Einbinden von NWS Icinga 2 Satelliten

Über unsere SaaS Plattform NWS bieten wir seit Beginn die Möglichkeit, Icinga 2 Satelliten Systeme zu betreiben und diese in die eigene Icinga 2 Monitoring Infrastruktur zu integrieren.
Dadurch wird ermöglicht, dass bspw. Webseiten oder andere externe Dienste (Mail, DNS, FTP, etc.) von außen überwacht werden können und die Ergebnisse in das Hausinterne Monitoring übertragen werden.
Hosted man bspw. einen Webshop wie wir (shop.netways.de), reicht es nicht nur zu überprüfen ob die MariaDB oder Apache Dienste funktionieren und die virtuelle Maschine in unserer Cloud verfügbar ist, sondern es ist auch wichtig die externe Sicht der Kunden zu überwachen. Somit erfährt man gleich ob eine externe Erreichbarkeit sichergestellt ist und Kunden bspw. einkaufen können.
In diesem Blogartikel möchte ich beschreiben, wie man den Icinga 2 Satelliten aufsetzt und per Icinga 2 Cluster Protokoll in das eigene Monitoring integriert.
Hat man sich in der NWS Plattform angemeldet, erreicht man über den oberen Reiter “Apps” alle von uns angebotenen Produkte. Nachdem man einen Icinga 2 Satelliten gestartet hat, klickt man auf diese App und folgender Bildschirm erscheint:
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Christian Stein
Christian Stein
Lead Senior Account Manager

Christian kommt ursprünglich aus der Personalberatungsbranche, wo er aber schon immer auf den IT Bereich spezialisiert war. Bei NETWAYS arbeitet er als Senior Sales Engineer und berät unsere Kunden in der vertrieblichen Phase rund um das Thema Monitoring. Gemeinsam mit Georg hat er sich Mitte 2012 auch an unserem Hardware-Shop "vergangen".

Steckdosen via Raspberry Pi und Webinterface steuern

Um sein Zuhause oder Büro kostengünstig mit einem Raspberry Pi zu steuern benötigt es garnicht mal so viel. Steuerbare Funksteckdosen, einen Pi und ein 433 Mhz Sendemodul reichen schon aus.
Diese Woche geht es um die Steuerung der Funksteckdosen per Komandozeile und Webinterface.
pi
Raspberry Pi mit 433 MHz Sender
Hier erstmal die Liste der genutzen Teile:
Funksteckdosen von Brennenstuhl (Amazon)
433 MHz Funk-Sende- und Empfänger-Modul (Amazon)
Jumperwires female (Amazon)
Antenne (Amazon)
Schritt 1:
Zunächst müssen wir das Sendemodul an den Raspberry Pi anschließen. Bei dem vorgeschlagenen 433 MHz Sender ist dies die quadratische Platine mit drei Pins und einem Anschluss oben rechts (ANT beschriftet).

  • Pin 1 (links): ATAD (Daten)
  • Pin 2 (mitte): VCC (Versorgungsspannung)
  • Pin 3 (rechts): GND (Masse)

Anschluss: Ant (Antenne)Die ersten 3 Pins verbinden wir mit dem Raspberry Pi. Pin 1 kommt hierfür (wie in der untenstehenden Grafik zu sehen) an Pin 11 (GPIO-Pin 17) auf dem Raspberry Pi. Danach bekommt das Modul noch Strom. Dafür den Pin 2 auf Pin 4 am Raspberry Pi anschließen (Auf diesem sind 5V angelegt). Pin 3 (GND) kommt an den Groundpin des Pi’s (Pin 6).
Um die Reichweite zu erhöhen muss noch die Antenne an (ANT) angelötet werden . Ansonsten hat das Modul nur eine Reichweite von ungefähr 2 Metern. Mit Antenne beträgt die Reichweite ca. 30 Meter.rpi_433cct
(Quelle: Einplatinencomputer)
Schritt 2:
Zuerst bringen wir unser Pi auf den neusten Stand. Außerdem brauchen wir zum Installieren der benötigten Software Git , welches wir über den Paketmanager installieren.

sudo apt-get install git

Schritt 3:
Zur Ansteuerung des 433 MHz Senders benötigen wir WiringPi. Hiervon holen wir uns mit Hilfe von Git den Quellcode und führen das Build-Script aus, welches uns einige Dateien kompiliert.

git clone git://git.drogon.net/wiringPi
cd wiringPi
./build
cd ..

