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NETWAYS Blog

Putty mit tmux

Nachdem ich öfters mit dem Tool Putty  zu tun bekommen habe, um mich von einer Windows-Umgebung auf einen Linux-Host zu verbinden, habe ich recherchiert wie man beim verbinden einer SSH-Session von Putty direkt eine Tmux-Session auf dem Linux-Server eröffnen kann.
Also habe ich mich mit den Einstellungen von Putty etwas näher befasst, getestet und siehe da es geht doch, dann dachte ich mir, das interessiert doch bestimmt mehr SysAdmins.
Öffnet man Putty, sieht man die Session mit der Liste von Hosts und Links in der Sidebar verschiedene Dropdown-Punkte unter anderem den Punkt SSH, diesen wenn man anwählt kann man einige Einstellung vornehmen unter anderen “Remote command” und hier trägt man “exec tmux” ein und speichert das beim Host ab und schwups hat mein beim nächsten SSH-Login eine Tmux-Session parat, Klasse. Dann viel Spaß beim ausprobieren.

Siehe Screenshot:
Und denkt daran immer schön weiterbilden, wir haben hier tolle Trainings im Bereich OpenSource und die Macht wird mit Dir sein.

Johannes Carraro
Johannes Carraro
Support Engineer

Bevor Johannes bei NETWAYS anheuerte war er knapp drei Jahre als Systemadministrator in Ansbach tätig. Seit Februar 2016 verstärkt er nun unser Managed Services Team als Systems Engineer. In seiner Freizeit spielt Johannes E-Gitarre in einer Metalband, bastelt an Linux Systemen zuhause herum und ertüchtigt sich beim Tischtennisspielen im Verein, bzw. Mountainbiken, Inlinern und nicht zuletzt Skifahren.

Aufsetzen eines Redis-clusters

Da mir vor kurzem die Aufgabe zuteil wurde, einen Redis Cluster aufzusetzen, möchte ich diese Erfahrung mit euch teilen.
Die Vorbereitung:
 3 Nodes
– Redis in der aktuellen stabilen Version

Auf allen 3 Nodes die aktuelle (stable) Redis Version herunterladen und das tar.gz file entpacken
wget http://download.redis.io/releases/redis-stable-version.tar.gz
tar -xvzf redis-stable-version.tar.gz -C /opt/
cd /opt/redis-stable-version/
make

Da der Cluster aus 6 Nodes bestehen muss (minimal), laufen auf jedem Node ein Master-Prozess und ein Slave-Prozess, deshalb sollte man ein Verzeichnis Cluster anlegen in dem dann eine master.conf und slave.conf liegt, die unterschiedlich konfiguriert sind.
zum Beispiel:
master.conf Node 1:
port 7000
logfile /var/log/redis/redis-master.log
bind 192.168.33.50
cluster-enabled yes
cluster-config-file nodes-master.conf
cluster-node-timeout 5000
appendonly yes
----
slave.conf Node 1:
port 7001
logfile /var/log/redis/redis-slave.log
bind 192.168.33.50
cluster-enabled yes
cluster-config-file nodes-slave.conf
cluster-node-timeout 5000
appendonly yes

Zur Erklärung: Ich habe jetzt den Master-Prozess Ports immer auf eine gerade Zahl gelegt (7000, 7002, 7004)
und die Slaves auf (7001, 7003, 7005). Die bind IP-Adresse ist auch wichtig auf dem jeweiligen Node zu binden.
Die Angabe von der nodes-master.conf / nodes-slave.conf ist dafür, damit hier der Status der Master/Slave Nodes hinein geschrieben werden
und diese Dateien werden beim Start automatisch erstellt.

z.B Node 3:
~# cat /opt/redis-5.0.7/cluster/master.conf
port 7004
logfile /var/log/redis/redis-master.log
bind 192.168.33.52
cluster-enabled yes
cluster-config-file nodes-master.conf
cluster-node-timeout 5000
appendonly yes

Die Nodes werden alle 3 so mit Konfigurationsdateien erstellt damit später der Cluster gebaut werden kann.

Starten der Prozesse auf den drei Nodes:
cd /opt/redis-stable-version/cluster && ../src/redis-server ./master.conf &
../src/redis-server ./slave.conf &
pgrep -a redis-server
# pgrep -fl redis-server
1988 redis-server
1992 redis-server

Bevor wir den Cluster zusammenhängen sollte man auf jedem Node prüfen, ob beide redis-server Prozesse laufen, siehe pgrep Kommando.

