Die OSMC wird 10 – OSMC 2015 – Tag 2

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Diese Jahr jährt sich die OSMC zum 10. Mal. Damit haben sich einige Standards etabliert wie die Intensiv-Workshops am Vortag, die wie immer gut besucht waren. Das Abendessen für die am Vortag Anreisenden bei dem Freundschaften gepflegt werden und schon eifrig gefachsimpelt wird.
Und natürlich die übliche herzliche Begrüßung durch Bernd zum offiziellen Auftakt! Zum 10jährigen gab es Feuerwerk (Ja, es wurden nicht die Kosten gescheut für ein Tischfeuerwerk), Nostalgie-Bilder und für die drei Stammgäste, die bei jeder der 10 Konferenzen dabei waren, ein entsprechendes Danke schön aus T-Shirt und die Einladung zu Bernds Lieblings-Schaschlik auf dem Nürnberger Christkindlmarkt.
Aber auch einige Neuerungen und Überraschungen wird es geben, dazu dann aber wohl mehr im morgigen Blogpost nach der Abendveranstaltung und vom Hackaton der dieses Jahr zum ersten Mal den vierten Tag bildet.
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Als ersten Vortrag habe ich dann “Grafana and the Future of Metrics Visualization” von Torkel Ödegaard gelauscht. Dieser gab einen guten Überblick und eine Live-Demo zu Grafana, welches auch schon bei uns im Blog vorgestellt wurde und wohl das beste Webinterface/Visualisierungstool zu den verschiedensten Timeseries-Databases und somit metrischen Daten darstellt. Dies liegt nicht nur an der einfachen Bedienbarkeit, sondern auch an Funktionen wie Snapshots als Reportmöglichkeit und zukünftigen Plänen zur Integration weitere Lösungen zum Beispiel für Alarmierung.
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Einen Einstieg in den ELK-Stack (Elasticsearch – Logstash – Kibana) gab unser Platz-Elch Thomas Widhalm mit “NYALT – Not yet another Logstash Talk” und hatte dabei volles Haus trotzt parallelem Vortrag von Michael Medin. Besonders interessant waren die Gründe für den Einsatz gestaffelt in Warum?, Warum nicht nicht? und Warum wenn es jemand partout nicht will?. Außerdem kann Thomas aus vielen verschiedenen Kundenprojekten schöne Praxisbeispiele und -tipps geben. Nachdem ich diese nicht alle hier unterbringen kann, muss ich um Geduld bitten bis in ein paar Tagen der Konferenzinhalt online geht.
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Nachdem aller guten Dinge drei sind ging es mit Florian Forster und “collectd’s threshold Plugin and Icinga” in die dritte Vormittagsrunde. Collectd findet sich schon lange auf der Liste an Tools mit denen ich gerne mehr machen würde, weshalb ich mich schon auf den Vortrag gefreut habe. Nach einem kurzen Einstieg kam Florian dann zu dem Threshold-Plugin, das die Benachrichtigungsschnittstelle darstellt, welche dann von den Write- oder Notification-Plugins zur Alarmierung genutzt werden kann. Aus dem Feedback letztes Jahr entstand auch das Notification-Plugin notify_nagios um passive Events in Nagios/Icinga einzukippen.
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Reichlich gestärkt mit gutem Mittagessen ging es weiter mit Werner Fischer zu “Linux Performance Profiling and Monitoring”. Als Teil des Wissenstransfer-Teams von Thomas Krenn ist er mit verantwortlich für den Inhalt in ihrem sehr guten Wiki. Genauso fundiert stellte er in seinem Vortrag die verschiedenen Linux-Boardmittel vor um die Auslastung eines Systems zu analysieren, Metriken zu sammeln und Probleme nachzuverfolgen. Besonders Flamegraph könnte nützlich sein um zu zeigen womit ein Prozess seine Rechenzeit verbringt.
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Als fünfter Vortrag auf der zehnjährigen Konferenz wird auch OMD 5 und Matthias Gallinger liefert die “Best Practices”. Man mag von OMD und seinen Ansätzen halten was man will, allein die Zahl der Nutzer spricht dafür, dass hier gute Arbeit geleistet wird um die verschiedenen Werkzeuge (Nagios/Icinga/Shinken mit Plugins, Addons und weiteren nützlichen Komponenten) zu bündeln.
Wie gewohnt bildete das Icinga-Team den Abschluss des Tages mit “Current State of Icinga” und somit gehörte Bernd mal wieder die Bühne. Ein kurzer Überblick zum Projektstatus bildete den Einstieg mit Neuigkeiten wie dem Partner-Programm und Shop (Hinweis hier: Die Hoodies und T-Shirt sind verkäuflich, nicht Eric). An technischen Neuerungen zeigte Bernd dann den neuen Graphite-Tree um den Zugriff einfacher zu machen, den Debugger, das Studio um graphisch direkt mit der API zu sprechen und natürlich die API selbst! Auch zum Icinga Web 2 gabs entsprechende Erläuterungen und eine Demo. Wer sich Business Process Addon, Nagvis und Pnp4Nagios in Icinga Web 2 anschauen möchte, nimmt sich am besten selbst die Vagrant-Boxen vor. Morgen gibt es dann auch wunderbare Neuigkeiten für alle Freunde graphischer Konfiguration, wenn Tom seinen Vortrag hält.
Den Kopf voll mit all den Neuigkeiten geht es nun wieder wie letztes Jahr mit der U-Bahn zur Abendveranstaltung ins Terminal 90. Auch diesmal haben wir keinen U-Bahn-Pusher, hoffen aber nicht wieder die U-Bahn lahmzulegen. Wenn auch sonst nichts schiefläuft, liest man sich morgen wieder mit weiteren Informationen aus der Welt des Open Source Monitoring!

Dirk Götz
Dirk Götz
Senior Consultant

Dirk ist Red Hat Spezialist und arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting für Icinga, Puppet, Ansible, Foreman und andere Systems-Management-Lösungen. Früher war er bei einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung als Senior Administrator beschäftigt und auch für die Ausbildung der Azubis verantwortlich wie nun bei NETWAYS.

OSMC 2015: Der Countdown läuft – nur noch 49 Tage

Florian Forster gibt heute eine “Introduction into collectd”.

OSMC? Was soll das denn sein und wer sind die netten Menschen in diesen Videos? Die Open Source Monitoring Conference (kurz: OSMC) ist die internationale Plattform für alle an Open Source Monitoring Lösungen Interessierten, speziell Nagios und Icinga. Jedes Jahr gibt es hier die Möglichkeit sein Wissen über freie Monitoringsysteme zu erweitern und sich mit anderen Anwendern auszutauschen. Die Konferenz richtet sich besonders an IT-Verantwortliche aus den Bereichen System- und Netzwerkadministration, Entwicklung und IT-Management. Und die netten Menschen, die Ihr in unseren Videos zur OSMC seht, gehören dazu. 2015 wird die OSMC zum 10. Mal in Nürnberg stattfinden.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.