Icinga 2 Best Practice Teil 4: Host Templates und Services

This entry is part 4 of 7 in the series Icinga 2 Best Practice

Heute soll es um die Strukturierung von Services und deren Zuordnungen zu Gruppen von Hosts gehen. Ein Host Template kann zur Zusammenfassung von Informationen einer Gruppe von Hosts dienen und damit mehrere unterschiedliche Services für den jeweiligen Host anziehen. Wir wollen in den folgenden Beispielen Linux Hosts überwachen. Dort neben, wie schon in Teil 3 beschrieben, der Belegung der Dateisysteme auch in Abhängigkeit in welchem Netzsegment der Host angeschlossen ist, ob die Zeit synchron zum Zeitserver läuft.

template Host "linux-host" {
  import "generic-host"
  vars.os = "Linux"
  vars.disks["disk /"] = {
    disk_partition = "/"
  }
}
apply Service "time" {
  import "generic-service"
  check_command = "ntp_time"
  command_endpoint = host_name
  assign where host.vars.os == "Linux"
}

Es gibt zwei Netze mit je eigenem Zeitserver. Um dieses abzubilden, definieren wir für jedes Netz ein eigenes Host-Template:

template Host "dmz-net" {
  vars.ntp_address = "172.16.2.99"
}
template Host "lan-net" {
  vars.ntp_address = "172.16.1.99"
}

Diese beiden Templates enthalten nur netzspezifische Informationen, in unserem Beispiel auch nur den jeweilig zuständigen Zeitserver. Der Service-Check time mit dem Plugin check_ntp_time ermittelt die Differenz zwischen der lokalen Zeit des Hosts und der Zeit des NTP-Servers, der in ntp_address angegeben ist. Nun müssen wir für einen Host im internen Netzwerk lan-net nur noch beide Templates zusammen bringen:

object Host "host.example.org" {
  import "linux-host"
  import "lan-net"
  import "postgres-dbms"
  address = "172.16.1.11"
}

Habe wir weitere Services, die abhängig vom Netzsegment unterschiedlich zu konfigurieren sind, können diese Informationen den Netz-Templates hinzugefügt werden. Ein weiteres Beispiel wäre hier die Überwachung unterschiedlicher Domain Name Services. Diese Konzept der Stapelung von Host templates kann natürlich noch weitergeführt werden, z.B. auf Applikationen wie einen Postgresql basierendes Datenbank-Management-Systems bezogen. Ggf. muss jedoch auf die Reihenfolge der Importe geachtet werden, wenn Werte überschrieben werden sollen.

Lennart Betz
Lennart Betz
Senior Consultant

Der diplomierte Mathematiker arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting und bereichert seine Kunden mit seinem Wissen zu Icinga, Nagios und anderen Open Source Administrationstools. Im Büro erleuchtet Lennart seine Kollegen mit fundierten geschichtlichen Vorträgen die seinesgleichen suchen.

Reminder für das morgige Puppet Webinar

puppetUnsere Webinare erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – trotzdem wollen wir es uns nicht nehmen lassen, kurz vorher noch einmal einen Reminder rauszuschicken!
Morgen früh um 10:30 Uhr, werden Markus und ich ein weiteres Puppet Webinar halten – diesmal aber mit dem Thema “Puppet: Aufbau einer Open Source Umgebung”, in dem wir uns näher mit Foreman beschäftigen wollen.
Bei Interesse sollte man sich gleich registrieren! Wer bisherige Webinare verpasst hat und es noch nicht kennt: Einfach in unserem Webinar Archiv vorbeischauen!
Übrigens: Als Vorbereitung empfiehlt es sich, die beiden bisherigen Puppet-Webinare Konfigurationsmanagement mit Puppet und Puppet: Aufbau einer Puppet Enterprise Umgebung anzusehen, um sich einen besseren Überblick über Puppet selbst zu verschaffen.
Wir freuen und schon auf morgen!

