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NETWAYS Blog

Jitsi Meetings mit Jibri aufzeichen

Trotz scheinbar eintretender Entspannung bei der aktuellen Corona-Krise ist Videoconferencing nicht mehr wegzudenken. Sei es durch das Umdenken bei den Arbeitgebern zu Homeofficeregeleungen oder bei international gewachsene Teams. Alle müssen irgendwie miteinander kommunizieren. Wir von NETWAYS setzen ja schon seit Beginn der Krise auf Jitsi und konnten damit auch viele Kunden überzeugen, datenschutzkonforme Videokonferenzlösungen einzusetzen.

Neben unserer Jitsi-App (JaaS), welche sich übrigens 30 Tage kostenfrei testen lässt und darüber hinaus auch schon Branding nach eigenen Bedürfnissen anbietet, bauen wir auch Jitsi-Lösungen nach Kundenwunsch. Seien es spezielle Anforderungen an besonders viele gleichzeitige Nutzer, ein komplett eigenes Branding, JWT-Auth, Telefoneinwahl oder Datenschutz-Pop-Up’s.

Inzwischen erreichen uns auch immer öfter Anfragen, die den Wunsch äußern, solche Meetings aufzuzeichnen. Also haben wir uns hier auf die Suche gemacht und Jibri gefunden. Nachfolgend beschreibe ich in aller Kürze, wie man seinen Jitsi-Server dazu bringt Videos aufzuzeichnen. Als Basis hierzu dient ein Ubuntu 20.04 LTS-Server mit bereits eingerichtetem Jitsi.

Alle nachfolgenden Schritte werden als root auf dem Jitsi-Meet Server ausgeführt, hingegen zur offiziellen Dokumentation gibt es ein paar Stolpersteine, welche ich euch gern erspare.

Vorbereitung

Zu Beginn installieren wir die erforderlichen Kernel-Module:

apt install linux-modules-extra-$(uname -r)
apt install linux-generic
reboot
echo "snd-aloop" >> /etc/modules 
modprobe snd-aloop

Nun machen wir den Server mittels Chrome Stable als Client fit:

curl -sS -o - https://dl-ssl.google.com/linux/linux_signing_key.pub | apt-key add echo "deb [arch=amd64] http://dl.google.com/linux/chrome/deb/ stable main" > /etc/apt/sources.list.d/google-chrome.list apt-get -y update apt-get -y install google-chrome-stable

Im nächsten Schritt kommen die Chrome managed-policies dazu:

mkdir -p /etc/opt/chrome/policies/managed
echo ‘{ “CommandLineFlagSecurityWarningsEnabled”: false }’ >>/etc/opt/chrome/policies/managed/managed_policies.json

Der Chrome-Treiber darf natürlich auch nicht fehlen, daher führen wir nun aus:

CHROME_DRIVER_VERSION=`curl -sS chromedriver.storage.googleapis.com/LATEST_RELEASE` wget -N http://chromedriver.storage.googleapis.com/$CHROME_DRIVER_VERSION/chromedriver_linux64.zip -P ~/ unzip ~/chromedriver_linux64.zip -d ~/ rm ~/chromedriver_linux64.zip sudo mv -f ~/chromedriver /usr/local/bin/chromedriver sudo chown root:root /usr/local/bin/chromedriver sudo chmod 0755 /usr/local/bin/chromedriver

Noch weitere benötigte Pakete:

apt install ffmpeg curl alsa-utils icewm xdotool xserver-xorg-input-void xserver-xorg-video-dummy

Installation Jibri

Die eigentliche Jibri-Installation machen wir über apt:

apt install jibri

Ohne Rechte geht natürlich nichts, daher kommen diese auch noch dazu:

usermod -aG adm,audio,video,plugdev jibri

In den nächsten Schritten kommt noch das erforderliche Java hinzu:

wget -O - https://adoptopenjdk.jfrog.io/adoptopenjdk/api/gpg/key/public | sudo apt-key add -
add-apt-repository https://adoptopenjdk.jfrog.io/adoptopenjdk/deb/
apt-get -y update
apt-get install adoptopenjdk-8-hotspot

Wir müssen Java8 als default setzen, dazu ändern wir die nachfolgende Datei:

vim /opt/jitsi/jibri/launch.sh

Hier ändern wir das Wort “java” in den folgenden String “/usr/lib/jvm/adoptopenjdk-8-hotspot-amd64/bin/java”. Danach speichern und schließen wir Datei schon wieder.

