NETWAYS Webinare: Icinga 2 Serie

NETWAYS Webinare
Heute möchten wir euch darüber informieren, dass wir uns einige Gedanken über unsere beliebten Icinga 2 Webinare gemacht haben. Anders als bisher wollen wir nicht statisch auf einzelne Themen und Inhalte eingehen, sondern einen ganzheitlichen Eindruck der Möglichkeiten von Icinga 2 vermitteln.
In diesem Zuge werden wir gemeinsam in einer Reihe von Webinaren vom Grundaufbau des Monitorings, der Anbindung an Graphite und Grafana bis hin zum Windows Monitoring und der Integration von Rocket.Chat und Request Tracker für die Alarmierung.
Am Ende der Serie soll als Ziel eine fertige Icinga 2 Umgebung bereitstehen, welche vom Grundaufbau im Rahmen der Webinare erstellt wurde und künftig für weitere Themen bereitsteht.
Die geplanten Termine sind alle direkt auf unserer Webinar Seite zu finden. Eine kurze Übersicht möchten wir trotzdem bereitstellen:

Wir freuen uns wie immer auf eine rege Teilnahme!

Christian Stein
Christian Stein
Lead Senior Account Manager

Christian kommt ursprünglich aus der Personalberatungsbranche, wo er aber schon immer auf den IT Bereich spezialisiert war. Bei NETWAYS arbeitet er als Senior Sales Engineer und berät unsere Kunden in der vertrieblichen Phase rund um das Thema Monitoring. Gemeinsam mit Georg hat er sich Mitte 2012 auch an unserem Hardware-Shop "vergangen".

InGraph – The ultimate guide 3/5

Im dritten Teil unseres InGraph Guides, wollen wir uns mit Views beschäftigen:
InGraph ermöglicht es Ansichten von Graphen als Views zu speichern um sie immer wieder aufrufen zu können. Vorallem wenn sehr viele Plots gleichzeitig dargestellt werden sollen, können einem vorgefertigte Views sehr viel Aufwand ersparen. Am besten lässt sich das erstellen von Views anhand eines einfachen Beispiels erklären.
Unser Ziel:
Wir wollen eine Übersicht über die CPU-Auslastung und den Speicherverbrauch eines Hosts über den Zeitraum einer Woche.

Erstellen der neuen Ansicht

Zuerst öffnen wir eine neue Ansicht und wählen dazu den Host und den Service aus, den wir beobachten wollen:
 

Hinzufügen zusätzlicher Graphen

Um jetzt zusätzlich noch die CPU-Auslastung darzustellen, muss die erste Ansicht mit der Schaltfläche Clone this panel geklont werden. Im neuen Graphen werden nun die alten Plots entfernt und die neuen hinzugefügt. Zusätzlich ändern wir die Darstellung des neuen Plots so, dass der Raum unterhalb der CPU-Auslastung ausgefüllt wird.
(Tipp: Falls sich die dargestellten Zeiten bei beiden Graphen unterscheiden sollten, kann man diese mit der Funktion synchronisieren bequem anpassen. )

Ausblenden unwichtiger Parameter und Speichern

Um eine bessere Übersichtlichkeit zu erreichen kann man außerdem noch ungewollte Plots ausblenden. In unserem Beispiel wollen wir dass nur die prozentuale Belegung des Hauptspeichers dargestellt wird. Dies erreichen wir indem wir unter Settings den Haken bei Active entfernen.

Wenn die View nun zu unserer Zufriedenheit angepasst ist, können wir diese nun in der Toolbar unter Template und Save As View speichern. Jetzt kann man das View in der linken Seitenleiste, unter InGraph und Views jederzeit wieder aufrufen.

Serie NSClient++ – Teil 4: Eventlog und weiteres!

Im vierten Teil der NSClient++ Serie geht es um die Überwachung des Windows Eventlogs und weitere kleine Features des NSClients wie z.B. check_multiple.
Die Prüfung des Windows Eventlogs kann über mehrere Wege stattfinden.
In unserer Serie erfolgt die Prüfung über CheckEventlog und die dazugehörige Filtersprache, durch Angabe verschiedener Filter sind auch hier komplexe Abfragen möglich. Beispielsweise kann mit folgender Abfrage auf vorkommen von Fehlermeldungen (nicht success) innerhalb des Systemlogs geprüft werden die einen Tag alt sind und von einem Service erzeugt wurden. Eine CRITICAL Meldung wird in diesem Fall ab dem ersten Treffer erzeugt.

$ ./check_nrpe -H srv-ts.int.netways.de -p 5666 -c CheckEventLog -a file=system filter=new filter=out filter-eventType==success filter+eventSource=substr:Service 'filter-generated=>1d' MaxCrit=1

Dabei wird ausgegeben welche Services den Fehler verursacht haben, zur genaueren Diagnose sollte dann das Eventlog herangezogen werden.
Die Ausgabe kann je nach Gusto noch mit verschiedenen Parametern angereichert werden. Zu finden ist die Dokumentation der Filtersprache unter http://www.nsclient.org/nscp/wiki/CheckEventLog/CheckEventLog
Ein weiterer interessanter Check des NSClients ist im Modul CheckHelpers enthalten. Das Kommando CheckMultiple ermöglicht es ähnlich zu check_multi unter Linux/Unix in einem Connect mehrere Abfragen auszuführen. CheckMultiple erwartet als Argumente die auszuführenden Checks, um Beispielsweise die Festplattenauslastung sowohl auf prozentualer als auch auf absoluter Basis zu messen kann beispielsweise dieses Kommando verwendet werden:

$ ./check_nrpe -H srv-ts.int.netways.de -p 5666 -c CheckMultiple -a command=CheckDriveSize Drive=c MaxWarnUsed=80% MaxCritUsed=95% ShowAll=long command=CheckDriveSize Drive=c MinWarnFree=2G MinCritFree=1G ShowAll=long
WARNING: c:: Total: 40G - Used: 36G (90%) - Free: 3.99G (10%) > warning, OK: c:: Total: 40G - Used: 36G (90%) - Free: 3.99G (10%)|'c:'=90%;80;95; 'c:'=36.00G;37.99;38.99;

Die Verknüpfung der von CheckMultiple ausgeführten Prüfungen ist immer oder, d.h. der schlechteste Status der ausgeführten Subprüfungen wird immer in das Ergebniss übernommen. In unserem Testfall ist die Prüfung also ein WARNING Status. Die Textuelle Ausgabe der beiden Prüfungen wird ausschließlich bei den Performancedaten kombiniert, so bleibt jede Information der eigentlichen Prüfungen erhalten.

Serie NSClient++ – Teil 3: Basisüberwachung

Nachdem in Teil eins und zwei der Blogserie über den NSClient++ die Grundlagen und Installation durchgeführt wurden kann es nun ans Überwachen der ersten Komponenten gehen. Ziel dieses Teils ist es eine Basisüberwachung des Betriebssystems abzudecken, daraus ableiten lässt sich dann auch eine erweiterte Überwachung diverser Dienste, Festplattten oder Prozesse.
Die Kommunikation hin zum Client erfolgt über das Plugin check_nrpe, wichtig hierbei ist NRPE mit aktivierten Kommandoargumenten übersetzt zu haben. Die benötigte Option hierfür heißt “–enable-command-args” und muss zur Kompilezeit angegeben werden.
Generell funktionieren die verschiedenen Abfragen ähnlich, einzig das auszuführende Kommando (Parameter “-c”) und die dazugehörigen Argumente (Parameter “-a” für check_nrpe) unterscheiden sich je nach Prüfung.
Ein Beispielhafter Aufruf für die Prüfung der CPU Auslastung über einen Zeitraum von 5 Minuten sieht wie folgt aus:

$ ./check_nrpe -H srv-app.int.netways.de -p 5666 -c CheckCPU -a warn=80% crit=95% time=5m ShowAll=long

Sieht das Ergebnis wie gewünscht aus können wir uns den weiteren Checks widmen. Als Basisüberwachung werden folgende Prüfungen auf jedem Windowssystem eingerichtet:

  • CPU Auslastung (80% Warning, 95% Critical, 5 Minuten Messintervall)
  • Festplattenauslastung (80% Warning, 95% Critical)
  • Speicherauslastung (70% Warning 85% Critical)
  • Uptime
  • Server Dienst

Die Kommandozeilen für die genannten Prüfungen:

$ ./check_nrpe -H srv-app.int.netways.de -p 5666 -c CheckCPU -a warn=80% crit=95% time=5m ShowAll=long
OK: 5m: average load 1%|'5m'=1%;80;95;
$ ./check_nrpe -H srv-app.int.netways.de -p 5666 -c CheckDriveSize -a Drive=c MaxWarnUsed=80% MaxCritUsed=95% ShowAll=long
OK: c:: Total: 40G - Used: 24.6G (61%) - Free: 15.4G (39%)|'c:'=61%;80;95;
$ ./check_nrpe -H srv-app.int.netways.de -p 5666 -c CheckMEM -a MaxWarn=70% MaxCrit=85% type=physical ShowAll=long
OK: physical memory: Total: 2G - Used: 840M (41%) - Free: 1.18G (59%)|'physical memory'=41%;70;85;
$ ./check_nrpe -H srv-app.int.netways.de -p 5666 -c CheckUpTime -a ShowAll=long
OK: uptime: 0:13
$ ./check_nrpe -H srv-app.int.netways.de -p 5666 -c CheckServiceState -a Server
OK: All services are in their apropriate state.

Funktionieren diese Abfragen können dazu noch passende Nagios bzw. Icinga Kommandos definiert werden:

define command {
        command_name    check_win_load
        command_line    $USER1$/check_nrpe -H $HOSTADDRESS$ -p 5666 -c CheckCPU -a warn=$ARG1$ crit=$ARG2$ time=$ARG3$ ShowAll=long
}
define command {
        command_name    check_win_drive
        command_line    $USER1$/check_nrpe -H $HOSTADDRESS$ -p 5666 -c CheckDriveSize -a Drive=$ARG1$ MaxWarnUsed=$ARG2$ MaxCritUsed=$ARG3$ ShowAll=long
}
define command {
        command_name    check_win_mem
        command_line    $USER1$/check_nrpe -H $HOSTADDRESS$ -p 5666 -c CheckMEM -a MaxWarn=$ARG1$ MaxCrit=$ARG2$ type=physical ShowAll=long
}
define command {
        command_name    check_win_uptime
        command_line    $USER1$/check_nrpe -H $HOSTADDRESS$ -p 5666 -c CheckUpTime -a ShowAll=long
}
define command {
        command_name    check_win_service
        command_line    $USER1$/check_nrpe -H $HOSTADDRESS$ -p 5666 -c CheckServiceState -a $ARG1$
}

Serie NSClient++ – Teil 2: Installation

Für die Installation des NSClient++ zur Windowsüberwachung gibt es generell zwei Möglichkeiten.
Variante eins ist die Installation auf Basis von zum Download bereitstehenden MSI Paketen. Bei dieser Installationsweise werden während des Installationsvorgangs die benötigten Parameter abgefragt.
Bei der zweiten Installationsvariante wird das ZIP Archiv heruntergeladen und auf die Systeme ausgerollt. Vorab sollte allerdings eine Anpassung der globalen Konfigurationsdatei “nsc.ini” erfolgen um die gewünschten Parameter zu setzen. Danach kann dieses Archiv einfach auf beliebig viele Rechner verteilt werden, wobei nach Entpacken des Archives manuell der Windows-Dienst registriert und gestartet werden muss.
Die Registrierung und der Start des Dienstes erfolgt in einer Kommandozeile mit den Befehlen:

# nsclientpp.exe -install
# net start nsclientpp

Beiden Installationswegen gemein ist jedoch der automatische Start des “nsclientpp” genannten Dienstes beim nächsten Neustart des Systems. Wer sich für den manuellen Installationsweg entscheidet muss in der NSC.ini folgende Parameter an die vorhandene Umgebung
Aktivieren der gewünschten Checks in derr [modules] Sektion:

FileLogger.dll
CheckSystem.dll
CheckDisk.dll
NRPEListener.dll
CheckEventLog.dll
CheckHelpers.dll

Durch die Aktivierung der oben genannten DLL’s wird die Funktionalität des NSClient++ bestimmt, eine Erklärung der Funktionen innerhalb der Bibliotheken findet sich in der Dokumentation unter http://www.nsclient.org/nscp/wiki/CheckCommands
Anpassungen im [settings] Abschnitt:

allowed_hosts=<Kommaseparierte IP Adressliste der Monitotingserver>
use_file=1

Die Direktive use_file weist den NSClient an die Konfigurationsdatei anstatt von Registryeinträgen zu verwenden. Bei der Installation wird also lediglich der Dienst registriert, weitere Einstellungen werden nicht in die Windows Registrierung geschrieben.
Zusätzlich müssen noch Kommandoargumente und Sonderzeichen für diese freigeschalten werden, dazu gibt es in der Sektion [NRPE] folgende Parameter die jeweils auf 1 zu setzen sind:

allow_arguments=1
allow_nasty_meta_chars=1

Werden Änderungen an der Konfiguration durchgeführt muss der Dienst durchgestartet werden. Dies erfolgt entweder über den Dienste-Manager oder durch die Kommandozeile:

# net stop nsclientpp
# net start nsclientpp

Ist die Installation und Konfiguration abgeschlossen und der Dienst erfolgreich gestartet kann vom Monitoringserver aus ein erster Test erfolgen:

# /usr/local/nagios/libexec/check_nrpe -H srv-app.int.netways.de -p 5666 -c CheckVersion

Als Antwort des Clients wird hierbei die Versionsnummer der aktuell Installierten NSClient Version zurückgegeben. Sollten hier Fehler auftreten bietet der NSClient die Möglichkeit den Dienst über eine Kommandozeilenoption in den Debugmodus zu schalten und so eventuell auftretenden Fehler zu lokalisieren. Dazu wird als erstes der Dienst gestoppt und der NSClient manuell mit der Option “-test” gestartet.

# net stop nsclientpp
# nsclientpp.exe -test

Serie NSClient++ – Teil 1: Grundlagen

nswideZur Überwachung von Windows Servern mit Nagios oder Icinga hat sich mittlerweile der NSClient++ als Agent auf dem System etabliert.

Er bietet die Möglichkeit sowohl per “check_nt” als altes Verfahren und auch mittels NRPE Abfragen auf dem Windows System durchzuführen. Grundsätzlich sind die Abfragen in verschiedene Module gegeliedert, nennenswert an dieser Stelle sind:

  • CheckDisk – prüft die Festplattenauslastung
  • CheckEventLog – prüft Einträge im Eventlog
  • CheckSystem – prüft Prozesse, Dienste, CPU Auslastung, …

sowie

  • CheckHelpers – biete weitergehende Möglichkeiten zur Prüfungsausführung

Jedes dieser genannten Module bietet diverse Sub-Module um Abfragen auszuführen, die Parametrisierung der einzelnen Checks ist hierbei ähnlich.
Im weiterem Verlauf der Blogserie werden die Installation und Konfiguration wie auch diverse Checks und deren Aufruf vorgestellt. Die Kommunikation zum überwachten System findet hierbei ausschließlich per verschlüsseltem NRPE statt.

