C++Go. Halb C++ – halb Go.

Scherz beiseite, die Go-Entwickler bieten noch keine Möglichkeit, C++-Bibliotheken ohne weiteres anzusprechen. Aber es geht ja auch mit weiteres. Das weitere besteht darin, dass C++-Funktionen mittels C-Bibliotheken gewrapped werden können. Und in meinem letzten Blogpost zu diesem Thema habe ich bereits erklärt, wie C-Bibliotheken in Go angesprochen werden können. Sprich, es braucht nur eine hauchdünne C-Schicht zwischen C++ und Go.

Multilingual++ in der Praxis

Wie auch letztes mal habe ich schon mal was vorbereitet – eine Schnittstelle für die Boost.Regex-Bibliothek. Diese findet sich in diesem GitHub-Repo und besteht aus folgenden Komponenten:

  • Ein Struct, das boost::basic_regex<char> wrapped
  • Eine C-Bibliothek, die den C++-Teil wrapped
  • Die Go-Bibliothek, die die C-Bibliothek verwendet

Wrapper-Struct

Dieses Struct ist Notwendig, da die Größe von boost::basic_regex<char> zwar C++ bekannt ist, aber nicht Go. Das Wrapper-Struct hingegen hat eine feste Größe (ein Zeiger).

libcxx/regex.hpp

#pragma once

#include <boost/regex.hpp>
// boost::basic_regex
// boost::match_results
// boost::regex_search

#include <utility>
// std::forward
// std::move

template<class Char>
struct Regex
{
	template<class... Args>
	inline
	Regex(Args&&... args) : Rgx(new boost::basic_regex<Char>(std::forward<Args>(args)...))
	{
	}

	Regex(const Regex& origin) : Rgx(new boost::basic_regex<Char>(*origin.Rgx))
	{
	}

	Regex& operator=(const Regex& origin)
	{
		Regex copy (origin);
		return *this = std::move(copy);
	}

	inline
	Regex(Regex&& origin) noexcept : Rgx(origin.Rgx)
	{
		origin.Rgx = nullptr;
	}

	inline
	Regex& operator=(Regex&& origin) noexcept
	{
		this->~Regex();
		new(this) Regex(std::move(origin));
		return *this;
	}

	inline
	~Regex()
	{
		delete this->Rgx;
	}

	template<class Iterator>
	bool MatchesSomewhere(Iterator first, Iterator last) const
	{
		boost::match_results<Iterator> m;
		return boost::regex_search(first, last, m, *(const boost::basic_regex<Char>*)this->Rgx);
	}

	boost::basic_regex<Char>* Rgx;
};

Eine C-Bibliothek, die den C++-Teil wrapped

Die folgenden Funktionen sind zwar waschechte C++-Funktionen, aber dank dem extern "C" werden sind sie in der Bibliothek als C-Funktionen sichtbar und können von Go angesprochen werden.

libcxx/regex.cpp

#include "regex.hpp"
// Regex

#include <boost/regex.hpp>
using boost::bad_expression;

#include <stdint.h>
// uint64_t

#include <utility>
using std::move;

extern "C" unsigned char CompileRegex(uint64_t pattern_start, uint64_t pattern_end, uint64_t out)
{
	try {
		*(Regex<char>*)out = Regex<char>((const char*)pattern_start, (const char*)pattern_end);
	} catch (const boost::bad_expression&) {
		return 2;
	} catch (...) {
		return 1;
	}

	return 0;
}

extern "C" void FreeRegex(uint64_t rgx)
{
	try {
		Regex<char> r (move(*(Regex<char>*)rgx));
	} catch (...) {
	}
}

extern "C" signed char MatchesSomewhere(uint64_t rgx, uint64_t subject_start, uint64_t subject_end)
{
	try {
		return ((const Regex<char>*)rgx)->MatchesSomewhere((const char*)subject_start, (const char*)subject_end);
	} catch (...) {
		return -1;
	}
}

libcxx/regex.h

#pragma once

#include <stdint.h>
// uint64_t

unsigned char CompileRegex(uint64_t pattern_start, uint64_t pattern_end, uint64_t out);

void FreeRegex(uint64_t rgx);

signed char MatchesSomewhere(uint64_t rgx, uint64_t subject_start, uint64_t subject_end);