Schritt 4:
Außerdem brauchen wir Raspberry-remote. Diese Software bietet uns eine Anwendung mit deren Hilfe wir die benötigten Funkbefehle absetzen können.

git clone git://github.com/xkonni/raspberry-remote.git
cd raspberry-remote
make send

Schritt 5:
Nun müssen wir noch unsere Funksteckdose einstellen (um an die Pins ranzukommen muss man die kleine Schraube an der Rückseite der Dose öffnen). Damit niemand anderes auf diese zugreifen kann, werden wir zuerst einen zufälligen Code einstellen. Dazu einfach die Kippschalter (1, 2, 3, 4, 5) hoch oder runter stellen. In meinem Fall habe ich jetzt alle Schalter hoch gestellt, was dem Unitcode 1 1 1 1 1 entspricht. Danach stellen wir noch ein auf welchem Channel die Dose hören soll. Ich habe hier “B” gewählt. Um den Channel zu setzen muss man einfach nur den gewünschten Buchstaben auf 1 (hochstellen) setzen.
dose
Schritt 6:
Nachdem alles nach unserem Wunsch eingestellt ist können wir nun testen ob wir die Funksteckdose ansteuern können. Dazu geben wir den folgenden Befehl ein:
sudo ~/raspberry-remote/send [Systemcode] [Steckdosen-Nummer] [Zustand]
Beispiel: Unsere Steckdose einschalten

sudo ~/raspberry-remote/send 11111 2 1

Schritt 7:
Um die Steckdose jetzt per Handy oder Laptop zu steuern können wir gleich das von Raspberry-Remote mitgebrachte Webinterface nutzen. Um dieses zu benutzen müssen noch weitere Pakete installiert werden. Ich werde in diesem Fall den Apache 2 Webserver und PHP5 verwenden. Zusätzlich installieren wir noch den Texteditor VIM.

sudo apt-get install apache2 php5 vim

Nun müssen wir noch den Order in das richtige Verzeichnis kopieren. Das machen wir mit:

mv ~/raspberry-remote/webinterface/* /var/www/send443

Damit das PHP-Skript ordnungsgemäßg funktioniert müssen wir noch die Datei config.php bearbeiten.

cd /var/www/send443
vim config.php

In der Datei ändern wir den Inhalt der Variable $target auf die IP-Adresse unseres Pi´s. Gleichzeitig können wir im unteren Bereich der Konfigurationsdatei die Hauscodes und Funksteckdosennummern, sowie deren Bezeichnung im Webinterface festlegen. Anschließend kann die Datei geschlossen und gespeichert werden. Damit wir diesen nutzen können, muss dieser erstmal installiert bzw. kompiliert werden.

cd raspberry-remote
make daemon

Ist der Daemon installiert können wir ihn mit folgendem Befehl starten. Das & im in der folgenden Zeile bewirkt, dass der Prozess im Hintergrund ausgeführt wird.

sudo ./daemon &

Nun können wir das Webinterface mit einem Browser unter http://<IP>/send433 erreichen.
Screenshot from 2015-11-25 09:28:42
Schritt 8:
Damit wir den Daemon nicht bei jedem Systemstart manuell starten müssen, schreiben wir uns kurz ein kleines Skript dafür:

sudo vim /home/pi/raspberry-remote/send443.sh

In die Datei schreiben wir folgenden Inhalt:

#!/bin/bash
cd /home/pi/raspberry-remote/
sudo ./daemon &
exit 0

Abschließend setzen wir noch die entsprechenden Rechte.

sudo chmod 755 /home/pi/raspberry-remote/send443.sh

Damit sich das Skript automatisch startet müssen wir noch was in der /etc/rc.local ändern.

sudo vim /etc/rc.local

Dort fügen wir folgende Zeile ein und speichern die Datei.

/home/pi/raspberry-remote/send443.sh

Geschafft! Jetzt können wir sowohl über die Konsole, als auch bequem über ein Webinterface unsere Funksteckdosen steuern.

Windows und Remote Verbindungen – die 2.

windows-mac-or-linuxVor langer, langer Zeit (zumindest im IT Wesen), hatte ich einmal über die Verwaltung verschiedener Remote Verbindungen unter Windows geschrieben und Achim hat im Gegenzug eine Erklärung für Linux zusammengetragen. Seit dem hat sich einiges geändert und es gibt auch immer was neues, aber im Bereich der Verbindungs-Verwaltung scheint der Trend zu stagnieren. Der Fork mRemoteNG oder Tools wie Terminals scheinen einen Punkt erreicht zu haben, wo alle Bedürfnisse erreicht sind. Letzte Aktivitäten/Updates sind zumindest länger her, aber sie laufen ohne Probleme. Alternativen unter Windows per SSH lassen sich z.B. via PowerShell derzeit realisieren, falls jemand nativ in der PS unterwegs ist.
Man muss und kann also gespannt in die Zukunft schauen und evtl. sogar hoffen, dass sich irgend wann einmal ein Protokoll auf allen Systemen durchsetzt. SSH z.B. kommt unter Windows auch immer stärker zum Einsatz und wäre ein Kandidat hierfür, lassen wir uns überraschen.

