Der Sommer kommt!

Klar freut sich jeder, wenn der Sommer kommt und auch ein bisschen bleibt. Für unsere Hardware in den Rechenzentren sind die von uns herbeigesehnten Urlaubstemperaturen aber oft nicht das Gelbe vom Ei. Jeder Admin weiß, wie wichtig es daher ist, einen schnellen und fehlerfreien Überblick über die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte im Rechenzentrum und in den Racks zu haben.

An diesem Punkt kommt dann das Monitoring mithilfe von Hardware ins Spiel. Wer nicht viel Schnick-Schnack braucht und sich vornehmlich um Temperatur und Luftfeuchtigkeit Gedanken macht, dem sei der NETWAYS Monitor empfohlen. Was Sie erwartet sehen Sie im folgenden Abschnitt:

Die Überwachung der Temperatur und der Luftfeuchte innerhalb Ihrer Serverräume und Rechenzentren ist gesichert. Der NETWAYS Monitor sticht mit seinem robusten Metallgehäuse, das im bekannten NETWAYS-Orange lackiert wurde, gleich ins Auge. Er verfügt über 4 RJ45-Anschlüsse, an die bis zu 4 Kombisensoren (Temperatur und Luftfeuchte) angeschlossen werden können. Volle SNMP-Kompatibilität und TLS-Verschlüsselung bei der E-Mail-Alarmierung sind für uns Standard.

Verpassen Sie keine Warnmeldung über die Änderung der Temperatur und/oder Luftfeuchte mehr. Setzen Sie wie wir auf die angesprochene verschlüsselte E-Mail-Alarmierung Ihres NETWAYS Monitors. Unabhängig davon können Sie sich von der Übersicht in unserem Webinterface überzeugen. Hier können Sie die Sensoren verwalten und tracken. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit für Showcases oder Tests Daten zu simulieren. Die Messpunkte der Graphen ändern ihre Farbe sobald eine Veränderung der Umwelteinflüsse stattfindet.

Features im Überblick

  • Integration durch SNMP in Ihre Icinga-Umgebung
  • intuitive Weboberfläche
  • alle Sensoren im Blick
  • Sensoren können einzeln konfiguriert werden
  • Detailansicht aller Daten
  • Anpassen von Schwellwerten
  • Visualisierung der Zustände durch Farben
  • Alarmierung per Mail

Um den NETWAYS Monitor in Ihre Icinga-Umgebung einzubinden, können Sie sich das entsprechende Plugin auf exchange.icinga.com kostenfrei herunterladen. Damit gelingt die Integration noch schneller und sauberer.

Wer sich den NETWAYS Monitor genauer ansehen möchte, kann sich bei uns im Shop gerne einen Überblick verschaffen. Bei Fragen rund um unsere angebotene Hardware können Sie uns per Mail erreichen – wir helfen wie immer gerne weiter!

 

Nicole Lang
Nicole Lang
Sales Engineer

Ihr Interesse für die IT kam bei Nicole in ihrer Zeit als Übersetzerin mit dem Fachgebiet Technik. Seit 2010 sammelt sie bereits Erfahrungen im Support und der Administration von Storagesystemen beim ZDF in Mainz. Ab September 2016 startete Sie Ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration bei NETWAYS, wo sie vor allem das Arbeiten mit Linux und freier Software reizt. In ihrer Freizeit überschüttet Sie Ihren Hund mit Liebe, kocht viel Gesundes, werkelt im Garten, liest...

Das etwas größere Schwarze: Der Expert Net Control von Gude

Auch diese Woche möchten wir Euch ein Produkt der Firma Gude vorstellen: Hinter der Expert Net Control 2111-Serie versteckt sich ein Monitoring System mit 4 Relaisausgängen und 12 passiven Signaleingängen.

Der Expert Net Control 2111 bietet verschiedene Möglichkeiten des Fernwirkens über das TCP/IP-Netzwerk. Das Gerät verfügt über 4 einzeln schaltbare Relaisausgänge und 12 passive Signaleingänge zur Abfrage von NO/NC-Geräten. Jeder Signaleingang verfügt über eine Dreifachklemme mit Masse- und 12 V-Anschluss, so dass zusätzlicher Verkabelungsaufwand entfällt. Neben zwei Anschlüssen für Steckernetzteile zur redundanten Stromversorgung ist beim Expert Net Control 2111-2 die Versorgung über Power-over-Ethernet (PoE) möglich.

