OSQuery Systeminfos in Sql

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Echo “Hallo Welt!”;
Ich habe ein bisschen in Github gestöbert und habe Folgendes ausgegraben.
OSQuery ist ein schickes Projekt der Firma “Facebook”, welches zum Zweck ihrer eigenen Systemüberwachnung entstanden ist.
Es bildet Systeminformationen in einer schnellen SQLite- bzw. Postgresdatenbank ab.
Nach der Installation als Package osquery-1.5.1.pkg kann man direkt loslegen.
In der Bash kann man mit dem Aufruf von “osqueryi” die interaktive Query Shell starten.
Hier eröffnet einem die interne Hilfe mehr Information zu dem was hier möglich ist.

osquery> .help
Welcome to the osquery shell. Please explore your OS!
You are connected to a transient 'in-memory' virtual database.
.all [TABLE]       Select all from a table
.bail ON|OFF       Stop after hitting an error; default OFF
.echo ON|OFF       Turn command echo on or off
.exit              Exit this program
.header(s) ON|OFF  Turn display of headers on or off
.help              Show this message
.mode MODE         Set output mode where MODE is one of:
                     csv      Comma-separated values
                     column   Left-aligned columns.  (See .width)
                     line     One value per line
                     list     Values delimited by .separator string
                     pretty   Pretty printed SQL results
.nullvalue STR     Use STRING in place of NULL values
.print STR...      Print literal STRING
.quit              Exit this program
.schema [TABLE]    Show the CREATE statements
.separator STR     Change separator used by output mode and .import
.show              Show the current values for various settings
.tables [TABLE]    List names of tables
.trace FILE|off    Output each SQL statement as it is run
.width [NUM1]+     Set column widths for "column" mode
.timer ON|OFF      Turn the CPU timer measurement on or off
osquery>

Wir sind mal neugierig und schiessen auf der osquery Shell das folgende Kommando ab:

osquery> .tables
..
  => os_version
  => osquery_extensions
  => osquery_flags
  => osquery_info
  => osquery_packs
  => osquery_registry
  => osquery_schedule
  => package_bom
  => package_receipts
  => passwd_changes
  => pci_devices
  => preferences
  => process_envs
  => process_events
  => process_memory_map
  => process_open_files
  => process_open_sockets
  => processes
  => routes
  => safari_extensions
  => sandboxes
  => shell_history
  => smbios_tables
  => startup_items
  => suid_bin
  => system_controls
  => time
..

Was wir hier erhalten, sind die Systemfakten welche automatisch im Hintergrund in festgelegten Intervallen abgefragt werden.
Beispiel 1)
Fragen wir zum Test die ‘os_version’ ab.
Dies tun wir folgendermaßen:

osquery> select * from os_version;
+----------+-------+-------+-------+-------+
| name     | major | minor | patch | build |
+----------+-------+-------+-------+-------+
| Mac OS X | 10    | 10    | 4     | 14E46 |
+----------+-------+-------+-------+-------+

Dies ist ein Beispiel für ein einfaches Abfragestatement. (Wenn wir wissen wollen welche OS-Version unsere Rechnerflotte hat.)
Beispiel 2)
Ein Komplexeres Beispiel in SQL:

osquery> select distinct process.name, listening.port, listening.address, process.pid FROM processes AS process JOIN listening_ports AS listening ON process.pid = listening.pid;
+----------------+-------+---------+-----+
| name           | port  | address | pid |
+----------------+-------+---------+-----+
| UserEventAgent | 0     | 0.0.0.0 | 251 |
| UserEventAgent | 0     |         | 251 |
| Adium          | 55648 | 0.0.0.0 | 261 |
| SystemUIServer | 59036 | 0.0.0.0 | 265 |
+----------------+-------+---------+-----+

Dies wird alles mit durch OSQuery in festgelegten Intervalle in das Logfile überführt.
Es liegt in unserem Beispielsystem unter

