Da geh ich einfach zu Amazon – Bachelor of AWS

aws_cloudCloud-Dienste erfreuen sich bei vielen Anwendergruppen zunehmender Beliebtheit. Die hohe Flexibilität, der günstige Einstiegspreis und die scheinbar grenzenlose Skalierbarkeit machen einfach Lust, seine komplette IT-Infrastruktur in die Cloud zu migrieren. Viele Anwender unterliegen hier einfach dem Reiz der “Gratis-Compute-Power” und kostenlosem Storage für alle.
Damit der Einstieg leichter fällt, hat Branchenprimus Amazon den AWS Simple Monthly Calculator auf den Markt gebracht. Die Motivation dahinter ist denkbar einfach; IT-Infrastruktur als Commodity-Produkt soll für Jedermann leicht nutzbar und preislich transparent sein. Hat man sich dann also erfolgreich bei Amazon angemeldet und die letzten Artikel des Lebensabschnittpartners aus dem Warenkorb entfernt gibt es oft ein böses Erwachen. Der Simple-Calculatur ist nämlich nicht simple sondern complex wie Sau. So versucht der verwirrte IT-Leiter von Schrauben-Kunze dann schnell jemanden zu finden, der ihm ungefähr sagen kann wie viel Intra-Region-Data-Transfer er einbuchen muss und ob die IOPS für den lokalen Druckserver ausreichend sind. Final verwirrt, reserviert sich der Kunde dann noch eine für ihn stromerzeugende DynamoDB und stellt erst später fest, dass die ganze Kacke auch noch Kohle kostet.
Gemeinsam mit dem Bildungsministerium haben einige regionale Hochschulen diese Herausforderung am Markt erkannt und bieten, beginnend mit dem Sommersemester 2015, den Studiengang “Bachelor of AWS” an. Neben dem Umgang mit Rosen lernt man in dem fünfjährigen Grundstudium die Grundlagen des Simple-Calculators und bekommt halbjährlich eine Einführung in das sich wöchentlich ändernde Preismodell. Nach dem Studium ist der Studierende in der Lage die Software zu bedienen, Dritten bis zum nächsten Update zu erklären und die AWS-Status mit Hilfe von PhantomJS zu manipulieren.
Neben den mathematischen Herausforderungen des Studiums steht vor allem die Preisdifferenzierung im Vergleich zur “klassischen” IT-Infrastruktur im Vordergrund. Die damit verbundene Desillusionierung, dass irgendjemand etwas zu verschenken hat, wird in Kleingruppen und unter psychologischer Betreuung gemeinsam verarbeitet. “No Peak, No Cloud” ist hierbei von ebenso verbindlicher Bedeutung wie “Wer später bremst, fährt länger schnell”.
Wer sich noch dieses Jahr für die Anmeldung zum Fernstudium entscheidet, kann kostenlos an den angebotenen Vendor lock-in Workshops teilnehmen. Hier wird von anerkannten Industriespezialisten der Unterschied zwischen Commodity wie Strom und Internet und Commodity wie Cloud und Cloud erklärt. In kostspieligen Selbstversuchen werden komplette Unternehmensanwendungen APIfiziert und in die Cloud migriert. Nach einigen Wochen in Produktion soll die Plattform dann zurück ins eigene Rechenzentrum oder zu einem anderen Public-Cloud-Provider verschoben werden. Auch hier werden die Teilnehmer bei garantierten Schwierigkeiten nicht alleine gelassen, sondern rund um die Uhr von einem DevOps-Seelsorger-Team betreut.
Wer jetzt nicht dabei ist, macht definitiv einen Fehler. Alle anderen sind ja auch dabei!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.