Das Monitoring System ist mit gut ablesbaren LED-Displays ausgestattet, die unter anderem über Sensorwerte, Stromversorgung und den Status der Eingänge/Ausgänge informieren. Dank 4 Sensoranschlüssen lässt sich das Gerät mit optional erhältlichen Sensoren zu einem Überwachungssystem ausbauen, das neben Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit auch Luftdruck, Leckage und Rauch meldet. Das stabile Metallgehäuse des Expert Net Control 2111 verfügt über vielseitige Befestigungsmöglichkeiten.

 

Zusammenfassung der wichtigsten Features

  • 4 schaltbare, potenzialfreie Relaisausgänge
  • 12 passive Signaleingänge mit 12V-Anschluss
  • 2 Eingänge zur redundanten Stromversorgung
  • Power-over-Ethernet integriert (2111-2)
  • 4 Anschlüsse für optionale Sensoren (hot-plug)
  • IPv6, SNMPv3, SSL, Telnet, Radius, Modbus TCP
  • Stabiles und hochwertig verarbeitetes Metallgehäuse

Für alle, die dieses Gerät in Ihr Icinga 2 einbauen möchten, gibt es auf exchange.icinga.com natürlich auch das entsprechende Plugin: check_gude

Wer sich den Gude Expert Net Control 2111 genauer ansehen möchte, kann sich bei uns im Shop gerne einen Überblick verschaffen. Bei Fragen rund um unsere angebotene Hardware könnt Ihr uns per Mail erreichen – wir helfen wie immer gerne weiter!

Nicole Lang
Nicole Lang
Sales Engineer

Ihr Interesse für die IT kam bei Nicole in ihrer Zeit als Übersetzerin mit dem Fachgebiet Technik. Seit 2010 sammelt sie bereits Erfahrungen im Support und der Administration von Storagesystemen beim ZDF in Mainz. Ab September 2016 startete Sie Ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration bei NETWAYS, wo sie vor allem das Arbeiten mit Linux und freier Software reizt. In ihrer Freizeit überschüttet Sie Ihren Hund mit Liebe, kocht viel Gesundes, werkelt im Garten, liest...

Das kleine Schwarze: Die Expert Sensor Box von GUDE

Mit der Expert Sensor Box 7213 / 7214 von GUDE kann die eigene Infrastruktur umfassend überwacht werden.

 

Bei der Expert Sensor Box 7213 / 7214 handelt es sich um ein Rack- bzw. Remote Monitoring System (RMS), das eine zügig eingerichtete Überwachung der Umgebung ermöglicht. Integrierte Temperatur-, Feuchtigkeits- und Luftdruck-Sensoren, Relaisausgänge und Signaleingänge erlauben es, den Schutz vorhandener Infrastrukturzu gewährleisten. Dank eMail-Alarmierung oder Zugriff per Web-Anwendung und Smartphone-App kann schnell auf wichtige Ereignisse oder Ausfälle reagiert werden. Durch konfigurierbare Schwellenwerte lassen sich ereignisbasierte Schaltvorgänge auslösen. Abhilfemaßnahmen bei kritischen Zuständen können damit nahezu in Echtzeit eingeleitet werden.

 

Typische Anwendungsfälle

• Frühzeitiges Einschalten von Kühlungssystemen bei Überhitzung
• Optimieren von Heizungssystemen
• Alarmierung bei Überflutungs- und Brandereignissen
• Erkennen von Ausfällen von Klimaanlagen oder Kühlungssystemen
• Überwachen von Heizung, Lüftung und Klimatechnik (HLK)

 

Besonders attraktiv an der GUDE Expert Sensor Box 7213 / 7214 ist ihr kleiner Formfaktor: Das Gehäuse misst gerade mal 10 x 9 cm bei einer Dicke von 3,4 cm. Hinzu kommt lediglich der Sensorstift mit einer Länge von knapp 10 cm. Auch sind die Geräte mit PoE-Ausstattung erhältlich und überzeugen zusätzlich durch die leichte Anbindung nicht nur an Eure Hardware- sondern auch Software-Umgebung.

Einfach klasse, wenn das kleine Schwarze eben mal nicht nur gut aussieht!

Wer sich die GUDE Expert Sensor Box 7213 / 7214 genauer ansehen möchte, kann sich bei uns im Shop gerne einen Überblick verschaffen. Bei Fragen rund um unsere angebotene Hardware könnt Ihr uns per Mail erreichen – wir helfen wie immer gerne weiter!

Nicole Lang
Nicole Lang
Sales Engineer

Ihr Interesse für die IT kam bei Nicole in ihrer Zeit als Übersetzerin mit dem Fachgebiet Technik. Seit 2010 sammelt sie bereits Erfahrungen im Support und der Administration von Storagesystemen beim ZDF in Mainz. Ab September 2016 startete Sie Ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration bei NETWAYS, wo sie vor allem das Arbeiten mit Linux und freier Software reizt. In ihrer Freizeit überschüttet Sie Ihren Hund mit Liebe, kocht viel Gesundes, werkelt im Garten, liest...

Frisch im NETWAYS Shop eingetroffen …

… ist das Cinterion® EHS6T USB-Modem des Herstellers Gemalto.

Gemaltos neue Reihe der Cinterion® 3G Smart Terminals hebt die Einfachheit von M2M auf ein völlig neues Level. Durch die Nutzung von Gemaltos neuer Embedded Java® Technologie erlauben die Plug-and-Play-Lösungen, die mit einem HSPA+ Baseband mit 5 Frequenzen arbeiten, schnelle und sichere Wireless TCP/IP Verbindungen auf der ganzen Welt, die in einer Vielzahl von Industrieanwendungen wie Messverfahren, Remote Monitoring, Transport, Sicherheit und vielen anderen eingesetzt werden. Die Cinterion Gateways werden in einem kompakten und robusten Gehäuse mit integriertem SIM-Karten-Slot und Montageoptionen geliefert.

Angeboten werden flexible, kostengünstige Lösungen, die den Internet-of-Things Horizont erweitern. Durch das Out-of-the-Box-Konzept wird vor allem die Integration in die eigene Umgebung erheblich vereinfacht, was auch an der technischen Unterstützung der meisten Provider weltweit liegt.

Wer gerne weitere Details zum EHS6T haben möchte, kann sich das Gerät bei uns im Shop ansehen oder sich das Datasheet von Gemalto zu Gemüte führen. Bei Interesse und Fragen stehen wir Euch gerne unter shop@netways.de zur Verfügung!

Nicole Lang
Nicole Lang
Sales Engineer

Ihr Interesse für die IT kam bei Nicole in ihrer Zeit als Übersetzerin mit dem Fachgebiet Technik. Seit 2010 sammelt sie bereits Erfahrungen im Support und der Administration von Storagesystemen beim ZDF in Mainz. Ab September 2016 startete Sie Ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration bei NETWAYS, wo sie vor allem das Arbeiten mit Linux und freier Software reizt. In ihrer Freizeit überschüttet Sie Ihren Hund mit Liebe, kocht viel Gesundes, werkelt im Garten, liest...
FM Empfänger mit dem Raspberry Pi 3

FM Empfänger mit dem Raspberry Pi 3

Es gibt viele Projekte für Einsteiger, um mit einem Raspberry Pi kleineres zu realisieren. Unter anderem ein FM Empfänger, wofür die folgende Anleitung genutzt werden kann.

Materialien: 

  1. Raspberry Pi 3
  2. Female Female Jumper
  3. Tea5767 Modul
  4. Lautsprecher (Beispiel)
  5. AUX Kabel

Vorgehen: 

1) Die mitgelieferte SD Karte enthält bereits ein Noob OS, womit Raspian installiert werden kann. Sollte ein anderes Kit ohne Karte bestellt werden, braucht man natürlich auch eine SD Karte. Noob OS dann einfach herunterladen, entpacken und auf die Karte kopieren

2) I2C aktivieren via: sudo raspi-config
-> Interfacing Options
-> I2C
-> YES

3) Der Raspberry Pi muss natürlich auch mit dem Modul verbunden werden. Hierzu werden die Female-Female Jumper benutzt.
Raspberry Pi    Tea5767
5V              5V
SDA.1           SDA
SCL.1           SCL
GND             GND

Auf welche Pins nun genau gesteckt werden muss, kann mittels gpio readall herausgefunden werden. Falls SDA.1 und SCL.1 bereits in Verwendung sind, kann auch auf 0 oder 2 ausgewichen werden.

