Here you can find all videos and slides of the OSDC 2011:

Bernd Erk | Automatisierung im Rechenzentrum: eine Einführung (DE)

Die OSDC 2011 wurde durch Bernd Erks Keynote zum Thema "Automatisierung im Rechenzentrum: eine Einführung" eröffnet

Dr. George Kolomvos | Open Source Software for Public Administration (EN)

This presentation aims to explore OSOR.eu, the online communication platform of the Open Source Observatory and Repository. OSOR.eu is an initiative of the European Commission with the scope to promote, exchange experience and share information on the use of open source software by Public Administrations. More particularly, OSOR.eu provides helpful information for open source software developers who work on software that may be used to address the needs of public administrations. 

The presentation will begin with an outline of what the platform provides in terms of information, databases, networking, and who and why can benefit from its use. Public administrations and software developers can stay updated on current relevant activities and can use the platform to facilitate communication of needs, requirements, and evolution.Following the general introduction on how the public sector and the open source community can benefit from OSOR.eu, the speaker will then move into explaining more technical details on how the platform works in relation to the specific areas of interest for the audience and will discuss how to choose the appropriate open source license when starting from scratch or when reusing other OSS components. Furthermore, an outline will be given on the benefits of the European Public License in an environment of different languages and legal systems, such as Europe.

Thomas Lange | FAI - Fully Automatic Installation (DE)

FAI (Fully Automatic Installation) ist eine Software zur automatischen Installation von Rechnern ohne jeglichen Benutzereingriff. Dadurch lassen sich bei der initialen Installation von einzelnen Rechnern, ganzen Rechnerpools oder größeren Clusterinstalltionen viel Zeit einsparen. Zusätzlich bietet diese Vorgehensweise eine höhere Qualität, da sich keine manuellen Fehler einschleichen können oder Rechner nach einem Ausfall schneller wiederhergestellt werden können.

FAI begann als automatisierter Netzwerkinstaller für Debian, der schon von Anfang an ein eigenes Klassenkonzept beinhaltete. Durch die konstanten Weiterentwicklung sind mit den Jahren viele Erweiterungen in das Projekt eingeflossen, sodass FAI mittlerweile auch das komplette Konfigurationsmanagement übernehmen kann. Ebenso ist FAI inzwischen nicht mehr auf Debian festgelegt, sondern kann auch andere Linux Ditsributionen wie SUSE, RedHat, CentOS und sogar Solaris installieren. Neben echter, physikalischer Hardware, können natürlich auch virtuelle Systeme installiert und konfiguriert werden.

Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick zum Projekt und zeigt die neuesten Features der aktuellen FAI Version.

Florian Freund | CFEngine im Praxiseinsatz (DE)

Dieser Vortrag behandelt folgende Themen:

  • Allgemeines zu CFEngine (was tut es, was kann es, wie funktioniert es)
  • Allgemeiner Aufbau der Konfig und der Scriptsprache
  • Implementierung bei noris (Mandantenfähigkeit, Installation, Selbstheilung)

Dirk Hermann | RedHat Satellite - Einsatzweise und Möglichkeiten (DE)

Dieser Vortrag behandelt folgende Themen:

  • RHN, RHN Proxy and RHN Satellite
  • Software Channels und Errata
  • RHN Satellite Configuration Management
  • User / Roles and Organizations
  • System Lifecycle und Provisioning
  • Release & Deployment Management
  • Orchestration & Integration in Tool Chains
  • System Management + Virtualization + ? = Cloud Computing

Jochen Lillich | Systemautomatisierung mit Chef (DE)

Die effiziente und wirtschaftliche Administration einer wachsenden IT-Infrastruktur erfordert die konsequente Automatisierung wiederkehrender Aufgaben. Im absoluten Idealfall kann die gesamte Infrastruktur an einer zentralen Stelle modelliert, konfiguriert und dokumentiert werden, sodass lokale Eingriffe weitgehend vermieden werden. Dadurch bleibt der manuelle Aufwand minimal und Fehler können konsequent vermieden werden. Für diese Aufgabe gibt es im Open Source Umfeld eine Vielzahl von Tools wie beispielsweise cfengine, Puppet und bcfg2, denen sich auch andere Vorträge widmen.

