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NETWAYS Blog

OSMC 2022 | Unifying Observability: Weaving Prometheus, Jaeger, and Open Source Together to Win

In his talk at the Open Source Monitoring Conference 2022 (OSMC) Jonah Kowall – having more than 15 years of experience in the fields Ops, network, security, and performance engineering under his belt – tells us a lot about observability in the open source market. He also focusses on possible problems regarding licensing.

In the following I will give you a brief overview of the topics and concepts behind.

 

What is Observability?

First things first, what is observability? And how does it differ from monitoring?

To greatly simplify:

  • Monitoring is used to track specific criteria of given hosts/devices across your infrastructure. Thus, monitoring means having an eye on specific metrics such as CPU load or RAM usage. This enables you to notice problems as they occur and act accordingly.
  • Observability on the other hand means collecting “all” data. Based on the inputs a system receives and its respective outputs you are meant to be able to draw conclusions about your system’s state.

Sticking with the RAM example, monitoring can show you that your system runs low on memory, while observability can tell you why that is. This “why” is also helpful in order to act appropriately before the “that” happens. So, monitoring effectively follows a reactive approach and observability follows a proactive one.

Now let’s let his presentation give us an explanation.

 

 

Commercial vs. Open Source solutions

As Jonah goes on to explain, commercial tools for observability tend to be more coherent and complete out of the box when it comes to the user interface (UI).

Meanwhile – due to the nature of the open source world – open source solutions are oftentimes highly fragmented requiring a combination of multiple tools to fill in the complete picture. This in turn leads to more complexity due to multiple different underlaying architectures. As an example he brings up the ELK stack (Elasticsearch + Logstash + Kibana) which is just three parts of a more extensive system.

But even though probably nobody likes complexity itself open source solutions still seem to be vastly popular with companies and make up the majority of the observability landscape. In Jonah’s opinion this trend is also “the future of where things are going”.

 

Licensing

Many of us are used to at least seeing a license every once in a while. MIT, Apache and GPL are common terms to encounter when dealing with open source products.
You yourself might not have to deal with licenses directly but in one way or another you could be affected as well.

Imagine finding a new open source project or code snippets that help you with building your own project. Maybe those fix something that you just could not do or didn’t have time to do. Now licensing is important. Can I use this code? In what way can I use it? Could it backfire? The last question is especially important, according to Jonah.

There seems to be a trend with so called “copyleft licenses”. In this context copyleft effectively means: If you use that code in your own project, you need to open source your own code within that project as well. This is certainly something most companies don’t want to or simply cannot afford to do. After all, companies are still about making money.

But not only do companies have to deal with such issues. Communities surrounding open source projects also have to be careful what they bring into projects. Amongst other disagreements – for example about the current path of a project – licensing is also a contributing factor when it comes to forks popping up.

If you want to know a bit more about a certain fork in the open source observability world that might potentially achieve unified observability, be sure to give Jonah Kowall a few minutes of your time.

The recording and slides of this talk and all other OSMC talks can be found in our Archives. Check it out!

The next OSMC takes place from November 7 – 9, 2023 in Nuremberg. Early Bird tickets are already on sale!

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....

Ein Jahr bei NETWAYS

Etwas über ein Jahr bin ich jetzt schon bei NETWAYS. Mehr als ein Drittel meiner Ausbildung ist also schon geschafft!
Und das neue Jahr steht bereits vor der Tür. Viele Menschen nutzen das, um Pläne für das nächste Jahr zu schmieden und das bald vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

Auch ich möchte die Gelgenheit nutzen, um Dir von meinen Erfahrungen bei NETWAYS zu berichten, von coolen Projekten, vielen Tools und tollen Menschen!

Schnapp Dir einen Kaffee, Tee oder was Dein Herz sonst begehrt und los geht’s!

 

Der Anfang

Den ersten Kontakt mit den neuen Kolleg:innen und Mitauszubildenden hatte ich bei unserer Einführungsveranstaltung.

Was bzw. wer ist NETWAYS überhaupt?
Wie finde ich mich im Büro zurecht?
Wen frage ich bei Problem XY?
Wo kann man gut essen gehen?

Und wer sind diese anderen Menschen, die neu mit mir anfangen?
Diese und mehr Fragen wurden direkt am Anfang geklärt.

