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Bareos - Komponenten & Architektur

Bareos besteht aus mehreren Komponenten und Diensten, welche natürlich auch auf mehrere Server verteilt werden können: So kann ein zentraler Bareos Director Daemon, unterschiedliche Server sichern und die Daten wiederum auf mehreren Servern speichern. Auch eine standortverteilte Sicherungsstrategie kann so einfach implementiert und vor allem zentral gesteuert werden. Die Aufteilung der einzelnen Komponenten stellt sich wie folgt dar:

Bareos Director

Der Bareos Director ist das zentrale Programm, das alle zentralen Aufgaben, wie Backup, Restore, Verify und Archivierung steuert und überwacht. Der Director läuft in der Regel als Daemon oder Dienst.

Bareos Console

Mit der Bareos Konsole kann der Administrator mit dem Bareos Director kommunizieren. Die Konsole gibt es in 3 verschiedenen Versionen: Die einfachste, aber am meisten verwendete Konsole ist eine textbasierte Shell unter Linux. Daneben gibt es eine GNOME und eine Windows GUI. Die textbasierte Konsole bietet den größten Funktionsumfang, während die GNOME und die Windows GUI eher für schnelle Backup und Restore Aufgaben gedacht sind.

Bareos File Demon

Der File Demon ist der eigentliche Bareos Client, der auf den zu sichernden Maschinen installiert wird. Er ist jeweils betriebssystemspezifisch und liefert die zu sichernden Daten inkl. ihrer Attribute an den Bareos Director oder schreibt die Daten bei einem Recovery zurück auf die Platte. Er läuft als Dienst auf dem zu sichernden Servern und ist verfügbar für Unix/Linux und Windows.

Bareos Storage

Der Storage Dienst ist verantwortlich für das Speichern und Lesen der gesicherten Daten und Attribute auf die Sicherungsmedien. Er läuft als Dienst auf dem Server, an dem die Backup-Hardware (Tapes oder Platten) angeschlossen ist.

Bareos Catalog

Der Katalog Dienst ist verantwortlich für den Index aller Files und Volumes. Er erlaubt dem Administrator die gewünschten Files schnell zu finden und zurückzusichern. In dem Katalog werden alle genutzten Volumes, gespeicherten Files und ausgeführten Jobs gespeichert. Das erlaubt ein schnelles und effizientes Rücksichern sowie das Management von Files. Bacula unterstützt aktuell MySQL, PostgreSQL und SQLite als Katalogdatenbanken.

Unterschied von Bareos zu Bacula

Im Allgemeinen gesehen sind sich Bacula und Bareos sehr ähnlich. Für eine Migration auf Bareos sind keine umfangreichen Änderungen an der Installation notwendig - den sowohl die Clients als auch die Catalog-Daten können ohne Probleme weiter verwendet werden. Ein Feature welches in Bareos implementiert wird (aktuell im Beta Stadium), ist die Sicherung von einem Fileserver in einer DMZ. Idealerweise kommunizieren Server in einer DMZ nicht mit dem internen LAN. Möchte man jedoch einen Fileserver sichern, wird ein Zugriff auf den Storage Server benötigt - eine Verletzung der DMZ.

In Bareos wird dies jedoch ganz einfach gelöst: Der Bareos Director baut, wie gehabt, eine Verbindung zum File Daemon auf dem zu sichernden Server auf. Hier wird alles notwendige wie bisher vorbereitet. Anstatt das sich jetzt der File Daemon beim Storage Daemon meldet, kann man diese Vorgehensweise einfach umdrehen, in dem der File Daemon in der Konfiguration als passiv gesetzt wird. Dadurch informiert der Bareos Director den Storage Daemon, dass dieser eine aktive Verbindung zum File Daemon aufbauen soll um mit der Sicherung der Daten zu beginnen. Hierdurch wird sichergestellt, dass die DMZ-Richtlinien nicht verletzt werden und der Storage Daemon kein externes Interface mehr benötigt. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht diesen Unterschied noch einmal: