OSMC Ticker: Verwendung eines ESB zum verteilten Monitoring

Gerade startet unser Kollege Bernd Erk mit seiner Präsentation Verteilte Monitoring-Umgebungen unter Verwendung eines Enterprise Service Bus (ESB). In der Einführung zum Thema stellt er die wichtigsten Konzepte und Definitionen eines ESB vor, wie sich der Bus in eine Service Orientierte Architektur (SOA) einfügt und vor allem welchen Sinn ein solcher Bus in einer Monitoring Architektur machen kann: Aktuell haben viele verteilte Monitoringumgebungen das Problem, dass eine Vielzahl von Daten, beispielsweise Checkresults zwischen verschiedenen Servern verschoben und vielleicht sogar transformiert werden müssen. Dazu kommen in der Regel oft selbstgeschriebene Scripte zu Einsatz, die zwar schnell erstellt werden können, aber langfristig in einem Wildwuchs enden und vor allem schwer zu debuggen sind. So kann man mit NSCA beispielsweise nicht sicherstellen, dass ein abgesendetes Checkresult auch wirklich am Masterserver angekommen ist.
Mit einem ESB, wie beispielsweise Mule lässt sich dieses Problem elegant lösen, den dort existieren bereits fertige Transports, Router und Transformationen, die genau diese Aufgaben zentralisiert in einer Anwendung durchführen. Dennoch ist für den ESB keine komplizierte Java Programmierung notwendig, denn alle Einstellungen lassen sich sehr einfach in XML Definitionen konfigurieren und sogar automatisiert verteilen. Die entsprechenden Konfigurationseinstellungen um External Commands zu verteilen und Performancedaten zurückzusenden, stellt er kurz vor und zeigt die entsprechenden Aktionen anschliessend in einer Live Demo.
Gegenüber selbstgeschriebenen Scripten bietet der ESB eine wesentlich bessere Erweiterbarkeit und vor allem Transaktionssicherheit. Denn alle Aktionen innerhalb des ESB lassen sich überwachen und werden gespoolt, so dass beispielsweise bei unterbrochener Kommunikation alle Nachrichten vom ESB gecacht und später nachgeführt werden. So stellt der ESB sicher, dass keine zu übertragenden Daten verloren gehen. Natürlich lässt sich auch der ESB selbst wieder gut überwachen. Gerade in großen Umgebungen kann der ESB so auch innerhalb des Monitorings oder des Netzwerkmanagements sinnvoll eingesetzt werden.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.