Ein weiteres, sehr interessanten System zur automatisierten Administration von Servern ist das Systemintegrations-Framework Chef (http://www.opscode.com/chef). Der Vortrag gibt einen Einblick in den Grundaufbau und die Arbeitsweise von Puppet, sowie konkrete Erfahrungen mit Puppet aus der Administration eines Netzes mit mehr als 50 Servern. Ebenso wird beleuchtet, wie sich das Prinzip "Infrastructure is Code" mit Chef umgesetzt werden kann.

Erol Ülükmen | opsi - Open Source Management für Windows Server & Clients (DE)

opsi ist ein Opensource Client Management System zur Verwaltung von Windows-Rechnern auf Basis von Linux Servern und bietet die Kernfunktionen Software- und Betriebssystemverteilung, Patch Management, Inventarisierung, sowie Lizenzmanagement. Während opsi selbst auf jedem beliebigen Linux-System installiert werden kann, unterstützt es das Management für alle Windows Versionen von XP aufwärts, bis hin zu Windows 2008 R2 Server sowohl in den 32, als auch in den 64 Bit Varianten. 

Bei der automatischen Betriebssysteminstallation stellt der Client beim Start eine PXE Anfrage an den Depotserver, läd ein Bootimage mit Konfigurationseinstellungen nach und partitioniert und installiert das Grundsystem. Entweder auf Basis eines Images oder einer unattended Installation. Zur automatischen Softwareverteilung wird auf dem System der opsi-client-agent installiert, der überprüft ob neue Software installiert werden soll und ggf. die Installation ausführt. Der Client übernimmt ebenfalls das Ausrollen von Patches und die Inventarisierung von installiert Soft- und Hardware.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die beschriebenen Funktionalitäten, sowie die Integration mit einem Monitoring System.

Cody Herriges | Marionette - System Control Utility (EN)

MCollective ist ein einfach anzuwendendes Programm zum handeln von IT-Umgebungen. Dieses Tool gewinnt schnell an Beliebtheit und wird in naher Zukunft in das Puppet ecosystem integriert sein. In dem Vortrag werden folgende Themen behandelt:

  • Das SimpleRPC Framework und wie man es bei der Aufgabenausführung bei kleinen bis hin zu großen Infrastrukturen anwendet
  • Welche Integrationspunkte die Anwendung schon mit Puppet teilt
  • Ein Basis-rundown der Anwendungsstruktur und Komponenten die zum Start und zum Laufen des Programms gebraucht werden
  • Wie MCollective in ITIL life cycle passt

Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Thomas Gelf | Puppet from Scratch (DE)

Selbst in großen Umgebungen werden Server und Netzwerke oft noch manuell administriert. Dies ist nicht nur unwirtschaftlich und ineffizient, sondern auch noch sehr fehleranfällig. Und manchmal schaffen es die Administratoren kaum noch mit dem Wachstum der IT mitzuhalten. 

Das Zauberwort heißt Automatisierung: Regelmäßig wiederkehrende Aufgaben, wie Paketinstallationen, Konfigurationsänderungen oder Rechnerinstallationen werden nicht mehr manuell durchgeführt, sondern nur noch zentral beschrieben und dann ausgerollt. Dabei ist es egal ob solche Änderungen einmal oder tausendfach in einem Cluster durchgeführt werden müssen.

In diesem Vortrag erhalten Sie einen Basisüberblick über die Funktionsweisen und Möglichkeiten von Puppet.