Im Anschluss an die Einführungsveranstaltung ging es dann zügig weiter mit einem der Grundbausteine meiner Arbeit: Linux!
Die für die neuen Azubis gehaltene Schulung hat uns mit Linux vertraut gemacht, grundlegende Konzepte erklärt, und uns gezeigt, womit wir die nächsten Jahre arbeiten werden.

Da ich privat schon etwas Erfahrung mit Linux gesammelt hatte, waren mir einige Konzepte bereits bekannt. Aber mir wurde dennoch schnell klar, dass Linux, Open Source und die IT als solche vielfältiger ist, als ich zunächst gedacht hatte.

Als wir dann in der Folgewoche in unsere jeweiligen Abteilungen gegangen waren, starteten meine beiden direkten Mitazubis Marc und Björn gemeinsam mit mir in unser erstes Projekt. Ohne strenge Vorgaben wurden wir von der Leine gelassen. Wir durften uns mit Kanboard, einem Kanban-Tool, beschäftigen.

Neben technischen Fragen wie „Wie richten wir einen Server ein?“, „Wie installieren wir Kanboard?“ und „Wie konfigurieren wir das alles?“ galt es auch organisatorische Herausforderungen zu überwinden. „Wie arbeiten wir sinnvoll gleichzeitig?“, „Wie teilen wir Aufgaben auf?“ und „Was muss eigentlich alles getan werden?“.

Bei diesem Projekt haben wir technisch sicherlich etwas lernen können. Aber allem voran haben wir gelernt, wie wir ein Projekt prinzipiell (nicht) angehen sollten. Dokumentation finden, lesen, verstehen, selbst eine schreiben. Solche Dinge waren mir neu. Aber nach zwei, drei Projekten habe ich verstanden, wie wertvoll eine gute Dokumentation ist!

 

Das Lernen

Nach ca. zwei Monaten ging es für mich im November 2021 das erste Mal auf eine Konferenz, die Open Source Monitoring Conference (OSMC). Dort durfte ich an der Kamera mitwirken und mir viele interessante Vorträge anhören.

Letztere waren so kurz nach Ausbildungsbeginn zunächst etwas überwältigend und haben mich etwas eingeschüchtert. Rückblickend betrachtet kann ich meine eigene Reaktion zwar nach wie vor verstehen, bin aber sehr froh, diese Eindrücke mitgenommen zu haben.

Die anfängliche Scheu hat sich mittlerweile nämlich zu Vorfreude gewandelt.


Neben den Ausbildungsprojekten, die verschiedenste Bereiche beleuchten (z.B. Webserver und Dateisysteme), boten mir Schulungen auch immer wieder die Möglichkeit, mein Wissen zu erweitern.

Hier ein kleiner Ausschnitt:

 

GitLab

Was ist Git überhaupt? Was sind GitHub und GitLab? Und wozu braucht man das Ganze eigentlich?
Git als Werkzeug zur Versionskontrolle und zum gemeinsamen Arbeiten wirkt auf den ersten Blick sehr simpel. Man sieht, wer wann was getan hat, und man kann Ergebnisse verschiedener Personen zusammenführen.

GitLab als Plattform wiederum bietet noch so viel mehr. Das fängt bei einer Weboberfläche an und reicht bis hin zu automatischen Tests, die den geschriebenen Code prüfen, ausführen und die Ergebnisse validieren.

Wie mächtig Git und GitLab aber eigentlich sind, welche Möglichkeiten sie außerdem bieten, das merkt man erst, wenn man beides aktiv nutzt. Und genau das durfte ich im Folgeprojekt auch tun.

 

Ansible

Konfigurationsmanagement oder auch salopp „Configmanagement“. Ob meine erfahreneren Kolleg:innen nun den einen oder den anderen Begriff verwendet hatten, es machte keinen Unterschied. Ich hatte einfach keine konkrete Vorstellung davon.

Mit der Ansible Fundamentals Schulung kam aber langsam Licht ins Dunkel. Du willst mehrere Server einmalig mit neuen Applikationen versorgen? Oder willst Du sich wiederholende Aufgaben wie Updates automatisieren? Hast Du vllt. einen Fehler bei der Einrichtung gemacht, der jetzt all deine Server betrifft?