4) Ob das Modul auch erkannt wurde, wird folgendermaßen überprüft:
i2cdetect -y 1
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 a b c d e f
00: -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
10: -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
20: -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
30: -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
40: -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
50: -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
60: 60 -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
70: -- -- -- -- -- -- -- --

Die “1” steht hier für SCl.1 und SDA.1 – sollte SDA.0 und SCL.0 verwendet worden sein, muss der Command entsprechend angepasst werden.  Wenn in der angezeigten Tabelle keine Zahl erscheint, wird das Modul nicht erkannt. Dies liegt meist an einer falschen Verkabelung oder einem defekten Modul.

5) Aus einer anderen Anleitung haben wir uns eines Links zum Code bedient, das den Tea5767 steuert. Es kann hier natürlich selbst auch ein Skript geschrieben werden, wenn tiefere Einblicke gewünscht sind. Hierfür wird python3 benötigt sowie verschiedene Module. Beim ersten Aufruf des Skriptes wird aber mitgeteilt, ob etwas nachinstalliert werden muss, oder nicht. Falls das der Fall ist, kann mit pip3 install $modul entsprechend nachjustiert werden.
Unter /home/pi ein neues Verzeichnis (z.B.: PiFM) erstellen und das Skript dort ablegen.

6) Mit python3 radio.py kann nun der eigentliche Radio gestartet werden. Es empfiehlt sich, das Skript kurz durchzulesen, da der Radio über Tasten gesteuert wird. So wird mit “W” die Frequenz um +1 verändert, mit “E” um +0.1

Alles in allem ist das ein schönes Projekt um erste Eindrücke in die Funktionsweise eines Raspberry Pis zu bekommen und wie bestimmte Module funktionieren, verbunden und genutzt werden. Interessant wird das auch, wenn man parallel dazu mit einem 2. Pi einen FM Transmitter aufbaut. Hierzu gibt es in einem späteren Blogpost aber mehr.

Marius Gebert
Marius Gebert
Systems Engineer

Marius ist seit 2013 bei NETWAYS. Er hat 2016 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration absolviert und ist nun im Web Services Team tätig. Hier kümmert er sich mit seinen Kollegen um die NWS Plattform und alles was hiermit zusammen hängt. 2017 hat Marius die Prüfung zum Ausbilder abgelegt und kümmert sich in seiner Abteilung um die Ausbildung unserer jungen Kollegen. Seine Freizeit verbringt Marius gerne an der frischen Luft und ist für jeden Spaß zu...

Tinkerforge-Basteln Teil 1: Auspacken und Einrichten!

Um meine neuerworbenen Kenntnisse in C++ zu vertiefen, habe ich netterweise etwas äußerst Interessantes auf den Tisch gestellt bekommen. Einen kleinen Karton mit mehreren Elektronikbauteilen, noch in ihren Antistatikbeuteln. (Meine Vorfreude steigt ins Unermessliche.)

 

Worum geht’s?

Tinkerforge ist ein mittelständisches Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe, welches Mikrocontrollerbausteine herstellt, die sogenannten Bricks. Die Idee zu diesen Bricks hatten die beiden Gründer Bastian Nordmeyer und Olaf Lüke, nachdem sie – auf der Suche nach Mikrokontrollermodulen für autonome Fußballroboter – keine entsprechenden offenen, mit verschiedenen Programmiersprachen ansteuerbaren Bauteile gefunden haben. Was 2011 noch mit einer kleinen Produktlinie begann, ist nun ein extensiver Katalog an Controllern (Bricks) und Modulen (Bricklets), die sich in zahlreichen Programmiersprachen ansteuern lassen, und sich durch ihre modulare Bauweise schier endlos verknüpfen lassen.
Neben der Option, sich seine Bricks selbst zusammenzustellen, vertreibt Tinkerforge verschiedene Kits – Komplettpakete für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten.
Eines dieser Kits – die Tischwetterstation (für 114,99 €) habe ich zum Austoben bekommen, dazu gab es noch einen WIFI Master Extension Brick (für 29,99€).
In diesem Blogpost wird es um das “Unboxing”, den Zusammenbau, die erste Einrichtung und Codebeispiele von Tinkerforge selbst gehen.

