Nachtrag vom Nagios Workshop Kassel: NagVis

NagVis Lars MichelsenLars Michelsen hat uns auf dem Nagios Workshop 2009 in Kassel NagVis näher gebracht. Die Neuerungen und Erweiterungen sowie neue Partnerschaften wurden erläutert. Eine sehr interessante Neuerung sind die Gadgets, damit lassen sich Performancedaten direkt in NagVis Maps darstellen. Die haben wir auch gleich in unser Demosystem für die Temperatur und Luftfeuchtigkeitssensoren von Knürr eingebaut. Die Folien zu diesem und den anderen Vorträgen finden sich auf der Wiki Seite zum Workshop.
AJAXifizierung allerorts (die Maps werden nicht mehr in bestimmten Intervallen komplett neu geladen, sondern nur die dynamischen Anteile). Da kann man nur sagen: Da tut sich was!
Schön, dass ist Innovation und Engagement wie man es sich nur wünschen kann.

Live vom Nagios Workshop Kassel: ndo2fs

Ohne Pause geht es gleich weiter mit Jörg Linge und seinem Tool ndo2fs. Das Programm ist ursprünglich als Debugger für NDO entstanden, als Jörg seine eigene NDO testen wollte. Um die Ausgabe seiner Nagios Umgebung besser analysieren zu können, speicherte er einfach die Daten im Filesystem zwischen. Dabei stellte er fest, dass diese Art der Speicherung eigentlich als Ersatz für ndo2db in kleineren Umgebungen dienen könnte, wenn der Overhead einer Datenbank zu groß und eine Datenbank eigentlich auch nicht notwendig ist. ndo2fs
nd02fs ersetzt dabei ndo2db der NDOUtils, unterstützt einen Transport der Daten über UNIX oder TCP Sockets und trennt sogar zwischen statischen und dynamischen Daten. Inzwischen unterstützen NagVis ab 1.4 und das Business Process View ab 0.9.3 diese Art der Datenspeicherung. Interessant ist auch, dass man nd02fs auch gleichzeitig mit ndo2db verwenden kann. Es leitet dabei den Datenstrom nach der Verarbeitung einfach an ndo2db weiter, so dass beide Backends mit Daten gefüllt werden können. Im Filesystem speichert nd02fs seine Daten im JSON Format und über einen Hook Mechanismus kann ndo2fs einfach um eigene Anforderungen erweitert werden. Das Tool ist wirklich sehr praktisch und bietet vor allem eine sehr schnelle und einfach Möglichkeit an die Nagios Daten zu kommen.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Live vom Nagios Workshop Kassel: NagiosQL 3.0.3 und weiter

Rouven Homann (NagiosQL)Nachdem ich eben mit Julian den i-doit Vortrag gehört habe, bin ich nun bei Rouven im NagiosQL Vortrag.
Hier werden gerade die Vorzüge der Im- und Exportmöglichkeiten für Nagios Text Konfigurationen erläutert. So ist damit nach seiner Aussage die Umwandlung von Nagios Version 2 zu Nagios Version 3 möglich.
Ausserdem beschreibt Rouven Homann die Bedienung des Tools und klärt uns über die zu erwartenden Erweiterungen in der Version 3.1.0.