Christian Stein
Christian Stein
Lead Senior Account Manager

Christian kommt ursprünglich aus der Personalberatungsbranche, wo er aber schon immer auf den IT Bereich spezialisiert war. Bei NETWAYS arbeitet er als Senior Sales Engineer und berät unsere Kunden in der vertrieblichen Phase rund um das Thema Monitoring. Gemeinsam mit Georg hat er sich Mitte 2012 auch an unserem Hardware-Shop "vergangen".

NETWAYS Webinar für das Nagios/Icinga Konfigurationstool LConf

lconf_logo
Neben dem Bearbeiten von Nagios/Icinga Konfigurationsdateien über die Command-Line, gibt es noch Web-basierte Lösungen, welche die Konfiguration deutlich vereinfachen.
 
Eines dieser Tools ist der LConf. Ein aus dem Audi Projekt entstandenes Tool, welches die Nagios-Konfiguration über eine LDAP Struktur abbildet und an Nagios/Icinga zurück exportieren kann.
In diesem Webinar, werden wir näher auf die Möglichkeiten, die Vererbungslogik sowie den daraus resultierenden Vorteil eingehen.
Die Registrierung erfolgt wie immer über unser Webinar Center. Das Webinar startet am Mittwoch 09. Oktober um 14 Uhr.
Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!
Übrigens: nächste Woche Donnerstag (17.10.2013) halten wir ein Webinar über Puppet.

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Senior Systems Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

NETWAYS Online Store – mit PrestaShop

Einige werden sich bereits gefragt haben, welche Shop-Software wir in unserem neuen Store eigentlich verwenden. Die Antwort ist PrestaShop, eine elegante Open-Source Lösung aus einer französischen Softwareschmiede, welche  inzwischen schon über 115.000 aktive Shop-Systeme zählt. Nun haben wir sie auch und sind wirklich positiv überrascht. PrestaShop ist natürlich kostenlos und bringt viele wirklich tolle Features mit sich. Was noch nicht vorhanden ist kann relativ einfach mit (meistens) kostenfreien Plugins nachgerüstet werden. Der alte NETWAYS-Online-Store lief übrigens mit der weitaus bekannteren Software Magento.
Warum hat NETWAYS plötzlich PrestaShop im Einsatz?
Unser alter Shop hatte wirklich ein Redesign nötig, lange haben wir überlegt, das bestehende System nochmal komplett aufzuarbeiten, haben uns letztendlich dagegen entschieden. Aktuell kursiert das Gerücht, die Magento Community Edition wird nicht mehr weiter entwickelt, doch gerade bei einem Online-Shop mit sensiblen Kundendaten ist ein stets aktuelles und sicheres System sehr wichtig. Deshalb fiel die Entscheidung auf eine Migration auf ein neues System. Nach ein paar Vergleichen, mit spezieller Gewichtung auf grafische Anpassbarkeit, B2B-Shop Funktionalität und natürlich Open-Source ist die Wahl dann auf Presta gefallen.
War der Umzug kompliziert?
Wir haben uns außerdem dazu entschieden, die komplette Produktpalette anstatt sie einfach nur zu importieren, neu anzulegen, so wird eine gewisse Aktualität der Produkte sichergestellt. Außerdem wurden die Kundendaten aus unserem alten System exportiert und in das neue System importiert, dabei haben wir jedem Kunden ein eigenes, nahezu unknackbares Kennwort mit 32 Zeichen hinterlegt. Die Kunden wurden per Mail aufgefordert, ein neues Passwort anzufordern und dieses dann zu ändern. In Summe war die Migration der Daten zwar von der Menge her viel, jedoch war der Aufwand mit der richtigen “Taktik” überschaubar.
Wieso stimmen die Links mit dem alten Shop überein?
PrestaShop ist von Haus aus, was die Links angeht relativ einfach gestrickt und kann einen Artikel-Link im Normalfall nur so darstellen: http://shop.netways.de/28-produkt.html. Was natürlich problematisch ist, da wir unsere Links mit allen Unterkategorien darstellen möchten z.B. so: http://shop.netways.de/alarmierung/gsm-modem-ethernet/multi-tech-smsfinder.html. “alarmierung” ist die erste Unterkategorie und “gsm-modem-ethernet” die Unterkategorie von Alarmierung, dies ermöglicht unseren Kunden stets einen guten Überblick, in welcher Kategorie sie sich gerade befinden. Realisiert haben wir diese Link-Erzeugung mit dem AddOn URL Rewriting +.
Was ist so besonders an PrestaShop?
PrestaShop fand ich von Anfang an sehr interessant, z.B. die Möglichkeit von einem Produkt mehrere Varianten anzulegen, dadurch wirkt der Shop sehr aufgeräumt und erleichtert dem Kunden die Auswahl der richtigen Lösung. Anhand des Beispiels unserer SecurityProbe sieht man sehr deutlich das Feature der Variantenauswahl. So kann der Kunde auswählen, ob das Produkt eine SMS-Alarmierung mitbringen soll und ob und in welcher Anzahl Anschlussmöglichkeiten für potentialfreie Kontakte vorhanden sein sollen. Der Preis sowie die Artikelnummer werden automatisch angepasst. Magento sollte dieses Feature zwar auch mitbringen, jedoch funktionierte das nicht wirklich.
Außerdem besticht PrestaShop durch viele tolle Designs (welche zum Teil auch wieder Geld kosten) und tollen Effekten z.B. dem Ajax-basierten Warenkorb. Demnächst wird Version 5 von Presta angeboten, dieses besticht dann mit einer vollständigen B2B-Integration, sowie einem überarbeitetem Backend und reichlich neuen Features.
Welche Plugins sind verfügbar?
Eigentlich gibt es für alle denkbaren Anforderungen Add-Ons, sei es nur das PayPal Zahlungsmodul, über die Möglichkeit den Smarty-Cache zu leeren, URL-Rewrites, Slideshows usw. ..
Ist der neue Shop schon online?
Ja, der neue Shop ist seit Anfang August online und muss seither dem Ansturm unserer Kunden standhalten. Bisher können wir von keinen Ausfällen oder Schwächen berichten. Zu sehen ist unserer Shop rund um die Uhr unter http://shop.netways.de