 

Was haben wir denn da?

Hierbei handelt es sich um den Master Brick, Version 2.1. Man kann sich diesen Brick wie die zentrale Verteilerstelle vorstellen. Er hat eine USB-Schnittstelle und hat – neben den stapelbaren Anschlüssen für andere Bricks (Master Extensions, siehe Wifi Extension!) – hat er vier Anschlüsse für Bricklets (siehe Air Quality Bricklet!), und kümmert sich um die Kommunikation zwischen den einzelnen Modulen. Dort wird auch die Verbindung zu einer Recheneinheit hergestellt, die verschiedene Formen annehmen kann, worauf ich später noch kurz eingehen werde. Außerdem ist der Master Brick mit zwei kleinen Knöpfchen an der Seite des USB-Anschlusses ausgestattet, ein Reset-Knopf und ein Erase-Knopf.

Dies ist die WIFI Master Extension, Version 2.0. Dieser Brick kann auf den Master draufgesteckt werden – der Formfaktor ist mit 4×4 cm gleich, euch fallen auch garantiert die Anschlüsse an den Seiten des Bricks auf. Mit diesen Anschlüssen lassen sich mehrere, verschiedenste Kombinationen von Bricks aufeinander stapeln, die das ganze System um zahlreiche Funktionen erweitern können. In diesem Fall, bei der WIFI Master Extension 2.0 handelt es sich um ein Kommunikationsmodul, mit dessen Hilfe sich der Master Brick drahtlos steuern ließe. Bisher hat dieser Brick aber noch nicht die ausreichende Liebe von mir erfahren – da die Wetterstation (noch?) nicht ohne Rechenpower von außen funktioniert, und per USB über den Master Brick mit Strom versorgt werden muss – dementsprechend die Kommunikation bisher größtenteils auch über dieses USB-Kabel lief.

Na, fällt euch schon etwas auf? Dieser Brick ist kein Brick, sondern ein Bricklet, der Formfaktor ist auch deutlich kleiner, mit 2,5×2 cm – es fehlen auch die gerade angesprochenen Anschlüsse zum Stapeln. Dieses kleine Bauteil ist der Air Quality Bricklet, ein interessantes Bauteil, welches mehrere Sensoren an Bord hat. Das Herzstück ist der Indoor Air Quality (kurz IAQ)-Sensor, welcher “flüchtige organische Verbindungen” (Volatile Organic Components, kurz VOC) misst. Diese Messungen werden mit den Messungen der ebenso vorhanden Luftdruck-, Luftfeuchte- und Temperatursensoren kombiniert, um den IAQ-Indexwert zu bestimmen. Laut Tinkerforge braucht es rund 28 Tage Durchlaufzeit für die vollständige Kalibrierung dieses Moduls, ansonsten gilt der IAQ-Indexwert als unzuverlässig. Soviel Zeit habe ich dem Bricklet noch nicht gegeben, aber das kommt auch noch. Angeschlossen wird dieses Sensorpaket – per in dem Tischwetterstationskit enthaltenen 10-Pol- auf 7-Pol-Kabel – an den Master Brick. Insgesamt ist dieses kleine, aber feine Bauteil das, was diese Tischwetterstation zu einer Wetterstation macht.