Genau hier ist ein Tool wie Ansible ein wahrer Segen! Du schreibst „einfach kurz“ ein paar Anweisungen auf, startest Ansible, trinkst einen Kaffee und siehst dabei zu, wie Ansible Deine Arbeit macht.
Okay, ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht, auch wenn Ansible einem viel abnehmen kann. Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass ich mich so schnell in dieses Tool verliebt habe (vllt. war es Faulheit?).

 

Icinga

Ja, Icinga nicht zu erwähnen, käme einer Sünde gleich. Schließlich ist Icinga eng mit NETWAYS verwoben.
Icinga 2 als Software zur Überwachung ist komplex, aber auch wahnsinnig mächtig. Doch was ist „Überwachung“ bzw. „Monitoring“ eigentlich konkret?

Im Prinzip gilt: Wenn Du Dir vorstellen kannst, eine Information von einem Gerät abfragen zu wollen, dann wird das höchstwahrscheinlich auch irgendwie machbar sein.
Hier kommt Monitoring ins Spiel. Ziel ist es, immer möglichst aktuelle Informationen von verschiedenen Quellen zu beziehen, um so Probleme frühzeitig mitzubekommen. Ein simples Beispiel wäre die Festplatte, die langsam vollläuft.

Icinga bietet hier eine zentrale Stelle zur Überwachung von Systemen, eine hübsche Weboberfläche und ein Maß an Erweiterbarkeit, das seinesgleichen sucht.

Selbst unsere beiden Schulungen – Icinga 2 Fundamentals und Icinga 2 Advanced – können unmöglich all das abdecken, wozu Icinga imstande ist.


Mittlerweile durfte ich auch schon in Kundenkontakt treten. Zunächst war ich im Support eingesetzt, wo ich das erste Mal echte Probleme von echten Umgebungen mitbekommen habe. Die eigenständige Recherche und Fehlersuche – mit einem unterstützenden Team im Rücken – war lehrreich und hat mir gezeigt, wo mein Wissen später tatsächlich gebraucht werden kann.

Außerdem war ich bereits bei einer Hand voll Consulting-Terminen verschiedener Kolleg:innen dabei. Manchmal bedeutete das, selbst anzupacken, andere Male war ich ein stiller Beobachter dessen, was meine Kolleg:innen da scheinbar mühelos vollbrachten.
In jedem Fall konnte ich neue Erkenntnisse sammeln und mein Wissen erweitern.

 

Die Menschen

Auch die Menschen, die ich in diesem Jahr kennenlernen durfte, sind ein wichtiger Teil meiner Ausbildung. Und sie sind ein wichtiger Teil von NETWAYS.

Hier sind nicht nur mein Ausbilder oder meine Mitazubis zu erwähnen.
Auch die anderen Kolleg:innen begleiten mich jetzt schon ein Jahr. Und jede dieser Personen trägt in irgendeiner Weise dazu bei, dass es mir hier so gut gefällt. Manche Kolleg:innen halten Schulungen, an denen ich teilnehmen darf, und nehmen sich sehr viel Zeit, mir und anderen die Dinge begreiflich zu machen.

Viele bieten sofort ihre Unterstützung an, wenn ich an etwas verzweifle und nicht weiterkomme.

Andere fragen einfach nach, wie mein aktuelles Projekt läuft, ohne dabei kontrollierend zu wirken. Nein, das ist echtes Interesse!
Und wenn sich jemand einfach nur an der Kaffeemachine mit mir unterhält, merke ich: Ich bin richtig hier.

NETWAYS ist einfach menschlich!

 

Die Zukunft

Die Zeit bis zum Abschluss der Ausbildung vergeht wie im Flug. Ich darf stetig neue Dinge lernen, mich ausprobieren, meine Kolleg:innen unterstützen und mich sowohl beruflich als auch menschlich weiterentwickeln.

Ehe ich mich versehe sind die drei Jahre vorbei und ich blicke zurück auf eine Zeit, in der ich an einem tollen Ort mit tollen Menschen meinen beruflichen Werdegang starten durfte.
An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Kolleg:innen für das vergangene und alle noch kommenden Jahre herzlich bedanken!

Ich freue mich auf viele weitere Jahre in einem tollen Team 😀

Wenn auch Du auf der Suche nach einer Ausbildung mit Wohlfühlatmosphäre, einem respektvollen Arbeitgeber und vielen Lernchancen bist, kann ich dir NETWAYS nur ans Herz legen.

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....

