NETWAYS Online Store – mit PrestaShop

Einige werden sich bereits gefragt haben, welche Shop-Software wir in unserem neuen Store eigentlich verwenden. Die Antwort ist PrestaShop, eine elegante Open-Source Lösung aus einer französischen Softwareschmiede, welche  inzwischen schon über 115.000 aktive Shop-Systeme zählt. Nun haben wir sie auch und sind wirklich positiv überrascht. PrestaShop ist natürlich kostenlos und bringt viele wirklich tolle Features mit sich. Was noch nicht vorhanden ist kann relativ einfach mit (meistens) kostenfreien Plugins nachgerüstet werden. Der alte NETWAYS-Online-Store lief übrigens mit der weitaus bekannteren Software Magento.
Warum hat NETWAYS plötzlich PrestaShop im Einsatz?
Unser alter Shop hatte wirklich ein Redesign nötig, lange haben wir überlegt, das bestehende System nochmal komplett aufzuarbeiten, haben uns letztendlich dagegen entschieden. Aktuell kursiert das Gerücht, die Magento Community Edition wird nicht mehr weiter entwickelt, doch gerade bei einem Online-Shop mit sensiblen Kundendaten ist ein stets aktuelles und sicheres System sehr wichtig. Deshalb fiel die Entscheidung auf eine Migration auf ein neues System. Nach ein paar Vergleichen, mit spezieller Gewichtung auf grafische Anpassbarkeit, B2B-Shop Funktionalität und natürlich Open-Source ist die Wahl dann auf Presta gefallen.
War der Umzug kompliziert?
Wir haben uns außerdem dazu entschieden, die komplette Produktpalette anstatt sie einfach nur zu importieren, neu anzulegen, so wird eine gewisse Aktualität der Produkte sichergestellt. Außerdem wurden die Kundendaten aus unserem alten System exportiert und in das neue System importiert, dabei haben wir jedem Kunden ein eigenes, nahezu unknackbares Kennwort mit 32 Zeichen hinterlegt. Die Kunden wurden per Mail aufgefordert, ein neues Passwort anzufordern und dieses dann zu ändern. In Summe war die Migration der Daten zwar von der Menge her viel, jedoch war der Aufwand mit der richtigen “Taktik” überschaubar.
Wieso stimmen die Links mit dem alten Shop überein?
PrestaShop ist von Haus aus, was die Links angeht relativ einfach gestrickt und kann einen Artikel-Link im Normalfall nur so darstellen: http://shop.netways.de/28-produkt.html. Was natürlich problematisch ist, da wir unsere Links mit allen Unterkategorien darstellen möchten z.B. so: http://shop.netways.de/alarmierung/gsm-modem-ethernet/multi-tech-smsfinder.html. “alarmierung” ist die erste Unterkategorie und “gsm-modem-ethernet” die Unterkategorie von Alarmierung, dies ermöglicht unseren Kunden stets einen guten Überblick, in welcher Kategorie sie sich gerade befinden. Realisiert haben wir diese Link-Erzeugung mit dem AddOn URL Rewriting +.
Was ist so besonders an PrestaShop?
PrestaShop fand ich von Anfang an sehr interessant, z.B. die Möglichkeit von einem Produkt mehrere Varianten anzulegen, dadurch wirkt der Shop sehr aufgeräumt und erleichtert dem Kunden die Auswahl der richtigen Lösung. Anhand des Beispiels unserer SecurityProbe sieht man sehr deutlich das Feature der Variantenauswahl. So kann der Kunde auswählen, ob das Produkt eine SMS-Alarmierung mitbringen soll und ob und in welcher Anzahl Anschlussmöglichkeiten für potentialfreie Kontakte vorhanden sein sollen. Der Preis sowie die Artikelnummer werden automatisch angepasst. Magento sollte dieses Feature zwar auch mitbringen, jedoch funktionierte das nicht wirklich.
Außerdem besticht PrestaShop durch viele tolle Designs (welche zum Teil auch wieder Geld kosten) und tollen Effekten z.B. dem Ajax-basierten Warenkorb. Demnächst wird Version 5 von Presta angeboten, dieses besticht dann mit einer vollständigen B2B-Integration, sowie einem überarbeitetem Backend und reichlich neuen Features.
Welche Plugins sind verfügbar?
Eigentlich gibt es für alle denkbaren Anforderungen Add-Ons, sei es nur das PayPal Zahlungsmodul, über die Möglichkeit den Smarty-Cache zu leeren, URL-Rewrites, Slideshows usw. ..
Ist der neue Shop schon online?
Ja, der neue Shop ist seit Anfang August online und muss seither dem Ansturm unserer Kunden standhalten. Bisher können wir von keinen Ausfällen oder Schwächen berichten. Zu sehen ist unserer Shop rund um die Uhr unter http://shop.netways.de

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Support Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

Jasper Reporting – Die Installation

Jasper-ReportingDie Installation des JasperServers, also der Serverkomponente für die Erzeugung und den automatischen Versand der Berichte, ist durch die verfügbare Linux-Installation ein Kinderspiel. Zwar sind die Komponenten auch ohne Tomcat und MySQL paketiert auf JasperForge.org verfügbar, jedoch empfiehlt sich für den Einstieg der Download des Linux-Installers.
Leicht gekürzt erfolgt die Installation des Installers in etwa so:

chmod +x jasperserver-3.5.0-linux-installer.bin
./jasperserver-3.5.0-linux-installer.bin

