Down Under III – Die Rückkehr des Jetlags

Wie versprochen nun ein kleiner Bericht vom ersten Tag der DevOps Days Down Under. Austragungsort war Gebäude Nummer 10 der University of Technology Sydney, kurz UTS. Da ich mit dem Auto angereist bin und die Verkehrslage in Sydney zur Rush Hour eher chaotisch in Erinnerung hatte, war ich überpünktlich am Veranstaltungsort. Dieser Umstand erklärt auch den zu diesem Zeitpunkt geringen Andrang an der Kaffeemaschine. Auch könnte man hieraus auf die sogenannte deutsch Pünktlichkeit schließen, der Herr auf dem Bild, ist mein geschätzter Leider-Ex-Kollege Birger.

Aber kurze Zeit später ging es dann auch schon los. Nach der obligatorischen Begrüßung, alle Veranstalter waren an der typischen australischen Kopfbedeckung aus Leder zu erkennen, erführen wir von Andrew (puppetlabs), dass sich die Arbeit im Bezug auf Deployment und Konfiguration ändert. Ein Bild einer Gatlingun sollte den Umbruch bei der Benutzung von puppet verdeutlichen. Ich finde dieses Bild, auch wenn vielleicht nicht so gemeint, drückt nicht nur die Geschwindigkeitssteigerung bei der Konfiguration von Systemen mittels puppet aus, sondern auch die Gefahr, dass man bei Fehlkonfiguration schnell einen maximalen Schaden anrichten kann.
David stellte direkt im Anschluss die Analogie zwischen Teambildung und Rollenspiel vor. Die Kernaussage war, dass auch bei der beruflichen Teambildung, auf unterschiedliche Skills der Teammitglieder zu achten sei, um eine möglichst hohe Effektivität zu erreichen.

Nach der Mittagspause bis zur Abendveranstaltung, wurde in kleineren Gruppen heiß über vielfältige Themen und Projekte diskutiert. Zur Verdeutlichung wurde auch nicht vor gruppendynamischen Klatschspielchen halt gemacht.

Die Abendveranstaltung musste ich dann leider ausfallen lassen, da mein Flug zurück in die Heimat schon am späten Nachmittag auf mich wartete.

Lennart Betz
Lennart Betz
Senior Consultant

Der diplomierte Mathematiker arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting und bereichert seine Kunden mit seinem Wissen zu Icinga, Nagios und anderen Open Source Administrationstools. Im Büro erleuchtet Lennart seine Kollegen mit fundierten geschichtlichen Vorträgen die seinesgleichen suchen.

Down Under I – Eine neue Erfahrung

Hallo! Ich melde mich heute aus Australien wo vom 12. bis 13. Juli die DevOpsDays Down Under stattfinden. Ich werde zwar nur am ersten Tag teilnehmen können, möchte jedoch alle Leser des Netways-Blogs an meinen gemachten Erfahrungen des vorgeschalteten Urlaubs in Down Under teilhaben lassen. Der Flug war natürlich eine Tortur und auch mit dem Jetlag hatte ich noch nach einer Woche zu kämpfen.
Nun aber zu den urlaubsüblichen Photos! Wir starten mit einem für Australien typischen Motiv, gefolgt von der auch oft fotografierten Oper in Sydney. Das dritte Bild zeigt einen australischen 20$-Schein. Die einheimische Währung hat eine Eigenschaft, die besonders die organisierte Kriminalität erfreut – sie ist waschbar. Da sie aus Kunstoff besteht, löst sich ein in der Hosentasche vergessener Zehner in der Waschmaschine nicht in seine Bestandteile auf, sondern steht danach weiter als nun sauberes Zahlungsmittel zur Verfügung. Zu DM-Zeiten wäre mir Carl Friedrich Gauß dankbar gewesen.

In der zweiten Bildfolge beschäftigen wir uns mit dem Australier selbst. Vor den Aborigines war neben dem Emu auch das Känguru schon in Australien heimisch. Vielleicht ein Grund, warum beide Tiere im australischem Wappen zu finden sind. Wer weiß was beide Tiere noch gemeinsam haben, darf dies gerne im Kommentar kundtun.
Ein Großteil, ca. 80%, der Einwohner sind britischer Abstammung. Und das merkt man! Sei es am Essen, der teilweise fragwürdigen Kleidung, des roten Haupthaares oder generell am Festlandeuropäer gemessenem merkwürdigen Verhalten. Vielleicht ist Telefonieren im Wasser auch einfach günstiger und es hat mir nur keiner gesagt.
Angeblich trinkt der Australier gerne Bier, was ich mir aber bei 7,50$ für ein 330ml Bier nicht vorstellen mag. Mein Genuss war jedenfalls gedämpft.