Ken Barber | Advanced Puppet Topics (EN)

Viele User kennen Puppet wahrscheinlich schon aus Ihrem täglichen Arbeitsleben haben aber wahrscheinlich nicht die Zeit es bis auf seine Grenzen auszutesten was dessen Funktionalität betrifft. Dieser Vortrag bietet einen Einblick über Features für fortgeschrittene Anwender mit folgenden Themen, welche durch praktische Beispiele ergänzt werden:

  • Unterstützung vom neuen Ruby DSL zum Schreiben von Manifesten im reinen Ruby
  • Die extlookup Funktion zum Speichern von Informationen in externen Formaten
  • Benutzung von dotty output zur Analyse von Ressourcen - Abhängigkeiten
  • Exportierte Ressourcen-Abhängigkeiten als Zugang zu generierten Informationen anderer nodes
  • Externe node classifiers um Puppet in ein externes Tool wie CMDB zu integrieren
  • Puppetdoc - Generierung und Handhabung zur Dokumentation von Puppet-Inhalten

 Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Matthias Rechenburg | Effiziente Automatisierung von Rechenzentren mittels Cloud Computing (DE)

Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Anforderungen an die firmeneigene IT-Infrastruktur. Das heißt ein jedes Rechenzentrum ist einzigartig im Aufbau, der Verwaltung und des Betriebs. Die Anforderungen an Rechenzentren bezüglich Flexibilität und Dynamik stellen neue Herausforderungen dar. Die oftmals recht statisch angelegten Serverlandschaften werden gestiegenen Erwartungen nicht mehr gerecht. 

Ist Cloud Computing die Lösung aller Probleme?

Kann man einfach alles in die Cloud migrieren? Wie kann man mit Cloud Computing Rechenzentren automatisieren? Ist Privates Cloud Computing besser geeignet als Öffentliche Clouds? Hilft Hybrid Cloud Computing wirklich Cloud- “Vendor locking” zu vermeiden? 

Mit dem Fokus auf den effizienten Betrieb und der Automatisierung von Rechenzentren evaluiert dieser Vortrag in welchen Bereichen sich Cloud Computing sinnvoll einsetzen lassen kann.

Constantino Vazquez Blanco | OpenNebula Tutorial (EN)

OpenNebula ist ein OpenSource Programm: Gründlich geprüft, anpassbar, mit erweiterbarem Framework und besonderen Features, excellenter Perfomance und massiver Skalierbarkeit um hunderttausend virtuelle Maschinen zu verwalten. Das Ganze von einer private Cloud mit Xen, KVM und VMware bishin zur Hybrid Cloud mit Amazon EC2 und anderen Anbietern.

Ziel des Vortrags ist es, eine globale Übersicht über den Installations- und Konfigurationsprozess und das Einsetzen von private, public und hybrid Clouds bei der Nutzung des OpenNebula Toolkits bereitzustellen. Drei Schlüsselaspekte werden zum Management einer virtuellen Umgebung fokusiert: Image management, networking und hypervisors. Zudem spricht das Tutorial den scale-out durch die Zuweisung von extra Kapazität auf Amazon EC2 an. Basierend auf Open Source Cloud Komponenten ist OpenNebula für Systemadministratoren geeignet, die dieses gerne zum erstellen einer Cloud Umgebung nutzen möchten.

Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Prof. Stefan Edlich | NoSQL in der Cloud: Patterns, Architektur und Erfahrungen (DE)

NoSQL (Not only SQL) Datenbanken oder strukturierte Datenspeicher gelten als neuer Ansatz, Architekturen zu vereinfachen oder bessere Skalierbarkeit zu erreichen. Dabei brechen sie mit dem bestehenden relationalen Ansatz und versuchen Joins zu vermeiden. Als prominente Vertreter von NoSQL Datenbanken gelten Googles BigTable oder Amazons Dynamo, bzw. die Open Source Implementierungen CouchDB oder Apache Casandra. Aber selbst normale Caching Solutions wie memchache fallen unter das NoSQL Paradigma.