/var/log/osquery.log

und kann mit einer geeigneten Software wie Icinga & Logstash weiter ausgewertet werden.
Nun noch der knifflige Teil des Setups: Ich habe kurz angerissen, wie die SQL Syntax von OSQuery funktioniert und angedeutet, wie flexibel das Ganze ist.
Die unbeantwortete Frage ist allerdings, wie ich meine eigenen Checks in einem Interval definiere.
Dies erfolgt bei OSQuery über eine simple ‘.conf’-Datei. In diesem Beispiel liegt diese unter /var/osquery/osquery.conf.
In der osquery.conf wird beispielsweise ein Check mit der folgenden Syntax erstellt:

.. excerpt
 "schedule": {
        "info": {
        "query": "select * from startup_items"
        "interval": 3600
        }
 }
../excerpt

Fazit:
Aufgrund der simplen Abfragestatements und den kleinen Footprint durch eine SQLite Datenbank kann man im Hintergrund auf Linux & OS X Clients/Servern einen Faktencheck durchführen und durch andere Tools “in der Ferne” auswerten lassen.
Kurzum, man bekommt ein mächtiges Werkzeug für Devops und Systemadministratoren, welches an die meisten Umgebungen angepasst werden kann.
Bis zum nächsten Post!

David Okon
David Okon
Senior Consultant

Weltenbummler David hat aus Berlin fast den direkten Weg zu uns nach Nürnberg genommen. Bevor er hier anheuerte, gab es einen kleinen Schlenker nach Irland, England, Frankreich und in die Niederlande. Alles nur, damit er sein Know How als IHK Geprüfter DOSenöffner so sehr vertiefen konnte, dass er vom Apple Consultant den Sprung in unser Professional Services-Team wagen konnte. Er ist stolzer Papa eines Sohnemanns und bei uns mit der Mission unterwegs, unsere Kunden zu...

Weekly Snap: TKmon for Servers, Puppet & Pacemaker Courses

weekly snap22 – 26 July was packed with training courses on Puppet and Pacemaker, tips for SAHI and Vagrant vboxsf, and a new monitoring software for servers to boot.
Martin presented TKmon, a simplified version of Icinga for Thomas Krenn Servers that automatically notifies Thomas Krenn for support on hardware problems.
Eva counted 92 days to the OSMC with Simon Meggle’s presentation on “End-2-End Monitoring of Web Applications with SAHI”.
She went on to introduce our Puppet training courses – the first officially certified classes in Germany for beginners, advanced users and even developers wishing to extend the configuration management software.
Continuing with courses, Lennart gave us a peek into his teaching plan on building clusters with Pacemaker as Eric shared his quick tip for delivering Javascript files and images using Vagrant vboxsf.
Lastly, Bernd lamented superficial Facebook birthday wishes while Stephanie reported on this year’s B2Run and our 17-man team of joggers.

Dann lieber keinen Glückwunsch zum Geburtstag

<privat>
torteWer auf Facebook unterwegs ist kennt die schönen Törtchen, die einen zwanghaft an den Geburtstag von “befreundeten” Personen erinnern. Obwohl ich selten der Vergangenheit nachtrauer finde ich es wirklich traurig, dass sich keiner mehr die Zeit für einen Anruf nimmt, sondern sich der zwanghaften Gratulation hingibt.
Noch schlägt Facebook keine Glückwunschphrasen wie:

  • “Weiter so”
  • “Es kann nur aufwärts gehen”
  • “Helden sterben jung”

vor, aber das muss ja nicht so bleiben. Als Geburtstagskind knallen einem dann also hunderte Personen Glückwünsche an die Wall, die einen sonst nicht mal im Supermarkt erkennen würden. Strengt Euch halt ein bisschen an oder lasst es bleiben.
Vielleicht einfach mal einen Brief schreiben?
Lassen wir bitte mal die Kirche im Dorf! 🙂
</privat>

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Datenschutz und Volksverdummung

