Vor einiger Zeit sind wir ja bereits auf SOAP intensiv eingegangen. SOAP ist zwar zu Beginn oft Komplex und konfrontiert die Entwickler mit einer etwas anstrengenderen Lernkurve, spielt jedoch auf der Geraden den ein oder anderen Vorteil in Bezug auf komplexe Übermittlungen in heterogenen Umgebungen aus.
REST steht für REpresentational State Transfer und beschreibt ein Architekturmodell, dass man täglich an vielen Stellen des WWW, seinem logischen Vorbild, wiederfindet. Während SOAP “nur” ein Transfermedium von Nachrichten ist, hat REST eine konkrete Vorstellung wie mit entsprechenden Schnittstellen umgegangen wird.
Hierfür stehen die klassischen Web-Methoden GET, POST, PUT und DELETE zur Verfügung. Abhängig von Ihrer Verwendung ist somit auch die grundlegende Funktion beschrieben.
Ein Beispiel:

GET http://rest.service.de/hosts/server1/status

Hier ist klar zu erkennen, dass die Ressourcenauflösung über Pfade dazu verwendet wird ein Objekt eindeutig zu identifizieren und den Status zu ermitteln. Soll ein neuer Status hinzugefügt werden, kann das folglich mit einem POST-Request erfolgen. Die Ausgabe des REST-Kommandos ist im Vergleich zu SOAP nicht im Detail spezifiziert, jedoch wird häufig XML verwendet, da sich die Weiterverarbeitung deutlich einfacher gestaltet. Über den Verweis auf anderer REST-Ressourcen mit Hilfe der sogenannten XLinks’s können auch hierarchische Beziehungen abgebildet und aufgelöst werden.
In dieser Einfachheit liegt der klare Vorteil von REST, da sich der Entwickler, mit Ausnahme der strukturierten Verzeichnisauflösung, an keine definierten Übertragungsformate halten muss und die Anwendung leichtgewichtig gestalten kann. Daraus ergibt sich jedoch auch eine stark verzahnte Kommunikationsebene zwischen Client und Server, da der Spezifikation kein Routingmodell hinterlegt ist.
Die Entscheidung für SOAP oder REST ist, wie bereits im vorhergehenden Artikel erläutert, abhängig vom Bedarf an Komplexität und der Möglichkeit komplexere Transaktionen zu bündeln und zu routen. Der überwiegende Teil an Systemen wird jedoch leicht mit REST auskommen und von den agilen Möglichkeiten profitieren.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.