Der Vortrag befasst sich mit den theoretische Grundlagen und praktischen Erfahrungen mit NoSQL Datenbanken der vier wichtigsten Kategorien (Column Store, Document Store, Key/Value Store und XML Store). Weiterhin wird in diesem Vortrag auf NoSQL Design Patterns, zukünftige Anforderungen an die Softwarearchitektur und auf Bewertungsrichtlinien eingegangen, die bei der Wahl der richtigen Datenbank helfen können. Abgerundet wird dieser Vortrag mit Praxiserfahrungen des Einsatzes von konkreten NoSQL Datenbanken in der Cloud.

Carsten Hensiek | Aufbau einer Private Cloud mit Eucalyptus (DE)

Eine Vielzahl an Entwicklern der University of California haben Eucalyptus entwickelt. Diese Open Source System zum Cloud Computing gibt die Möglichkeit eine eigene Cloud-Infrastruktur zu erstellen. Eucalyptus setzt auf Linux, unterstützt Xen sowie KVM und steht in Form von Binärpaketen für die gängigen Distributionen CentOS, Debian und Ubuntu jeweils in einer 32- und 64-Bit bereit.

Dieser Vortrag erläutert den Aufbau und die Konfiguration einer "Private Cloud" mit Hilfe von Eucalyptus und geht dabei auf die Vor- und Nachteile der Software ein.

Martin Loschwitz | Cluster on stereoids: Pacemaker 1.2 (DE)

Pacemaker hat die Vorstellung von Hochverfügbarkeitsclustern mit Linux grundlegend verändert, seit er 2007 aus dem alten Heartbeat-Code herausgelöst und in ein eigenes Projekt umgewandelt wurde. Der stabile Zweig von Pacemaker (1.0) bietet zum ersten Mal in der Linux-Geschichte einen konkurrenzfähigen Cluster-Manager mit sämtlichen "State of the art"-Features. Freilich gibt es trotzdem noch einiges zu tun -- schon längst hat die Arbeit an Pacemaker 1.2 begonnen, und wie sein Vorgänger wird auch der nächste stabile Pacemaker-Zweig erstaunliche Neuerungen im Gepäck haben.

 Dieser Vortrag stellt neue Ideen und Konzepte vor, die den Cluster-Stack für Linux in absehbarer Zeit erreichen werden. Er geht ausführlich auf die geplanten Features für Pacemaker ein -- darunter die neu eingeführten ACLs, eine neue Programmstruktur samt Master Control Process (MCP) und eine neue STONITH-Schnittstelle. Und natürlich spielt das Thema Performance eine wichtige Rolle in Pacemaker 1.2. Auch wirft der Vortrag ein Licht auf Entwicklungen abseits von Pacemaker. So biedert sich Kronosnet an, das Prinzip der Kommunikation innerhalb eines Clusters komplett zu revolutionieren. Zu guter Letzt hält Corosync noch ein paar Überraschungen bereit.

Christian Baumann | Enterprise Cloud Lösung - Open Stack in der Praxis (DE)

OpenStack ist eine IaaS (Infrastructure as a service) Plattform für Cloud Lösungen. Initial wurde das OpenStack Projekt von Rackspace und der NASA gegründet, inzwischen haben sich aber auch viele weitere Firmen, wie Citrix, DELL, RightScale und sogar INTEL und AMD angeschlossen. Das Projekt besteht aus zwei verchiedenen Teilbereichen: OpenStack Compute, einem Cloud Computing Controller, der alle Aktivitäten, wie beispielsweise das Starten und Stoppen von Maschinen in der Cloud koordiniert. Sowie OpenStack Object Storage einem verteilten Speichersystem für VM Images, Bilder, E-Mails und weitere Objekte innerhalb einer Cloud.

Der Vortrag schildert die ersten praktischen Erfahrungen mit OpenStack aus konkreten Evaluationsprojekten: Warum entscheiden sich große Firmen für OpenStack, wie wird evaluiert, packetiert und getestet?