Jasper Reporting – Eine Einführung

Jasper-Reporting
Reporting & Business Intelligence – Ein ungeliebtes Thema?
Gerade der zweite Begriff erklärt schon recht gut, wo eigentlich die Wurzeln dieser Technologien liegen. Natürlich im Business Feld, denn noch vor einigen Jahen wurden mit den entsprechenden Tools hauptsächlich betriebswirtschaftliche Zahlen analysiert und ausgewertet. Also beispielsweise Vertriebszahlen, Umsätze oder Daten aus dem Produktionsbereich. Doch in letzter Zeit sind diese Tools und Werkzeuge auch immer mehr in den IT Bereich eingedrungen. Kein Wunder, denn SLAs, Verfügbarkeitsreports und andere Statistiken, werden ziemlich ähnlich aufbereitet und errechnet.
So haben auch wir uns in den letzten Jahren immer mehr mit dem Thema Reporting beschäftigt. Zuerst natürlich in den Monitoring Projekten: Wo es früher vielleicht noch ausreichend war, einzelne Fachabteilungen hin- und wieder mit einem manuell erstellten Excel Report zu besänftigen, wird heute meistens mehr erwartet. Selbst die internen Kunden einer IT Abteilung wollen heute genau wissen, welche Leistungen erbracht wurden, wie die Hardware ausgelastet war und welche Verfügbarkeiten in der Praxis erreicht wurden. Das lässt sich nur noch sehr schwer manuell ad hoc erstellen. Aber auch unsere Managed Services Kunden wollen immer besser und aktueller informiert werden und bekommen inzwischen von uns jeden Monat eine komplette Übersicht aller Aktivitäten, wie beispielsweise Tickets, Traffic, Domains oder Auslastungswerte.
Schön, dass parallel dazu in den letzten Jahren auch immer mehr Open Source Lösungen, wie Pentaho, Eclipse Birt und Jasper zum Thema Reporting auf den Markt gekommen sind. Einige Möglichkeiten, die diese Programme nun bieten haben wir zum einen schon im letzten Jahr auf unserer Open Source Monitoring Conference und dann auch wieder auf dem Nagios Workshop in Kassel vorgestellt und nun möchten wir unseren Lesern hier im Blog einen Einblick in dieses Thema ermöglichen und einige konkrete Einsatzszenarien auf Basis von Jasper Reporting aufzeigen.
Von der Installation der Serverkomponenten, über die Erzeugung von Reports mit dynamischer Parametrisierung und Darstellung von Informationen in Diagrammen bis hin zur automatischen Versendung der erstellten Reports, soll die Serie Hilfestellung geben und den Einstieg erleichtern. Geplante Themen sind:

  • Installation des Servers
  • Verwendung von iReport
  • Einfach Reports und Design-Tips
  • Statische und dynamische Parameter
  • Gruppierung von Daten
  • Verwendung von Diagramme
  • Anzeige von aktuellen Nagios-Daten
  • SLA-Reporting
  • Automatische Versendung
  • uvm.

Besonders Neugierige können auf unsere Website schon vorab Informationen finden und unter jasper.demo.netways.de einen Blick auf das Demo-System werfen. Wenn Sie keinen Teil dieser Serie verpassen wollen, empfehlen wie Ihnen unseren RSS Feed zu abonnieren oder uns via Twitter zu folgen.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Twitter Development – Zusammenfassung

twitter-tIn den letzten Wochen, haben wir den Großteil der vorhandene API-Funktion, welche durch Twitter bereitgestellt werden, angeschnitten. Was mich persönlich begeistert ist die Möglichkeit, sämtliche Objekte des Twitterverse im Gesamtkontext mit Suchen, Replies und Inhalten zu sehen.
Gleichzeitig erklärt die Einfachheit der API auch die massive Anzahl an Twitter-Clients, die am Markt verfügbar sind. Genau dieses Ansatz ist beispielhaft und kann auch anderen Diensten zum Erfolg verhelfen. Auch anderen Diensten wie z.B. Facebook brachte die Möglichkeit der Integration und Anbindung zahllose Entwickler und eine große Community.
Eine vollständige Liste der API-Calls ist im Twitter API Wiki zu finden und wer Zeit und Lust hat kann aufbauend auf den gezeigten Beispielen welche auch hier zum Download bereitstehen einen tieferen Blick hinter Kulissen werfen.
Hier noch mal eine Liste der Blogposts zum Thema:

