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NETWAYS Blog

Kibana Sicherheits-Updates: CVSS:Critical

Und täglich grüßt das Murmeltier. Nein nicht ganz. Heute ist es  aus der Elastic Stack Werkzeugkiste Kibana, für das es ein wichtiges Sicherheits-Update gibt. Es besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf! IMHO auch wenn ihr die „Reporting“ Funktion deaktiviert habt.

Der Link zur Veröffentlichung: Kibana 8.12.1, 7.17.18 Security Update (ESA-2024-04)

Schweregrad: Severity: CVSSv3: 9.9(Critical)

Beschreibung

Die Verwundbarkeit ist ist auf eine Schwachstelle von Google Chrome aus Dezember 2023 zurückzuführen. Da Kibana für die Reporting Funktion eine eingebettete „Chromium headless Verison“ mit sich bringt, ist Kibana von dieser „Heap buffer overflow in WebRTC“ ebenfalls betroffen. Diese Schwachstelle ermöglicht es einem entfernten Angreifer, über eine manipulierte HTML-Seite einen „Heap-Velrust“ auszunutzen.

Dieser Effekt betrifft „on-premises“ Kibana installation auf Betriebsystemen die „Chromium Sandbox“ abgeschaltet haben. Diese sind CentOS, Debian, RHEL.

Es betrifft auch Instanzen welche mit dem Kibana Docker betrieben werden, wenn „Chromium Sandbox“ wie explizit empfohlen abgeschaltet ist. Jedoch gilt hier, dass eine „Container Escape“ nicht möglich ist, da es durch „seccomp-bpf“ unterbunden wird. Das gilt auch für Kibana Instanzen auf „Elastic Cloud„, für „Elastic Cloud Enterprise (ECE)„, wobei hier das weitere Vordringen zusätzlich zum „seccomp-bf “ mit „AppArmor profiles“ verhindert wird.

Für Kibana Instanzen welche auf „Elastic Cloud on Kubernetes“ laufen, ist um das weitere Vordingen (Container Escape) durch „seccomp-bf“ zu verhindern, dieses entsprechend in Kubernetes zu konfigurieren (wird seit V1.19 unterstützt).

Betroffene Versionen

  • Kibana bis 7.17.17
  • Kibana bis 8.12.0

Handlungsablauf zur Abhilfe

  • Dringend Update auf Version 8.12.1 oder Version 7.17.18
    • Dabei ist aber auch an die Elasticsearch Version zu denken
  • Sollte Kein UPDATE möglich sein, dann sollte die „Reporting“ Funktion dringend abgeschalten werden
    vi /etc/kibana/kibana.yml
    ...
    xpack.reporting.enabled: false

     

Anmerkung der Redaktion

Hier ist ein handeln Empfohlen. Der Hersteller hat die Schwachstelle erkannt und öffentlich bekannt gegeben, begleitet von Handlungsempfehlungen zur Behebung. Wir haben dies festgestellt und möchten euch mit diesem Beitrag bei der Erkennung und der damit verbundenen Möglichkeit zum Handeln unterstützen. Wenn Ihr unsicher seit, wie ihr reagieren sollt und Unterstützung benötigt, wendet euch einfach an unser Sales-Team. Das Team von Professional Services unterstützt euch gerne.

Daniel Neuberger
Daniel Neuberger
Senior Consultant

Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und Tätigkeit als Systemadministrator kam er 2012 zum Consulting. Nach nun mehr als 4 Jahren Linux und Open Source Backup Consulting zieht es ihn in die Welt des Monitorings und System Management. Seit April 2017 verstärkt er das NETWAYS Professional Services Team im Consulting rund um die Themen Elastic, Icinga und Bareos. Wenn er gerade mal nicht um anderen zu Helfen durch die Welt tingelt geht er seiner Leidenschaft für die Natur beim Biken und der Imkerei nach und kassiert dabei schon mal einen Stich.

CVSS:Medium: Elastic Sicherheits-Updates gleich für drei Produkte

Gleich drei Sicherheits-Updates für drei verschiedene Produkte wurden von Elastic veröffentlicht. Alle drei haben den Schweregrad  Medium. Jedoch ist es Ratsam die Updates durchzuführen. Folgend eine kurze Zusammenfassung je Produkt.

Link: APM Server 8.12.1 Security Update (ESA-2024-03)

Solltet Ihr in Elasticsearch aktiv das Application performance Feature nutzen und einen eigenen lokalen APM Server betreiben, dann ist ein Update ratsam. Dies Betrift nur die selbst betriebene APM binary Server Varianten nicht die Elastic APM Integration des Agent.