Cluster zusammenhängen:
Auf dem ersten Master-Node wird das redis-cli Kommando ausgeführt:
~# redis-cli --cluster create 192.168.33.50:7000 192.168.33.50:7001 192.168.33.51:7002 192.168.33.51:7003 192.168.33.52:7004 192.168.33.52:7005 --cluster-replicas 1
Wie man am Kommando erkennen kann, werden hier alle Master / Slave-Nodes mit ihrem Port zum einem Cluster verbunden –cluster-replicas 1 bedeutet, das zu jedem Master Node ein Slave konfiguriert ist.
Man muss die erstellte Konfiguration noch mit “yes” bestätigen und anschließend sollte man folgenden Output erhalten:
[OK] All 16384 slots covered
Jetzt kann man per redis-cli mit dem Cluster kommunizieren, Werte setzen, Statis abfragen usw, in der Online-Dokumentation von Redis sind einige Bespiele vermerkt.
So, hat man einen lauffähigen Redis-Cluster am Start, es besteht auch ein fertiges Bash-Skript womit man einen fertigen Redis-Cluster auf einem Node starten kann, dieses ist unter dem Verzeichnis ‘/redis-stable-version/utils/’ zu finden und als Schnelltest verwendet werden kann.

Das soll es fürs erste mal reichen und ich wünsch euch viel Spaß mit eurem ersten Redis Cluster. Natürlich möchte ich auch hier wieder auf unser Trainingsangebot im OpenSource aufmerksam machen, ihr wisst “Training = “Wissen”, immer fleißig weiterbilden 🙂

Johannes Carraro
Johannes Carraro
Support Engineer

Bevor Johannes bei NETWAYS anheuerte war er knapp drei Jahre als Systemadministrator in Ansbach tätig. Seit Februar 2016 verstärkt er nun unser Managed Services Team als Systems Engineer. In seiner Freizeit spielt Johannes E-Gitarre in einer Metalband, bastelt an Linux Systemen zuhause herum und ertüchtigt sich beim Tischtennisspielen im Verein, bzw. Mountainbiken, Inlinern und nicht zuletzt Skifahren.

Text-Utils unter Linux – Wer kennt sie?

Bei aller Automatisierung, Systemmanagement oder Cloud und Log-Management  ist oben genannte Frage berechtigt.
Ich persönlich, stelle als Support-Engineer immer wieder fest, wie wichtig das eine oder andere Text-Util von Linux auf der Kommandozeile ist, deswegen möchte ich hier mal ein paar  Text-Utils und Anwendung vorstellen:

cat & split
Erklärung: Hier wird eine 100MB große Datei angelegt, die in 14MB große einzelne Dateien zerlegt wird und danach wieder zusammengefügt wird.
dd if=/dev/urandom of=test1.big count=100 bs=1M
split -b14m test1.big
cat x?? > test2.big
md5sum test.big test2.big

tac
Erklärung: Hier wird einen Liste der letzten installierten Pakete ausgeben und anschließend herumgedreht, damit das letzte installierte Paket unten in der Liste steht.
rpm -qa --last | tac

cut
Erklärung: Hier werden die ersten 25 Bytes aus Logfile messages vom Seiten-Anfang herausgeschnitten, setzt man das Minus vor die Zahl wird alles nach den 25 Byte herausgeschnitten
cut -b25- /var/log/messages | sort

cut & paste
Erklärung: Ausschneiden von Textausschnitte aus einer Datei, in einzelne Dateien kopiert und dann wieder zusammen in eine Datei zusammengeführt.
cut -d: -f1-3 /etc/passwd > spalte1-3
cut -d: -f4- /etc/passwd > spalte4-7

Wieder  zusammensetzen
paste -d: spalte1-3 spalte4-7

sort mit du
Erklärung: Hier wird mit du (disk usage) die Größe der Verzeichnisse ausgegeben und sortiert
du -mx / | sort -n
Hier ist der Beitrag Disk Usage (du) von mir, wenn jemand das Tool noch nicht kennen sollte.
Noch ein Beispiel:
sort -t : -k 3n /etc/passwd
Erklärung: Hier werden die User in der passwd nach der id sortiert aufsteigend sortiert, Trenner ist der Doppelpunkt.

column
Erklärung: Hier werden die IP-Routen schön in Spalten angezeigt um die Lesbarkeit zu verbessern.
ip r s | column -t

pr
Erklärung: Hier wird die Ausgabe des Textes zur besseren Lesbarkeit oder zum Ausdrucken aufbereitet und mit Seitenzahl angezeigt
wget -q -O - www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.txt | pr | less

Alle Text-Utils können noch mehr, dazu bitte die Man-Pages zu Gemüte ziehen, oder vielleicht unsere Linux-Schulung im Bereich Trainings buchen.

