Netways auf der Elastic{ON}17

Wie letztes Jahr hatten einige von uns die grossartige Gelegenheit, die Elastic{ON} in San Francisco besuchen. Dort stellt Elastic sämtliche kommenden Neuerungen am Elastic Stack vor. Daneben haben auch einige Kunden und Partner die Möglichkeit, ihre Use-cases oder Services zu präsentieren sowie ihr eigenes Setup und dessen Herausforderungen zu zeigen.
Die Neuigkeiten im Stack zeigen vor allem drei Schwerpunkte: Graphische Bedienung, mehr Visualisierungen in Kibana und noch mehr Stabilität. So sind eine graphische Aufbereitung und wohl auch eine teilweise graphische Konfiguration von Logstash Pipelines via Kibana geplant.
In Kibana selbst tut sich sehr viel. Da kommen neue Visualisierungen, insb. für Geolocation und ein “Visualisation Builder”, mit dem man deutlich ausgefallenere Graphen als bisher erstellen kann. In einer one-on-one Test Session konnte ich dieses Feature schon mal bestaunen, bin aber, ehrlich gesagt, etwas an der Komplexität und der ungewohnten Bedienung gescheitert. Entweder hat da noch der Jet-Lag zugeschlagen oder Elastic sollte noch etwas an der Bedienung feilen, die ja sonst doch sehr eingängig ist.
An der Stabilität wird insbesondere bei Elasticsearch gearbeitet. Dabei ist wohl eine Art “Transaction Log” geplant, das endlich schnelle Neustarts von Clusterknoten ohne vorherigen “Flushed Sync” ermöglicht und auch sonst sehr zur Stabilität beitragen soll.
Es wäre nicht Elastic, wenn nicht auch eine Menge Livedemos vorgeführt werden würden, was wir sehr schätzen, da sie doch auch einen wirklich sehr konkreten Nutzen für die Teilnehmer haben. Da heben sich die Elastic Mitarbeiter wirklich von vielen anderen Sprechern auf, insbesondere amerikanischen, Konferenzen positiv ab. Eine besonders beeindruckende Demo war der Auftakt der Konferenz mit einer Tänzerin, deren Bewegungen und Herzschlag live in Kibana visualisiert wurden. Das schien tatsächlich live zu sein, da Kibana durchaus auch mal den ambivalenten Smiley zeigte, der angibt, dass aktuell keine Datensätze gefunden wurden.
Es ist noch etwas zu früh, um alle Änderungen sichten und bewerten zu können, aber es sieht jedenfalls so aus, als hätte Elastic etliches in petto, das uns als Elastic Stack Usern das Leben deutlich einfacher und vor allem bunter machen würde. Wie immer schwebt das Damoklesschwert “kommt dieses Feature in X-Pack oder bleibt es frei” über jeder angekündigten Neuerung, aber das scheint teilweise noch gar nicht entschieden zu sein. Ziemlich sicher wird “Machine Learning” ein Kibana Feature, das aus “Prelert” entstanden ist, nur für Nutzer von X-Pack erhältlich sein. Ob “Canvas”, ein Feature, mit dem Reports und Präsentationen aus Kibana heraus erstellt werden können, frei verfügbar sein wird, wird noch entschieden. Auf jeden Fall würde das vielen Usern sehr weiterhelfen, nach dem, was wir an Nachfragen erhalten.
Viele der Features wurden für “kommende Releases” angekündigt. Einige davon kommen in 5.3, andere erst in 6.0.
Auf jeden Fall war die Konferenz wieder die Reise wert und ich kann es kaum erwarten, mit den neuen Features zu experimentieren und sie umzusetzen.
Ganz abgesehen von der Konferenz ist San Francisco natürlich auch für sich genommen eine wunderbare Stadt und wir alle sind sehr froh, dass die Reise so gefallen ist, dass wir uns auch noch etwas die Stadt ansehen konnten.
Wer noch keinen Kontakt zum Elastic Stack hatte, sollte sich einmal unsere Schulungen zum Thema ansehen. Die kurz und knackig und bieten alles, was man für einen Start in die Welt des Logmanagement braucht.
Dass der Blogpost etwas später als gewohnt erscheint liegt an der Zeitverschiebung und dem einen oder anderen wunderbaren IPA, das es hier zu probieren gab.
Die Talks gibt es sicherlich demnächst im Archiv nachzusehen.