Beschreibung

Der APM-Server schreibt bei Fehlermeldungen welche einen Indizierungsfehler (das schreiben von Dokumenten in den Index) betreffen, Teile des dazugehörigen Dokumentes mit in die lokale Log-Datei. Dies kann dazu führen das Schützens werte Informationen (z.B Entitäten z.B von Applikations-Nutzern) lokal lesbar in der Datei geschrieben sind.

Betroffene Versionen

  • APM Server <8.12.1

Abhilfe

  • Aktualisierung des lokal betriebenen APM-Server auf Version 8.12.1
  • Aufspüren von sensiblen Informationen in den Logs:
    • Beispiel unter Linux mit Standard Log-Einstellungen:
      grep -Hrn "Preview of field's value:" /var/log/apm
    • sollte es Treffer geben ist die Log-Datei am besten zu rotieren und danach zu löschen.

Link: Kibana 8.12.1 Security Update (ESA-2024-01)

Beschreibung

Solltet hier die Detection Search Engine nutzen und verfügt über eine Subskription die es euch ermöglicht die Document-level (DLS) oder Field-Level (FLS)= basierten Berechtigungen zu nutzen, dann solltet Ihr hier handeln. Denn Benutzer welche Berechtigt sind die Indices für Alarmierungen über die Kibana-Api zu nutzen (Webfrontentd) könnten bei der Abfrage der entsprechenden Indices „.alerts-security.alerts-{space_id} mehr angezeigt bekommen als diese sehen dürften. Grund ist das die Engine diese einfach ignoriert. Bedeutet wenn ein Benutzer mit Berechtigungen auf Basis von DLS und FLS diese API abfragt, bekommt er Zugriff auf Informationen die er nicht sehen sollte.

Betroffene Versionen

  • Kibana 8.x bis zu <8.12.1

Handlungsablauf zur Abhilfe

  • Aktualisierung auf Version 8.12.1
    • Vorsicht es empfiehlt sich immer Elasticsearch und Kibana auf gleicher Version zu halten. Somit kann hier auch ein Update von Elasticsearch anstehen, was mit einem Rolling Restart verbunden ist.

Link: Elastic Network Drive Connector 8.12.1 Security Update (ESA-2024-02)

Beschreibung

Der Elastic Network Drive Connector ist ein Werkzeug welches bei Verwendung der Enterprise Search zum Einsatz kommt (Subskription Funktion). Hier kann der Benutzer auf Dokumenten Ebene trotzdem Dokumente sehen, welche Ihm explizit zum lesen und schreiben nicht zugeordnet sind. Somit kann der Benutzer Dokumente, auf die er nicht zugreifen kann und sollte, trotzdem sehen.

Betroffene Versionen

  • Elastic Network Drive Connector  <8.12.1

Handlungsablauf zur Abhilfe

  • Aktualisierung auf Version 8.12.1

Anmerkung der Redaktion

Hier ist ein handeln Empfohlen. Der Hersteller hat die Schwachstelle erkannt und öffentlich bekannt gegeben, begleitet von Handlungsempfehlungen zur Behebung. Wir haben dies festgestellt und möchten euch mit diesem Beitrag bei der Erkennung und der damit verbundenen Möglichkeit zum Handeln unterstützen. Wenn Ihr unsicher seit, wie ihr reagieren sollt und Unterstützung benötigt, wendet euch einfach an unser Sales-Team. Das Team von Professional Services unterstützt euch gerne.

Daniel Neuberger
Daniel Neuberger
Senior Consultant

Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und Tätigkeit als Systemadministrator kam er 2012 zum Consulting. Nach nun mehr als 4 Jahren Linux und Open Source Backup Consulting zieht es ihn in die Welt des Monitorings und System Management. Seit April 2017 verstärkt er das NETWAYS Professional Services Team im Consulting rund um die Themen Elastic, Icinga und Bareos. Wenn er gerade mal nicht um anderen zu Helfen durch die Welt tingelt geht er seiner Leidenschaft für die Natur beim Biken und der Imkerei nach und kassiert dabei schon mal einen Stich.

Achtung Handlungsbedarf: Kibana schreibt sensitive Benutzerinformationen im Log mit

Kibana Insertion of Sensitive Information into Log File (ESA-2023-25)

Und erneut wurden in den Kibana-Logs in bestimmten Fehlerfällen sensible Informationen gefunden. Wir empfehlen dringend ein Update auf Kibana 8.11.1. In diesen Fällen werden Anmeldeinformationen des Benutzers „kibana_system“, API-Schlüssel und Anmeldedaten von Kibana-Endnutzern in das Log geschrieben.

