Consultingleben – Kapitel 2: Online in 17 Ländern

three_ukIm ersten Blogpost dieser Serie habe ich euch ein paar Tips zur Flugbuchung gegeben. Für das zweite Kapitel möchte ich auf eine (für mich als IT’ler) elementare Grundlage eingehen. Den Internetzugang 🙂
Egal ob es sich um eine dienstliche oder private Reise handelt, bin ich quasi immer online. Im Urlaub bemühe ich mich beispielsweise sehr nicht meine dienstlichen E-Mails zu lesen, jedoch ist “online sein” auch im Urlaub in vielerlei Hinsicht von Vorteil. Navigation im Auto, Navigation zu Fuß, das Finden des besten Jet-Ski-Verleihs am Strand oder einfach nur die Unabhängigkeit von unverschämt teuren Hotel-WLAN’s. Es gibt viele gute Gründe.
So schön und einfach sich diese Sätze lesen, wer viel außerhalb von Deutschland unterwegs ist kennt die traurige Wahrheit. Entweder man zahlt relativ hohe Roaming-Gebühren oder besorgt sich eine SIM-Karte des jeweiligen Landes. Um hier nicht in eine wahnsinnige “SIM-Karten-Schlacht” zu verfallen, hat sich in letzter Zeit ein einziges Produkt in meiner Consulting-Tasche bewährt. Die Three Pay As You Go SIM.
An dieser Stelle ist die Firma Three.uk bitte nicht mit der österreichischen Drei.at zu verwechseln. Beide Firmen haben zwar miteinander zu tun, man benötigt aber ganz speziell die SIM-Karte von Three.
Was ist nun so toll an dieser SIM-Karte? Ganz einfach! Man kann Guthaben aufladen oder die SIM direkt mit Guthaben kaufen. Dieses Guthaben ist dann in Großbritannien und in allen sogenannten “Feel At Home destinations” nutzbar. Das sind: USA (inklusive Hawaii), Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Irland, Australien, Hong Kong, Sri Lanka, Macau, Israel und Indonesien. Ein ganz besonderes Killer-Feature ist für mich das Roaming in der USA. Hier hat Three Verträge mit AT&T und T-Mobile USA, womit man quasi überall 3G Empfang hat.
Wie komme ich nun an so eine SIM-Karte? Ebenfalls, ganz einfach! Man nimmt seine handelsüblichen Amazon Anmeldedaten und loggt sich auf amazon.co.uk ein. Die Three Pay As You Go SIM ist in verschiedenen Varianten erhältlich. Ich habe mich für die “Preloaded SIM” mit 12 GB entschieden. Das Volumen hat eine Laufzeit von einem Jahr und kann mit jedem Aufladen  verlängert werden. Zum Zeitpunkt meiner Bestellung waren vier Anbieter verfügbar, wovon drei nach Deutschland liefern. Nach ca. 5 Tagen ist die SIM-Karte bei mir zu Hause angekommen.
Was kostet der Spaß? Zugegeben ist die Three SIM im Vergleich zu anderen SIM-Karten der jeweiligen Länder teurer. Die 12 GB Variante kostet z. B. £ 78,90 + £ 9,90 Versand, womit man bei ca. 116 € landet. Quasi 9,66 € pro Gigabyte. Der Preis ist aber meiner Meinung nach aufgrund der Flexibilität noch im vertretbaren Bereich.
Falls Ihr eine Bestellung wagt, wünsche ich euch viel Spaß beim surfen. Bei mir hat die SIM mittlerweile in 6 Ländern treue Dienste geleistet, zwei weitere kommen dieses Jahr mindestens noch hinzu. Wenn es eurer Erfahrung nach noch ein vergleichbares oder besseres Produkt gibt würde ich mich über eine kurze Info sehr freuen.
In diesem Sinne. Happy surfin.

Tobias Redel
Tobias Redel
Head of Professional Services

Tobias hat nach seiner Ausbildung als Fachinformatiker bei der Deutschen Telekom bei T-Systems gearbeitet. Seit August 2008 ist er bei NETWAYS, wo er in der Consulting-Truppe unsere Kunden in Sachen Open Source, Monitoring und Systems Management unterstützt. Insgeheim führt er jedoch ein Doppelleben als Travel-Hacker, arbeitet an seiner dritten Millionen Euro (aus den ersten beiden ist nix geworden) und versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Consultingleben – Kapitel 1: Flüge