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Senior Systems Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

Medizintechnik für höchste Ansprüche

Gerade habe ich bei der Mitarbeitervorstellung die Frage beantwortet was mir bei meiner Arbeit besonders viel Spass macht. Ich kann der Antwort noch etwas hinzufügen! Die Vielseitigkeit der Consultingtermine ist aussergewöhnlich.
Auf einem eigentlich sehr knapp bemessenen zwei Tage Beratungstermin bei Stryker in Duisburg habe ich das volle Programm genossen.
Auf den Beweisfotos ist folgendes zu sehen:
1. Das gute alte Flipchart hilft beim Durchschauen der Template basierten Konfiguration des Master/Slave Monitoringkonzeptes.
2. Die Produkte die Stryker herstellt sind beileibe nicht von der Stange.
3. Daher braucht man dann auch das hauseigene Werkzeug dazu.
4.-6. In Düsseldorf kann man (beinahe ;-)) so gut essen wie in Franken.
Dabei treten die verschiedenen technischen Herausforderungen fast in den Hintergrund.

Project of the month: Nagios templates for configuration clarity

September 2009: When Schüco approached NETWAYS, they had a basic, sluggish Nagios installation they wanted to expand and optimise. With over 46 locations around the globe and 650 devices to monitor, Schüco was looking for support in the coming configuration chaos. Inadvertently, config details were replicated many times over, sitting in large unstructured files so that Schüco admins simply had too much information and no overview.
The first task for consultant William was to restructure their config files into a tree and added template functionality. This suited their multiuser admin needs and simplifying their file structure in turn simplified configuration work. Instead of changing a config variable over 40 times, with templates they now only needed to do it twice.
On this new tidy configuration base, he could then expand the monitoring system’s capabilities to include the usual suspects: EventDB, PNP4Nagios, Nagvis, NETWAYSPortal, SMS alerts, business processes and even Jasper reports. As William customised the NETWAYSPortal for Schüco, he enhanced the SLA view to make target SLAs easier to compare with ‘actual availability’. After a good 20 days work on and offsite, their new state of the art monitoring system was up and running at optimum efficiency. Kudos to that.

sla_screenshot

Enhanced SLA View for easy target vs. actual availability comparison