Hier der Post zum CVE ESA-2023-25

Betroffene Versionen

Kibana nach 8.0.0 und vor 8.11.1

Nicht betroffene Versionen

Kibana Versionen 7.x.x

Schweregrad : 9,0 (Critical)

Handlungsablauf

Es besteht also bereits Handlungsbedarf. Im Folgenden wird ein möglicher Handlungsablauf beschrieben:

  • Aktualisierung von Kibana auf  8.11.11
  • Identifizieren ob ihr betroffen seit. Genau beschrieben hier
    • Beispiel für eigene Elastic Stack Instanz mit Stack Monitoring:
      message: ("headers" AND "x-elastic-product-origin" AND "authorization")

      gesucht mit Verwendung des Agents in „logs-kibana.*-default“ oder bei Verwendung des Filebeats „filebeat-{version}“

  • Beheben der Schwachstelle (Remediation Actions) . Beispiel eigene Instanz:
    • Rotation des Passwords für den User „kibana_system“ mittels API oder Passwort-Reset Tool
      bin/elasticsearch-reset-password -u kibana_systems
      curl -X POST "localhost:9200/_security/user/kibana_system/_password?pretty" -H 'Content-Type: application/json' -d'
      {
        "password" : "new_password"
      }
      '
      
    • Für alle Kibana-Endanwender  welche in den Logs gefunden wurden, könnt ihr die Kibana UI oder die Change passwords API wie oben beschrieben verwenden.

Für alle weiteren Varianten wie ECE, ECK und Elastic Cloud findet ihr alles genauer beschrieben unter den Punkten Identification and Remediation of credentials in logs und Remediation Actions

Hinweis

Es gilt auch hier ist eine Aktualisierung von Elasticsearch auf die Version 8.11.1 empfohlen. Bei jeder Aktualisierung gilt wie immer Release Notes lesen und „Breaking Changes“ beachten.

Anmerkung der Redaktion

Wo gehobelt wird , da fallen auch Spähne

Deshalb ist Handeln erforderlich. Der Hersteller hat die Schwachstelle erkannt und öffentlich bekannt gegeben, begleitet von Handlungsempfehlungen zur Behebung. Wir haben dies festgestellt und möchten euch mit diesem Beitrag bei der Erkennung und der damit verbundenen Möglichkeit zum Handeln unterstützen. Wenn Ihr unsicher seit, wie ihr reagieren sollt und Unterstützung benötigt, wendet euch einfach an unser Sales-Team. Das Team von Professional Services unterstützt euch gerne.

Daniel Neuberger
Daniel Neuberger
Senior Consultant

Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und Tätigkeit als Systemadministrator kam er 2012 zum Consulting. Nach nun mehr als 4 Jahren Linux und Open Source Backup Consulting zieht es ihn in die Welt des Monitorings und System Management. Seit April 2017 verstärkt er das NETWAYS Professional Services Team im Consulting rund um die Themen Elastic, Icinga und Bareos. Wenn er gerade mal nicht um anderen zu Helfen durch die Welt tingelt geht er seiner Leidenschaft für die Natur beim Biken und der Imkerei nach und kassiert dabei schon mal einen Stich.

Kibana Security Issue – Update für v8.10.0 erforderlich

Aktuelle Sicherheitslücke in Kibana Version 8.10.0

In der Nacht erreichte uns eine E-Mail von Elastic über eine Sicherheitslücke im Logging von Kibana (ESA-2023-17)  in Version 8.10.0. Im Log werden vertrauliche Informationen wie zum Beispiel Benutzernamen und Passwörter bei Authentifizierung sowie Cookies und Header im Klartext in die Kibana Log-Datei geschrieben. Es wurde bereits eine neue Version 8.10.1 veröffentlicht und 8.10.0 aus den Repositories gelöscht.

Aber was bedeutet das für euch?

EC (Elastic Cloud)

Elastic hat hier bereits alle Kundensysteme auf Version 8.10.1 aktualisiert. Trotzdem ist es notwendig die empfohlenen Handlungen wie in der Veröffentlichung von Elastic beschrieben durchzuführen. Ebenso wurden die Logs rotiert und gelöscht.

  • Internal Credentials rotiert und neu erstellt
  • End User Passwörter neu vergeben im Kibana

Self-Managed

Hier seid ihr gefragt. Es reicht nicht nur ein Update auf Version 8.10.1 durchzuführen, sondern es sind noch weitere Schritte erforderlich:

  • Logs kontrollieren, gegebenenfalls löschen (default: „/var/log/kibana/kibana.log„)
  • kibana_systems native user Passwort ändern (Zur Anleitung)
  • API-Tokens, sofern verwendet, aktualisieren (Zur Anleitung)
  • End User Passwörter im Kibana sowie für APIs neu vergeben

Handlungsbedarf besteht!