  • Verbindung mit Twitter aufbauen
  • Informationen über den eigenen User ermitteln
  • Friends und Followers
  • Private und Public Timelines
  • Nachrichten Empfangen und Versenden
  • Replies und Mentions
  • Suche von Tweets
  • Zusammenfassung

Meine nächste Blog Serie ist schon in Arbeit und geht in Richtung Open Source Reporting.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Nagios Benachrichtigungen direkt an iPhone pushen

In einem früheren Blogartikel dieser Serie habe ich mich ja schon mit dem Thema beschäftigt, wie man Nagios Benachrichtigungen per Apples Push Mechanismus direkt an ein iPhone übertragen kann. Der damals vorgestellt Lösungsweg erfordert aber den Umweg über einen zwischengeschalteten Mac: Der Nagios Server schickt dabei seine Meldungen per Netzwerk an den dort laufenden Growl Client. Über ein Plugin in Growl werden die Meldungen dann an Prowl, einen ähnlichen Dienst für das iPhone weitergeleitet. Der Nachteil des Macs-in-the-Middle Ansatzes kann aber auch ein Vorteil sein: Man muss sich keine Gedanken über Eskalationen machen. Sitzt man am Rechner, bekommt man seine Meldungen dort lokal angezeigt. Ist man unterwegs und der Mac im idle Mode, werden sie zum iPhone weitergeleitet. Das geht vollautomatisch.
IMG_0321Trotzdem haben mich viele Leute angeschrieben und gefragt, ob es denn nicht auch einen Weg gibt, die Meldungen direkt an das iPhone zu verschicken, ohne den Mac dazwischen. Entweder weil das natürlich unnötig kompliziert ist oder viel naheliegender, weil sie gar keinen Mac haben. Natürlich geht das auch, denn Prowl stellt eine komplette API zur Kommunikation zur Verfügung, die man auch direkt vom Nagios Server aus ansprechen kann. Dies erfordert aber natürlich wie immer, wenn man einen Provider nutzt, dass der Nagios Server noch ins Internet kommt.
Hier also der komplette Weg, wie man einen direkten Push an das iPhone einrichtet:

  1. Als Service um die Benachrichtigungen zu pushen verwenden wir Prowl. Erstellen Sie sich dort unter “Register” einen persönlichen Account.
  2. Zur einfacheren Authentifizierung von Scripten verwendet Prowl einen API Key. Nach dem Einloggen können Sie diesen Schlüssel im Bereich “Settings” direkt anfordern. Kopieren Sie sich die Zeichenkette aus 40 Buchstaben und Ziffern am besten in die Zwischenablage. Wenn mehrere Personen Prowl Benachrichtigungen bekommen sollen, benötigt jeder einen eigenen Account und damit auch einen eigenen API Key.
  3. Installieren Sie sich die Prowl iPhone Applikation aus dem App Store (kostet einmalig 2,39, danach fallen keine weiteren Kosten mehr an). Nach der Installation müssen Sie auf dem iPhone nur noch Ihren Usernamen und Ihr Passwort angeben. Ob die Software korrekt installiert und konfiguriert wurde können Sie nun auf der Prowl Seite testen: Unter “Add A Notification” kann man aus der Website eine Prowl Testnachricht versenden.
  4. Nun geht es an die eigentliche Konfiguration auf dem Nagios Server. Zuerst laden wir uns das Prowl Perl Script direkt von Prowl herunter, kopieren es auf den Nagios Server und machen es ausführbar. Oder einfacher direkt auf dem Server:
    # cd /usr/lib/nagios/plugins/eventhandlers
    # wget http://prowl.weks.net/static/prowl.pl
    # chmod 755 prowl.pl
  5. Das Script benötigt einige Perl Bibliotheken. Auf einem Debian oder Ubuntu System lassen die sich mit
    aptitude install libwww-perl libcrypt-ssleay-perl