Ein LCD-Bildschirm! Auf irgendwas muss ich ja schauen können, wenn ich es schon explizit vermeide, aus dem Fenster zu schauen, um zu sehen, wie das Wetter so ist.
Spaß beiseite, dieses Bauteil ist für mich wohl am Interessantesten aus dem ganzen Kit, denn die Möglichkeiten mit einem 2,8″ großem Display mit 128×64 Pixel wären schon unbegrenzt genug – dann hat das wunderbare Ding auch noch einen resistiven Touchscreen! Ich bin sehr gespannt drauf, was für kreative Ideen Ihr (und ich) mit sowas haben könntet (und wie weit die sich von der Grundidee einer Wetterstation entfernen). Wetterstationsschach, anyone?! Das Display wird genauso wie der Air Quality Bricklet über ein 10-Pol- auf 7-Pol-Kabel mit dem Master Brick verbunden.

Wo wir bei Kabeln sind – in dem Paket waren die zwei benötigten 10-Pol- auf 7-Pol-Kabel dabei, und das USB-Kabel, welches zur Stromversorgung und Kommunikation der Recheneinheit mit der Wetterstation dient. Außerdem war auch noch eine Schutzhülle aus gelastertem Plastik, und jede Menge Schrauben dabei. Alles, was das Bastlerherz begehert. Dann öffnen wir all die schönen Dinge mal!

 

Hardware braucht Software

Nach dem Auspacken der Bauteile (mit gebührendem Respekt) habe ich – vor dem großen Zusammenschrauben – die Bricks testen und einrichten wollen. Dazu bietet Tinkerforge zwei Programme an, den Brick Deamon und den Brick Viewer.
Heruntergeladen, Master Brick per USB angeschlossen… es wird nichts erkannt. Hm.
Der Brick Viewer zeigt kein neues Modul an. Nach einigem Grübeln kam’ ich auf die Idee, den Master Brick mit einem RED Brick, den wir (inklusive einiger anderer Module) in der Firma haben, zu verbinden und den (eingerichteten) RED Brick mit meinem Rechner zu verbinden. Damit konnte ich auch den Master Brick im Brick Viewer finden. Den RED Brick abmontiert und den Master Brick wieder mit USB mit dem Rechner verbunden, siehe da, wir haben eine Verbindung. Die anderen Module u. Bricklets ließen sich ganz einfach durch Verbinden mit dem Master Brick ansteuern und die Updates funktionierten auch sehr einfach; allerhöchstens der Prozess den Master Brick auf den neuesten Stand zu bringen ist ein wenig komplizierter als nur auf den Updateknopf im Brick Viewer zu drücken; man muss zuerst den Erase-Knopf auf der Rückseite des Master Bricks gedrückt halten, den Reset-Knopf betätigen und loslassen, und dann den Erase-Knopf ebenso loslassen. Dies versetzt den Master Brick in den Bootloadermodus, dadurch lässt sich dann die neue Firmware über eine serielle Schnittstelle (in meinem Fall USB) aufspielen.

Brick Viewer

Der Brick Viewer ist ein kleines GUI-Tool, mit dem sich die einzelnen Bricks und Module updaten, testen und einrichten lassen.

Jeder Brick hat seinen Eintrag und seinen Reiter, eine UID (wichtig!), eine Position und eine Firmwareversion. Hier kann man sehr unkompliziert beispielweise die WIFI Extension einrichten, und die Kommunikation über diese Verbindung ablaufen lassen.
Hier sieht man den Reiter für den Air Quality Bricklet. Die Werte werden sekündlich geupdatet, und man kann ohne eigenes Zutun schauen, ob die Sensoren das tun, was sie sollen, oder der grundlegende Aufbau der Wetterstation stimmt. Der Brick Viewer sollte für alle Experimente die erste Anlaufstelle sein, da man hier überprüfen kann, ob alles seine “Arbeit” so erledigt, wie es das soll.

 

Brick Daemon

Der Brick Daemon ist ein zentrales Stück Software bei der Ansteuerung der einzelnen Bricks und Bricklets; der Brick Daemon sorgt dafür, dass – egal, welche von den unterstützen Programmiersprachen (eine lange Liste) man für eigene Programme verwenden sollte – die Kommunikation auf TCP/IP-Basis abläuft, sodass mit den von Tinkerforge bereitgestellten APIs sich Bindings ohne Abhängigkeiten erstellen lassen. Seinen Dienst erledigt der Brick Daemon vergleichweise still im Hintergrund, loggt dabei aber auch jede Menge Informationen, Warnungen und Fehler – ein weiteres praktisches Feature, bei dem einem von Tinkerforge einiges an Arbeit abgenommen wurde.