Go-Bibliothek

Diese spricht letztendlich die C-Funktionen an. Dabei übergibt sie die Zeiger als Ganzzahlen, um gewisse Sicherheitsmaßnahmen von CGo zu umgehen. Das Regex-Struct entspricht dem Regex-Struct aus dem C++-Teil.

regex.go

package boostregex2go

import (
	"io"
	"reflect"
	"runtime"
	"unsafe"
)

/*
#include "libcxx/regex.h"
// CompileRegex
// FreeRegex
// MatchesSomewhere
*/
import "C"

type OOM struct {
}

var _ error = OOM{}

func (OOM) Error() string {
	return "out of memory"
}

type BadPattern struct {
}

var _ error = BadPattern{}

func (BadPattern) Error() string {
	return "bad pattern"
}

type Regex struct {
	rgx unsafe.Pointer
}

var _ io.Closer = (*Regex)(nil)

func (r *Regex) Close() error {
	C.FreeRegex(rgxPtr64(r))
	return nil
}

func (r *Regex) MatchesSomewhere(subject []byte) (bool, error) {
	defer runtime.KeepAlive(subject)
	start, end := bytesToCharRange(subject)

	switch C.MatchesSomewhere(rgxPtr64(r), start, end) {
	case 0:
		return false, nil
	case 1:
		return true, nil
	default:
		return false, OOM{}
	}
}

func NewRegex(pattern []byte) (*Regex, error) {
	rgx := &Regex{}

	defer runtime.KeepAlive(pattern)
	start, end := bytesToCharRange(pattern)

	switch C.CompileRegex(start, end, rgxPtr64(rgx)) {
	case 0:
		return rgx, nil
	case 2:
		return nil, BadPattern{}
	default:
		return nil, OOM{}
	}
}

func bytesToCharRange(b []byte) (C.uint64_t, C.uint64_t) {
	sh := (*reflect.SliceHeader)(unsafe.Pointer(&b))
	return C.uint64_t(sh.Data), C.uint64_t(sh.Data + uintptr(sh.Len))
}

func rgxPtr64(p *Regex) C.uint64_t {
	return C.uint64_t(uintptr(unsafe.Pointer(p)))
}

Fazit++

Wenn etwas abgedrehtes mal nicht zu gehen scheint, dann gebe ich doch nicht auf, sondern ich mache es einfach noch abgedrehter. Impossible is nothing.

Wenn Du auch lernen willst, wie man unmögliches möglich macht, komm auf unsere Seite der Macht.

Alexander Klimov
Alexander Klimov
Developer

Alexander hat 2017 seine Ausbildung zum Developer bei NETWAYS erfolgreich abgeschlossen. Als leidenschaftlicher Programmierer und begeisterter Anhänger der Idee freier Software, hat er sich dabei innerhalb kürzester Zeit in die Herzen seiner Kollegen im Development geschlichen. Wäre nicht ausgerechnet Gandhi sein Vorbild, würde er von dort aus daran arbeiten, seinen geheimen Plan, erst die Abteilung und dann die Weltherrschaft an sich zu reißen, zu realisieren - tut er aber nicht. Stattdessen beschreitet er mit der...

Temperatur und Feuchtigkeit in Telegram vom RaspberryPI

Ich möchte hier beschreiben, wie man mit einem RaspberryPI die Temperatur und Feuchtigkeitswerte sich aufs Handy per Telegram schickt.
Verraussetzung ist ein RaspberryPI 3 b+ und ein Temperatur / Feuchtigkeitssensor, ich habe folgendes verwendet:

  • DSD TECH DHT22 AM2302 Temperatur und Luftfeuchtigkeit Sensor Modul für Arduino Raspberry Pi
  • RaspberryPI 3 B+

Anleitung wie man den Sensor an den RaspberryPI ansteckt, findet man reichlich im Netz z.B. Sensor-Einbau RaspberryPI/
Da in diesem Artikel auch schon beschrieben wird, wie man mit dem Tool Adafruit die Werte Temperatur und Feuchtigkeit ausliest, werde ich hier nicht genauer darauf eingehen.
Soviel, Ich lasse das Skript per cronjob zu bestimmten Zeiten ausführen und erhalte dann die Werte via Telegram auf mein Handy weitergeleitet.

Nur wie kann man sich die Werte auf das eigene Handy per Telegram senden lassen? Das werde ich hier kurz beschreiben.

Voraussetzung:

  • Handy mit der App Telegram (Apple IOs oder Android)

Als erstes müssen wir uns in Telegram einen eigenen Bot erstellen,  den wir später per API erreichen können,

wie das funktioniert, wird auch in vielen Webseiten bereits erklärt z.B. Telegram Bot erstellen

So, da der Bot jetzt bereit ist um per API Nachrichten zu empfangen, brauchen wir einen API-Aufruf der so aussehen kann:

curl -X POST 'https://api.telegram.org/botid:token/sendMessage?chat_id=id&text='$(/usr/local/sbin/AdafruitDHT.py 2302 4)'' > /dev/null 2>&1

Ich habe die Ausgaben die auf der Shell kommen nach /dev/null geleitet, denn die brauchen wir nicht, wenn es funktioniert.

Für die ersten Tests würde ich die Ausgabe schon sichtbar lassen, um den JSON-Output mal gesehen zu haben und gegebenenfalls Fehlermeldungen zu sehen.

curl -X POST 'https://api.telegram.org/botid:token/sendMessage?chat_id=id&text='$(/usr/local/sbin/AdafruitDHT.py 2302 4)'' | python -m json.tool

{
"ok": true,
"result": {
"chat": {
"first_name": "Johannes",
"id": 400269857,
"last_name": "Carraro",
"type": "private",
"username": "xxxx"
},
"date": 1563270619, <-- UNIXTIMESTAMP
"from": {
"first_name": "Raspberry",
"id": xxxxxx,
"is_bot": true,
"username": "xxxxx"
},
"message_id": 265,
"text": "Temp=20.8C::Humidity=75.8%"
}
}

Wie wir sehen war die Ausgabe erfolgreich und wir sollten auf dem Handy im Telegram eine neue Nachricht mit der Temperatur und Feuchtigkeit bekommen haben.

Man kann sich über den RaspberryPI mit verschiedenen Sensoren deren Werte so auf das Handy per Telegram schicken lassen, eine coole Sache.
Anwendungsbeispiel: Zimmergewächshaus, Zimmertemperatur, Außentemperatur etc.

Jetzt wünsche ich viel Erfolg beim nach basteln!

Natürlich kann ich jedem unsere Trainings nahelegen rundum OpenSource-Themen

Johannes Carraro
Johannes Carraro
Support Engineer

Bevor Johannes bei NETWAYS anheuerte war er knapp drei Jahre als Systemadministrator in Ansbach tätig. Seit Februar 2016 verstärkt er nun unser Managed Services Team als Systems Engineer. In seiner Freizeit spielt Johannes E-Gitarre in einer Metalband, bastelt an Linux Systemen zuhause herum und ertüchtigt sich beim Tischtennisspielen im Verein, bzw. Mountainbiken, Inlinern und nicht zuletzt Skifahren.

Python lernen?

Hier möchte ich meine Erfahrung teilen, wie ich in die Sprache Python eingestiegen bin.

 

Am Anfang der Ausbildung bin ich in PHP eingestiegen und fand die Sprache sehr angenehm.

Dazu gehören natürlich auch die Auszeichnungs-, Definitionsprachen HTML & CSS.

Doch mit der Zeit wurde PHP für mich als Programmier-Neuling immer komplexer.

Im Hinterkopf behielt ich Python, weil ich immer wieder von Programmierern hörte wie einfach diese Sprache sei

und diese auch von ihnen empfohlen wurde.

Zudem soll sie einer der beliebtesten und sehr gut für Beginner sein.

Also was spricht dagegen sie zu lernen?          Richtig. Gar nichts.

Aber wie lernt man eine Programmiersprache? 

Durch Blogs? Durch Videokurse?  Durch Bücher?

Der eine findet Videokurse gut, der andere Blogs und reinen Text. Das ist ganz ok.

Solange man Fortschritte macht, macht man nichts falsch.

Ehrlich gesagt muss man für sich selber herausfinden wie man am besten lernen kann.

Vielleicht mal alle Lernangebote durchstöbern und dann entscheiden was passt.

Ich persönlich habe Bücher sehr in mein Herz eingeschlossen. Ein Grund:

Das Buch liegt direkt vor einem. Videokurse sind etwas umständlicher.