Neben den täglichen (IT-)Aufgaben ist man als Consultant natürlich relativ viel unterwegs. Mit der Zeit sammelt man da einige Tipps und Kniffe um so ein Consultingleben etwas angenehmer und effizienter zu gestalten. Dies beginnt schon ganz am Anfang bei der Buchung einer Reise.
Heute nehmen wir uns als erstes Beispiel die Planung einer Flugreise vor. Während viele Kollegen auf die Webseiten der jeweiligen Airlines, Flugsuchmaschinen wie z. B. Skyscanner oder Reiseplanern wie TripIt schwören, ist mein ganz persönliches Highlight Google. Ja, richtig gelesen. Die wenigsten wissen von dieser Funktion. Google kann seit geraumer Zeit Flüge suchen.
google_flights_1Ein kleines Beispiel: Wir wollen von Nürnberg oder einem Flughafen in unserer Nähe an die Westküste der USA. Konkret in den Raum San Francisco oder Los Angeles. Während man in dem ein oder andern Tool jetzt die Routen Nürnberg -> San Francisco, München -> San Francisco, München -> Los Angeles usw. ausprobiert und die Preise und Optionen vergleicht, bietet Google mit https://www.google.de/flights/ eine wunderschöne Suchfunktion. Neben einfachen Flugsuchen wie z. B. Nürnberg -> Los Angeles kann man mehrere Flughäfen als Start und Ziel angeben.
 
google_flights_2Hat man jetzt an dieser Stelle Glück oder eher weniger Glück mit dem Preis des Fluges, so ist das Diagramm-Icon rechts, überhalb des blauen Kastens Gold wert. Die Suche listet hier einen Kalender inkl. Balkendiagram mit den jeweiligen Preisen der Flüge. So lohnt es sich unter umständen sogar Preislich einen Tag länger am Zielort zu bleiben. Ansonsten bieten auch die Suchfunktionen keinen Anlass zur Klage. Filtern ist unter anderem nach Flugzeiten, Airlines, Luftfahrtverbänden, Zwischenstopps und natürlich dem Preis möglich.
 
google_flights_3Was bei Zwischenstopps auf den Webseiten der Airlines immer super aussieht, kann in der Praxis gewaltig nach hinten los gehen. “Oh, super! Nur 90 Minuten Wartezeit beim Zwischenstopp” mag sich der ein oder andere denken. Bei der Auswahl des Fluges werden zusätzliche Informationen angezeigt. So beispielsweise auch oft auftretende Verspätungen. Ist die Maschine “oft um mehr als 30 Min. verspätet” sieht es mit den 90 Minuten zum Umsteigen gleich ganz anderes aus.
 
 
 
Ich hoffe  ich kann euch mit diesem Tipp bei der nächsten Dienst- oder Urlaubsreise ein wenig helfen. Wenn ihr noch bessere Tipps habt, bin ich jederzeit bereit mein Repertoire zu erweitern. Wenn ihr jetzt noch IT-begabt seit und gern auf Reisen geht, kann ich euch mit http://jobs.netways.de noch eine wunderschöne Webseite ans Herz legen 😉

Tobias Redel
Tobias Redel
Head of Professional Services

Tobias hat nach seiner Ausbildung als Fachinformatiker bei der Deutschen Telekom bei T-Systems gearbeitet. Seit August 2008 ist er bei NETWAYS, wo er in der Consulting-Truppe unsere Kunden in Sachen Open Source, Monitoring und Systems Management unterstützt. Insgeheim führt er jedoch ein Doppelleben als Travel-Hacker, arbeitet an seiner dritten Millionen Euro (aus den ersten beiden ist nix geworden) und versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen.