 

Demo-Anwendung!

Nachdem ich alle Bricks getestet habe, und die Station zusammengebaut und -geschraubt habe, habe ich mich gleich auf die ebenso von Tinkerforge bereitgestellte Demoanwendung gestürzt, und auch da – es wäre schwer, mir das Leben noch einfacher zu machen. Die Demo-Anwendung ist in Python geschrieben, und bietet einem eine grundlegende Anzeige, die die Wetterstation allerdings schon voll funktionstüchtig macht. Der Quellcode der Anwendung bietet sogar sehr einfache Optionen, sich seine eigenen Reiter zusammenzustellen – mit eigenen Icons, Funktionen, sogar Bilder lassen sich per Python Imaging Library zur geeigneten Ausgabe auf dem LCD-Bildschirm konvertieren und ausgeben.
Hübsch, oder? Und das ist alles auf der Website von Tinkerforge frei erhältlich – also, der Quellcode, aber auch die Schaltpläne der einzelnen Bricks, für die Elektrobauteiltüftler unter euch.
Ich denke, das sollte erstmal als grobe Übersicht, was für ein Projekt ich auf dem Tisch habe, reichen.

 

Erster Eindruck?

Mein erster Eindruck, bzw. Gedanke, den ich hatte, als ich die Bauteile ausgepackt habe, war: “Jetzt nochmal vierzehn sein, und so etwas unter dem Baum stehen haben. Ich wäre verliebt gewesen.” Nicht, dass das zehn Jahre später bei mir gänzlich anders aussieht. Das, was ich bisher alles mit dieser Wetterstation gemacht habe, und was sich wohl noch machen lässt… eine Plethora an Möglichkeiten, die sich einem öffnet. Die Bauteile, ihre modulare Bauweise, all der Quellcode und die Programme, die einem mitgegeben werden, beziehungsweise welche man auf der Tinkerforgewebsite findet, sind sehr extensiv, und gerade deswegen würde ich sagen, es ist absolut super geeignet für junge, neugierige Bastler und Tüftler mit einer Leidenschaft für das Programmieren und Elektrobauteile. Ich wüsste aber nicht, ob ich selbst rund 120 Euro für so eine Wetterstation ausgeben würde, nur um sie als Wetterstation zu verwenden, das scheint mir – gerade ohne eigene Recheneinheit, die Wetterstation lässt sich ohne RED Brick, Raspberry Pi oder andere Recheneinheiten nicht “standalone” betreiben – ein wenig teuer, wenn ich wirklich nur wissen will, wie warm es gerade ist.
Das scheint mir aber auch wirklich nicht das Anwendungsgebiet dieser Wetterstation zu sein, nein. Die Bauteile, das Set, all diese Dinge sind ganz klar auf Tüftler ausgelegt, und die wirklich sehr hohe Einsteigerfreudlichkeit macht dieses Kit definitiv zu einer Empfehlung für junge Leute ab vierzehn, die mal gerne ihre grundlegenden Programmierfertigkeiten mit einer greifbaren Anwendung verknüpfen wollen. Der Kreativität ist dank des Screens ohnehin schon keine Grenzen gesetzt; die modulare Bauweise würde auch noch viele Erweiterungen für diese Wetterstation unterstützen.
Also, fertigt schonmal die Wunschzettel an, denn nach Weihnachten ist vor Weihnachten.
Im zweiten Teil dieser Blogposts werde ich dann die ersten selbstgeschrieben Anwendungen von mir vorstellen, auf die APIs eingehen, und weitere Ideen besprechen, die ich bislang schon hatte, und auch noch haben werde.

 

Henrik Triem
Henrik Triem
Junior Developer

Henrik is Anwendungsentwickler in Ausbildung, verhindeter Rockstar, kaffeegetrieben und Open Source-begeistert. Zuhause lässt er es auch mal ruhiger mit Tee angehen, entspannt an Klavier oder Gitarre, erkundet neue Musik oder treibt sich mit seinen Freunden in Deutschland herum.