Remote Monitoring von abgelegenen Standorten

Immer häufiger bekommen wir auch Anfragen von Kunden, dessen Kernkompetenz nicht unbedingt die IT ist. Aber auch dort ergeben sich Anforderungen an eine Umweltüberwachung von unterschiedlichen Messwerten. Heute stelle ich 3 Lösungen vor, wie man völlig autark Standorte überwachen kann. Dabei ist es egal, ob es ein Lager, eine Garage, ein Serverraum oder sogar eine Tiefkühlkammer ist.
Lösung 1: “der Einsteiger” Sequoia Argon 100
sequoia-argon-gsm-temperaturDas Argon 100 ist ein kleines, GSM-basiertes (SIM-Karte) Gerät für die Überwachung von abgelegenen Standorten. Für die Messwertabfrage ist kein Monitoring-Tool notwendig. Die Messwerte werden bei der voreingestellten Messwert-über oder -unterschreitung automatisch per SMS an den Notfallkontakt geschickt. Auf Wunsch ruft das Gerät auch an oder versendet eine E-Mail. Die Konfiguration erfolgt erstmalig entweder über einen SMS-Befehlssatz oder über das serielle Kabel am Computer.
Auch der aktuelle Messwert kann mit einem kurzem SMS-Befehl live abgefragt werden. An das Argon 100 kann man einen Sensor anschließen, welcher bereits in 3m Länge im Lieferumfang enthalten ist. Alternativ ist auch der Kühlschrank-Temperatursensor (Flachkabel, -30°C bis +60°C) oder der Outdoortemperatursensor (Wasserfest mit Silikonummantelung -30°C bis +125°C) anzuschließen. Das Gerät verfügt über keinen LAN-Anschluss, die Werte können daher nur von Ihrem Monitoring-System ausgewertet werden, wenn Sie die Messwerte per E-Mail verschicken und beim Monitoring-Server eine entsprechende Auswertung der E-Mails einrichten.
Lösung 2: “der Variable” HWgroup Ares
hw-group-ares-gsm-thermometer-e-mail-smsDie Ares-Reihe von HWgroup gleicht eigentlich dem Argon 100, jedoch kann man hier bereits bei der kleinsten Ausführung (Ares 12) drei 1-Wire-Uni-Sensoren anschließen. Wenns ein paar mehr Sensoren sein sollen, greift man lieber auf das Ares 14 zurück. Hier kann man bereits 14 Sensoren anschließen. Darüber hinaus ist in das Ares eine Backup-Batterie eingebaut, was bei einem Stromausfall noch die Benachrichtigung über Stromausfall raus schickt. Darüber hinaus verfügen alle Geräte der Ares Reihe über zwei potentialfreie Kontakte (4-20mA).
Aber auch hier kann man wieder den Kühlschrank-Temperatursensor (Flachkabel, -30°C bis +60°C) oder den Outdoortemperatursensor (Wasserfest mit Silikonummantelung -30°C bis +125°C) anschließen. Ein LAN-Anschluss ist auch hier nicht vorhanden!
Lösung 3: “das Flaggschiff” AKCP securityProbe5ES
akcp-securityprobe-5e-standardNatürlich bieten wir für mehr Anforderungen auch größere Hardware, und gerne bieten wir unseren Kunden die sehr komfortabel einzurichtenden Geräte von AKCP an. Die AKCP securityProbe5ES ist eine Sensorbasis mit Webfrontend (via http) an die man bis zu 500 Sensoren anschließen kann. Die securityProbe5ES ist voll SNMP fahig, das heißt, es können alle Messwerte auch direkt in das Monitoring übertragen werden. Ein passendes Plugin stellen wir auf netways.org bereit. Aber wie funtioniert das mit den SMS? Ganz einfach: die securityProbe5ES bringt einen USB-Anschluss an der Rückseite mit, an dem man z.B. das CEP-CT63 (kann man gleich im securityProbe Artikel bei SMS/Voice Alarmierung mit dazu kaufen) anschließen kann.
An die securityProbe können alle von AKCP erhältlichen Sensoren angeschlossen werden. die meisten von diesen Sensoren sind bis zu 300m mittels gewöhnlicher CAT5E Kabel verlängerbar. Dazu sollte man aber auch sicherheitshalber im jeweiligen Artikel nachsehen. Im Gegensatz zu den 2 Vorgängern in diesem Post kann man also nicht nur Temperatur messen, sondern auch Luftfeuchte, Bewegung, Rauch, Wassereinbruch, Potentialfreie Kontakte, Türkontakte, Wechselstrom, Luftstrom usw.
Aber es geht auch noch mehr, mit der securityProbe5ESV (Video) können Sie zusätzlich noch bis zu 4 Kameras anschließen.
Also bei NETWAYS gibt es nichts, was es nicht gibt, sollten Sie sich nicht sicher sein, rufen Sie doch einfach an, wir finden bestimmt die passende Lösung für Sie!

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Support Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

PIKKERTON Aktion: ZigBee Überwachungslösungen zum Starterpreis!

Wer meinen letzten Blogeintrag über unser neues PIKKERTON Produktportfolio gelesen hat, kann sich bestimmt daran erinnern, dass es sich hier um Funküberwachungshardware auf ZigBee-Basis handelt.
Der deutsche Hersteller bietet jetzt bis 31.01.2013 die Produkte ZBG-100 Gateway(*), ZBS-121 Multisensor für Temperatur & Luftfeuchtigkeit, sowie wahlweise das ZBS-110 / NQ  Smart-Plug(**) oder das ZBS-112 / NQ Smart-Cable-Meter(**) für 695 € (mit ZBS-110) oder 745 € (mit ZBS-112) in einem Starterpaket an.
Warum Funküberwachung (ZigBee)?
Gerade bei größeren Umgebungen, wird mit zunehmender Überwachungshardware das Kabelaufkommen stetig wachsen. Hat man z B. AKCP-Sensoren im Einsatz, können diese zwar teilweise auf bis zu 300m per CAT5-Kabel verlängert werden, hat man jedoch mehrere im Einsatz, benötigt man schon ein entsprechend gutes Kabel-Management.
Und die Reichweite der Sensoren?
Mit einer Freiluftlinie kann die Entfernung ein paar hundert Meter betragen. In Bürogebäuden oder Serverräumen, ist natürlich die Beschaffenheit der Wände, der Decke und des Bodens entscheidend. Gerade bei größeren Serverräumen, mit mehreren Racks die zu überwachen sind, wird der Vorteil jedoch wieder deutlich: Denn die Basisstation stellt man z.B. in ein gut gelegenes Eck und verbindet die Bewegungsmelder oder die einzelnen Multisensoren spielend einfach mit der Basisstation – alles über Funk ohne Kabel verlegen zu müssen und über eine intuitive Weboberfläche.
Was ist PIKKERTON überhaupt?
PIKKERTON ist ein in Berlin ansässiges IT-Unternehmen, welches  in den Bereichen Consulting, Entwicklung sowie Infrastruktur-/ Rechenzentrumsmonitoring spezialisiert ist. Auf der CeBit 2012 haben wir den Geschäftsführer sowie das Produktportfolio kennengelernt und sahen sehr großes Potenzial für unsere Kunden. Wer uns auf der OSMC 2012 besucht hat, konnte vielleicht die Zeit finden, sich das Portfolio selbst aus der Nähe anzuschauen.
Sollten Sie Interesse an diesen oder anderen Produkten haben, besuchen Sie uns einfach in unserem NETWAYS Online-Shop.
Für einen persönlichen Kontakt stehen wir Ihnen ebenfalls sehr gerne zur Verfügung – nutzen Sie hierfür einfach unser Kontaktformular, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an! Alle Details zum Shop-Kontakt finden Sie hier.
(*) Das ZBG-100 Gateway aus diesem Angebot ist nur mit limitierter Software erhältlich und kann maximal 3 Geräte verwalten. Über einen separat erhältlichen Lizenzschlüssel, kann diese Limitierung aufgehoben werden
(**) Bei den hier angebotenen NQ-Modellen ist zusätzlich noch die Möglichkeit vorhanden, Strompeaks, Spannungspeaks und Spannungseinbrüche zu messen, was in der Variante die Standardmäßig erhältlich ist, nicht beinhaltet ist

Christian Stein
Christian Stein
Lead Senior Account Manager

Christian kommt ursprünglich aus der Personalberatungsbranche, wo er aber schon immer auf den IT Bereich spezialisiert war. Bei NETWAYS arbeitet er als Senior Sales Engineer und berät unsere Kunden in der vertrieblichen Phase rund um das Thema Monitoring. Gemeinsam mit Georg hat er sich Mitte 2012 auch an unserem Hardware-Shop "vergangen".