Auswahl des Installationsverzeichnisses:

Please specify the directory where JasperServer 3.5.0 will be installed.
Installation directory: [/opt/jasperserver-3.5.0]:

Integration in einen bestehenden Tomcat-Server:

[1] I wish to use the bundled Tomcat
[2] I wish to use an existing Tomcat
Please choose an option [1] :

Verwendung einer vorhandenen Datenbank:

[1] I wish to use the bundled MySQL database
[2] I wish to use an existing MySQL database
Please choose an option [1] :

Nach Angabe der Ports für Tomcat können Optional noch die Demo-Schemas und Reports installiert werden. Das empfilet sich insbesonderen aller Jasper Neulingen, da dadurch ein guter Überblick über die vorhandenen Features gegeben wird. Die Installation von iReports empfiehlt sich nur, wenn der entsprechender Server z.B. auch die Linux-Workstation ist. Allen anderen sollten sich iReport lokal auf ihrer Workstation installieren und später die Reports durch den Wizard auf den Server deployen.
Sobald die Installation beendet ist, ist der Server unter folgender URL erreichbar und die Demo-Reports stehen zur Verfügung.

http://servername:8080/jasperserver/login.html


Um den Zugriff auf den Server zu erleichtern, ist auch die Anbindung via Apache und Einsatz der Module mod_proxy und mod_rewrite möglich. Hier ein Beispiell:

<Proxy *>
Order deny,allow
Allow from all
</Proxy>
RewriteEngine on
RedirectMatch ^/$ http://servername/jasperserver
ProxyPass /jasperserver http://servername:8080/jasperserver
ProxyPassReverse /jasperserver http://servername:8080/jasperserver

Der nächste Post widmet sich der Installation von iReport und der Erstellung eines Demoberichts.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Installation von NConf unter Debian

Das NConf ein interessantes Web-Konfig-Tool für Nagios ist, haben wir ja hier im Blog schon ein paar Mal erwähnt. Hier eine kurze Anleitung zur Installation von NConf unter Debian Lenny.
Folgende Pakete müssen vor der Installation auf dem System vorhanden sein:

  • Apache Webserver
  • PHP4.4 oder höher mit php-mysql (bei LDAP Auth auch php-ldap)
  • MySQL 5.0.2 inkl. InnoDB
  • Perl 5.6 oder höher mit perl-DBI und perl-dbd-mysql
  • ein Nagios Binary

Zur Installation geht man nun die folgenden Schritte durch:

  1. Entpacken des Tarballs
    mv nconf-1.2.4-0.tgz /var/www
    tar –zxvf nconf-1.2.4-0.tgz
  2. Anpassen der Schreibrechte für den Webserver
    chown www-data:www-data ./config ./output ./temp
  3. Anlegen der Datenbank
    $> mysql -u root –p
    Enter password:
    mysql> create database nconf;
    mysql> grant select, insert, update, delete, create, drop, alter ON `nconf`.* to 'nconf'@'localhost' identified by 'PASSWORT';
  4. Importieren der Datenbank Grundstruktur
    mysql -u root -p nconf < INSTALL/create_database.sql
  5. Aufrufen des NConf Webinterface unter
    http://<IP Adresse>/nconf/INSTALL.php
    Dort startet nur der Installationsassistent von NConf, der nacheinander die folgenden Schritte durchläuft:

    1. Im ersten Schritt wird geprüft ab auf dem System alle benötigten Pakete vorhanden sind
    2. Im zweiten Schritt müssen die Angaben zur Datenbankverbindung gemacht werden
    3. Und zuletzt werden die erkannten Pfade angegeben, die man hier nochmal anpassen könnte
  6. Als aller letzer Schritt, bevor man das Webinterface starten kann, muss man an der Konsole noch die temporären Installationsdateien entfernen. Aus Sicherheitsgründen ist das sehr sinnvoll.

Nun kann man NConf über die URL http://<IP Adresse>/nconf/ starten und benutzen.
Viel Erfolg

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Live von der OSDC: FAI mit Henning Sprang

henning_sprangEiner der letzten Vorträge für dieses Jahr widmete sich dem Thema FAI. Henning Sprang, Mitglied des FAI Projekts, brachte den Zuhörern FAI (Fully Automated Installation) und seine Möglichkeiten näher. Henning beschäftigt sich als IT-Consultant schwerpunktmässig mit den Themen Virtualisierung, System Management und Java Entwicklung.
FAI ist ein Automatisierungswerkzeug für die Installation und Konfiguration von Linux-, Unix- und Windowssystemen und wurde ursprünglich an der Universität Köln von Thomas Lange entwickelt.
Seit einigen Jahren setzen wir FAI in Bereich Managed Service ein, da es die Installation von verschiedenen Distributionen ermöglich und sehr leicht in Puppet zu integrieren ist. Der Vortrag rundet das Programm für heute hervorragend ab und schliesst den Kreis und Konfigurationmanagement, Virtualisierung, Inventarisierung und den vielen anderen Themen dieser Konferenz. Auch wenn ein Fazit wohl verfrüht ist, behaupte ich, dass die Konferenz sehr gut bei allen Besuchern angekommen ist und wir jetzt schon viel Material und Ideen für das nächste Jahre haben.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.