Prosody benötigt auch noch eine kleine Änderung. Also kommt das nun direkt (Achtung, Pfad weicht auf die eigene Domain am Ende ab):

vim /etc/prosody/conf.avail/your.domain.com.cfg.lua

Dort hängen wir am Ende einfach an (your.domain.com wieder durch eigene Jitsi-Adresse ersetzen):

-- internal muc component, meant to enable pools of jibri and jigasi clients
Component "internal.auth.your.domain.com" "muc"
modules_enabled = {
"ping";
}
storage = "memory"
muc_room_cache_size = 1000

VirtualHost "recorder.your.domain.com"
modules_enabled = {
"ping";
}
authentication = "internal_plain"

Danach speichern und schließen wir die Datei wieder
Nun bekommt Prosody noch 2 neue Nutzer, die Passwörter “JPwd” und “RPwd” ersetzt man durch eigene, sichere Passwörter und notiert diese für später:

prosodyctl register jibri auth.your.domain.com JPwd
prosodyctl register recorder recorder.your.domain.com RPwd

Jicofo will auch noch eine Änderung, diese beginnen wir durch öffnen des Config-Files:

vim /etc/jitsi/jicofo/sip-communicator.properties

Dort fügen wir die Zeilen ein (Achtung, Domainname anpassen):

org.jitsi.jicofo.jibri.BREWERY=JibriBrewery@internal.auth.your.domain.com 
org.jitsi.jicofo.jibri.PENDING_TIMEOUT=90

Jetzt bringen wir Jitsi selbst wirklich noch bei, eine Aufnahme zu starten (!Domainname):

vim /etc/jitsi/meet/your.domain.com-config.js

hier prüfen wir, ob die folgenden Optionen so gesetzt sind, bzw. fügen den Code ein (!Domain):

fileRecordingsEnabled: true, 
liveStreamingEnabled: true, 
hiddenDomain: 'recorder.your.domain.com',

Der Dateispeicherort bekommt nun auch noch die Rechte, die er braucht, um von Jibri beschrieben zu werden:

mkdir /srv/recordings
chown jibri:jibri /srv/recordings

Zu guter Letzt, muss Jibri noch konfiguriert werden. Nachfolgend ein Beispiel hierfür. Man achte bitte auf das Ersetzen mit dem eigenen, korrekten Domainnamen und die korrekt vergebenen Passwörter:

vim /etc/jitsi/jibri/jibri.conf

jibri {
// A unique identifier for this Jibri
// TODO: eventually this will be required with no default
id = ""
// Whether or not Jibri should return to idle state after handling
// (successfully or unsuccessfully) a request. A value of 'true'
// here means that a Jibri will NOT return back to the IDLE state
// and will need to be restarted in order to be used again.
single-use-mode = false
api {
http {
external-api-port = 2222
internal-api-port = 3333
}
xmpp {
// See example_xmpp_envs.conf for an example of what is expected here
environments = [
{
name = "prod environment"
xmpp-server-hosts = ["your.domain.com"]
xmpp-domain = "your.domain.com"

control-muc {
domain = "internal.auth.your.domain.com"
room-name = "JibriBrewery"
nickname = "jibri-nickname"
}

control-login {
domain = "auth.your.domain.com"
username = "jibri"
password = "JPwd"
}

call-login {
domain = "recorder.your.domain.com"
username = "recorder"
password = "RPwd"
}

