Vive la Puppet!

Nächste Woche ist es soweit: Während der ersten UEFA EM-Woche in Frankreich starten auch wir mit unserer neuen Fundamentals for Puppet Schulung über drei Tage. Beim Auftakt lernen die Teilnehmer die grundsätzliche Funktionsweise von Puppet kennen und werden Stück für Stück an die Modulentwicklung und natürlich auch -benutzung herangeführt. Aufgrund der besseren Platzverhältnisse findet das allerdings hier in Deutschland, genauer gesagt in Nürnberg, statt.
EM-PokalWer sich durch den Besuch des Fundamentals for Puppet Trainings qualifiziert, dem sei als logischer zweiter Schritt ein Besuch von Advanced Puppet nahegelegt. Dieser Kurs befasst sich mit erweitertem Moduldesign und geht auf die bestehenden Validierungs- und Testmöglichkeiten ein. Weiterhin werden in dem ebenfalls 3tägigen Training optionale Komponenten wie eigene Facts und Funktionen behandelt. Auch Datenseparierung mit Hiera und die Benutzung von Git als Versions Control System sind Thema.
Die nächste Advanced Puppet Schulung ist für Mitte Juli (11.07.-13.07.2016) angesetzt. Fussballinteressierten ist nun bestimmt aufgefallen das dies einem Tag nach dem EM-Finale in Paris startet, aber davon lassen wir uns nicht abschrecken. Wer’s doch nicht ganz schaffen sollte hat dann auch nochmal im November die Gelegenheit daran teilzunehmen.
In die Verlängerung geht es dann mit Scaling Puppet. Wie der Name schon sagt dreht sich hier alles um Hochverfügbarkeit und Lastverteilung der einzelnen Puppet Komponenten. Besonders große und verteilte Systeme erfordern tiefergehendes Wissen und ein paar Tipps und Tricks auf die während des 2tägigen Trainings eingegangen wird.
Auch bei uns haben sich ein paar Regeln geändert: Alle Puppet Trainings werden nun ausschließlich auf Basis der Open Source Variante durchgeführt! Natürlich gehen wir aber trotzdem noch auf die Unterschiede im Gegensatz zur Enterprise Variante ein. Außerdem sind die Schulungen auf die neue Major Version von Puppet – Puppet 4.x, fokussiert.
Ich freue mich über alle die in die nähere Auswahl für die Open Source Puppet Trainings kommen und wünsche den Fußball Begeisterten unter euch viel Spaß bei der Europameisterschaft in Frankreich, mit einem hoffentlich zufrieden stellenden Ausgang…

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Eine Ode an Rockbox (wenn nicht freie Software an sich)

Eigentlich war meine erste Intention, den Artikel „Ode an meinen IPod“ zu betiteln. Das wäre aber irreführend. Denn weder zähle ich mich zu den „Apple-ist-toll“-Jüngern. Noch hätte ich mir j e m a l s einen IPod angetan, wäre da nicht Rockbox gewesen.
Rockbox – ein alternatives Betriebssystem für viele gängige MP3-Player, das deren Funktionsumfang erweitert, diverse Hürden abbaut und mannigfaltige Anpassungsmöglichkeiten bietet. Erst dadurch wurde aus meinem kleinen, weißen Apple-Kästchen ein „echter“ Musikplayer, ein (fast) ständiger Begleiter, den ich seit Jahren gerne nutze – kurz, der mir geradezu ans Herz gewachsen ist. Eine Gefühlsregung übrigens, die mir generell bei technischen Geräten übertrieben scheint und andernfalls vollkommen abgeht 😉
Die (Hersteller-)Geisel der Menschheit
Hätte ich das Modell im Originalzustand benutzt, die diversen durch die Hersteller-Firmware aufgebürdeten „Eigenheiten“ hätten es für mich zu einem echten Ärgernis und in vielen Bereichen stark eingeschränkt bis gar nicht brauchbar gemacht. Etwa als mobiler Datenspeicher, trotz der 80 GB Kapazität. Oder zum Musikhören am Arbeitsplatz. Schließlich war für gewöhnlich erst eine Treiber- sowie ITunes-Installation zum Betrieb nötig. Und selbst damit konnte man Musikdateien zwar aufspielen, diese wurden jedoch auf der Platte in kryptische Buchstabenkürzel umbenannt. Was insofern egal war, als dass einem ohnehin der direkte Zugriff auf die Festplatte verwehrt war.
Und selbst nach einigen Firmware-Updates wurden die Abstürze nicht weniger, die Software kaum besser …
Gestaltswandel: Mr. Hide zu Dr. Jekyll
Rockbox dagegen nutzt die vorhandenen Möglichkeiten der Hardware aus. Damit fallen nicht nur oben genannte Hürden weg. Das Modell unterstützt mehr Dateiformate, lässt sich per vollparametrischem Equalizer, Kompressor etc. klanglich beeinflussen, mit Themes optisch und bedientechnisch individualisieren und wartete mit Funktionen auf, die nur bei Konkurrenz-, Nachfolgemodellen oder gar nicht zu finden sind. Spiele etwa, darunter einfache Karten- Denk- und Geschicklichkeitsspiele – und sogar die alte Ballerorgie Doom. Diverse Anwendungen, die das Gerät zum Taschenrechner oder -lampe umfunktionieren, Bilder anzeigen, Text vorlesen. Dank letzterem klappt die Bedienung auch blind (etwa, ohne den Player aus der Tasche nehmen zu müssen).
Nicht, dass man wirklich a l l diese Sachen bräuchte. Aber vieles ist sinnvoll und praktisch. Und man könnte, wenn man denn wollte …
Noch lange kein Alteisen
Und so kommt es, dass heute mein IPod Video zwar technisch rückständig (dick, schwer, ohne hochauflösendes Touch-Display) ist, ich aber nach wie vor damit voll zufrieden bin. Sollte jemals der Akku (der hat natürlich nachgelassen) oder die Festplatte (toi, toi, toi) den Geist aufgeben, so erwäge ich ernsthaft deren Austausch (ob ich da vielleicht ne SSD reinbasteln könnte?). Sorry, Apple. Aber da wird wohl nicht so bald wieder Geld fließen.
Kurz: Rockbox ist für mich ein kongeniales Stück Open-Source-Software, in das viele Leute (Frei-)Zeit und Mühe investiert haben. Dafür hiermit vielen Dank!