Passend zum letzten Bild: nehmt nicht alles bierernst, Vorurteile wollen gepflegt werden. Bis auf eine einzige Ausnahme waren alle Australier, die ich getroffen habe, nette und zuvorkommende Leute.
Und für Statistiker: Bei den 80% sind heutige UK-Bewohner und Iren enthalten, da damals Irland noch dazu gehörte bzw. okkupiert war.

Lennart Betz
Lennart Betz
Senior Consultant

Der diplomierte Mathematiker arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting und bereichert seine Kunden mit seinem Wissen zu Icinga, Nagios und anderen Open Source Administrationstools. Im Büro erleuchtet Lennart seine Kollegen mit fundierten geschichtlichen Vorträgen die seinesgleichen suchen.

Guter Stress, es wird Weihnachten in Sydney

Ich wollte viel häufiger bloggen, aber es gibt einfach immer so viel zu tun. Inzwischen bekommen ich so viele Anfragen von Freunden und Verwandten wie’s mir geht und ob mich der letzte Sturm erwischt hat, dass ich einfach schreiben muss damit ich nicht in der Flut untergehe.
TL;DR: Es geht mir gut, es ist schön (warm) hier.
Das private Kanban Board sieht im Moment so aus:

todo:  Urlaub
doing: Auto, Schule
done:  Internetanschluss, Bank, Wohnung, Wohnungseinrichtung

Die Wohnungseinrichtung ist natürlich niemals fertig aber ich bin so weit, dass ich die Familie vom Flughafen abholen kann, jeder ein Bett hat und keiner im stehen essen muss.
Bis Katja und die Kinder am 16. Dezember einfliegen, kann ich sogar noch ein Zimmer vermieten oder Freunde beherbergen. Wer von euch bei Airbnb ist und mich empfehlen kann, bitte melden, ich brauch noch ein paar Referenzen.
Wohnung mieten ist in Sydney teuer! Und nur mit australischem Bankkonto möglich. Also habe ich versucht ein Konto online zu eröffnen. So was wie Postident gibt es hier auch, aber die erforderliche Punktezahl für den Identitätscheck erreicht man nur mit australischem Führerschein, Bank Konto + Mietvertrag + Pass oder anderen Kombinationen die für den grade eingereisten Deutschen auch nicht passen.
Also Konto in einer Bank am Schalter eröffnen. Danach Kaution überweisen und wenn der Mietvertrag da ist kann man sich auch eine Photo ID bei der Führerscheinstelle kaufen. Die macht dann das Pakete von der Post abholen einfacher, weil man nicht immer seinen Mietvertrag dabei haben muss.
Internet war dagegen einfach. Allerdings wohl nur weil ich guten Rat bekommen habe. Ich bin mit Internode Easy Naked 150 Special erstmal gut bedient.
Auto kaufen ist mir so lästig wie in Deutschland auch. Letztlich hab ich einen Citroen C5 HDI von 2004 gekauft. Der ist jetzt erstmal zum Service, damit uns das Gefährt auch durch den Urlaub trägt.
Zur Thema Schule sollen die Kinder später mal berichten.
Und ob ich es schaffe was vom Urlaub zu schreiben wird sich zeigen.
PS: überall ist zu sehen dass Weihnachten vor der Tür steht. Natürlich auch im Aldi!

Qualität aus Nürnberg

Stollenkekse aus Franken beim Aldi in Sydney

Auf nach Sydney!

Nachdem bei NETWAYS alle Ihre Reiseartikel veröffentlichen, möchte ich nicht hinten an stehen. Die letzte Hürde auf dem Weg nach Australien – “Private Krankenversicherung” ist genommen und die Visa für die ganze Familie sind da.
Katja und die Kinder kommen aber erst später nach. Ich gehe voran und werde nach einem Zwischenstopp bei einem Freund in Singapur am 16. Oktober in Sydney ankommen. Der Flug mit Qantas ist gebucht und ich freue mich riesig. Hinterher kann ich beurteilen ob es sich im A380 besser fliegt als in einer 747.