Live vom Nagios Workshop Kassel: i-doit & Nagios

Nach der Mittagspause startet nun ein weiterer interessanter Vortrag: Dennis Blümen von der Firma synetics GmbH spricht über die Open Source CMDB i-doit in Verbindung mit Nagios. Einen Kollegen von ihm hatten wir mit einem ähnlichem Thema bereits auf der OSDC als Referent zu Gast.
Zuerst stellt er i-doit vor und gibt einen Überblick über die Features: Dokumentation idoitder IT Struktur in beliebiger Detailtiefe, Versionierung, Abbildung logischer und physikalischer Abhängigkeiten, Abbildung von Dokumenten und Handbüchern, sowie die Anbindung mit anderen ITIL Tools und Prozessen. Nach der kurzen Einführung kommt gleich eine Live Demo: Out-of-the-box bietet i-doit bereits eine große Anzahl an Dokumentationsobjekte, wie Gebäude, Räume, Schränke, Server, aber auch Software, Dienste und viele weitere. Die Software kann aber auch einfach um neue Objekte erweitert werden. Durch Verknüpfungen können die Objekte untereinander in Beziehung gesetzt werden, beispielsweise indem ein bestimmter Dienst mit einem Server auf dem er läuft, verbunden werden kann.
Über ein ebenfalls frei verfügbares Nagios Modul für i-doit, können die Statusdaten aus einer NDO Datenbank in die CMDB Anwendung integriert werden. Der aktuelle Status eines überwachten Servers oder Dienstes, wird direkt in der i-doit Anwendung angezeigt und alle Statusänderungen werden ebenfalls in das i-doit Logbuch integriert. Neben diesen lesenden Zugriffen auf die Nagios Datenbank unterstützt i-doit aber auch schreibenden Zugriff, sprich Generierung von Nagios Konfigurationen. Dazu können in allen relevanten Objekten, wie Server, Dienste, User und sogar Abhängigkeiten, zusätzliche Daten für Nagios hinterlegen und daraus Nagios Konfigurationsdateien erstellen. Aktuelle Schwachstelle ist aber leider noch, dass das Tool momentan nur mit einem einzelnen Nagios Server umgehen kann und nicht wie beispielsweise NConf mehrere Nagios Server unterstützt. Geplant ist das Feature aber für die nächste Zeit.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Live vom Nagios Workshop Kassel: Icinga

Nach den Vorträgen über NConf, NagVis und check_mysql_health heute morgen, startet nun der Vortrag über Icinga. Der Raum ist zum Bersten voll – es scheint also großes Interesse vorhanden zu sein. Den Vortrag hält Hendrik Bäcker zusammen mit fast dem kompletten Icinga Team. Daher ist auch der erste Programmpunkt die Vorstellung des Teams, sowie der verschiedenen Gruppen und jeweiligen Aufgaben im Projekt. Wichtiger Punkt der Einleitung sind auch die Gründe für den Fork: Die langsame Entwicklung von Nagios seit Version 3.0 und die quasi nicht vorhandenen Reaktionen auf Vorschläge, Patches oder konkrete Hilfsangebote. Da allen Beteiligten die zukünftige Entwicklung von Nagios sehr am Herzen liegt, habe man sich nach langem Überlegen an Oster 2009 zu diesem Schritt entschlossen.
icingaworkshopDer zweite große Programmpunkt umfasst einen ersten Einblick in den technischen Aufbau, also das Zusammenspiel zwischen Icinga Core, IDO und libdbi für die Datenbankintegration, die per optionalem Configure Switch aktiviert werden kann. Über dem Core soll in Zukunft eine API sitzen, die sich sowohl aus den bisher bekannten Logfiles oder der IDO Datenbank bedienen kann. Das darüber liegende neue Webinterface oder auch andere AddOns können sich dann ohne genau Kenntniss wo die Daten genau gespeichert sind, aus diesem Datenpool bedienen. Das neue Webinterface wird ebenfalls auf diese API aufsetzen und technisch in PHP realisiert werden. Als Framework kommt Agavi zum Einsatz, was eine sehr modulare und vor allem gut erweiterbare Programmierung erlaubt, das macht auch das Programmieren als Team einfacher. Weiter Gründe sind die einfacheren und sauberen Integrationsmöglichkeiten für weitere AddOns, wie Grapher, PNP, NagTrap, NagVis und viele weitere.
Große Änderungen gibt es auch im Bereich der Dokumentation, denn die soll in Zukunft im Docbook Format erstellt werden. Wolfgang erläutert, dass dieses Format sehr einfach in andere Formate wie HTML oder PDF konvertiert werden kann und vor allem eine einfache Lokalisierung in andere Sprachen möglich macht. Aktuell ist die normale Nagios Docu schon ins das Dokbook Format konvertiert worden und auch die ersten Quickstart Guides stehen schon bereit. Einige Leute haben auch schon angeboten Übersetzungen zu erstellen und jede weitere Mithilfe ist natürlich mehr als herzlich willkommen. Beste Anlaufstelle dafür sind die Mailinglisten.
Am Ende geht es um den aktuellen Status. Der Icinga Core ist fast komplett fertig, die API steht bei etwa 75%. Lediglich im Bereich des Webinterface sind erst Grundzüge gelegt. Eine erste Alpha Version aller Komponenten soll im Oktober zur Verfügung stehen. Bei den Fragen und Antworten, wird vor allem angeregt ein SOAP, REST oder JSON Interface mit zu integrieren, dass von anderen Anwendungen abgefragt werden kann.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.