In diesem Sinne Viel Spaß beim ausprobieren!

Johannes Carraro
Johannes Carraro
Support Engineer

Bevor Johannes bei NETWAYS anheuerte war er knapp drei Jahre als Systemadministrator in Ansbach tätig. Seit Februar 2016 verstärkt er nun unser Managed Services Team als Systems Engineer. In seiner Freizeit spielt Johannes E-Gitarre in einer Metalband, bastelt an Linux Systemen zuhause herum und ertüchtigt sich beim Tischtennisspielen im Verein, bzw. Mountainbiken, Inlinern und nicht zuletzt Skifahren.

Temperatur und Feuchtigkeit in Telegram vom RaspberryPI

Ich möchte hier beschreiben, wie man mit einem RaspberryPI die Temperatur und Feuchtigkeitswerte sich aufs Handy per Telegram schickt.
Verraussetzung ist ein RaspberryPI 3 b+ und ein Temperatur / Feuchtigkeitssensor, ich habe folgendes verwendet:

  • DSD TECH DHT22 AM2302 Temperatur und Luftfeuchtigkeit Sensor Modul für Arduino Raspberry Pi
  • RaspberryPI 3 B+

Anleitung wie man den Sensor an den RaspberryPI ansteckt, findet man reichlich im Netz z.B. Sensor-Einbau RaspberryPI/
Da in diesem Artikel auch schon beschrieben wird, wie man mit dem Tool Adafruit die Werte Temperatur und Feuchtigkeit ausliest, werde ich hier nicht genauer darauf eingehen.
Soviel, Ich lasse das Skript per cronjob zu bestimmten Zeiten ausführen und erhalte dann die Werte via Telegram auf mein Handy weitergeleitet.

Nur wie kann man sich die Werte auf das eigene Handy per Telegram senden lassen? Das werde ich hier kurz beschreiben.

Voraussetzung:

  • Handy mit der App Telegram (Apple IOs oder Android)

Als erstes müssen wir uns in Telegram einen eigenen Bot erstellen,  den wir später per API erreichen können,

wie das funktioniert, wird auch in vielen Webseiten bereits erklärt z.B. Telegram Bot erstellen

So, da der Bot jetzt bereit ist um per API Nachrichten zu empfangen, brauchen wir einen API-Aufruf der so aussehen kann:

curl -X POST 'https://api.telegram.org/botid:token/sendMessage?chat_id=id&text='$(/usr/local/sbin/AdafruitDHT.py 2302 4)'' > /dev/null 2>&1

Ich habe die Ausgaben die auf der Shell kommen nach /dev/null geleitet, denn die brauchen wir nicht, wenn es funktioniert.

Für die ersten Tests würde ich die Ausgabe schon sichtbar lassen, um den JSON-Output mal gesehen zu haben und gegebenenfalls Fehlermeldungen zu sehen.

curl -X POST 'https://api.telegram.org/botid:token/sendMessage?chat_id=id&text='$(/usr/local/sbin/AdafruitDHT.py 2302 4)'' | python -m json.tool

{
"ok": true,
"result": {
"chat": {
"first_name": "Johannes",
"id": 400269857,
"last_name": "Carraro",
"type": "private",
"username": "xxxx"
},
"date": 1563270619, <-- UNIXTIMESTAMP
"from": {
"first_name": "Raspberry",
"id": xxxxxx,
"is_bot": true,
"username": "xxxxx"
},
"message_id": 265,
"text": "Temp=20.8C::Humidity=75.8%"
}
}

Wie wir sehen war die Ausgabe erfolgreich und wir sollten auf dem Handy im Telegram eine neue Nachricht mit der Temperatur und Feuchtigkeit bekommen haben.

Man kann sich über den RaspberryPI mit verschiedenen Sensoren deren Werte so auf das Handy per Telegram schicken lassen, eine coole Sache.
Anwendungsbeispiel: Zimmergewächshaus, Zimmertemperatur, Außentemperatur etc.

