Serie NSClient++ – Teil 10: Neues vom NSClient++

Da der letzte Teil der Serie NSClient++ schon etwas länger her ist und ich diese Woche größtenteils mit diesem kleinen Stück Software verbracht habe, möchte ich heute mal aktuelle Erfahrungen und Verbesserungen kund tun.

magical WMI module

Bei der Überwachung von Windows Maschinen hat man, wie schon mal hier im Blog geschrieben, die Auswahl zwischen dem sogenannten “agentenlosen Monitoring”, wie WMI oder SNMP oder man benutzt einen Tool wie den NSClient++. Oft liegt die Sache aber nicht so klar auf der Hand und man entscheidet sich im Nachhinein, dass man, obwohl man im Prinzip auf den Agenten setzt, doch noch WMI Abfragen machen möchte. – Und da der Agent ja schon mal drauf ist möchte man diesen auch benutzen.
NSClient++ bietet hierfür das CheckWMI Modul und hat seit Version 0.4 mächtig dazugelernt.
Mit dem folgenden Command kann man auf der CLI z.B. die vorhandenen WMI namespaces abfragen.

C:\Program Files\NSClient++> nscp.exe WMI --list-all-ns -n root
# Hilfe:
C:\Program Files\NSClient++> nscp.exe WMI -- --help

Was vorher im Prinzip auch schon funktionieren sollte, es jedoch leider nicht tat, ist diese nicht Standard-Namespaces über check_nrpe abzufragen. Als Beispiel eine Abfrage auf ClusterRessourcen in einem Windows Failover-Cluster.

# check_nrpe -H  -c checkwmi -a namespace=root/MSCluster "Query=Select * from MSCluster_NodeToActiveResource"

Real-Time Eventlog-/Logfilemonitoring

Eine weitere Neuerung seit 0.4 ist das Realtime Monitoring. Man kann logfiles und eventlog aktiv auf Änderungen Überwachen. NSClient++ nutzt hierfür den notify-Mechanismus des Kernels und bekommt einen Write so innerhalb von Null,Nix mit.
Als Targets können ein NSCA oder ein File sowie der neue NSClient-SimpleCache dienen.
Michael Medin hat die Einrichtung in seinem Blog gut beschrieben daher verzichte ich hier mal auf eine genaue Beschreibung.

Security Security

NSClient kann jetzt auch SSL mit CA und allem drum und dran. Allerdings hat Michael auch hierzu schon was viel besseres geschrieben, so dass es nicht nötig ist das hier nochmal abzuschreiben.

Christoph Niemann
Christoph Niemann
Senior Consultant

Christoph hat bei uns im Bereich Managed Service begonnen und sich dort intensiv mit dem internen Monitoring auseinandergesetzt. Seit 2011 ist er nun im Consulting aktiv und unterstützt unsere Kunden vor Ort bei größeren Monitoring-Projekten und PERL-Developer-Hells.

Microsoft 2008 Cluster in Virtualbox mit FreeNAS 8

Es kommt vor, das man in einem Unternehmen auf Microsoft’s Cluster Lösung trifft und diese überwachen möchte oder einrichten muss. Um das alles testen zu können, installiere ich mir solche Szenarios gerne erst einmal virtuell.
Das Problem, auf das man dabei trifft ist jedoch meistens ein fehlendes iSCSI Gerät. Ohne eins solches lässt sich Windows nicht überreden eine Clusterverbindung einzugehen. Eine einfache Lösung, die ich gefunden habe, besteht aus dem Einsatz von FreeNAS als Virtuelle Maschine. Dieses kann einem das fehlende Gerät bereitstellen.
Aber von Anfang an.
1.) Download der Ressourcen:
VirtualBox: Download
FreeNAS 8.x iso
Microsoft Windows Server 2008 R2 Evaluierungsversion (180 Tage) (Enterprise notwending für Cluster!)
2.) Voraussetzungen
4 Virtual Machines:

FreeNAS

Microsoft Domain Controller

2 Windows Cluster Nodes

3.) Einrichtung FreeNAS

freeNAS

Virtualbox Freenas Machine


Man Benötigt ein 2GB Volume fürs Betriebsystem und ein 10GB Volume für die iSCSI targets. Das Netzwerk habe ich auf intern gestellt. Es gibt bei mir noch eine virtuelle Maschine, die als Router fungiert. Darauf gehe ich hier aber nicht ein.
Sobald man die geführte Installation abgeschlossen hat, fügt man über das Web Front-End erst das 10GB Volume hinzu und konfiguriert dann iSCSI.
FreeNas Install Screenshot 1

FreeNas Install Screenshot 1


FreeNas Install Screenshot 2

FreeNas Install Screenshot 2


FreeNas Install Screenshot 3

FreeNas Install Screenshot 3


FreeNas Install Screenshot 4

FreeNas Install Screenshot 4


FreeNas Install Screenshot 5

FreeNas Install Screenshot 5


FreeNas Install Screenshot 6

FreeNas Install Screenshot 6

4.) Einrichtung Windows Domaincontroller.

Diesen Benötigt man für die Clusterdienste.

Erstellen Sie eine VM von ausreichender Größe und installieren einen Windows Domaincontroller. Hinweise wie so etwas funktioniert findet man z.B bei Microsoft aber letztendlich besteht es lediglich aus Server aufsetzen, durch-updaten und dcpromo eintippen.

5.) Einrichten der Clusternodes

Auf beiden Nodes führt man die gleichen Schritte aus

Hier muss man bei Installation darauf achten Windows 2008 Enterprise zu installieren und wieder allen Assistenten zu folgen. Anschließend führt man wieder alle Updates durch und  bindet die iSCSI devices mit Hilfe des iSCSI Initiatiors an (siehe Screenshot). Nun findet man diese in der Datenträgerverwaltung wieder.

Jetzt kann man das Feature “Failover Clustermanager” installieren und wieder den Asstistenten folgen. … und fertig ist die Clusterinstallation.

iscsi initiator

iscsi initiator Windows 2008 R2 Failovercluster


MS Cluster Node1 Vbox

MS Cluster Node1 Vbox

Christoph Niemann
Christoph Niemann
Senior Consultant

Christoph hat bei uns im Bereich Managed Service begonnen und sich dort intensiv mit dem internen Monitoring auseinandergesetzt. Seit 2011 ist er nun im Consulting aktiv und unterstützt unsere Kunden vor Ort bei größeren Monitoring-Projekten und PERL-Developer-Hells.