Github Topics – Ein kleiner Blick in die Zukunft

Wir sind seit einiger Zeit damit beschäftigt, Icinga Exchange in neuem Licht erstrahlen zu lassen. Neben einem neuen Design wird es allerdings auch einige andere Änderungen und Neuerungen geben.
Eine dieser Neuerungen wird eine stärkere Github Integration sein. Wir werden unter anderem die bisher notwendige yaml Datei ablösen, indem wir Details über von Github synchronisierte Projekte über die API von Github abrufen. Dabei ist uns eine neue Funktion von Github ins Auge gefallen: Topics.
Diese ist seit Anfang des Jahres verfügbar und erlaubt es einem Repository bestimmte Begriffe zuzuordnen, ganz ähnlich den auf Icinga Exchange bekannten Tags. Mit der üblichen URL um Details zu einem Repository abzurufen wird man jedoch nicht fündig:

https://api.github.com/repos/<owner>/<repository>


Aktuell fand diese Funktion noch keinen Einzug in die offizielle API. Stattdessen muss man explizit angeben, eine bestimmte preview Version der API benutzen zu wollen, damit zugeordnete Topics in den Details ebenfalls erscheinen.
Dies erreicht man bei Github mit bestimmten media types im Accept header:

Accept:application/vnd.github[.version].param[+json]

(Alle preview Versionen gibt es hier)
Um also über die API auf die Topics zuzugreifen, wird folgender media type benötigt:

Accept:application/vnd.github.mercy-preview


In der Antwort der API erscheint daraufhin ein neuer Eintrag:

{
  ...
  "topics": [
    "exchange",
    "icinga",
    "snmp"
  ],
  ...
}


Weil diese Funktion aber noch nicht Bestandteil der offiziellen API ist, werden wir vermutlich vorerst davon absehen diese in Icinga Exchange zu benutzen. Wir hoffen jedoch, dass sie bald Bestandteil der offiziellen wird oder absehbar ist, dass sie es sicher werden wird.
Ach, bevor Ihr fragt: Nein, wir haben noch keinen Release Zeitpunkt für die neue Version von Icinga Exchange. Aber vermutlich noch dieses Jahr. 😛

Johannes Meyer
Johannes Meyer
Developer

Johannes ist seit 2011 bei uns und hilft bei der Entwicklung zukünftiger Knüller (Icinga2, Icinga Web 2, ...) aus dem Hause NETWAYS.

check_cache (is back)

check_cache_workflowEs gibt Dinge im Leben die einfach nicht tot zu kriegen sind. Deswegen haben wir, frei nach dem Motto “Totgesagte leben länger”, unser gutes altes check_cache etwas aufpoliert.
Für alle die sich nicht mehr an den ersten Blogpost erinnern können, check_cache ist Jahrgang 2009 (Südhang, spätlese) und funktioniert grob gesagt wie ein intelligentes check_by_ssh das beim Ausführen mehrere Checks gebündelt verarbeitet. Somit spart man sich in größeren Umgebungen ziemlich viele SSH-Sessions, was einem irgendwann von den Netzwerkern gedankt wird.
In der nun aktuellen Version 1.2.2 sind viele Bugfixes enthalten. In den Bereichen “XML Escaping” und “Exit Codes” wurde etwas mehr korrigiert.
check_cache steht auf exchange.icinga.org zum Download bereit.

Tobias Redel
Tobias Redel
Head of Professional Services

Tobias hat nach seiner Ausbildung als Fachinformatiker bei der Deutschen Telekom bei T-Systems gearbeitet. Seit August 2008 ist er bei NETWAYS, wo er in der Consulting-Truppe unsere Kunden in Sachen Open Source, Monitoring und Systems Management unterstützt. Insgeheim führt er jedoch ein Doppelleben als Travel-Hacker, arbeitet an seiner dritten Millionen Euro (aus den ersten beiden ist nix geworden) und versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Migration auf Exchange Server 2013

Nachdem wir als Mailserver schon immer Microsoft Exchange im Einsatz haben und wir bisher auch zufrieden damit sind, hatten wir uns für die Migration von Exchange 2010 auf Exchange 2013 entschieden.
Hier einige Neuerungen im Überblick:

  • Es wird kein MAPI-Protokoll mehr verwendet, sondern bindet auch interne Clients per RPC über HTTPS (Outlook Anywhere) an die Postfächer an.
  • Die Serverrollen Hub-Transport und Unified-Messaging hat Microsoft gestrichen. Die Funktionen übernehmen die Postfach- und die Clientzugriffserver.
  • Die Exchange-Verwaltungskonsole und die webbasierte Exchange-Systemsteuerung von Exchange Server 2010 wurde zur neuen Exchange Administrative Console (EAC) zusammengefasst. Die Bezeichnung ist nun Exchange-Verwaltungskonsole, hat aber nichts mehr mit der alten Konsole in Exchange Server 2010 gemeinsam.
  •  Der Postfachserver umfasst alle Serverkomponenten aus Exchange 2010:  Clientzugriffsprotokolle, Transportdienst, Postfachdatenbanken und Unified Messaging. Der Postfachserver verarbeitet alle Vorgänge für die aktiven Postfächer auf dem lokalen Server.
  • Für den E-Mail-Transport in Exchange Server 2013 sind die drei Dienste Front-End Transport Service (FET), Hub Transport Service (HT) und Mailbox Transport Service (MT) zuständig. Diese Dienste gehören jetzt zur Postfachserver-Rolle. Hub-Transport-Server gibt es nicht mehr.
  • Erhöhte Sicherheit und integrierter Virenschutz.

Diese Systemvoraussetzungen sind zu beachten:

  • Der Exchange Server 2013 kann in Organisationen mit Exchange Server 2007 SP3 und Exchange Server 2010 SP3 betrieben werden. Exchange Server 2003 ist nicht kompatibel zu Exchange Server 2013.
  • Als Betriebssystem muss Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2012 laufen.
  • Die Domäne und die Gesamtstruktur muss mindestens mit der Funktionsebene Windows Server 2003 betrieben werden.
  • Exchange Server 2013 nutzt IPv6 und IPv4 zur Kommunikation. Auch wenn Sie im Netzwerk IPv6 nutzen, muss IPv4 aktiv sein.

Da es schon viele gute Howtos im Netz gibt, spar ich mir das und verweise hier auf 3 Seiten die mich bei der Migration sehr gut unterstützt haben.
John Lose – Link
Frank Carius – Link
Frankys Web – Link

Martin Schuster
Martin Schuster
Senior Systems Engineer

Martin gehört zu den Urgesteinen bei NETWAYS. Wenn keiner mehr weiss, warum irgendwas so ist, wie es ist, dann wird Martin gefragt. Er hat es dann eigentlich immer mal schon vor Jahren gesehen und kann Abhilfe schaffen :). Vorher war er bei 100world als Systems Engineer angestellt. Während er früher Nürnbergs Partykönig war, ist er nun stolzer Papa und verbringt seine Freizeit damit das Haus zu renovieren oder zieht einfach um und fängt von vorne...

Neue Plattform für NagiosForge-Projekte

Bereits vor einigen Wochen wurde der DNS-Eintrag auf unsere NagiosForge.org geändert und die entsprechenden Projekte waren dort leider nicht mehr erreichbar. Seit einigen Tagen stehen diese nun auf einer neuen Plattform zur wieder zur Verfügung.
Unter forge.monitoringexchange.org sind nun alle früheren Projekte wie das bekannte Business Process Addon, NagTrap und viele andere Erweiterungen aus der Community wieder erreichbar.
Das Business Process Addon ist zudem auch unter einer eigenen Subdomain bp-addon.monitoringexchange.org zu erreichen. Gerne bieten wir auch neuen Projekten einen Platz und werden auch in Zukunft weiter an der Integration und Leistungsfähigkeit der Plattform arbeiten. Im kommenden Jahr werden wir auch im Bereich von MonitoringExchange.org wieder Gas geben und haben bereits mit der Umsetzung begonnen.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Neuigkeiten bei Xen und Bacula

XEN4
Seit dem 7. April ist die neue Version des freien Hypervisors Xen verfügbar.  Der wichtigste Punkt für uns hierbei ist das XEN 4 nun endlich die offizielle Virtualisierungsschnittstelle des Linux-Kernels verwendet. Mit Unterstützung des aktuellen Kernel-Schnittstelle (pv_ops) und der aktuellen Kernel-Version zieht XEN hier mit KVM gleich und schliesst einen häufig kritisiertern Architekturansatz.