Thomas Halinka | GlusterFS (DE)

Cloud-Provider stehen oft vor dem Problem den richtigen Storage für ihr Cloud-Portfolio zu implementieren. Lösungsansätze a la DRBD-Daisy-Chain und der Einsatz von Cluster-Filesystem a la OCFS2, GFS2 und Lustre treiben dem Admin oft Angstschweiss ins Gesicht, wenn sie sich Gedanken um Fencing und Stonith machen.

GlusterFS ist ein neuer Ansatz, um Architekturen zu vereinfachen und bessere Skalierbarkeit zu erreichen. GlusterFS sattelt auf beliebigen lokalen Filesystemen auf, skaliert bis zu mehreren Petabyte und bringt von Haus aus Raid-Funktionalitäten wie Striping und Replikation mit.

 Der Vortrag befasst sich mit den theoretische Grundlagen, deren technischer Implementierung und praktischen Erfahrungen mit GlusterFS im Produktiveinsatz.

Jens Link | Automatische Netzwerkdokumentation mit NetDot und RANCID (DE)

Netzwerke sind ein Kernbestandteil eines jeden Datacenters. Neben den zahlreichen Monitoring-Lösungen wie Nagios oder Icinga gibt es aber auch für das Management von Netzkomponenten wie Routern und Switchen zahlreiche Open-Source-Tools die jedem Admin das Leben erleichtern können. Einige dieser Werkzeuge sollen in diesem Vortrag vorgestellt werden:

RANCID
Eines der bekanntesten Probleme jeden Netzwerkadmins ist das regelmäßige Sichern der Konfigurationen aller Netzwerkkomponenten. Ein Tool dass dem Admin dabei die Arbeit abnimmt ist RANCID (Really Awesome New Cisco confIg Differ). Obwohl das Tool Cisco im Namen trägt, kann es natürlich auch mit Geräten anderer Hersteller umgehen. Es ließt regelmäßig, beispielsweise durch crom gesteuert die Konfiguration aller Router und Switches aus und speichert diese in einem CVS, SVN oder GIT. Bei Änderungen versendet das Tool eine Warnmeldung an den Admin oder lösst einen Alarm im Monitoring System aus. Durch die Speicherung des Konfigurationsdateien in einem Versionsverwaltungssystem lassen sich auch die Änderungen gut verfolgen und bei Problemen kann ein älterer, aber funktionierender Versionsstand wieder eingespielt werden.

NetDot
NetDoT (Network Documentation Tool) unterstützt den Admin bei der Dokumentation seines Netzwerks. Es versucht die Topologie automatisch zu erkennen und kann die IP-Netzwerke und sogar die Verkabelung verwalten. Zusätzlich kann das Tools aus den generierten und gespeicherten Daten Konfigurationsdateien für andere Tools erstellen, so dass ein manueller Pflegeaufwand entfällt. Beispiele dafür sind Bind, RANCID, Nagios/Icinga oder Cacti.

Bernd Erk | Icinga - Enterprise Open Source Monitoring (DE)

Icinga ist ein 2009 gestarteter Fork des bekannten Monitoring Systems Icinga und hat sich in den gerade einmal eineinhalb Jahren Entwicklungsgeschichte seit der Abspaltung zu einer sehr ernstzunehmenen Enterprise Variante für das Monitoring entwickelt.

Trotz der Kompatibilität zu Nagios, den Nagios Plugins und den Nagios AddOns, setzt sich Icinga inzwischen deutlich von seinem Vorgänger ab. Im Bereich des Monitoring Cores wurden zahlreiche Detailverbesserungen für Performance, Features und Stabilität implementiert, sowie eine Unterstützung für Oracle und PostgreSQL, neben den bereits in Nagios vorhandenen MySQL umgesetzt.