Thomas Widhalm
Thomas Widhalm
Lead Support Engineer

Thomas war Systemadministrator an einer österreichischen Universität und da besonders für Linux und Unix zuständig. Seit 2013 möchte er aber lieber die große weite Welt sehen und hat sich deshalb dem Netways Consulting Team angeschlossen. Er möchte ausserdem möglichst weit verbreiten, wie und wie einfach man persönliche Kommunikation sicher verschlüsseln kann, damit nicht dauernd über fehlenden Datenschutz gejammert, sondern endlich was dagegen unternommen wird. Mittlerweile wird er zum logstash - Guy bei Netways und hält...

Flugreisen mit Multitools? Ja, geht. Aber.

Ich gehöre zu den Leuten, die gerne ein Multitool mit sich herum schleppen. Auf die Frage “Wozu brauchst Du das Ding denn?” kann ich nur antworten, dass sich immer mehr Anwendungsmöglichkeiten ergeben, je öfter man es mit hat.
Erst denkt man vielleicht nicht dran, wenn man es schon mal gut brauchen könnte, aber mit der Zeit möchte man es nicht mehr missen. Solange man sich nicht aus Zentraleuropa hinaus bewegt, wird es zugegebenermassen wahrscheinlich wenig Situationen geben, in denen man wirklich darauf angewiesen ist. Dennoch war ich schon oft frohID-10037800 drum, mal eine Schraube anziehen, Zeug, das sich in den Rädern meines Koffers verfangen hat, mit einer Zange entfernen, oder einfach mal einen eingerissenen Nagel abfeilen zu können (ja, auch Männern passiert sowas 🙂 ) . Natürlich gibt es noch viele weitere Anwendungen, aber die fallen einem natürlich nie dann ein, wenn man sie gerade in einen Blogartikel schreiben will. Einen Klassiker aber hab’ ich noch: Nicht nur Kabel werden gerne mit Kabelbindern verbunden, auch Kleinigkeiten, die man unterwegs kauft, werden oft damit an Kartonrücken gehalten. Sowas zu öffnen geht gut mit einem Schraubenzieher oder einer Zange. Und natürlich lassen sich Blisterverpackungen auch einfacher mit einer kleinen Schere öffnen, als ohne.
Im Leben eines Consultants stellt sich aber immer die Frage, was man mitnimmt, wenn man auf Reisen geht, besonders im Flugzeug. Ich hab’ einige Zeit gesucht, aber wenige Multitools gefunden, die einem gewissen Qualitätsanspruch genügen und dennoch kein Problem beim Security Check am Flughafen aufwerfen. Zwei Lösungen habe ich gefunden, die einem ausgewachsenen Multitool am nächsten kommen: Den Leatherman Style PS (den ich auch persönlich mit habe und der speziell für diesen Zweck entwickelt wurde) oder eine Swisscard, aus der man vor der Abreise die Klinge entfernt.
Beide Lösungen sind halt leider auch abseits der fehlenden Klinge mehr als “Backup” Lösung brauchbar und sind einfach zu klein dimensioniert um ein vollwertiges Tool zu ersetzen. In Foren wird teilweise empfohlen, ein “richtiges” Tool mit zu nehmen und davor die Klinge abzuschrauben. Allerdings sollten dann auch alle anderen Werkzeuge geprüft werden, ob sie nicht auch ein Problem darstellen könnten. Feile, Schere, Säge, etc. sind auch an Bord von Flugzeugen nicht gern gesehen.
Es heisst zwar immer wieder, dass irgendwann wieder sehr kleine Klingen, wie eben in der SwissCard erlaubt werden sollen, aber ob das passiert und für welche Flüge das gilt (weil wir ja nicht nur innerhalb Deutschlands reisen) ist zumindest für mich persönlich zu unsicher, um unnötige Probleme zu riskieren.
Abschliessend möchte ich natürlich noch erwähnen, dass es sich bei diesem Artikel um meine persönliche Meinung und Erfahrung handelt. Ich bin weder Jurist noch sonst irgendwie befugt, eine Auskunft zu dem Thema zu geben, weshalb sich bitte vor Antritt einer Reise jeder selber informieren möge. Ich jedenfalls wurde schon gebeten, meinen Style PS aus der Tasche zu nehmen, damit er nachkontrolliert werden kann und er wurde nicht beanstandet.

Thomas Widhalm
Thomas Widhalm
Lead Support Engineer

Thomas war Systemadministrator an einer österreichischen Universität und da besonders für Linux und Unix zuständig. Seit 2013 möchte er aber lieber die große weite Welt sehen und hat sich deshalb dem Netways Consulting Team angeschlossen. Er möchte ausserdem möglichst weit verbreiten, wie und wie einfach man persönliche Kommunikation sicher verschlüsseln kann, damit nicht dauernd über fehlenden Datenschutz gejammert, sondern endlich was dagegen unternommen wird. Mittlerweile wird er zum logstash - Guy bei Netways und hält...