Also habe ich mir ein Buch geholt. Sogar ein sehr gutes von O’REILLY.

Es ist echt wichtig das in einem Buch alles ausführlich erklärt wird. In dem Fall tut es das Buch.

Und wie komme ich mit der Sprache zurecht?

Anders als bei der anderen Sprachen gibt es eine kleine Umstellung.

Und zwar sind die Einrückungen (die Suiten) sehr wichtig. Da wird gleich die Syntax mit geübt.

Daran muss man sich erst gewöhnen. Sonst komme ich zurzeit gut zurecht.

So möchte ich mir mit Python ein weiteres Fundament aufbauen.

Ich kann Python nur weiter empfehlen!

Loei Petrus Marogi
Loei Petrus Marogi
Junior Developer

Loei ist Fachinformatik-Azubi im ersten Lehrjahr und lernt momentan unseren Toolstack kennen. Nach der Linux-Schulung freut er sich besonders aufs Programmieren. Wenn er mal nicht bei NETWAYS ist, spielt er Fußball im Verein oder geht ins Fitnessstudio.

Oida, geht das nicht schneller?!

Findet 99 Linux Befehle

Ich hatte etwas downtime, also habe ich ein kleines Programm geschrieben das Wortsalate erstellt: wordsalad, Code hier auf Github. Ist noch nicht ganz fertig, aber wie ihr sehen könnt tut es schon seinen Dienst. Es nimmt eine Liste an Wörtern und versteckt sie in einem Suchbild. Der Algorithmus hierfür ist: Schmeiß das Wort irgendwo aufs Spielfeld, wenn es klappt gehe zum nächsten. Wenn nicht versuche das ganze nochmal, bis zu 200 mal pro Wort. Sollte sich so kein freier Platz für das Wort finden, mach das ganze Spielfeld neu und starte von Null – bis zu 2000 mal. Nicht besonders intelligent aber wofür haben wir sonst Prozessoren im Gigahertz Bereich!

Die Hertz sind machen nur ein Teil der Geschwindigkeit aus, ein anderer ist die Anzahl der Threads. Parallelisierung erlaubt es modernen Programmen ihre Arbeit doppelt, vier mal, acht mal oder noch schneller zu verrichten (theoretisch zumindest). Aber was bietet Go in dieser Hinsicht? Concurrency. Und was ist das? “Irgendwas mit Multi-threadding und Parallelisierung” dachte ich anfangs. Sogenannte Goroutinen können einfach gestartet werden und haben mit channels eine simple und mächtige Form der Synchronisierung und Kommunikation.

Findet 40 Staaten in denen die USA einen Coup herbeigeführt haben

Aber ich lag falsch, Concurrency ist eben nicht Parallelisierung.

Meine Vermutung Concurrency sei nur ein anderes Wort für Parallelisierung kam von der Bedeutung und Verwendung außerhalb der IT Welt. “Concurrence” bedeutet Kooperation, Zustimmung und eben auch “zur gleichen Zeit stattfinden”, gemeint ist hierbei aber wohl die erste Bedeutung. Goroutinen laufen eben nicht gleichzeitig ab, sie wechseln sich ab. Sollte eine routine mal länger nichts zu tun haben, weil sie etwa darauf wartet etwas von der Platte zu lesen oder schreiben, kann eine andere arbeiten. So laufen sie nicht gleichzeitig, sondern miteinander ab – sehr praktisch für schnelle Prozessoren.

Findet 30 Österreichische Schimpfwörter

Aber man hat eben mehrere Prozessoren, sollen die sich die übrigen etwa langweilen während einer arbeitet? Nein, go verwendet einen Prozessorpool der goroutinen wenn möglich parallel laufen lässt. So hat man das beste beider Welten, es ist einfacher mit Concurrency zu designen und die Sprache kümmert sich im Hintergrund darum das es möglichst schnell passiert.

Sollte euch das Thema weiter interessieren, kann ich diesen Talk von Rob Pike empfehlen.

Viel Spaß beim Suchen 🙂

On giving up and trying an IDE

I dislike IDEs, at least I tell myself and others that. A 200 line long .vimrc gives a lot more street cred than clicking on a colored icon and selecting some profile that mostly fits ones workflow. So does typing out breakpoints in GDB compared to just clicking left of a line. Despite those very good reasons I went ahead and gave Goland and CLion, two JetBrains products for Go and C/C++ respectively, a chance. The following details my experiences with a kind of software I never seen much use for, the problems I ran into, and how it changed my workflow.

