Sencha Touch – sind Webapps die besseren Apps?

Auch wenn mobile Apps aus Sicht des Anwenders nützlich sind, gibt es für den Entwickler doch sehr viele Hürden zu bewältigen, bis man eine mobile Version seiner Anwendung erstellen kann.
Immerhin muss man, will man möglichst viele Endgeräte abdecken, im schlimmsten Falle die gleiche Anwendung in verschiedenen Programmiersprachen und SDKs programmieren. Auch eine direkte Installation ist nicht bei allen Smartphones möglich – und immer den Umweg über den Hersteller des Gerätes zu gehen ist auch nicht immer praktikabel.
Das Ergebnis: Viele Entwickler, die gerne mal eine mobile Version ihrer Software entwickeln wollen, lassen lieber die Finger davon – oder bauen eine plattformspezifische Version.
Gerade wenn man nicht direkt auf Gerätehardware zugreift, können hier webbasierte Apps die Lösung darstellen.
Immerhin bietet HTML5 mittlerweile einen ganzen Sack voller Features, von denen man als Webentwickler vor einigen Jahren nichtmal zu träumen gewagt hat.
Das einzige, das noch fehlte, waren Bibliotheken, mit denen man diese Möglichkeiten auch für mobile Geräte effizient nutzen kann.
In diese Lücke springt Sencha Touch – ein Open Source Webframework, das sich zum Ziel gemacht hat, mobilen Webanwendungen das Look&Feel von nativen Apps zu geben. Und schaut man sich die Demos an, stellt man wirklich kaum einen Unterschied zu  klassischen Apps fest.
Die Pluspunkte von Webapps sind ganz klar: Man braucht keine spezielle SDK, keinen plattformspezifischen Code, das Programm muss nicht lokal auf dem Gerät installiert werden und man muss die App nicht erst prüfen und genehmigen lassen, um sie verteilen zu können.
Will man allerdings auf spezifische Hardware zugreifen, reicht der Webbrowser wohl (noch) nicht aus. Der Trend geht aber ganz klar zum gezielten Öffnen von Hardwareschnittstellen für den Browser (WebGL, Geolocation API, WebSockets, um nur ein paar Beispiele zu nennen…), also kann man gespannt sein was die Zukunft bringt.