AUDI AG

Seit der Gründung im Jahre 1909, gehört AUDI zu den führenden Automobilherstellern Deutschlands. Die Produktionsstandorte von AUDI sind auf der ganzen Welt verteilt. Neben den beiden deutschen Werken in Ingolstadt und Neckarsulm, gibt es unter anderem weitere in Győr (Ungarn), Brüssel (Belgien), Martorell (Spanien), Changchun (China). AUDI hat 2012 einen Umsatz von 48,77 Mrd. EUR erwirtschaftet und beschäftigt ca. 64.000 Mitarbeiter weltweit.

Website URL: http://www.audi.de
Branche:        Automotive
Produkte:      Cluster & HA Projekte, Nagios/Icinga Monitoring

Success Story Audi

In der modernen Automobilproduktion greifen vielfältige, teils minutiös aufeinander abgestimmte und zeitkritische Prozesse ineinander. Störungen dieser diffizilen Abläufe können enorme finanzielle Einbußen nach sich ziehen. 


Auch die AUDI AG, setzt in puncto Monitoring auf Icinga und NETWAYS.

Der Kunde: Die AUDI AG

Der Audi Konzern hat im Jahr 2012 mehr als 1.455.100 Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. 2012 erreichte das Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt bei einem Umsatz von € 48,8 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 5,4 Mrd. 

Die Marke mit vier Ringen  produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Der Audi Q7 wird in Bratislava (Slowakei) gefertigt.

Handlungsbedarf in Sachen Monitoring

Maßgeblich zwei Punkte brachten die bei der AUDI AG zuständigen Monitoringadministratoren ins Grübeln, ob das bisher verwendete Tivoli Distributed Monitoring 3.7 mit der Tivoli Enterprise Console noch die richtige Wahl sei: zum einen die der Software anhängigen Lizenzkosten. Und zum anderen das anstehende Tivoli Releasewechsel, bei welchem das bisherige Konzept komplett neu entworfen hätte werden müssen. Da so oder so Software-Neuland zu betreten war, fahndeten sie nach Alternativen und migrierten schließlich zu Icinga.

Anforderungen an Icinga

Gesucht war ein hoch-skalierbares, flexibles und zugleich ökonomisches Monitoringsystem, welches einfach verteilt einsetzbar war und höchste Verfügbarkeit garantierte, und welches sich in die vorhanden Strukturen einfügte. Als Surrogat kamen modulare Open-Source-Lösungen wie Nagios und Icinga in Betracht. Das dynamische, flexibel anpassbare Benutzer-Interface sowie die transparente, kontinuierliche Entwicklung gaben letztlich den Ausschlag zugunsten von Icinga.

Während des laufenden Projekts ersetze NETWAYS nach und nach die bisherige Software, um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten. 

Dabei arbeiteten zeitweise beide Systeme parallel und die gelieferten Ergebnisse wurden verglichen - somit stand Icinga in direkter Konkurrenz zu Tivoli.

Ökonomische Administration

Um bei der Verwaltung und Überwachung der rund 10.000 Hosts und 50.000 Services den Überblick zu behalten und den Verwaltungsaufwand so ökonomisch wie möglich zu gestalten, mussten harmonisierte Lösungen her. In Zusammenarbeit mit den Icinga-Experten der NETWAYS GmbH wurde daher LConf aus der Taufe gehoben. 

Das LDAP-basierte Konfigurations-Management-Tool zeigt eine strukturierte, benutzerfreundliche grafische Übersicht über das gesamte IT-Umfeld und liefert eine bequeme Möglichkeit, Icinga-Objekte zu konfigurieren. Services innerhalb 

eines Clusters lassen sich einfach per Drag'n'Drop im Verzeichnisbaum weiter zu allen Hosts verschieben. Darüber hinaus steht einer automatischen, skriptgesteuerten Pflege/Wartung nichts im Wege.

Bei Systemen in der vorliegenden Größenordnung spart LConf buchstäblich Wochen an ermüdender Konfigurationsarbeit und strafft den Aufwand bei künftigen Änderungen. 

Um eine Vorstellung zu bekommen: Generiert LConf die Konfigurationen, stehen aufgrund der über 20.000 vorhandenen Einträge an Hosts, Services, Contacts, Contactgroups, Hostgroups und Timeperiods ca. eine halbe Million LDAP-Abfragen an. Trotz dieser Größenordnung bewältigen zwei Administratoren zentral die Verwaltung des gesamten Monitoring-Systems.

Optimierte Informationsflut

Auftretende Probleme müssen zuallererst schnell identifiziert und zugeordnet werden. Idealerweise liefert ein System daher genau so wenig Information wie nötig und zwar so übersichtlich wie möglich. Grundlage dafür sind die diversen Anpassungsmöglichkeiten bei Icinga, die es erlauben, Nachrichten und Ansichten für die jeweiligen Empfänger quasi maßzuschneidern.

Genauer gesagt laufen die Alarme als „Custom host and service“-Variable in Icinga-Web, das heißt die Meldungen werden nach Kundenvorgaben durch Zusatzinformationen erweitert. Weiterhin sind diverse angepasste Ansichten von Hosts und Services im Einsatz, die bei Icinga über sogenannte Cronks (Widgets) realisiert werden. Zu guter Letzt lassen sich die Zugriffsrechte der Anwender per AD-Autorisierung genau regeln,  bis hin zu einzelnen Hosts und Services.

Zukunftspläne

Ermutigt durch den Erfolg der Migration erweiterte Audi inzwischen den Icinga-Monitoring-Bereich auf das Werk in Győr. 

Geht man vom Wachstum des Unternehmens aus, wird sich der jetzige Umfang von 50.000 überwachten Diensten in den nächsten drei Jahren verdoppeln, will man das Monitoring komplexer Fertigung und IT Dienste weiterhin abdecken und unterbrechungsfrei sicherstellen.

Infrastruktur der Audi-Lösung

1. Herzstück des Monitoring-Systems bildet der 

Master- mit einem DB-Cluster, 

2. der passive Kontrollergebnisse von vier Slaves an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm und Györ sammelt. Für Tests steht ein eigener Cluster bereit. Insgesamt werkeln hier 25 Icinga-Instanzen, die Add-Ons LConf, Noma, Icinga-Web und Heatmap sowie viele Custom-Views. Von Ingolstadt aus werden die Cluster per Veritas Cluster Suite voll automatisiert gesteuert. 

3. Die Generierung der Konfigurationen für Host- und Service-Checks übernimmt LConf ebenso wie die Verteilung an die gewünschten Cluster. Die Überwachung läuft bei Audi über ein Kontrollzentrums, dessen Mitarbeiter arbeiten auch nach der Umstellung mit der von Ihnen gewohnten Oberfläche

4. CA Spectrum, an die Icinga alle Warnungen weiterleitet.