Installation and Configuration

A picture of my IDE wouldn’t do much good, they all look the same. So here’s a baby seal.
Source: Ville Miettinen from Helsinki, Finland


First step is always the installation. With JetBrains products being mostly proprietary, there are no repositories for easy installation and updating. But for the first time I had something to put in /opt. When going through the initial configuration wizard one plugin caught my eye: “IdeaVim”. Of course I decided to install and activate said plugin but quickly had to realize it does not work the same simply running vim in a window.
This “Vim emulation plug-in for IDEs based on the IntelliJ platform” sadly does for one not offer the full Vim experience and the key bindings often clash with those of the IDE. Further I started getting bothered by having to manage the Vim modes when wanting to write code.
I sometimes miss the ability to easily edit and move text the way Vim allows, the time I spend using the mouse to mark and copy text using the mouse are seconds of my life wasted I’ll never get back!
Except for the underlying compiler and language specific things both IDEs work the same, identical layout, window options, and most plugins are shared, so I won’t talk about the tool chain too much. But it needs to be said that Goland just works, possibly because building a Go project seems simpler than a C++ one. Getting CLion to work with CMake is tiresome, the only way to edit directives is by giving them to the command like you would on the shell. This would not bother me as much if CMake didn’t already have a great GUI.

Coding and Debugging

Yet I wouldn’t be still using those programs if there weren’t upsides. The biggest being the overview over the whole project, easily finding function declarations and splitting windows as needed. These are things Vim can be made to do, but it does not work as seamless as it does in the IntelliJ world. It made me realize how little time is spent the actual typing of code, most of it is reading code, drawing things and staring at a prototype until your eyes bleed confusion (sometimes code is not well commented). The debuggers, again specifically the one of Goland, work great! Sometimes I have to talk to GDB directly since there are many functions but too few buttons, but the typical case of setting a breakpoint and stepping through to find some misplaced condition is simple and easy.

Alright, here it is.


There are a few features I have not found a use for yet e.g. code generators and I still manage my git repositories from the shell. The automatic formatting is cool, again especially in Go where there is one standard and one tool for it. Other than that I run into a few bugs now and then, one that proved to be quite a hassle is the search/search and replace sometimes killing my entire window manager. Were it free software, there’d be a bug report. But for now I work around it. Maybe I’ll drop CLion but I doubt I’ll be writing any Go code in Vim anytime soon.
If you think you have found the perfect IDE or just want to share Vim tips, meet me at the OSMC in November!

Außerhalb von NETWAYS: Projektwoche in der Berufsschule

Heute möchte ich einen Blick außerhalb der betrieblichen Ausbildung werfen und ein wenig über die Projektwoche in der Berufsschule berichten. Alle Auszubildenden, die die Berufsschule B3 in Fürth im Zweig Fachinformatik Systemintegration oder Anwendungsentwicklung besuchen, führen dort am Ende des 2. Ausbildungsjahres eine Projektwoche durch.
Innerhalb dieser Projektwoche arbeiten die Schüler einer Klasse in Gruppen von 12 – 15 Mitgliedern zusammen. Dabei wird vor allem darauf geachtet, dass die Stärken der Schüler gleichmäßig auf die Gruppen verteilt werden.
Das Projekt selbst bestand aus der Simulation eines Kundenauftrages an eine Firma, die sowohl die Umsetzung von IT-Infrastrukturen als auch Software-Entwicklung bietet. Die Belegschaft der Firma wurde dann wie folgt auf die Mitschüler aufgeteilt:

  • Abteilung Management: 3 Schüler
  • Abteilung Infrastruktur: 3 Schüler
  • Abteilung Entwicklung: 6 Schüler

Die Gewichtung ergab sich aus der Analyse des Lastenheftes, das vom Lehrerkollegium zuvor ausgearbeitet und ausgehändigt wurde. Darin ging es darum, dass für den Kunden eine Infrastruktur und Software aufgebaut werden soll, mit der der Kunde sämtliches IT-Inventar in seinen Räumlichkeiten verwalten kann. Der Kunde selbst wurde dabei durch unsere Schule und einen Teil des Lehrerkollegiums dargestellt. Folgende Punkte waren dabei besonders von Bedeutung:

  • Netzwerk mit VLANs (Trennung von Schul- und Administrationsnetzwerk) mit Access Points für WLAN
  • Web- und Datenbankserver, auf denen die Inventarisierungssoftware laufen soll
  • Mit der Software müssen folgende Aktionen machbar sein:
    • Auflisten von Inventar
    • Ändern, Löschen und Hinzufügen von Inventar
    • Zuordnung von Inventar zu Räumen und Klassenzimmern
    • Login mit User/Passwort und Vergabe von Rechten (Admin oder User)
  • Einrichten von Clients für die Nutzung des Webfrontends der Software
    • Aufrufbar über Browser
    • Ergonomie muss beachtet werden
  • Erstellung eines Pflichtenheftes, einer Kundendokumentation und eines Wartungsvertrages
    • Pflichtenheft und Wartungsvertrag muss von den Lehrkräften abgenommen werden
    • Kundendokumentation soll als Benutzerhandbuch fungieren
  • Abschließende Projekt-Präsentation vor Publikum mit abschließender Fragerunde
  • Zeitlicher Rahmen: Montag bis Donnerstag, Umsetzung des Projektes mit freier Zeiteinteilung, Freitag morgen Präsentation

Nachdem wir den Montagvormittag damit verbrachten, die Aufgabenstellung durchzuplanen, setzten wir im Laufe der Woche die folgenden Schritte um:

  • Erstellung Pflichtenheft
  • Aufbau Netzwerk
  • Aufbau LAMP-Stack auf Server
  • Aufbau der MySQL-Datenbank
  • Erstellung der Core Software aus php und javascript
  • Erstellung des Webfrontends mit html und php
  • Erstellung Wartungsvertrag
  • Erstellung und Planung Projekt-Präsentation
  • Ausführliches Testen der einzelnen Komponenten
  • Fehlersuche, Debugging und Korrekturen
  • Erstellung Kundendokumentation, direkt aufrufbar über die Hilfe-Funktion in der Software

Mit dem Ergebnis aus dieser Woche konnten wir dann auch unsere Lehrer überzeugen, die unsere Gruppe durchweg positiv bewerteten und sehen konnten, dass wir als Klasse viel Wissen aus den letzten beiden Schuljahren mitgenommen haben.
Als Fazit kann ich persönlich sagen, dass es auf jeden Fall eine tolle und konstruktive Erfahrung ist, einmal komplett eigenverantwortlich und mit eigener Zeiteinteilung eine solche Aufgabe zu bewältigen. Außerdem bringt dies die Schüler auch zwischenmenschlich und bzgl. der eigenen Persönlichkeit weiter, denn jeder lernt nicht nur die eigenen Stärken und die der Mitschüler kennen und schätzen, sondern muss auch mit Schwächen und Fehlschlägen zurechtkommen bzw. anderen aus diesen heraushelfen. Es ist eben doch ganz gut, wenn man ab und zu mal die eigene Komfortzone verlässt!
Wer sich nun angesprochen fühlt, auch mal in die IT-Welt zu schnuppern oder mit dem Gedanken spielt, eine Ausbildung im Bereich Informatik zu machen, dann schreibt uns doch einfach unter jobs@netways.de. Mehr Infos findet Ihr auch auf unserer Webseite oder in unserer Stellenausschreibung zum Azubi Fachinformatik. Mehr Informationen zum Thema Ausbildung Fachinformatiker findet Ihr auch auf der Webseite der IHK.
 
Bildquellen: 
https://www.unixmen.com/how-to-install-lamp-stack-ubuntu-17-04/
http://www.b3-fuerth.de/ 

Nicole Frosch
Nicole Frosch
Sales Engineer

Ihr Interesse für die IT kam bei Nicole in ihrer Zeit als Übersetzerin mit dem Fachgebiet Technik. Seit 2010 sammelt sie bereits Erfahrungen im Support und der Administration von Storagesystemen beim ZDF in Mainz. Ab September 2016 startete Sie Ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration bei NETWAYS, wo sie vor allem das Arbeiten mit Linux und freier Software reizt. In ihrer Freizeit überschüttet Sie Ihren Hund mit Liebe, kocht viel Gesundes, werkelt im Garten, liest...