassen
s       → Ansicht an Fensterbreite anpassen
/       → Textsuche
+, -, = → Zoom vergrößern, verkleinern, zurücksetzen

Vifm

Mit Vim ist es möglich, viele ähnliche Änderungen gleichzeitig vorzunehmen, wie etwa das Anfügen eines Ausrufezeichens, um jeder Zeile eines Dokuments mehr Ausdruck zu verleihen. Wenn Du Vims Fähigkeit zur Massenbearbeitung tatsächlich einmal gebraucht hast, möchtest Du sie sicher nicht mehr missen. Wäre es da nicht wundervoll, wenn Du das auch auf andere Bereiche ausweiten könntest?

Vifm ist ein Terminal-Dateimanager, der das Gefühl von Vim perfekt einfängt und eine Zwischenstufe zwischen Kommandozeilenbefehlen und einem grafischen Dateimanager darstellt.

Hier lassen sich Dateien verschieben, kopieren und löschen. Du kannst sie allerdings auch umbenennen. Spätestens jetzt wird die Markierfunktion sehr nützlich. Mit ihr können mehrere Dateien auf dieselbe Art bearbeitet werden. Ob es sich dabei um das Kopieren, Verschieben, das Setzen von Berechtigungen oder um das Umbenennen handelt, spielt dabei keine Rolle.

Ein klassisches Beispiel für das Umbenennen wären Screenshots, die üblicherweise unter anderem die Aufnahmeuhrzeit im Dateinamen hinterlegen. So könntest Du bei allen Bildern eines Ordners gleiche Teile der Namen entfernen, Dateiendungen ergänzen oder ungeliebte Leerzeichen ersetzen.

Mit v kannst Du mehrere aufeinanderfolgende Dateien wählen und Deine Auswahl mit Enter bestätigen. Alternativ kannst Du mit t auch die aktuell angesteuerte Datei markieren.

Hast Du die relevanten Dateien markiert, kannst Du mit Shift+i die Dateinamen über einen Texteditor bearbeiten. Der Standard hierfür ist Vim. Damit schließt sich der Kreis zur Massenbearbeitung durch Vim.

Vifm bietet außerdem ein Vorschaufenster, das die Inhalte von Ordnern und Dateien darstellt. Einfache Textdateien kannst Du so bereits lesen. Ähnlich wie der Befehl “tree” zeigt diese Vorschau auch die Unterstruktur eines Ordners an. Welche Programme für diese Vorschau genutzt werden, kannst Du auch selbst in der Vifm-Konfigurationsdatei anpassen.

Wie auch Vim verfügt Vifm über zu viele Funktionen, um sie hier alle zu nennen. Im besten Fall probierst Du es einfach selbst aus. Das Vifm-cheat-sheet sollte dir für den Anfang genug Beistand leisten.

 

Vimb

Die Königsdiszipilin: Der Browser!
Ja, selbst das Werkzeug, das uns täglich begleitet und das wir wohl am meisten verwenden, ist nicht vor Vims Einfluss geschützt. Vimb ist genau das, was Du gerade erwartest. Dir ist es zu langweilig, Links mit der Maus anzuklicken? Dein Mausrad ist etwas dreckig und dreht sich daher beim Scrollen nicht richtig? Du denkst ohnehin nur noch in Vim-Bewegungen? Vimb ist Dein Browser!

Die Navigation läuft auch in Vimb über h, j, k und l. Strg+f und Strg+b scrollen je eine Seite runter bzw. hoch. Der Seitenanfang ist über gg, das Seitenende über G zu erreichen. Den Standardmodus kannst Du jederzeit über ESC auswählen. Mit Strg+o springst Du in der Historie eine Seite zurück, mit Strg+i eine vorwärts. gi platziert den Eingabezeiger in dem ersten möglichen Textfeld auf dem Bildschirm und aktiviert den Eingabemodus.

Damit kannst Du bereits einen Suchbegriff in eine Suchmaschine eingeben.
Doch bei einer solchen Suchmaschine musst Du erst einmal landen. o lässt Dich eine URL eingeben, die Du aufrufen möchtest. O wiederum ermöglicht das gleiche, fügt aber gleichzeitig die aktuelle URL ein, um diese zu bearbeiten.

Doch wie geht das Klicken denn nun ohne Maus? f ist dein Freund. Diese Taste zeigt Dir klickbare Elemente auf der Seite an und nummeriert sie. Anschließend kannst Du noch Text eingeben, um die Suche einzuschränken, die angezeigte Nummer eingeben und so z.B. von diesem Blog aus zu unseren Events gelangen. Alternativ zu den Nummern funktioniert auch Tab gefolgt von der Eingabetaste.

Möchtest Du ein etwas konventionelleres Erlebnis, kannst Du auch Strg+z drücken. Dann wird nur noch ESC von Vimb verarbeitet (stoppt diesen Modus). Die restlichen Tasten tun dann das, wofür die entsprechende Seite sie vorgesehen hat.

Vimb ist anfänglich sicherlich ungewohnt, aber es versucht schließlich auch, etwas anderes zu sein. Dieses Ziel ist definitiv erreicht. Übrigens kann die Maus auch in Vimb genutzt werden. Du musst Dich also nicht gänzlich auf Deine Tastatur verlassen 😉.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es wohl nicht ohne Grund so viele “Vim-likes” gibt. Der Ansatz von Vi(m) hat sich bewehrt und deshalb ist es keine Überraschung, dass dieser Ansatz immer wieder in andere Anwendungen einfließt. Nicht jede dieser Anwendungen macht alle glücklich. Aber eine nette Spielerei sind sie allemal. Wenn Du also auch nur zehn Minuten mit einem “Vim-like” verbringst, hat sich dieser Blogeintrag aus meiner Sicht bereits gelohnt. Viel Spaß beim Entdecken!

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....