AdGuard Home als Werbeblocker – ein ernstzunehmender Pi-Hole-Konkurrent?

This entry is part 1 of 2 in the series Werbeblocker

Raspberry Pi – bei vielen Leuten klingelt ganz dumpf etwas. Bei einigen anderen wird die Fantasie durch eine schier unendliche Zahl an Anwendungsmöglichkeiten beflügelt.
Technikaffinen Personen ist der Pi nicht unbekannt und gerne nutzen sie diesen für diverse Projekte.
Doch auch Du – ob nun technisch versiert oder nicht – kannst von diesem Gerät profitieren.

Denn was mindestens 101% der Menschen sauer aufstößt ist Werbung im Internet. Mit einem Rapsberry Pi und der Open Source Software AdGuard Home (AGH) lässt sich sehr viel Werbung blockieren.
Speziell Werbebanner am Bildschirmrand wie sie oftmals auf diversen Nachrichtenportalen zu sehen sind können mit AGH der Vergangenheit angehören.

 

Werbung blockieren, bevor sie entsteht

Herkömmliche Werbeblocker in Form von Browsererweiterungen blockieren Werbung, nachdem sie im Browser geladen wurde. Mit einem DNS-basierten Werbeblocker, wie AdGuard Home es ist, kannst Du Werbung jedoch blockieren, noch bevor sie geladen wird.

Hier wird nämlich nicht die Werbung selbst blockiert, sondern die Anfrage an den Server, der die Werbung bereitstellt. Wenn Dein Endgerät also Werbung laden würde, schreitet AGH ein und teilt mit, der entsprechende Server sei nicht erreichbar.

Und schon musst Du keine nervigen Werbebanner mehr sehen.

 

Warum ein DNS-basierter Werbeblocker?

Diese Art von Werbeblockern ist deshalb interessant, weil sie für das gesamte Heimnetzwerk verwendet werden kann. Selbst Geräte, auf denen kein Werbeblocker installiert werden kann, können davon profitieren.
Hier sind vornehmlich Smart TVs zu erwähnen.

Außerdem bekommst Du hier eine zentrale Stelle, um Deine Einstellungen vorzunehmen, und ersparst Dir ggf. die Einrichtung mehrerer Einzelgeräte. Entsprechende Sperrlisten für DNS-basierte Werbeblocker gibt es im Internet zudem wie Sand am Meer.

 

Was Du brauchst

Um Strom zu sparen, empfiehlt es sich, einen Raspberry Pi für dieses Projekt zu nutzen. Es wird gar nicht viel Leistung benötigt.
Ein Raspberry Pi ist auch recht einfach einzurichten.

Für dieses Projekt benötigst Du also Folgendes:

  • Einen Raspberry Pi mit WLAN und/oder LAN + Zubehör/Netzteil
  • Eine microSD-Karte mit installierten Betriebssystem (Empfehlung: Raspberry Pi OS)
  • Zugang zum Command Line Interface (CLI) des Pi
  • Internetzugang für den Raspberry Pi

Sobald Du Deinen Pi eingerichtet und Bildschirm und Tastatur angeschlossen hast, kannst Du auf dem Pi ein Terminal öffnen.

Alternativ kannst Du Dich – sofern eingerichtet – auch mittels SSH auf den Pi aufschalten, z.B. mit PuTTY.

 

AdGuard Home Installation

Für die Installation von AdGuard Home musst Du auf der GitHub-Seite des Projekts die Veröffentlichung, die zur Architektur Deines Geräts passt, wählen.

Dieses Setup wurde mit einem Raspberry Pi 3 B+ getestet.
Bei diesem Modell wählst Du z.B. „AdGuardHome_linux_armv7.tar.gz“.

Kopiere Dir den Link und lade das Archiv auf Deinen Raspberry Pi mit folgendem Befehl herunter:

wget https://github.com/AdguardTeam/AdGuardHome/releases/download/v0.107.7/AdGuardHome_linux_armv7.tar.gz

Anschließend entpackst Du das Archiv und verschiebst die Dateien von AdGuard Home an die passende Stelle.

tar -xf AdGuardHome_linux_amd64.tar.gz
sudo mv AdGuardHome/ /opt/

Jetzt musst Du AdGuard Home nur noch installieren.

sudo /opt/AdGuardHome/AdGuardHome -s install

Damit hast Du den schwierigsten Teil geschafft!