    installieren. Auf anderen Systemen muss man “perl -MCPAN -e shell” bemühen und dann die folgenden Pakete installieren:

    install Crypt::SSLeay
    install LWP::UserAgent
  6. Danach sollte man das Script zumindest einmal manuell testen, um sicherzugehen, dass alle notwendigen Bibliotheken installiert sind und die Kommunikation mit der Prowl API funktioniert:
    ./prowl.pl -apikey="APIKEY_HERE" -application="Nagios" -event="Notification" -notification="Dies ist eine Fehlermeldung"
  7. Nun geht es an die Integration in Nagios. Da der Prowl Account ja userspezifisch ist, sollte man den API Key am besten gleich bei dem passenden Benutzer mitspeichern. Es bietet sich dazu an, eine Custom Variable eines bestehenden oder neuen Kontakts zu benutzen:
    define contact {
    contact_name 			jhein_iPhone
    alias 				Julian Hein
    service_notification_period 	24x7
    host_notification_period 	24x7
    service_notification_options 	w,u,c,r
    host_notification_options 	d,u,r
    service_notification_commands 	notify-service-by-prowl
    host_notification_commands 	notify-host-by-prowl
    _prowl_apikey 			APIKEY_HERE
    }
  8. Als nächstes müssen nur noch die passenden Commands definiert werden:
    define command {
    command_name 	notify-host-by-prowl
    command_line 	$USER2$/prowl.pl -apikey="$_CONTACTPROWL_APIKEY$" -priority=1 -application="Nagios" -event="Host Notification" -notification="$HOSTNAME$ $HOSTSTATE$ '$HOSTOUTPUT$'"
    }
    define command {
    command_name 	notify-service-by-prowl
    command_line 	$USER2$/prowl.pl -apikey="$_CONTACTPROWL_APIKEY$" -priority=1 -application="Nagios" -event="Service Notification" -notification="$HOSTNAME$ $SERVICEDESC$ $SERVICESTATE$ '$SERVICEOUTPUT$'"
    }

Wichtig ist noch, dass der embedded Perl Interpreter ausgeschaltet ist, den sonst kann das Perl Skript nicht fehlerfrei ausgeführt werden. Dazu gibt es in der nagios.cfg eine entsprechende Direktive. Wird der ePN genutzt, kann man alternativ auch in der Command Definition den normalen Interpreter angeben. Statt “$USER2$/prowl.pl” müsste man dann “/usr/bin/perl -w /usr/lib/nagios/plugins/eventhandlers/prowl.pl” angeben.IMG_0320
Das wars eigentlich schon. Einfacher und günstiger kann man realtime Meldungen kaum auf sein mobiles Gerät senden. Man sollte sich allerdings klar sein, dass das ganze nur funktioniert, solange der Nagios Server sich noch mit dem Prowl Gateway im Internet verbinden kann. Zusätzlich gibt es ein API Limit von aktuell 1.000 Meldungen pro Stunde und natürlich garantiert Prowl keinerleih Verfügbarkeit. Aber das ist bei SMS ja auch nicht anders.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Serie High Performance Websites – Zusammenfassung

LogoZusammenfassung der Serie über High Performance Websites.
In dieser Artikelserie haben wir versucht einen kurzen Einblick in die Optimierung von Server, Sourcecode und Infrastruktur in Bezug auf Performance zu geben.
Für Feedback oder Anregungen sind wir selbstverständlich jederzeit offen und freuen uns über jede Kontaktaufnahme.