Windows und Remote Verbindungen – die 2.

windows-mac-or-linuxVor langer, langer Zeit (zumindest im IT Wesen), hatte ich einmal über die Verwaltung verschiedener Remote Verbindungen unter Windows geschrieben und Achim hat im Gegenzug eine Erklärung für Linux zusammengetragen. Seit dem hat sich einiges geändert und es gibt auch immer was neues, aber im Bereich der Verbindungs-Verwaltung scheint der Trend zu stagnieren. Der Fork mRemoteNG oder Tools wie Terminals scheinen einen Punkt erreicht zu haben, wo alle Bedürfnisse erreicht sind. Letzte Aktivitäten/Updates sind zumindest länger her, aber sie laufen ohne Probleme. Alternativen unter Windows per SSH lassen sich z.B. via PowerShell derzeit realisieren, falls jemand nativ in der PS unterwegs ist.
Man muss und kann also gespannt in die Zukunft schauen und evtl. sogar hoffen, dass sich irgend wann einmal ein Protokoll auf allen Systemen durchsetzt. SSH z.B. kommt unter Windows auch immer stärker zum Einsatz und wäre ein Kandidat hierfür, lassen wir uns überraschen.

Multitab Remoteverbindungs-Manager

mRemote
Als ich letztens temp. von Linux auf Windows umstellen musste, waren die ersten Tage als Administrator doch sehr mühsam. Immer wieder das Putty auf machen, RDP vorbereiten und Co. Dazu fehlte mir die gewohnte Tab-Umgebung einer einfachen Linux Shell und deren Struktur zur Ordnung der ganzen Verbindungen. Nach ein paar Tagen hat mich das ganze dann so gestört, dass ich mich nach Alternativen umgeschaut habe. Denn das muss doch auch unter Windows irgendwie einfach unter einen Hut zu bekommen sein – und am besten auch kostenlos.
Fündig wurde ich dann bei einem eigentlich sehr alten Tool, welches sich mRemote nennt. Es bietet Windows Usern auf einer Open-Source Basis die Möglichkeit, gleich eine ganze Fülle von Verbindungsarten zentral zu Verwalten und zu Steuern. In der letzten freien Version werden folgende Protokolle unterstützt : RDP, VNC, ICA, SSH, Telnet, HTTP/S, Rlogin und Raw. Zus. bietet es auch einen integrierten Dateitransfer über SCP/SFTP an – also an sich eine Verbindung vieler Aufgaben in einem Programm.
Sehr zu erwähnen ist die Art und Weise, mit der man die ganzen Verbindungen Ordnen kann. Es gibt z.B. die Möglichkeit Verbindungen zu einer bestimmten Gruppe zusammenzufassen und diese dann in einem eigenen Sub-Tab zu betreiben. Diese wiederum kann man sogar an verschiedene Bereiche eines Bildschirms docken oder auf mehrere Monitore auftrennen und jederzeit frei verschieben. Experimentell kann man sogar die ganzen Verbindungen in einer Datenbank speichern um so die Verwaltung noch zu vereinfachen.
Die Erwähnung als ‘letzte freie Version’ bezieht sich auf eine Zusammenlegung von mRemote mit dem Remote Desktop von visionapp. Neuer Features und Funktionen werden dann seit 2009 in einer kommerziellen Lösung weiter betrieben. Für Administrator, welche fest unter Windows arbeiten sicher ein nicht ganz unnützliches Tool. Und die Lizenzkosten halten sich auch auf einem sehr niedrigen Niveau.