 

In wenigen Schritten zum Ziel

AdGuard Home läuft bereits und will eingerichtet werden. Hierfür rufst Du in einem Browser die IP-Adresse Deines Raspberry Pi auf und gibst die Portnummer „3000“ an.
Beispiel: „192.168.123.10:3000“

Wenn alles funktioniert hat, siehst Du jetzt den Einrichtungsassistenten.

In zwei einfachen Schritten kannst Du nun AGH einrichten.
Zunächst wirst Du gefragt, über welche Adressen die Weboberfläche erreichbar sein soll. Die Auswahl „Alle Schnittstellen“ und „Port 80“ kannst Du so übernehmen.

Die andere Frage nach der DNS-Schnittstelle kannst Du ebenfalls mit „Alle Schnittstellen“ und „Port 53“ beantworten.
Damit ist Dein AGH sicher erreichbar und beantwortet auch DNS-Anfragen.

Im zweiten Schritt kannst Du noch ein Benutzernamen und ein Passwort wählen. An dieser Stelle solltest Du direkt ein gutes Passwort wählen, da es sich (aktuell) nur über Umwege wieder ändern lässt.

AGH zeigt Dir außerdem im Anschluss an, wie Du AdGuard Home auf Deinen Endgeräten als DNS-Server auswählst.

Sobald Du AGH über die Weboberfläche erreichen kannst, bist Du im Prinzip fertig.
Standardmäßig blockiert AGH bereits ca. 46.000 Domains. Weitere Sperrlisten kannst Du bequem über den „Filter-Reiter“ hinzufügen. Dort sind einige vorgefertigte Listen hinterlegt.

AGH verwendet außerdem DNS-over-HTTPS (DoH).
Kurz gesagt: Deine DNS-Anfragen werden verschlüsselt an DNS-Server außerhalb deines Netzwerks übertragen.
Dein Internetanbieter beispielsweise kann so nicht mehr direkt sehen, welche Domains Du aufrufst. Ein bisschen Privatsphäre muss schließlich sein.

An dieser Stelle ist eigentlich keine weitere Konfiguration mehr nötig.
Aber wenn Du in den Genuss der Features kommen willst, die AdGuard Home besonders machen, solltest Du Dich noch ein wenig umsehen.

 

Zusatzoptionen

Interessant wird es bereits im Bereich „Allgemeine Einstellungen„.
Du möchtest Seiten blockieren, die für Viren bekannt sind?
Du kannst einen Haken setzen.

Du möchtest explizite Inhalte der Erwachsenenunterhaltung blockieren?
Setze den Haken.

Du möchtest bei der Googlesuche keine anstößigen Inhalte sehen?
Haken.

AdGuard Home macht es Dir wirklich kinderleicht.

Die genannten Einstellungen kannst Du allgemein aktivieren oder nur für bestimmte Geräte in Deinem Netzwerk. Dafür musst Du lediglich Deine jeweiligen Endgeräte als „Client“ in den „Client-Einstellungen“ eintragen.
Etwas technisches Verständnis oder ein guter Umgang mit Google sind hier hilfreich.
Anschließend können die Regeln für den Client separat gesetzt werden.

Client-Einstellungen werden vor allem dann spannend, wenn Du Dein Heimnetzwerk selbst tiefgreifender einrichten und steuern möchtest. Der Aspekt Kinderschutz ist dabei besonders interessant und mit dieser Lösung sehr leicht umzusetzen.

AdGuard Home ermöglicht es Dir außerdem, auf sehr bequeme Weise ganze Dienste zu blockieren. Aktuell können Domains von 35 verschiedenen Diensten einfach per Mausklick blockiert werden.
Populäre Vertreter sind hier Twitter, WhatsApp, YouTube, Facebook, Netflix und Amazon.

Gesperrte Dienste

Wenn Du Interesse daran hast, kannst Du AGH sogar als DHCP-Server nutzen. Nur Frühstück musst Du Dir noch selbst machen.

 

Gekommen, um zu bleiben

Wie Du siehst bietet AdGuard Home das meiste, was man sich von einem DNS-basierten Werbeblocker wünscht. AGH ist leicht zu konfigurieren und hat eine sehr übersichtliche und intuitive Weboberfläche.
Dazu kommt, dass AGH selbst für Laien leicht zu installieren ist. Alles, was es braucht, ist der Wille und die Fähigkeit, ein paar Anleitungen aus dem Internet zu folgen.

