99004_w01_maxEin “Dauerbrenner” bei NETWAYS – die Heizung – einmal eingeschaltet, Brückentage, Wochenende und schon schnellt der Wärmemengenzähler in die Höhe. Bei unseren Büroflächen kommen hier schnell beträchtliche Summen zustande. Vor einiger Zeit schon, haben wir uns mit Raumthermostaten von Conrad auseinander gesetzt. Die Conrad-Regler bilden in jedem Raum eine eigene Zentrale, dies bedarf einer sehr langwierigen Erstkonfiguration und intensiver Pflege. Dann scheint das System zu funktionieren – vorerst, denn die Batterien von den Empfangseinheiten an der Heizung gehen schnell in die Knie.
MAX! Cube Lan Gateway: Nachdem wir die alten Standardthermostate wieder angebaut hatten, merkten wir schnell, dies ist keine Dauerlösung – denn auch hier werden Heizungen am Nachmittag vergessen und jeder muss selber die Temperatur runter drehen – morgens war es dann zu kalt usw… Ich machte mich auf die Suche nach verschiedenen Lösungen – am Ende hat ich zwei potentielle Kandidaten zur Hand – einmal die HomeMatic CCU und einmal den MaxCube Lan-Gateway.
Zuerst testete ich die HomeMatic – ein tolles Gerät, aber für unseren Verwendungszweck einfach oversized und mit den Reglern fürs ganze Office fast doppelt so teuer wie MAX!. HomeMatic ist ein System für die komplette Hausautomatisierung – das haben wir ja gar nicht vor, dementsprechend sind die Konfigurationsmöglichkeiten unbeschränkt nutzbar.
Nun habe ich mir ein MAX-Cube LAN Gateway und zwei Funk-Heizkörperthermostate (mit Display und Stellrad) von Max! bestellt, um den Demobetrieb bei uns im Sales-Büro anzugehen. Ein erstaunlich einfaches und übersichtliches System. Aufbauen, Software installieren, Thermostate anbauen – fertig.
Nutzen/Konfiguration: Wir versprechen und von der Max-Lösung ein simples Verhalten: In der Nacht und am Wochenende werden die Temperaturen so abgesenkt, dass das Büro nicht komplett auskühlt, aber kräftig Energie eingespart wird. Denn jedes Grad mehr im Raum entspricht ca. 6% mehr Energieaufwand. Damit meine Kollegen Montag-Morgen nicht frieren müssen, wird rechtzeitig eine “normale” Arbeitstemperatur eingestellt – wer es noch wärmer mag, kann sich selbst am Thermostat die Wunschtemperatur einstellen. Und nun kommt der eigentliche Nutzen: Die eingestellten Temperaturen werden kurz vor Geschäftsschluss wieder in den Nachtmodus versetzt, so kann die Heizung noch etwas Restwärme abgeben und dann in den Sparmodus übergehen – ohne das jemand vergisst die Heizung abzustellen.
Wichtig für die Einrichtung: Die Heizung in der Nacht komplett abzuschalten ist wirtschaftlich auch nicht sinnvoll, denn die dadurch eingesparte Energie wird wieder beim nächsten Heizen für die Grunderwärmung notwendig. Bei einer Raumtemperatur von tagsüber 20°C sind also ca. 14-15°C Absenkungstemperatur zu empfehlen.
Mehrere Heizungen in einem Raum: Auch hier zeigt das System von MAX! wieder seine Stärken: Obwohl der “User” noch altmodisch an der Heizung die Temperatur einstellt, wird dieser Wert an alle anderen Heizungen im Raum übertragen. Manch einer mag sich denken: “das will man doch gar nicht!” Doch das will man, denn nur wenn man mit allen Heizungen den Raum heizt wird schnell und effizient die Wunschtemperatur erreicht. Darüber hinaus ist es möglich am Gateway selber via Weboberfäche noch Maximaltemperaturen, Wochenprogramme und viel mehr einzustellen, natürlich kann der Betrieb auch manuell geregelt werden (also ohne Wochenprogramm), jedoch wollen wir genau das unterbinden, dass nicht immer irgend eine Heizung auf 100% über einen langen Zeitraum läuft.
Fenstersensoren/Raumregler: Bei MAX! ist es auch möglich noch zusätzliche Fensterkontakte zu installieren, diese geben bei geöffneten Fenstern ein Signal an das Gateway zurück und dieses wiederum regelt dann die Heizung auf 0% (Fensterbetrieb). Zusätzlich können noch zentrale Raumregler dazu gekauft werden, dies ist meiner Meinung nach nur bedingt nützlich, da alle an den Thermostaten eingestellten Temperaturen auf die anderen Heizungen im Raum noch weiter gegeben werden – wozu dann ein Raumregler? Eventuell wenn alle Thermostate im Raum nicht zugänglich sind.
Wofür ist MAX! geeignet: Das System von MAX eignet sich eigentlich nur für die Verwendung mit Zentralheizungen oder Fernwärmeheizungen. Denn eine Gasetagenheizung läuft in der Regel solange, bis die Temperatur bei dem Raumthermostat (meist gibt es nur eins) erreicht ist, deshalb nützt MAX in diesem Fall leider wenig.
Was kostet MAX!?: Das System von MAX! ist im Vergleich zu Homematic sehr günstig, das Gateway ist bereits für ca. 50€ brutto, die Raumregler mit Display bereits ab 30 € brutto/Stück zu haben.
Wo sind die Grenzen von MAX!?: Jedes Gateway kann 10 Räume und/oder maximal 50 Clients (z.B. Heizungen) verwalten, auch der Entfernung der Regler zum Gateway sind logischerweise Grenzen gesetzt. Die maximale Entfernung wird im Freifeld mit 100m angegeben.
Mobile Apps/Internetsteuerung: Natürlich kann das System auch auf Wunsch von extern via Apps oder einem Online-Portal gesteuert werden – dies ist insbesondere sinnvoll, wenn man selten zu Hause ist. Dadurch bekommt man die Möglichkeit noch vor dem Eintreffen schon einmal vorzuheizen.
Alternative Software: Es gibt auch eine alternative Software mit einigen Verbesserungen – diese nennt sich maxbuddy.
Wo kann man es kaufen: MAX! kann man auch direkt beim Hersteller kaufen – also z.B. hier:

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Support Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.