strip-from-room-domain = "conference."
usage-timeout = 0
trust-all-xmpp-certs = true
}]
}
}
recording {
recordings-directory = "/srv/recordings"
# TODO: make this an optional param and remove the default
finalize-script = "/path/to/finalize_recording.sh"
}
streaming {
// A list of regex patterns for allowed RTMP URLs. The RTMP URL used
// when starting a stream must match at least one of the patterns in
// this list.
rtmp-allow-list = [
// By default, all services are allowed
".*"
]
}
chrome {
// The flags which will be passed to chromium when launching
flags = [
"--use-fake-ui-for-media-stream",
"--start-maximized",
"--kiosk",
"--enabled",
"--disable-infobars",
"--autoplay-policy=no-user-gesture-required"
]
}
stats {
enable-stats-d = true
}
webhook {
// A list of subscribers interested in receiving webhook events
subscribers = []
}
jwt-info {
// The path to a .pem file which will be used to sign JWT tokens used in webhook
// requests. If not set, no JWT will be added to webhook requests.
# signing-key-path = "/path/to/key.pem"

// The kid to use as part of the JWT
# kid = "key-id"

// The issuer of the JWT
# issuer = "issuer"

// The audience of the JWT
# audience = "audience"

// The TTL of each generated JWT. Can't be less than 10 minutes.
# ttl = 1 hour
}
call-status-checks {
// If all clients have their audio and video muted and if Jibri does not
// detect any data stream (audio or video) comming in, it will stop
// recording after NO_MEDIA_TIMEOUT expires.
no-media-timeout = 30 seconds

// If all clients have their audio and video muted, Jibri consideres this
// as an empty call and stops the recording after ALL_MUTED_TIMEOUT expires.
all-muted-timeout = 10 minutes

// When detecting if a call is empty, Jibri takes into consideration for how
// long the call has been empty already. If it has been empty for more than
// DEFAULT_CALL_EMPTY_TIMEOUT, it will consider it empty and stop the recording.
default-call-empty-timeout = 30 seconds
}
}

Das wars, nun startet man die betroffenen Dienste noch neu und der Aufnahme-Button im Meeting zeigt nun auch die gewünschte Funktion:

systemctl restart jitsi-videobridge2 prosody jicofo
systemctl enable --now jibri

Die Aufnahmen sind nun in /srv/recordings zu finden. Sollte hier noch kein Bild und Ton sichtbar sein, hat final folgende Änderung in der Datei /etc/jitsi/jicofo/jicofo.conf noch Abhilfe geschafft

Man suche sich die Zeile:

trusted-domains: recorder.your.domain.com

und passt sie an, auf:

trusted-domains: [recorder.your.domain.com]

Nach einem letzten Dienstneustart läuft nun alles wie gewünscht.

Schlusswort

Bedenken sollte man, dass Videos gespeichert werden und entsprechend viel Platz verbrauchen. Dies sollte man beim Sizing des Systems beachten. Die Daten sind auch nicht einfach für jeden Teilnehmer herunterladbar, sondern liegen auf dem Jitsi-Server unter /srv/recordings.

Alles in Allem ist dies aber eine wunderbare Lösung, um Workshops mit Kollegen aufzuzeichnen und diese später an neue Kollegen weiter zu geben.

Sobald die Aufzeichnung ausgelöst wird, wird dies allen Teilnehmern auch via Text2Speech mitgeteilt. Im Meeting ist oben neben dem Meetingnamen auch ein Recording-Symbol zu sehen.

Wer ein solches Jitsi haben will, sich aber nicht gern selbst darum kümmert, wäre bei uns genau richtig und sollte den Kontakt zu unseren freundlichen Vertriebskollegen suchen. Unsere Server stehen in Nürnberg und ermöglichen so eine vollständig datenschutzkonforme Videokonferenzlösung.

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Senior Systems Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

Jitsi-Feature – Pop-up-Fenster

Jitsi ist sehr datenschutzfreundlich. Als Videokonferenzlösung halte ich es für eine der Besten auf dem Markt, da es absolut keine Einzelheiten an Dritte weitergibt. So kann man sicher sein, dass die eigenen Daten sicher und geheim bleiben. Jeder Jitsi-Raum wird nur auf Verlangen erstellt und nach Verlassen aller Teilnehmer sogleich gelöscht. Hiernach bleibt an Benutzerdaten nichts zurück – nichts. Jitsi speichert keine Daten, Chat-Historie oder Videodateien. Deshalb wird Jitsi bei denjenigen, die sich um ihre Privatsphäre sorgen, immer beliebter. Das ist aber noch nicht alles! Zusätzlich zur Teilnahme an der Videokonferenz ohne Spuren zu hinterlassen, kann als zusätzliches Feature Kamera und/oder Mikrofon bei Betreten des Raumes defaultmäßig deaktiviert eingestellt werden. Wer noch ein wenig mehr Sicherheit haben möchte, kann die Kommunikation im Raum auch Ende-zu-Ende-verschlüsseln. Was kann man sich mehr wünschen?

Obwohl Jitsi bereits Open Source ist, entsteht immer mal wieder der Kundenwunsch, eine Zustimmungsabfrage einzurichten, bspw. zum Akzeptieren des Datenschutzes, um strengeren europäischen Richtlinien zu genügen. Solche Pop-ups kennen Sie wahrscheinlich schon. Hier zeigen wir unsere Lösung, um das für unsere Jitsi-Kunden umzusetzen. Dies ist eine Eigenentwicklung und bei Jitsi in dieser Form nicht vorgesehen.

Das Pop-up bietet zwei Wahlmöglichkeiten. Wer den Bedingungen zustimmt, die frei formuliert werden können, wird berechtigt, die Jitsi-Instanz zu benutzen und einen Raum zu betreten. Ferner wird ein Cookie gespeichert, damit die Abfrage auf diesem Gerät nicht mehr erfolgen muss. Er wird für 30 Tage lokal gespeichert, verfällt danach und wird ausschließlich für den erläuterten Zustimmungszweck genutzt; wir sammeln oder verteilen keinerlei Daten. Falls man aus irgendwelchen Gründen den Bedingungen nicht zustimmen mag und auf “Ablehnen” klickt, wird man auf die zuvor besuchte Seite abgelenkt. Natürlich kann das Pop-up auch farblich anders gestaltet oder mit einem alternativen Logo versehen werden.

Es ist ebenfalls sehr nützlich, um Kunden/Besucher mit weiteren Informationen zu versorgen und/oder die Video-/Audio-Freigabe zu erläutern, kann aber auch sehr gut als Willkommensnachricht dienen.

Bei NETWAYS arbeiten wir immer hart daran, die neuesten Features zu implementieren und die kleinen Dinge an Ihrem System zu verbessern. Unsere Server werden hier in Deutschland betrieben. Haben Sie weitere Anpassungsideen oder -wünsche? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und teilen uns diese mit!

Andrew Constant
Andrew Constant
Junior Systems Engineer

Andrew ist der NETWAYS Familie 2020 beigetreten. Er absolviert derzeit seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich der NETWAYS Web Services. Der ehemalige Fremdsprachenkorrespondent und aus Northamptonshire stammende Engländer besticht durch seinen Humor und ergänzt das Team sehr gut. Seine Freizeit verbringt er gerne mit der Fotografie aber auch nach wie vor als Tandem Partner für neue Sprachen.

How to NWS: Von der Anmeldung bis zum Starten Deiner Anwendung

This entry is part 1 of 7 in the series How To NWS

Die letzten Blogposts über „How To NWS“ handelten von unseren gesamten NWS Portfolio – aber die Frage ist doch auch „Wie melde ich mich an?“ oder „Wie starte ich eine Anwendung?“ Ganz einfach! Hier erkläre ich es Dir in ein paar Schritten:

1. Welche Anwendung passt am besten zu mir?

Wenn Du auf unsere NWS Website gehst, findest Du ein breites Portfolio an Produkten. Egal, ob Du eine unserer gehosteten Apps starten möchtest, die von Kommunikationstools bis hin zu Monitoring-Apps zur Verfügung stehen, ein OpenStack benötigst oder dann doch ein Kubernetes Cluster – ganz egal! Denn wenn Du Dich für etwas entschieden hast, ist die Anmeldung für Deinen NETWAYS Web Services Account immer gleich 😉

2. Konto erstellen 

Du hast Dich für etwas entschieden oder wusstest schon genau, was Du brauchst? Dann musst Du nur noch auf „Jetzt starten“ klicken und wirst auf unsere „Neues Konto erstellen“-Seite weitergeleitet.

