HP System Health Tools auf Debian Wheezy

Um auf HP Systemen die Hardware ordentlich überwachen zu können, gibt es die HP System Health Tools (die über die Jahre hinweg verschiedene Namen gehabt haben, wie etwa hpasm / hp-health). Um diese Abfragen dann beispielsweise in den SNMP Baum einzupflegen, damit Plugins diese Schnittstelle abfragen können, müssen zusätzlich die SNMP Agents installiert werden.
Die Leidensgeschichte der nicht vorhandenen bzw nicht aktuellen Debian Repositories ist lang, aber die frohe Botschaft ist – es gibt seit einigen Tagen ein aktuelles Debian Wheezy Repository mit non-free Paketen direkt von HP 🙂
Und so gehts:
Repository hinzufügen

# echo "deb http://downloads.linux.hp.com/SDR/repo/mcp wheezy/current non-free" >> /etc/apt/sources.list.d/hp.list

GPG Repository Schlüssel importieren

# wget -O - http://downloads.linux.hp.com/SDR/repo/mcp/GPG-KEY-mcp | apt-key add -

HP Tools suchen und gegebenenfalls installieren.

# apt-get update
# apt-cache search ^hp-
...
hp-search-mac - Search for a MAC address on HP switches
hp-smh-templates - HP System Management Homepage Templates
hp-health - hp System Health Application and Command line Utility Package
hp-snmp-agents - Insight Management SNMP Agents for HP ProLiant Systems
hp-ams - Agentless Monitoring Service for HP ProLiant Gen8 Systems

Damit kann man dann mit gängigen (SNMP) Plugins die HP Hardware überwachen. Wie das im Detail funktioniert, erklären meine Kollegen gerne in Schulungen/Workshops oder erstellen auch gerne individuell an Bedürfnisse angepasste Plugins.

Michael Friedrich
Michael Friedrich
Senior Developer

Michael ist seit vielen Jahren Icinga-Entwickler und hat sich Ende 2012 in das Abenteuer NETWAYS gewagt. Ein Umzug von Wien nach Nürnberg mit der Vorliebe, österreichische Köstlichkeiten zu importieren - so mancher Kollege verzweifelt an den süchtig machenden Dragee-Keksi und der Linzer Torte. Oder schlicht am österreichischen Dialekt der gerne mit Thomas im Büro intensiviert wird ("Jo eh."). Wenn sich Michael mal nicht in der Community helfend meldet, arbeitet er am nächsten LEGO-Projekt oder geniesst...

Intelligent Resilient Framework (IRF)

Intelligent Resilient Framework (IRF) ist eine von H3C entwickelte Software-basierte,
fehlertolerante Virtualisierungstechnologie. Die Idee die dahinter ist, diverse
Netzwerkkomponenten über physikalische IRF-Ports (min. 10Gbit) miteinander zu
verbinden und in einem einzigen Netzwerkknoten zu virtualisieren.
Durch die Virtualisierung wird die Topologie vereinfacht, das Netzwerkmanagement
vereinheitlicht und es muss nur noch eine Komponente gewartet werden.
Eine virtuelle IRF-Komponente erscheint als eine einzige Netzwerkkomponente. So können
beispielsweise mit der IRF-Technologie zwei oder mehrere Switches in einem einzelnen
Switching- und Routing-System zu einem Virtueller Switch virtualisiert werden. Ein solches
IRF-System unterstützt Load Balancing, Aggregation und Redundanz, sowie alle Funktionen
der Sicherungs- und Vermittlungsschicht. Durch die Aggregation der Core-Switche
vereinfacht IRF den Aufbau lokaler Netze sowie die Kombination verschiedener
Spanning-Tree- und Redundanz-Protokolle wie Multiple Spanning Tree Protocol (MSTP) und
Virtual Router Redundancy Protocol (VRRP).
Beispiel zur Einrichtung eines kleinen IRF Clusters bei 3com:
IRF Ports
Um einen IRF Cluster zu bilden, muss zuerst die Unit ID für jeden Switch gesetzt werden (Default ist 1), danach reboot.

set irf chassis 0 slot 1 member-id 1
set irf chassis 0 slot 2 member-id 2
set irf chassis 0 slot 3 member-id 3
set irf chassis 0 slot 4 member-id 4

Danach muss man den IRF-Port erstellen, dazu muss der physikalische Port deaktiviert
(shutdown) sein. Danach wieder reboot.

interface irf-port 1/1
port group interface Ten-GigabitEthernet1/1/1 mode normal
interface irf-port 1/2
port group interface Ten-GigabitEthernet1/1/2 mode normal
interface irf-port 2/1
port group interface Ten-GigabitEthernet2/1/1 mode normal
interface irf-port 2/2
port group interface Ten-GigabitEthernet2/1/2 mode normal
interface irf-port 3/1
port group interface Ten-GigabitEthernet3/1/1 mode normal
interface irf-port 3/2
port group interface Ten-GigabitEthernet3/1/2 mode normal
interface irf-port 4/1
port group interface Ten-GigabitEthernet4/1/1 mode normal
interface irf-port 4/2
port group interface Ten-GigabitEthernet4/1/2 mode normal

Nun ist das ganze zu einem IRF-Cluster zusammengefasst und kann als eine Netzwerkkomponente behandelt werden.

Martin Schuster
Martin Schuster
Senior Systems Engineer

Martin gehört zu den Urgesteinen bei NETWAYS. Wenn keiner mehr weiss, warum irgendwas so ist, wie es ist, dann wird Martin gefragt. Er hat es dann eigentlich immer mal schon vor Jahren gesehen und kann Abhilfe schaffen :). Vorher war er bei 100world als Systems Engineer angestellt. Während er früher Nürnbergs Partykönig war, ist er nun stolzer Papa und verbringt seine Freizeit damit das Haus zu renovieren oder zieht einfach um und fängt von vorne...