Wiedermal treibt mich eine “Amtshandlung” in der Wahnsinn und kostet mich (wesentlich schlimmer) unendlich Zeit. Konkreter Anlass dafür ist ein Schreiben des Bayrischen Landesamt für Datenschutzsaufsicht, kurz Bay LDA, das so einige Benutzer von Google Analytics in den letzten Wochen im Briefkasten vorgefunden haben. Hier werden bayrische Firmen (ich vermute auch andere Bundesländer bleiben nicht verschont) und deren Verwendung von Google-Analytics online überprüft. Motivation dahinter ist die  Validierung und anschließende Durchsetzung der im Jahr 2009 vom Düsseldorfer Kreis festgelegten Normen und Vorstellungen zur Reichweitenmessung.
Ich hoffe nicht zu viele Leser schon verloren zu haben, aber Ordnung und Erklärung muss ein. Was also wird genau von Google-Analytics Kunden erwartet:

  • Anonymes Tracking ohne Übergabe der IP -> Kurze Anpassung des Tracking-Codes und fertig!
  • Löschung des alten Profiles -> Für den ein oder anderen ärgerlich aber machbar
  • Information der Nutzer über den Einsatz von Google Analytics -> Kein Ding!
  • Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung

Genau beim letzten Punkt wird es aber dann lustig, da dieser doch die ein oder andere Konsequenz zur Folge hat. Bevor ich in die Tiefen der Auftragsdatenverarbeitung abtauche ist eigentlich erstmal die Frage zu klären ob diese noch Relevant ist. §13 des TMG schreibt die vertragliche Regelung ja nur vor, wenn personenbezogene Daten verabeitet werden. Jetzt habe ich doch mit dem Einfügen des Code Schnipsels _gat._anonymizeIp(); gerade das letzte Octet der IP-Adresse entfernt und den Personenbezug verhindert. Mehr als ein ??? kann ich daraus auch nach investigativer Forschung nicht schliessen.
Findet man sich frustriert damit ab, dass eine entsprechende Änderung notwendig ist, landet man schnell bei den Rahmenbedingungen der Auftragsdatenverarbeitung. Das Bundesdatenschutzgesetz regelt relativ klar welche wechselseitigen Rechte und Pflichten aus einer solchen Verarbeitung entstehen. Ein Beispiel des Irrsinns sind die mir zugestandenen Kontrollrechte gegenüber meinem Verarbeiter. Der Vertrag wird zwar mit Google Deutschland geschlossen aber die Daten vermutlich ja in Amerika verarbeitet. Natürlich ist nichts gegen eine kleine Betriebsreise einzuwenden und so werden wir das nächste Grillfest vermutlich in Übersee machen.
Jetzt kommt aber doch das BDSG im Ausland nicht zum tragen und außerdem gibt es doch noch USA Patriot Act (Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism Act). Dieses herrliche Apronym das doch eigentlich ALLES erlaubt. Ich hoffe ich habe mich mit dem Link nicht strafbar gemacht.
Das es bei uns keinen “Patriot Act” gibt und Unternehmen die sensible Daten verarbeitet einer strengen Kontrolle unterliegen kann ich darüber hinaus aber nur begrüßen. Die Sicherheit der Datev, einem der ältesten Zahlungs-Cloud-Provider überhaupt, liegt bspw. vielen Euch stärker am Herzen als es Euch bewusst ist. Gerade hier macht Kontrolle, Vorsichtigkeit und Professionalität mit der solche Unternehmen Daten behandeln auch Sinn.
Da ich kein Jurist bin ist der Post vermutlich gespickt von Fehlern und abhängig von Interpretation der Sachlage wird es schon irgendwie RICHTIG sein. Was bleibt ist der Eindruck, dass sich eine Gruppe von Personen so lange auf die Hinterbeine gestellt hat, bis eine entsprechende Regelung zu deren Beruhigung geschaffen worden ist. Das letztendliche Ergebnis ist aus meiner Sicht trotzdem totaler Nonsens.
Was bleibt ist der Beigeschmack, dass die Regelungen und Schutzbehörden nicht wirklich Probleme lösen. Vielmehr wird solange an Formularen und Formulierungen geschraubt, bis sich jeder “Passt schon” denkt. Irgendwann ist dann jeder beruhigt und die nächste Krise kommt bestimmt.
Bevor ich zum pulsreduzierenden Abschluss komme noch ein paar schöne Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit:

  • Google Street View war einige Wochen quasi täglich in der Tagesschau und dann konnte man nach Angabe seiner persönlichen Daten das Haus pixeln lassen. Das sich Microsoft einige Zeit später auch an der Digitalisierung versucht hat, blieb dem Großteil der Öffentlichkeit vollkommen verschlossen. Der Dienst ist der Zwischenzeit eingestellt und es gibt in Folge dieses Blödsinns viele hässliche Strassen im digitalen Universum.
  • Die Hälfte aller Posts zu Facebook behandeln die richtigen Privacy-Einstellungen und wie man sich in dem sozialen Netz richtig verhält. Der Medienlandschaft würde ohne dem ständigen Genörgel an den Bedingungen vermutlich soviel Content fehlen, dass man die Möglichkeit (ACHTUNG JETZT KOMMT’s) Facebook einfach nicht zu benutzen nicht wirklich in Betracht zieht.
  • Aktuell gibt es wieder mal Theater über das Meldegesetz, das zeitnah zum Fussballspiel durch den Bundestag ging. Der dort angestrebte Wiederspruch ist natürlich Mumpitz aber glauben dann alle tatsächlich die Sache ist neu. Wer von Euch hat sich nicht über den GEZ-Brief an die neue korrekte Anschrift gewundert, wenn er kürzlich erst das Einwohnermeldeamt verlassen hat.

Meiner Meinung nach machen Google und Facebook einen tollen Job und wenn ich oder wir bei NETWAYS Facebook einmal überdrüssig würden, hat das einfach nur die Abmeldung dort zur Folge. Bis dahin gibt es hier und dort einfach nur Content vom Feinsten, ein Gewinnspiel, Plätze bei der OSMC und dem PuppetCamp, und natürlich auch einen neuen Job.
Das Beste ist jedoch die Tatsache, dass dieser Blog auf einer OpenNebula-KVM in Nürnberg läuft und die IPs der Leser anoymisiert werden!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Wie werden E-Mail, Facebook, Twitter & Co. international genutzt? Studie gibt Aufschluss

Verhalten sich die Nutzer in Europa bei der Social Media Nutzung einheitlich oder ganz unterschiedlich? In welchen Ländern funktionieren Facebook Fan-Seiten für Unternehmen?
Der Email Marketing Anbieter eCircle hat eine Studien-Serie namens „Europäischer Social Media und E-Mail Monitor“ herausgebracht, welche Antworten auf solche Fragen geben und damit international agierenden Unternehmen Hinweise für die länderspezifische Aussteuerung der Social Media und E-Mail Aktivitäten liefern.
Ein paar interessante Ergebnisse hieraus:

  • Mindestens 50% der Befragten nutzen in allen Ländern sowohl E-Mail als auch Social Networks. Die Kombination beider Kanäle deckt praktisch die gesamte Internet-Nutzerschaft ab
  • Facebook ist unangefochten die Nummer 1 im Bereich Social Media – mit einer Ausnahme: In den Niederlanden ist es Hyves
  • Signifikante Nutzerschaften erreichen die Fan-Seiten von Unternehmen bisher nur in Großbritannien, Italien und Spanien
  • Deutschland, Frankreich und die Niederlande sind “E-Mail-Länder”, Großbritannien, Italien und Spanien sind “Mulit-Channel-Länder”

Die Studien-Serie umfasst Konsumenten- und Entscheiderbefragungen in den sechs größten europäischen Märkten für Onlinewerbung: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande und Spanien. Die Studie kann hier abonniert bzw. abgerufen werden.

Weekly Snap: EventDB v2 out, Puppet Course up & OSDC 2011 sold out

28 March – 1 April turned over the month with a new release of EventDB, a Puppet training course, a sold out OSDC and an Icinga Facebook extension to mark the 1st April day.
Jannis released EventDB version 2.0 with a wealth of new features in performance, scalability and user friendliness. Now in the form of an Icinga cronk for both the new Icinga Web and Classic Web, EventDB has its own database and enables separation in the connections of read and write functions to handle greater loads. In the cronk, events can be filtered freely to be viewed by host, messages or applications etc. making it even more convenient for admins to use. The plugin now also features status tagging of multiple facilities and various levels of severity. To top it off, it too supports IPv6 and IPv4. Download EventDB v2 from netways.org or our git.
From the events team, Rebecca gave us details on the upcoming Puppet training course on 24 -26 May. From configuration and understanding the resource abstraction layer to meta-parameters, dependencies and events, students will leave the course fully prepared to run their own Puppet systems. The course package includes 3 nights accommodation, catering, course materials and a complementary laptop in class. To take advantage of greater automation in your configuration management, register at our training center.
On the topic of registrations, Manuela closed the door on those to the OSDC 2011 which sold out with 100 guests. For those who missed out this year, we hope to see you in 2012 on 25 -26 April.
Finally, no start to April is complete without a good trick – this year with a new extension ‘Social 4 Icinga’, integrating Facebook into Icinga monitoring.

Facebook Integration für Icinga released

Zur Zeit haben unsere Kollegen im Development alle Hände voll zu tun. Nachdem wir bereits gestern eine neue Version der EventDB released haben, stellen wir schon heute das nächste Monitoring AddOn vor: Social4Icinga ist ein Erweiterungsmodul, dass eine vollständige Integration jeder internen Monitoring Lösung mit Facebook aber auch anderen sozialen Netzwerken ermöglicht. Das AddOn rüstet eine Vielzahl spannender, aber bisher fehlender social Funktionen in Icinga nach. Die wichtigsten, im aktuellen Release enthaltenen Features sind:

Network Locations

Check In im Rechenzentrum


Location based Apps wie Foursquare oder Facebook Places sind soziale Dienste, die es einem erlauben mit einem GPS-fähigen Mobiltelefon in echten Örtlichkeiten einzuchecken. Je nach Location oder Verlauf der Checkins, erhalten die User dabei unterschiedliche Punkte oder Awards, die auch in einer Art Highscore abgebildet werden. Unser neues AddOn koppelt diese Funktionalität über eine bidirektionale API nun mit Icinga und damit dem kompletten Monitoring System und Netzwerk Management. Das ermöglicht eine völlig neue Art des Remote Managements und jeder Admin kann kann über Foursquare oder Facebook in seinem Rechenzentren oder sogar in einzelnen Racks einchecken ohne wirklich vor Ort sein zu müssen. Aber auch der umgekehrte Weg steht offen. Selbst wenn man eigentlich noch arbeitet kann man schon via Icinga in seiner Lieblingskneipe einchecken.
Besonderes Highlight der Software ist dabei der ausgeklügelte Punkte-Mechanismus. User erhalten nämlich umso mehr Punkte für einen Check-In, je mehr Fehlerzustände am aktuellen Ort gerade vorhanden sind. Checkt ein Admin beispielsweise in einem RZ ein, indem das SAN System ausgefallen ist, erhält er deutlich mehr Punkte, als wenn nur das letzte Backup nicht sauber durchgelaufen ist. Durch diesen Algorithmus sollen die Admins trainiert werden, sich vorrangig um wichtige Probleme zu kümmern. Vorgesetzte können über eine eigene API den Punktestand ihrer Mitarbeiter vor dem nächsten Personalgespräch bequem in ein Excel Sheet exportieren und so selbst einfache Zusammenhänge noch komplexer visualisieren.

Share, Likes & Tagging

Integration des Facebook Like Buttons in Icinga Web.


Eine der wichtigsten Funktionen aller sozialen Netzwerke sind Statusmeldungen sowie die dazugehörenden Likes (“Gefällt mir”) und natürlich Kommentare von Freunden, Kollegen oder anderen Personen des Social Circles. Diese Funktion steht nun auch innerhalb von Icinga zur Verfügung. Jeder kritische Systemzustand erhält automatisch einen entsprechenden Facebook Like-Button, mit dem man seinen Gefallen an diesem Problem ausdrücken kann. Gleichzeitig wird angezeigt wie viele Kollegen ebenfalls von dieser Fehlermeldung begeistert sind. Allerdings können nur Fehlerzustände geliked werden, was Hauptentwickler Eric Lippmann wie folgt erklärt: “Wir haben mit vielen Admins gesprochen und festgestellt, dass OK Meldungen eigentlich niemanden interessieren und deswegen natürlich auch von niemandem gemocht werden. Aus Usability Gründen, zeigen wir deswegen den Like Button dann gar nicht erst an. Wirklich spannend sind doch nur Fehlerzustände und da steht jeder Admin drauf. Hat man mir zumindest so gesagt, oder sehe ich da was falsch?”

Direkte Integration der Fehlermeldungen in den Activity Stream auf Facebook.


Sobald man als User einen Fehler geliked hat, kann man anschließend auch einen Kommentar dazu abgeben und beispielsweise alle Schuld von sich weisen. Sämtliche Likes und natürlich auch die entsprechenden Kommentare werden voll in das jeweilige Facebook Profil integriert und auch im Activity Stream aller Facebook Freunde entsprechend angezeigt, so dass sich auch interessierte Personen ausserhalb der eigenen Organisation ein Bild machen können. Auch Firmen können diese Funktionalität nutzen und so auf Ihren Facebook Seiten interne Missstände noch wesentlich transparenter kommunizieren.
Bei den eigenen Kollegen wird sich vor allem das neue Tagging Feature besonderer Beliebtheit erfreuen. Damit kann man jedem Fehler gleich die entsprechende verantwortliche Person zuweisen und diese entsprechend öffentlich markieren, beziehungsweise bloßstellen. Einer der Admins aus der Betaphase freut sich: “Klar war es ärgerlich, dass ich am Anfang so oft wegen technischer Probleme auf meinen Linux Servern markiert wurde, aber nachdem die Kollegen aus der Windows Abteilung auf Vista umgestellt hatten, hab ich mir als erstes einen Bot geschrieben, der die Kollegen automatisch taggt. Ohne den wäre ich sonst gar nicht mehr zum Arbeiten gekommen.”

Volle Integration als Facebook App & Icinga Dashboard

Noch weiter geht die komplette Integration  von Icinga als Facebook App. Wie wir festgestellt haben, bereitet die Installation des neuen Icinga Webinterface trotz vieler Verbesserungen immer noch Probleme. Da sie es gewohnt sind, selbst riesige Datenmengen in Flatfiles zu speichern, scheitern sie oft an der Installation der notwendigen Datenbank. Deswegen steht Icinga seit heute auch als Facebook App zur Verfügung. Diese lässt sich innerhalb von Facebook mit nur einem einzigen Klick in wenigen Sekunden installieren. Jeder Admin, der sich statt auf seinen internen Systemen lieber bei Facebook rumtreibt wird diese Option zu schätzen wissen. Schließlich muss er nun Facebook so gut wie gar nicht mehr verlassen und kann auch komplexe Monitoringaufgaben direkt auf der Facebook Website lösen oder sich von seinen Freunden helfen lassen. Und er wird nicht von einem komplizierten Webinterface abgelenkt, sondern bewegt sich in seinem vertrauten Terrain.
Doch die Integration ist auch in der umgekehrten Richtung möglich. Alle wichtigen Facebook Funktionen lassen sich nach der Installation von Social4Icinga direkt in der neuen Icinga Weboberfläche aufrufen. Neben Statusmeldungen lassen sich auch lustige Bilder, Fotos und Videos mit den anderen Nutzern teilen, selbst über Unternehmensgrenzen hinweg. Und auch das Facebook Benachrichtigungssystem wurde in Icinga integriert. Dadurch entsteht ein einziger Strom aus Neuigkeiten, lustigen Witzen, Fehlermeldungen und Youtube Videos, die so wesentlich einfacher zu verarbeiten sind. Selbstverständlich werden alle Events mit einer Priorität versehen, so dass der engagierte Admin keine Statusmeldungen mehr verpasst nur weil angeblich wichtige Server gerade nicht erreichbar sind.

Auch Facebook freut sich über die neue Integration, da sie völlig neue Werbe- und Vermarktungsmöglichkeiten eröffnet. Zu allen Fehlermeldungen werden in Facebook gleich passende Angebote von zahlungskräftigen Hard- und Softwarehersteller eingeblendet. Wenn Ihr Monitoring beispielsweise Probleme mit einem DELL Server meldet, werden umgehend passende Angebote von Fujitsu angezeigt. Die Fehlermeldungen von check_disk sollen angeblich schon exklusiv von einem Festplattenhersteller gebucht worden sein. Besonderes Interesse hat auch Microsoft angemeldet, die bei Linux Problemen Werbung für Windows Server 2008 schalten wollen und bereits alle 4 Einblendungen reserviert haben.
Das AddOn kann wie bei uns üblich als GPL lizensierte Software auf unserer AddOn Seite netways.org heruntergeladen werden. Ein Plugin check_farmville ist ebenfalls Bestandteil des Tarballs. Über jegliche Verbesserungsvorschläge zu diesem AddOn freuen wir uns sehr.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Hej ho, let's go – neues aus der Marketing Ecke zum Thema Social Networking

Die Zahlen sind verblüffend: Mit derzeit mehr als 7,5 Millionen aktiven Unique-Nutzern je Monat betreiben nun auch in  Deutschland Unternehmen und Agenturen Social Networking via Facebook. Wer jetzt nicht auf den  Zug aufspringt verpasst ihn.

Einen interessanten Artikel mit einigen Tipps wie der Einstieg zu Facebook bestmöglich gelingt habe ich neulich von Andreas Bersch (Geschäftsführer der Xihit Solutions GmbH in Berlin) gelesen, der folgende Tipps zur Facebook Nutzung gibt:

– Fanpage für den Dialog
In jedem Fall eine Fanpage einrichten, wodurch die Präsenz der eigenen Marke auf Facebook beginnt.

– Fans gewinnen
Mitarbeiter und Freund für die Fanpage gewinnen  und dadurch schnell die ersten 100 Fans zählen. Die Fanpage sollte in die komplette Online- und Offlinekommunikation eingebunden sein.

Bei der NETWAYS Facebook Page könnt ihr hier Fan werden. 🙂

– Fans begeistern
Menschen werden Fans weil Sie sich für etwas begeistern und die Marke mögen. Also Fans ernst nehmen und verwöhnen!

– Fanpage gestalten
Die Fanpage kann durch eine sog. Anwendung angepasst werden. Eine Symbiose von Seite und Anwendung sollte das Ziel sein.

– Gewinnspiele gestalten
Für Gewinnspiele ist auch eine Anwendung nötig. Gewinnspiele können Sie z.B. durchführen, um Fans zu gewinnen.

– Anzeigen schalten
Mit Mediabudget geht es schneller – von Facebook werden zwei verschiedene Anzeigenformen zur Verfügung gestellt.

– Facebook ernsthaft betreiben
Facebook nicht als Spielzeug auffasssen sondern ernst nehmen! Schon jetzt nutzen mehr als 350 Millionen Menschen Facebook weltweit. Facebook dominiert das Social Web und generiert heute schon mehr Traffic auf Webseiten als Google.

Mehr zum Thema Social Networking mit Facebook und ein kostenloses E-book zum Thema gibt es bei Andreas Bersch (Geschäftsführer der Xihit Solutions GmbH in Berlin).