TWiki lokal installieren

Neulich hatte ich ja schon mal einen Post geschrieben, dass Wikis eine sehr praktische Sache zum Ablegen von Texten oder Dokumentationen sind. Einen Nachteil haben sie aber in der Regel: Da es sich um eine Webanwendung handelt, braucht man auch einen Internetzugang um darauf zugreifen zu können. Eine Alternative wäre es, dass Wiki zusammen mit einen lokalen Webserver zu installieren und dann einfach via http://localhost darauf zuzugreifen. Auch dafür empfiehlt sich TWiki, da es im Gegensatz zu MediaWiki keinen zusätzlichen SQL Server braucht. Praktisch, dass es auf der TWiki Download Page auch Pakete für Windows oder Mac OS X gibt.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Welches Wikisystem für das Intranet?

In dem Blogartikel Einfachere Dokumentation durch Wikis vor ein paar Tagen hatte ich geschrieben, dass sich ein Wikisystem sehr gut für die Ablage von IT Dokumentation eignet und welche Vorteile ein solches Wikisystem dafür bietet. Heute geht es darum welches System am besten geeignet ist:
Das bekannteste ist sicher MediaWiki, denn es kommt bei der Wikipedia zum Einsatz. Jetzt könnte man folgern, dass es damit auch für den internen Einsatz prädestiniert ist. Das ist aber nicht der Fall, denn MediaWiki wurde ganz speziell für die Wikipedia und deren Bedürfnisse entwickelt. Es ist vor allem auf eine sehr große Anzahl von Artikeln, Redakteuren und Leser optimiert und es liegt ein großer Fokus auf dem Schutz vor Vandalismus. Diese Features und ein rein auf Lexikonartikel optimiertes System werden aber in einem Firmenintranet nicht wirklich benötigt. Auf der anderen Seite fehlen in MediaWiki aber wichtige Collaboration Funktionen wie geschützte Bereiche, Ablage von Binärdateien oder Workflows.
Wesentlich besser geeignet sind TWiki oder Dokuwiki. Beide haben Features, die viel besser zur Ablage von Dokumentationen passen. Neben den normalen Grundfunktionen jeden Wikis, sind das vor allem eine wesentlich bessere Unterstützung für hierarchische Inhalte, Kategorien und Order. Die Inhalte lassen sich in diesen beiden Systemen einfach wesentlich besser strukturieren. Zugriffsregelungen erlauben es Teilbereiche des Wikis nur für bestimmte User freizugeben, so dass Arbeitsgruppen oder Abteilungen ihre eigenen, geschützten Bereiche einrichten können. Und zuletzt verfügen beide über einen Plugin Mechanismus, mit dem sich die Funktionen der beiden Wikis noch wesentlich erweitern lassen. Selbst kleinere Webanwendungen wie ein Ticket- oder ein Inventarsystem lassen sich so innerhalb des Wikis einfach nachrüsten.
Fazit: MediaWiki ist zwar das bekanntere System, es ist aber für ein online Lexikon optimiert. Dokuwiki und TWiki sind wesentlich besser für den Einsatz in einem Intranet geeignet, denn sie bieten viel weitergehende Funktionen.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.