Die wichtigsten Verbesserungen betreffen aber sicher das neue Webinterface, das komplett auf der Basis moderner Webtechnologien entwickelt wurde. Dadurch ist es komplett userspezifisch anpassbar und unterstützt auch mobile Devices wie Android oder iOS Geräte. Durch eine integrierte Schnittstelle für AddOns ist es möglich Erweiterungen des Webinterface nahtlos in die Benutzeroberfläche und auch das Rechtemanagement einzubinden. Aktuell existieren bereits eine LDAP basierte Konfigurationsverwaltung (LConf), ein AddOns zur Abbildung von Geschäftsprozessen (BP-Addon), eine Wärmekarte für Rechenzentren (Heatmap), ein System für Performancecharts (PNP), sowie Eventmanagement (EventDB).

Dr. Hendrik Schöttle | E-Mail Marketing, Spam, E-Mail-Filterung und Datenschutz - was ist erlaubt, was nicht? (DE)

E-Mails stellen den verantwortungsvollen Admin nicht nur vor eine technische, sondern auch vor eine juristische Herausforderung, denn nicht alles was technisch möglich ist, ist auch erlaubt. Zwar haftet in der Regel der Geschäftsführer oder der Vorstand, aber auch der Admin sollte wissen wie er Schwierigkeiten am besten vermeidet oder zumindest beim Management darauf hinweisen kann.

Deswegen dreht sich in diesem Vortrag alles um das Thema E-Mail und zwar die juristischen Grundfragen. Zuerst beim Versenden von E-Mails: Wie darf ich per E-Mail werben? Was ist verbotenes Spamming, was nicht? Welche Konsequenzen können drohen. Auf der anderen Seite stehen die Empfänger von E-Mails. Als Serviceprovider stellt sich die Frage: Darf ich die E-Mails meiner Kunden filtern? Nur bei Viren oder vielleicht auch bei Spam, schließlich verursacht jede verarbeitete Mail Aufwand an CPU- und Storage Kapazität.

Was ändert sich bei der unternehmensinternen Filterung? Kann man die E-Mails der Kollegen filtern? Gibt es einen Unterschied ob die Firma die Privatnutzung des E-Mail Accounts erlaubt oder nicht?

Remo Rickli | NeDi - Network Discovery im RZ (DE)

Das Netzwerkverwaltungstool NeDi verfügt über ein SQL-Backend und eine webbasierte Oberfläche. NeDi basiert auf SNMP-Abfragen und unterstützt neben dem Cisco Discovery Protocol (CDP) auch das Link Layer Discovery Protocol (LLDP) anderer Hersteller. NeDi ist seit dem Release 2.5 standardmäßig in SNAG-View integriert.

In dem Vortrag wird Remo Rickli einen Überblick über den aktuellen Leistungsumfang geben. Er wird vom allgemeinen Netzwerkmanagement auf die spezifischen Unterschiede im RZ hinführen und dabei aufzeigen wie sich NeDi in diesem Bereich weiterentwickelt hat. Kernpunkte des Vortrags sind dabei Virtualisierung und Netzwerktopologie.

Dr. Udo Seidel | Enterprise Linux Server Filesystems (DE)

Der Einsatz des richtigen Filesystems ist noch immer eine grundlegende Entscheidung mit großem Einfluss auf spätere Performance und Management. Mit Ext4 und BTRFS gibt es nun zwei neue Alternativen die der Erwartungshaltung bisherige Schwachstellen auszumerzen standhalten müssen. Während Ext4 bereits stable ist und den Sprung in die gängigen Enterprise Distributionen geschafft hat, steht das von Oracle BTRFS hier noch eher am Anfang. Trotz des scheinbaren Nachteils sehen vielen in BTRFS das nächste Standardfilesystem für Linux, da es im Vergleich bestehenden Limitierungen von Ext4 auflöst und als die Linux-Alternative zu ZFS gesehen wird.

Der Vortrag erläutert Architektur und Charakteristiken beider Dateisysteme, bewertet sie aus Sicht eines Systemadministrators für den Einsatz im Rechenzentrum und beschreibt mögliche Migrationspfade.