Hier kannst Du auswählen, ob Du den  Account für Dich, Dein Unternehmen oder für eine Schule/Behörde anlegst.

Ausfüllen. Registrieren. Und los geht’s!

 

 

3. Dein NWS-Account im Überblick

Auf der linken Seite hast Du eine vollständige Übersicht. Im oberen Bereich siehst Du Deine gestarteten Anwendungen. Darunter sind die Anwendungen, die Du noch starten kannst und ganz unten findest Du unseren MyEngineer. Wenn Du Hilfe brauchst, kannst Du Dir über den Butten “Book now” ganz einfach Deinen eigenen MyEngineer zur Seite ziehen.

P.S. Unsere Apps sind auch 30 Tage kostenlos, also probiere sie gerne auch aus 😉

4. Beispiel an Jitsi

Wenn Du eine Anwendung gestartet hast, sagt Dir der grüne Punkt, dass sie jetzt aufgesetzt und bereit zum Verwenden ist. Es wird eine Domain (in dem Fall) für Jitsi generiert.

Wenn Dein Unternehmen oder die Schule/Behörde wächst/schrumpft, kannst Du ganz einfach unter “Manage Contract” Dein Paket ändern. Falls Du die Instanz aber auch gar nicht mehr brauchst, kannst Du sie dort natürlich auch kündigen.

Bei “More Information” geben wir Dir ein paar Tipps, wie Deine ersten Schritte aussehen könnten und halten Dich durch Dokumentationen, FAQs und Blogs immer auf dem Laufenden.

Natürlich kannst Du aber auch ein CName oder Deine eigene Domain einfügen. User anlegen/löschen oder vieles mehr nach Deinen Anforderungen einstellen. Das, sowie Dein Admin User + Passwort findest Du unter dem Punkt “Settings”.

 

Sofern Du irgendwelche anderen Fragen hast, kannst Du Dich natürlich immer bei uns melden – wir wollen Dir helfen, Dein Leben einfacher zu machen! 🙂

Also: Entscheiden (falls noch nötig), Registrieren, Anwendung starten, nach Deinen Wünschen und Anforderungen anpassen und los geht’s! 

Leonie Pehle
Leonie Pehle
Junior Sales Manager

Leonie ist seit September 2019 bei NETWAYS und macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. In ihrer Freizeit ist sie aktive Hobbyfotografin, immer auf der Suche nach dem perfekten Schnappschuss. Darüber hinaus ist sie immer im Stadion zu finden,  wenn der 1.FC Nürnberg spielt.

4 Dinge, die neu sind bei NWS Kubernetes

Getreu dem Motto: “you answered – we listened” hat unser NWS-Platform-Team diese Woche für unsere Kunden neue Optionen zum Erstellen von Managed Kubernetes Clustern eingeführt, die im folgenden kurz erläutert und vorgestellt werden:

 

1. Neue Kubernetes Versionen

Das neueste Kubernetes Major Release 1.21 ist jetzt – einen Monat nach dem offiziellem Release – auch für NWS Kunden einsatzbereit! Änderungen und Neuigkeiten findet man wie gewohnt im offiziellen Changelog.

Neben der aktuellen Version 1.21 gibt es weiterhin die Möglichkeit, Kubernetes Cluster in den Versionen 1.18, 1.19 und 1.20 zu erstellen. Die Version 1.18 ist  jedoch bereits “End of Life” und deswegen nicht mehr unbedingt zu empfehlen.

 

Kubernetes Cluster erstellen

2. Private Cluster

Beim Erstellen eines Clusters kann man ab sofort zwischen einem “Private” oder einem “Public” Cluster wählen. Damit wird die Erreichbarkeit der Kubernetes-API des Clusters gesteuert. Ein privater Cluster hat nur eine interne IP und keine weitere öffentliche Floating-IP und ist dementsprechend nur von innerhalb der Kundenumgebung (OpenStack- oder Kubernetes-Projekt) erreichbar oder via VPN.

