Klein und gut – Komodo Edit

Ungefähr alle zwei Monate begebe ich mich auf die Suche nach einem neuen Texteditor. Zu schwerfällig sind manche IDEs – starten dauert lange oder man kann einzelne Dateien gar nicht erst editieren wenn man sich nicht in einem Projektkontext befindet. Meistens ist die Suche dann aber schnell beendet. Entweder reicht mir das Featureset nicht aus oder er ist schon wieder mit zu viel Firlefanz überladen. Nicht so mit Komodo Edit, einem freien Editor der Firma ActiveState (Die mit dem Perl unter Windows), welcher frei erhältlich ist.
Komodo Edit ist eine abgespeckte Version der Komodo IDE, beinhaltet aber alles wichtige für den ambitionierten Schreiberling. Ein kleiner Abriss, was mitgefällt:

  • Guter Editor, Syntax Highlighting, Code Folding, Call Tips, Code Completion, Matching Braces
  • Projekt Support – oder eben auch nicht
  • Unterstützt automatisch die wichtigsten Script Sprachen auch ohne Datenerweiterung
  • FastOpen: Öffnen von Dateien anhand von Namensfragmenten
  • Gutes Design und ergonomische Darstellung von Text und Elementen

Das System basiert auf dem von Mozilla entwickelten XML Userinterface (XUL) und startet erträglich schnell. Dank dem mitgelieferten Installer integriert er sich nahtlos in die bekanntesten Linuxdistros und ersetzt für mich die systeminternen Texteditoren, z.B. gedit. Perfekt finde ich ihn für Perl. Die meisten IDEs kommen mit dem Code und der redundanten Schreibweise eh nicht sonderlich gut zurecht. Der kleine Drache ist nicht perfekt, erkennt aber zuverlässig die wichtigsten Dinge um nicht auf Nase zu fallen. Ansonsten funktioniert er auf jeder erdenklichen Plattform von Windows bis Linux und natürlich auch für alle anderen Randgruppen!
Genug der Ode. Mein Fazit: Einfach mal testen!

Marius Hein
Marius Hein
Head of Development

Marius Hein ist schon seit 2003 bei NETWAYS. Er hat hier seine Ausbildung zum Fachinformatiker absolviert, dann als Application Developer gearbeitet und ist nun Leiter der Softwareentwicklung. Ausserdem ist er Mitglied im Icinga Team und verantwortet dort das Icinga Web.

VIM ist einfach cool

Als Linux-Consultant arbeitet man viel auf der Shell, daher sollte der Editor der Wahl möglichst auch überall wo man SSH hat einsetzbar sein.
Meine Wahl ist seit einigen Jahren daher VIM, dabei gewöhnt man sich über die Jahre ein seine eigenen Einstellungen und möchte diese auch gar nicht mehr missen.
Ich persönlich werde jedenfalls halb wahnsinnig wenn ich mit so einem blanken VIM ohne meine eigene Konfiguration arbeiten muss 😉
Heute nutze ich die Gelegenheit um meine mühsam gepflegte .vimrc zu teilen, natürlich mit Kommentaren.

syntax on                 " Aktiviert das Syntax Hervorhebung immer
set background=dark       " Hilfreich bei Terminals mit dunklem Hintergrund
                          " dann sieht man auch die Kommentare endlich wieder
set title                 " Titel Text für moderne Terminals (Datei und Pfad)
set modeline modelines=5  " Schaltet die Modeline Erkennung an
set ts=4                  " Setzt den Tabstopp und die Shiftwidth (Sprungweite
set sw=4                  " beim Einrücken) auf 4 Leerzeichen
set expandtab             " Nie Tabstopps benutzen, sondern Leerzeichen
set autoindent            " Automatisches Einrücken bei New-Line
set smarttab              " Intelligenteres Löschen von Leerzeichen-Tabs
set mouse=a               " Schaltet die Maus Bedienung ein
                          " Ein geniales Feature - nach etwas Eingewöhnung...
                          " Tipp: mit Shift-Klick kann man ganz normal im
                          " Terminal markieren
                          " Achja: Mausrad funktioniert wunderbar!
set hlsearch              " Hebt die aktuellen Suchergebnisse hervor
" Tell vim to remember certain things when we exit
"  10  :  marks will be remembered for up to 10 previously edited files
"  100 :  will save up to 100 lines for each register
"  20  :  up to 20 lines of command-line history will be remembered
"  %    :  saves and restores the buffer list
"  n... :  where to save the viminfo files
set viminfo='10,\"100,:20,%,n~/.viminfo
" Und zu guter letzt: Mit dieser kleinen Hilfsfunktion wird die Position
" an der man zuletzt in einer Datei war mit in die .viminfo gespeichert
function! ResCur()
  if line("'\"") <= line("$")
    normal! g`"
    return 1
  endif
endfunction
augroup resCur
  autocmd!
  autocmd BufWinEnter * call ResCur()
augroup END

Ich benutze auch einige Addons:

Weiterführende Links:

Markus Frosch
Markus Frosch
Principal Consultant

Markus arbeitet bei NETWAYS als Principal Consultant und unterstützt Kunden bei der Implementierung von Nagios, Icinga und anderen Open Source Systems Management Tools. Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist Markus aktiver Mitarbeiter im Debian Projekt.