Dass AdGuard Home erst in der Version „0.107“ zu haben ist – es gibt also offiziell noch keine richtige erste Version – schmälert den Nutzen nicht.
Es deutet vielmehr darauf hin, dass wir in Zukunft noch viel Gutes von diesem Projekt erwarten können.

Aber Ehrlichkeit muss sein: Du wirst nicht jede Werbung blockieren können. Denn oftmals teilen sich Inhalte und Werbung denselben Server. Diesen Server zu blockieren, führt entsprechend dazu, dass Du auch keine Inhalte mehr abrufen kannst.
YouTube ist ein klassisches Beispiel, bei dem Du mit DNS-basierten Werbeblockern nicht weit kommen wirst. Aber viel Werbung zu blockieren, ist immer noch besser als keine Werbung zu blockieren. Und schließlich sind Browsererweiterungen nach wie vor eine gute Ergänzung.

Ob Du nun ein neugieriger Anfänger oder ein Technikprofi bist, AdGuard Home ist eine ernstzunehmende Lösung für 101% der Bevölkerung. AGH ist Dein Interesse definitiv wert!
Wenn Du aber lieber auf lang bewährte Lösungen zurückgreifen möchtest, sei Dir Pi-Hole wärmstens an’s Herz gelegt.

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....

NETWAYS stellt sich vor – Matthias Döhler

This entry is part 1 of 63 in the series NETWAYS stellt sich vor

 

Name: Matthias Döhler

Alter: 25

Position bei NETWAYS: Junior Consultant

Bei NETWAYS seit: September 2021

 

 

Wie bist du zu NETWAYS gekommen und was genau gehört zu Deinem Aufgabenbereich bei NETWAYS?

Vetternwirtschaft…
Nein, Spaß bei Seite. Ein langjähriger Freund hatte von meinem Bewerbungsmarathon gehört und meinte dann, NETWAYS wäre doch ganz cool. Ich habe mir dann die Web-Seite mal ein wenig angeschaut und war erst skeptisch: “Die loben ihre Firma etwas zu sehr! Das ist doch gespielt!”.

Naja, der Open Source Aspekt hat mich dennoch angesprochen und die Empfehlung kam ja auch von einem Freund, also habe ich mich beworben.
Fazit: Das Lob war nicht übertrieben! Ich habe mich hier ab dem Zeitpunkt der ersten E-Mail Antwort wohl gefühlt, hatte einen sehr angenehmen Bewerbungsprozess und bin im Nachhinein einfach heilfroh, dass mir andere Arbeitgeber abgesagt hatten.

Zu meinen Aufgaben gehört es erst einmal, mich um zugewiesene (oder selbst gewählte) Projekte zu kümmern, zu lernen und zu verstehen, wie technische Aspekte und interne Prozesse zusammenspielen. Ich durfte aber auch schon beim Migrieren interner Strukturen mithelfen und habe recht früh zumindest einen kleinen Haufen Verantwortung übertragen bekommen.
Kurzum: ich darf hier meinen Horizont erweitern.

 

Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spaß?

Bisher gefällt mir am meisten, dass ich hier auch mal hinfallen und verzweifeln darf. Ich bekomme hier die Zeit, mir die Haare zu raufen und Probleme für mich selbst zu durchdringen, und weiß dennoch, dass jederzeit eine Ansprechperson zur Verfügung steht. Dadurch habe ich meine eigenen Erfolgserlebnisse.
Learning by doing wird hier wirklich groß geschrieben.

Außerdem darf ich hier mit Linux arbeiten. Seit ich die Welt von Linux kenne, finde ich jeden Tag weitere Gründe, tiefer einzutauchen.

 

Was machst Du, wenn Du mal nicht bei NETWAYS bist?

Ja, ähm…
Ich drück’s mal so aus: Mein Hobby ist es, meine freie Zeit immer flexibel für unterschiedliche Dinge zu nutzen…
Okay, erwischt! Konkrete Hobbys existieren bei mir nicht wirklich.