 

3. Individuelle Subnetze

Ebenso kann beim Erstellen eines neuen Clusters das Subnetz – in dem die Nodes kommunizieren – frei gewählt werden. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn man einen privaten Kubernetes Cluster per VPN mit einem bestehenden Firmennetz verbindet!

 

4. Rotate CA

Das Rotieren der Kubernetes CA kann jetzt über die Web-Oberfläche angestoßen werden. Es wird eine neue Cluster CA erzeugt und entsprechend neue Schlüssel und Zertifikate für Service-Accounts und Kubernetes-Nodes verteilt. Die bestehende kubeconfig-Datei des Administrators muss dann durch eine neue ausgetauscht werden.

 

Kubernetes Tutorials

Wer sich nochmal eine genaue Anleitung, wie man schnell und einfach sein Managed Kubernetes bei NWS aufsetzt, durchlesen möchte, der findet diese und viele weitere Kubernetes Tutorials auf unserer Website. Gerne mal vorbeischauen!

Sebastian Saemann
Sebastian Saemann
Head of Managed Services

Sebastian kam von einem großen deutschen Hostingprovider zu NETWAYS, weil ihm dort zu langweilig war. Bei uns kann er sich nun besser verwirklichen, denn er leitet das Managed Services Team. Wenn er nicht gerade Cloud-Komponenten patched, versucht er mit seinem Motorrad einen neuen Rundenrekord aufzustellen.

How To NWS: MyEngineer

This entry is part 6 of 7 in the series How To NWS

MyEngineer

Heute möchte ich die Übersicht über unser NWS-Portfolio abschließen.

In den letzten Blogs habe ich all unsere technischen NWS-Dienste und deren Möglichkeiten vorgestellt. Du kannst Dir Deine passende App auf unserer Selfservice SaaS-Plattform raussuchen und direkt starten. Diese fährt automatisch hoch und ist innerhalb von weniger als fünf Minuten einsatzfähig. Auf unserer Netways Cloud based on OpenStack kannst Du Dir für Deine Projekte alle nötigen Compute-, Netzwerk und Storage-Ressourcen zusammenstellen, ohne dafür in eigene Hardware investieren zu müssen.  Und mit Kubernetes bekommen all unsere Kunden, die containerbasierte Apps einsetzten wollen, ein extrem performantes und voll gemanagtes Orchestrierungstool.

Komplettiert wird dieses ganze Angebot nun mit der letzten Säule: unserem MyEngineer Support Service.

Wer das nötige Knowhow und die Zeit hat, kann all die vorher genannten Dienste selbst über unser Portal https://my.nws.netways.de/ starten und komplett eigenständig betreiben. Eine Interaktion mit uns ist im Prinzip nicht notwendig. Es gibt aber diverse Situationen, in denen unsere Kunden gerne auf unseren MyEngineer Service zurückgreifen.

  1. Fokus auf die Kernaufgaben

Zum einen gibt es Unternehmen, die sich von der Last der Betreuung Ihrer Infrastruktur befreien wollen. Denn auch wenn man seine Dienste bei einem Hoster betreibt, müssen diese Anwendungen und die Infrastruktur drumherum ja gepflegt werden. Wer also den Kopf frei bekommen möchte, von den Problemen rund um Betrieb und Support und einfach nur eine stets einsatzfähige Anwendung nutzen möchte, der gibt die unliebsamen Arbeiten an den MyEngineer ab. Liegen für den Dienst beispielsweise Updates vor, melden sich die technischen Kollegen, sprechen die gewünschten Time-Slots ab und führen die Arbeiten dann so aus, dass der Arbeitsflow des Kunden möglichst wenig von dem Update-Prozess betroffen ist.