ITIL Foundation – Die etwas andere Zertifizierung

In unseren Reihen kreist seit einiger Zeit das Thema ITIL Foundation Zertifizierung. Wenn jemand von euch vor hat diese Prüfung abzulegen, sei er hiermit auf die ein oder andere, gemeine Falle hingewiesen.
Trapdoor No. 1 – Die ITIL Version
Das ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt. Viele Leute wissen zwar das es mittlerweile ITIL v3 gibt, jedoch nicht das auch diese Version bereits aktualisiert wurde. Diese Aktualisierung nennt sich ITIL 2011 und wird von ITIL nicht als neue Version, sondern eher als “Minor-Update” gesehen. Das aus meiner Sicht problematische daran ist, das die Inhalte der Bücher durch aus sehr nennenswert gewachsen sind. So werden beispielsweise weitere Prozesse hinzugefügt und bestehende in größerer Detailtiefe ausgebaut. Fazit: Es ist deutlich mehr zu lernen als früher!
Trapdoor No 2 – Die Sprache
Die Sprache der Prüfung ist je nach Zertifizierungsstelle anders. Die einen prüfen in Deutsch, die anderen in Englisch. Man sollte sehr genau darauf achten das die Sprache in der die Prüfung abgehalten wird auch der Sprache entspricht in der man seine Lernmaterialien kauft. Andernfalls kann es bei den Fachbegriffen und der Terminologie zu einigen Überraschungen kommen.
Trapdoor No. 3 – Die Bücher
Hier ist es so das zwar viele deutsche Bücher existieren, diese jedoch oft nur sehr schlampig übersetzt wurden. So konnte ich beispielsweise bei der Büchersuche einige ausmachen die definitiv von jemanden aus den Niederlanden übersetzt wurden. Dies ist vom Inhalt her nicht direkt kritisch, aber beim lesen eher nervig.
Sehr kritisch dagegen sind die fachlichen Inhalte der Bücher. Viele werden bei einschlägigen Online-Buchhändlern zwar als “perfekte Vorbereitung für die ITIL-Foundation Zertifizierung” angepriesen, man stellt aber bereits beim überfliegen des Inhaltsverzeichnisses fest das kein einziges Modell behandelt wird. So gibt es auch Bücher die nur ein oder zwei Modelle und Prozesse behandeln. Ist in der Prüfung ein anders gefragt, ist man schlichtweg angeschmiert.
Linkliste
Nun noch eine kurze Linkliste die ich auf meinem bisherigen ITIL-Weg schon einmal empfehlen kann:
Wikipedia (und die im Artikel weiterführenden Links)
– Das ITIL-Wiki
IT-Process Maps (ganz besonders die IT Prozesse nach ITIL 2011)
Und mein persönlicher Liebling:
Das ITIL-Handbuch für Helden 🙂

Tobias Redel
Tobias Redel
Head of Professional Services

Tobias hat nach seiner Ausbildung als Fachinformatiker bei der Deutschen Telekom bei T-Systems gearbeitet. Seit August 2008 ist er bei NETWAYS, wo er in der Consulting-Truppe unsere Kunden in Sachen Open Source, Monitoring und Systems Management unterstützt. Insgeheim führt er jedoch ein Doppelleben als Travel-Hacker, arbeitet an seiner dritten Millionen Euro (aus den ersten beiden ist nix geworden) und versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Nützliche Mac Tools

Sciral Consistency (25 USD)
Das Tools schließt die Lücke zwischen einem Calender und einer ToDo Liste. Es dient vor allem der Erinnerung an immer wiederkehrende Aufgaben, die aber nicht zu bestimmten Terminen erledigt werden müssen. Beispiele sind Blumen gießen, ins Fitnessstudio gehen oder das Auto waschen. All das muss nicht zu einem bestimmten Termin erledigt werden, aber trotzdem sollte man diese Dinge regelmäßig machen.
TextExpander (29,95 USD)
Mit dem Tool lassen sich Text Macros definieren, die unter Mac OS X in allen Anwendungen verwendet werden können. Dadurch läßt sich massiv Zeit bei lästigen Tipparbeiten einsparen. Beispielsweise verschiedene Signaturen, eMail Templates, Formulare, aber auch Codeschnippsel oder allgemeine Daten. Das Tool ersetzt ganz normale Texteingaben durch längere Inhalte. Bei mir wird beispielsweise durch die Eingabe von “ssig” meine Signatur eingefügt.
Dock Spaces (kostenlos)
Mit dieser Software kann man sich bis zu 10 unterschiedliche Docks einrichten und schnell zwischen ihnen hin und her wechseln. Ganz besonders interessant wird das ganze, da man die verschiedenen Docks auch mit unterschiedlichen Spaces verknüpfen kann. So hat man in jedem Space das genau auf den Anwendungsbereich zugeschnittene Dock.
Choosy (kostenlose Beta, soll später was kosten)
Normalerweise kann auf einem System ja nur ein Browser als Defaultbrowser eingestellt sein. Mit diesem Tool lässt sich dieses Verhalten besser steuern, indem man beispielsweise nach dem passenden Browser gefragt und das Dokument später immer wieder mit diesem Browser geöffnet wird.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Blogvorstellung

Auch wenn man langsam den Eindruck hat, dass sie immer weniger benutzt wird, ist die Blogroll immer noch ein Hauptfeature aller Blogsysteme. Auch wir haben da ein paar der Blogs stehen, die wir mehr oder weniger regelmäßig lesen. Um ihr wieder ein bisschen auf die Sprünge zu helfen, werde ich in den nächsten Wochen alle Blogs aus unserer Liste kurz vorstellen und dabei auch ein bisschen aufräumen. Wenn es sich nicht lohnt das Blog einem eigenen kurzen Eintrag vorzustellen, fliegt es gnadenlos raus. Und vielleicht kommen auch einige neue Blogs in die Empfehlungsliste hinzu. Ich freue mich auch über Vorschläge für gute Blogs in den Kommentaren.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.