Allerdings liebe ich es Stunden zu verschwenden, um Skripte zu schreiben, die mir auf Dauer wenige Minuten Arbeit abnehmen können (manchmal ist der Weg das Ziel). Wenn es die Lage mit dem C-Wort wieder zulässt, findet man mich sicherlich wieder auf diversen Festivals und Konzerten oder in einer gemütlichen Bar.
Für Social Deduction Games, sowie Horrorspiele und -filme bin auch immer gerne zu haben.

 

Wie geht es in Zukunft bei Dir weiter?

Die erste Priorität ist für mich, hier bei NETWAYS ein gutes Fundament für meine berufliche Zukunft zu legen. Festivalbesuche müssen sich schließlich irgendwie finanzieren. Wobei da auch ein Lottogewinn hilfreich wäre. Mal sehen, was zuerst passiert!

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....

OSMC 2021 | Monitoring Open Infrastructure Logs – With Real Life Examples

This entry is part 6 of 23 in the series OSMC 2021

Last November OSMC 2021 took place. With me being part of NETWAYS since September 2021 it also has been my first OSMC. In the heart of Open Source many speakers talked about their experiences, shared knowledge and showcased what can be done in the field of monitoring using Open Source.
I have already given a little insight on another talk and would like to do so again.

Logs are a necessity

When it comes to IT infrastructure logs are an essential tool for us humans to understand what the machines are doing. They can tell you a lot about workloads, potential scaling needs and current problems.
Without logs we would not be able to „easily“ adjust to changing circumstances and ever-growing demands.

That is where Marcelo Perazolo (IBM) comes in with his talk to tell us about Open Infrastructure Logs specifically.
Let me give you a brief overview about his talk.

 

Open Infrastructure Foundation / OpenInfra

The Open Infrastructure Foundation (OIF) was initially founded in 2012 to guide and lead the OpenStack project (called the OpenStack Foundation back then). OpenStack itself was started by NASA and Rackspace Technology in 2010 but has been joined by many companies by now.

Today Openstack is maintained by the OIF and the community revolving around OpenStack.

According to the OIF Open Infrastructure means the use of open alternatives for various forms of compute storage and networking. The different open source components should fit together to provide a flexible, scalable and ready to use environment that companies can rely on.

 

Elastic Stack Components

In his example Perazolo depicts a cluster consisting of three nodes, each of which has a controller that sends data to its own Logstash which in turn sends data to Elasticsearch.
There is also one Kibana instance per node. If an instance goes down however HAProxy will point to another instance ensuring that operations can still continue.

 

Requirements for log monitoring

Any log monitoring solution should provide the following:

  • must be able to collect millions of logs per day from different sources
  • ability to filter and streamline logs according to specific criteria
  • capability to visualize large quantities of data in a simple way
  • a way to essentially „zoom“ into data changing from a simple overview to a close up view of specific data

The aforementioned Elastic Stack consisting of

  • Filebeat (for collecting logs)
  • Logstash (for filtering and streamlining data)
  • Elasticsearch (for high performance storage/querying)
  • Kibana (for flexible visualizations)

is one possible solution.

 

After Perazolo talked about the basic requirements and the chosen solution he goes on to explain best practices for collecting and transforming logs and also suggests a way on how to handle constantly growing amounts of logs.

If you would like to know more now, feel free to watch his talk and listen to Marcelo Perazolo for yourself.

Full talk and more from and about OSMC 2021

Watch the whole talk by Marcelo Perazolo here:

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Since OSMC 2021 is unfortunately over we still have something for you: Did you already check out this year’s conference archives? They provide you slides and videos of each talk and also some photographs of the conference itself.

OSMC 2022 will take place from November 14 – 16 and we’re already looking forward  to meeting you all again!

Stay tuned!

Matthias Döhler
Matthias Döhler
Junior Consultant

Über ein paar Umwege ist Matthias nun endlich da gelandet, wo er sich wohl fühlt: in der IT! Bei NETWAYS hat er im September 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich Professional Services begonnen. Wenn er sich zu Hause nicht auch noch mit Themen rund um Linux auseinandersetzt, sieht er sich leidenschaftlich gerne Horrorfilme und solche an, die man als "Trash" bezeichnen könnte. Je seltsamer, desto besser! Den üblichen Beschäftigungen wie Freunde treffen, Bars aufsuchen oder die Sonne im Freien genießen, geht er eben so nach wie pseudophilosophischen Fragen. Daneben spielt er außerdem wahnsinnig gerne Videospiele vergangener Generationen....