Wenn Ihr Kibana Version 8.10.0 verwendet, dann besteht dringender Handlungsbedarf. Wenn ihr euch nicht sicher seid wie Ihr Vorgehen sollt und Unterstützung benötigt, dann meldet euch direkt bei uns. Wir von NETWAYS helfen euch beim Update und der Analyse der bestehenden Logs.

Daniel Neuberger
Daniel Neuberger
Senior Consultant

Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und Tätigkeit als Systemadministrator kam er 2012 zum Consulting. Nach nun mehr als 4 Jahren Linux und Open Source Backup Consulting zieht es ihn in die Welt des Monitorings und System Management. Seit April 2017 verstärkt er das NETWAYS Professional Services Team im Consulting rund um die Themen Elastic, Icinga und Bareos. Wenn er gerade mal nicht um anderen zu Helfen durch die Welt tingelt geht er seiner Leidenschaft für die Natur beim Biken und der Imkerei nach und kassiert dabei schon mal einen Stich.

Elasticsearch: Herzstück des Elastic Stack

Nachdem wir uns im letzten Blogpost den Elastic Stack im Allgemeinen angesehen haben, wollen wir uns heute auf den Teil Elasticsearch konzentrieren. Gerade zum Thema Elasticsearch gibt es aufgrund der Mächtigkeit des Tools eine Vielzahl an Fakten und Features.

Wie im Titel schon erwähnt, ist Elasticsearch das Herzstück des Elastic Stack. Elasticsearch ist eine Such- und Analytics-Engine, die als Kernaufgabe die Speicherung der (Log-)Daten übernimmt. Im Vordergrund stehen hier die hohe Performanz, die Relevanz von Daten kann granular geregelt werden und ein Elasticsearch Cluster kann problemlos skaliert werden.

 

Features von Elasticsearch

  • Suchanfragen sind kombinierbar – egal, ob strukturiert oder unstrukturiert. Suchparameter können selbst gesetzt werden, als Beispiel Metriken oder Geodaten. Hier kann aber indviduell angepasst werden.
  • Volltextsuche und Verstehen von Tippfehlern
  • Ranking von Suchergebnissen – nach individueller Definition können Suchergebnisse sortiert werden, z. B. nach Datum, Beliebtheit, Häufigkeit des Auftretens von Begriffen. Die Einstellungen für diese Rankings können auch per Funktion definiert werden.
  • Analysieren von Milliarden von Logfiles – mit Hilfe von Aggregationen kann mehr als nur eine Facette dargestellt werden. Die Analyse ermöglich das Erkennen von Zusammenhängen, Mustern und Trends sowie einen regelmäßigen Überblick.
  • Hohe Performance – jedes Log File wird mit einem Index versehen. Daten werden automatisch auf den Nodes verteilt, um ein perfektes Balancing zu erreichen.
  • Skalierbarkeit – vom One-Node-Setup im Testumfeld hin zur Produktivumgebung. Hier muss nichts neu aufgesetzt werden, sondern es wird skaliert durch das Hinzufügen von Nodes. Konfigurationen werden im Cluster automatisch verteilt. (Elastic empfiehlt für Produktivumgebungen mindestens drei Nodes)
  • Cluster-übergereifende Replikation – hier wird in einer verteilten Umgebung gearbeitet, so dass der Cluster und die darin enthaltenen Daten auch bei Hardware- oder Netzwerkausfall verfügbar sind. Auch kann jederzeit ein Hot Backup einspringen.
  • Elasticsearch Node weg? Der Cluster erkennt dies und erstetzt den verschwundenen Knoten mit einer Replika.

 

Ein sehr interessanter Aspekt ist auch, dass das Alternativprodukt Graylog auch auf Elasticsearch aufbaut. Das heißt, wer sich mit Elasticsearch auskennt, kann gleich zweimal punkten! Woher Ihr das Wissen bekommt? Natürlich von uns!

Über unsere Website könnt Ihr direkt Schulungen buchen für Elastic, aber auch für viele andere Produkte wie Graylog oder Icinga 2. Solltet Ihr Euch unsicher sein oder weitere Infos benötigen, dann kontaktiert einfach unsere Kollegen über events@netways.de.

Wer kurzfristig was lernen möchte, dem empfehle ich unsere Webinare. Hier findet hier auf unserer Website die bereits gehaltenen Webinare sowie Ankündigungen für neue. Insbesondere haben wir kürzlich Webinare zum Thema Elastic hinzugefügt.

Wir haben Euer Interesse an Elasticsearch und dem Elastic Stack geweckt? Ihr wollt vielleicht wissen, ob die Tools als Lösung für Eure Use Cases in Frage kommen? Dann kommt einfach auf uns zu! Wir sind erreichbar unter sales@netways.de oder über unser Kontaktformular.