Jetzt wünsche ich viel Erfolg beim nach basteln!

Natürlich kann ich jedem unsere Trainings nahelegen rundum OpenSource-Themen

Johannes Carraro
Johannes Carraro
Support Engineer

Bevor Johannes bei NETWAYS anheuerte war er knapp drei Jahre als Systemadministrator in Ansbach tätig. Seit Februar 2016 verstärkt er nun unser Managed Services Team als Systems Engineer. In seiner Freizeit spielt Johannes E-Gitarre in einer Metalband, bastelt an Linux Systemen zuhause herum und ertüchtigt sich beim Tischtennisspielen im Verein, bzw. Mountainbiken, Inlinern und nicht zuletzt Skifahren.

Partition voll, Wo?

Dieses Problem kennt bestimmt jeder SysAdmin, das Monitoring meldet Partition fast vollgelaufen, gut die Partition weiß man schon mal, laut Monitoring Icinga


Das heißt aber noch nicht automatisch WO die Partition vollgelaufen ist. In Zeiten wo Storage-Systeme, SSD’s und Speichermedien immer größer werden, werden auch die Dateien immer größer und Speicherplatz nicht unendlich ist, werde ich heute mal mit ein paar einfachen Shell-Kommandos auf einem Linux-System zeigen, wie schnell man das Verzeichnis ermittelt, das vollgelaufen ist.
Tool meiner Wahl ist dafür:
du -> Disk Usage
Größe gesamt summiert
du -hs /
49G /

Möchte ich mir einen Überblick über das File-System mit allen Ordnern sehen, damit ich weiß in welchen dieser Ordner am vollsten ist:
du -hx / -d1
36M /etc
43M /root
47G /var
3,2M /tmp
1,4G /usr
300M /boot
1,9M /home
0 /media
0 /mnt
22M /opt
0 /srv
48G /

Der Schalter -h (human readable) und -d1 (nur die erste Ordner-Reihe ohne Unterverzeichnisse), Schalter -x, (nur in diesem Filesystem suchen)

Erkenntnis: Aha, im Verzeichnis /var sind sehr viele Daten, also Schlussfolgerung, in diesem Verzeichnis weiter suchen.
# du -hx /var -d1
4,0K /var/tmp
31G /var/lib
211M /var/log
16G /var/adm
119M /var/cache
8,0K /var/db
47G /var

Das ganze kann ich jetzt soweit fortführen, bis ich das gewünschte Verzeichnis gefunden habe und entscheiden, was gelöscht / ausgelagert werden kann oder welche Anwendung ich optimieren muss, um den Speicherplatz wieder freizugeben.

In meinem Fall, war es die MySQL-Datenbank, die mir hier den Platz raubt.
# du -hx /var/lib/ -d1 | grep mysql
31G /var/lib/mysql

Lösung: z.B. VM / Partition vergrößern, Datenbank auslagern auf externen Storage.

Dieses Tool kann noch mehr, am besten ausprobieren(learining by doing), die Man-Page man du verrät noch mehr.

Wir bieten auch Trainings zu vielen Themen rund um Open Source an, Schau mal rein.

Johannes Carraro
Johannes Carraro
Support Engineer

Bevor Johannes bei NETWAYS anheuerte war er knapp drei Jahre als Systemadministrator in Ansbach tätig. Seit Februar 2016 verstärkt er nun unser Managed Services Team als Systems Engineer. In seiner Freizeit spielt Johannes E-Gitarre in einer Metalband, bastelt an Linux Systemen zuhause herum und ertüchtigt sich beim Tischtennisspielen im Verein, bzw. Mountainbiken, Inlinern und nicht zuletzt Skifahren.

Veranstaltungen

Dez 01

Icinga 2 Fundamentals Training | Online

Dezember 1 @ 09:00 - Dezember 4 @ 17:00
Dez 03

DevOps Meetup

Dezember 3 @ 17:30 - 20:30
Dez 08

Terraform mit OpenStack Training | Online

Dezember 8 @ 09:00 - Dezember 9 @ 17:00
Dez 08

Icinga 2 Advanced Training | Online

Dezember 8 @ 09:00 - Dezember 10 @ 17:00
Dez 15

GitLab Training | Online

Dezember 15 @ 09:00 - Dezember 16 @ 17:00