Zusätzlich können die Windows-Gäste jetzt auch im freien Xen die von Microsoft zertifizierten Treiber für die Optimierung von Platten- und Netzwerkzugriffen verwenden. Das beschleunigt ein virtualisiertes Windows-System unter Xen merklich und macht die Aktivierung des Testmodus der verfügbaren Treiber überflüssig.
BACULA 5.0.1
Wir verwenden für unser Backup schon seit langem das Open Source Tool Bacula, mit dem wir bisher auch sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Nun konnten wir den Director und sämtliche Clients auf die Version 5.0.1 aktualisieren.  Auch wenn wir noch nicht alle neuen Features die mit der neuen Version gekommen sind im Detail getestet und eingesetzt haben, verdient ein neues interessantes Feature besondere Beachtung.

Der neue Bacula Client bietet nun eine Plugin-Unterstützung für Microsoft Exchange Server 2003/2007.  Zwar ist es noch nicht möglich einzelne Postfächer wieder herzustellen, jedoch kann man sich hier mit der Recovery Storage Group recht einfach helfen. Sie ermöglicht das Recovery eines Backups parallel zur Produktion und den Zugriff auf einzelne Objekte über ein mitgeliefertes MMC-Plugin. Wir werden uns das die Tage mal im Detail ansehen.

Martin Schuster
Martin Schuster
Senior Systems Engineer

Martin gehört zu den Urgesteinen bei NETWAYS. Wenn keiner mehr weiss, warum irgendwas so ist, wie es ist, dann wird Martin gefragt. Er hat es dann eigentlich immer mal schon vor Jahren gesehen und kann Abhilfe schaffen :). Vorher war er bei 100world als Systems Engineer angestellt. Während er früher Nürnbergs Partykönig war, ist er nun stolzer Papa und verbringt seine Freizeit damit das Haus zu renovieren oder zieht einfach um und fängt von vorne...

Bacula sichert Exchange

Bacula ist ein sehr mächtiges Open Source Backup System. Im Prinzip bietet es alle Features, die kommerzielle Systeme auch bieten, beispielsweise einen Backup Katalog, Pools, Ansteuerung aller möglichen Devices und Changer, Spooling oder disk2disk2tape. Nur bei den Agenten bietet es keine so große Auswahl, denn es gibt eigentlich nur Agents zum Sichern von Files unter Unix/Linux und Windows. Teure Systeme punkten da natürlich mit Agents für Exchange Server, Oracle Datenbanken oder offene Files. Damit kann man diese Daten auch Hot sichern, also ohne den entsprechenden Server zu beenden. Ohne diese Agenten, bleibt meist nur ein Cold Backup, also den Server beenden, die Files sichern und dann den Server wieder starten.
Meistens liefern aber all diese Datenbanksysteme ein kleines Backuptool mit aus. Damit kann man zumindest ein Backup auf Disk ziehen. Diese temporäre Sicherung lässt sich dann mit Bacula auch remote speichern. Bei Exchange kann man entweder die Postfächer mit dem Tool Exmerge in PST Dateien exportieren oder mit ntbackup eine lokale Sicherung machen. Im Microsoft Technet gibt es eine ganz gute Beschreibung, wie die ihren eigenen Exchange Cluster sichern und dabei das Backupfenster möglichst klein halten. In Kombination mit Bacula ergibt das eine sehr mächtige, aber kostenlose Lösung.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Servicepack 3 für Exchange Server 2000

Für den Exchange 2000 Server Standard und Enterprise ist ein neues Service Pack erschienen. Das SP3 bringt Kompazibilität zu den .NET Server, beseitigt über 100 Fehler und bringt Updates im Rahmen der “Trustworthy Computing” Initiative von Microsoft.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.