  1. Fehlendes Fachwissen

Der zweite Fall betrifft das umfangreiche Fachwissen, das für den Betrieb von OpenStack oder rund um die Anwendung von Kubernetes nötig ist. Beides sind hoch komplexe Themengebiete und nicht jedes Unternehmen hat die Ressourcen sich in diese tiefgreifend einzuarbeiten. Denn das bedeutet Zeit zu investieren, die die Mitarbeiter dann nicht mehr zur Verfügung haben, um sich um die Belange ihrer Kunden kümmern zu können. Das heißt aber nicht, dass diese Unternehmen die Vorteile von OpenStack und Kubernetes deswegen nicht nutzen können. Denn diese Lücken werden durch unseren MyEngineer-Service gefüllt. Wir haben in unserem Team für jeden Dienst unseres Portfolios diverse Spezialisten, die jahrelange Erfahrung gesammelt und bislang noch für jedes Problem die richtige Lösung gefunden haben. Unsere System Engineers stehen jederzeit (auch 24/7) für alle Probleme und Anliegen mit Rat und Tat zur Seite.

  1. Realisierung individueller Vorstellungen

Und zu guter Letzt kann es vorkommen, dass Du innerhalb Deiner Anwendung ein bestimmtes Feature brauchst, das bislang aber noch nicht realisiert wurde. In enger Absprache schauen wir auf Wunsch gerne, wie wir dieses Feature integrieren können. Einem unserer Kunden war es beispielsweise sehr wichtig, dass sich Mitarbeiter und Kunden auch telefonisch in ihre Jitsi-Videomeetings einwählen können. Dieses Feature gab es in Jitsi noch nicht und so machten wir uns auf die Suche. Innerhalb von kurzer Zeit konnten wir zusammen mit einen Partner die Telefoneinwahl via SIP Trunking bei unserem Kunden erfolgreich integrieren. Da unser Kunde so happy und zufrieden war, haben wir zu diesem Projekt noch eine Success Story machen können. Die gibt es hier:

https://www.netways.de/netways/kunden/thueringer-aufbaubank/

Funktionsweise

Generell funktioniert der MyEngineer folgendermaßen: Du klickst im NWS-Portal auf MyEngineer und schon bekommen wir die Info, dass Du gerne unsere Unterstützung in Anspruch nehmen möchtest. Hierbei buchst Du keine Pauschale, die dann monatlich abgerechnet wird – egal, ob Hilfe geleistet wurde oder nicht.  Nein, wir arbeiten hier auf Zuruf und nach Absprache. Du sagst uns, wo welche Unterstützung nötig ist, und wir setzen diese dann um. Das geht von der voll gemanagten Jitsi Cloud Umgebung (basierend auf OpenStack; inkl. Einrichtung, Wartung und Betrieb) bis hin zum Consulting für beispielsweise die Konzeption einer notwendigen CI-CD-Pipeline für den optimalen Einsatz von Kubernetes. Abgerechnet wird dabei stets nur die Zeit, die in Anspruch genommen wurde. Das Abrechnungsintervall beträgt 15 Minuten. Dabei kannst Du die geleisteten Stunden und die Tickets, mit den jeweiligen Absprachen, jederzeit über unser NWS-Dashboard einsehen. Das sorgt für Kostenübersicht, Transparenz und letztendlich für rundum zufriedene Kunden.  Die MyEngineers bilden somit also den wichtigsten Baustein für unser Rundum-Sorglos-Paket.

Für alle, die sich noch mal ein genaues Bild machen möchten, geht es hier zur MyEngineer-Übersicht: https://nws.netways.de/de/myengineer/

Stefan Schneider
Stefan Schneider
Account Manager

Vor seiner Zeit bei NETWAYS hat Stefan als Projektmanager in einer Nürnberger Agentur dabei geholfen, Werbeprojekte auf die Straße zu bringen. Seit Juni 2017 ist er nun stolzes Mitglied der NETWAYS-Crew. Hier war er zuerst der Ansprechpartner für unserer Schulungen und kümmert sich aktuell um alle Anfragen rund um unser Hostingangebot. Die Freizeit vertreibt sich Stefan am liebsten mit Sport. Vom Joggen über Slacklining bis zum PennyBoard fahren ist er für alles zu haben.