Lokale Time Machine Snapshots blockieren Speicherplatz

Kürzlich hatte ich den Plan, ein ca. 100GB iPhone Backup zwischenzeitlich auf dem Mac anzufertigen. Meinem Plan stand nach einem kurzen Blick auf den freien Diskspace des Finders eigentlich nichts im Wege, denn dieser zeigte noch 120 GB freien Speicherplatz an. Nachdem sich das Backup aber mit einem bisher unbekannten Fehler verabschiedete, machte ich mich einmal auf die Suche, was mein Mac denn so eigentlich macht.
Ein Kurzer Blick im Terminal bestätigte mir allerdings viel weniger freien Platz auf der Platte, als der Finder es tat. So waren hier nur noch 55 GB frei. Wie kann das sein?
Zunächst einmal öffnet ihr euer Terminal im Mac und gebt folgendes Kommando ein

df -h

Der Mac zeigt nun in aller Regel in der ersten Zeile die Informationen der Mac-Festplatte (Gegenkontrolle Anhand der Size-Spalte) an. In der Spalte Available steht der noch zur Verfügung stehende Speicherplatz. Sollten sich diese Werte im Finder und im Terminal erheblich unterscheiden, macht es Sinn, die Snapshots unter die Lupe zu nehmen.
Warum Snapshots?
Sollte das Time Machine Backup Volume (z. B. wenn man im Urlaub ist) nicht verfügbar sein, fertigt der Mac lokale Snapshots an. Ein solcher Snapshot schützt zwar nicht vor Datenverlust bei einem Hardwareschaden, wohl aber bei unbeabsichtigten Löschen – also die haben schon Ihre Daseinsberechtigung und fertigen zuverlässig auch ohne Backupvolume im Hintergrund eine Art Sicherung an. Normaler Weise gibt der Mac nach und nach die Snapshots frei, wenn er merkt, dass der Platz benötigt wird. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum der Finder die Snapshots von der Kalkulation des freien Speicherplatzes excludiert.
Habe ich auch Snapshots?
Sofern ein Time Machine Backup läuft, wird diese Funktion aktiviert. Allerdings tritt sie nur in Kraft, wenn das Backup-Volume nicht verfügbar ist. Am besten prüft man das kurz über das Mac-Terminal mittels Eingabe des folgenden Kommandos. Es listet alle vorhandenen Snapshots der Primärplatte auf.

tmutil listlocalsnapshots /

Möchte man nun einmal solche Snapshots entsorgen, so lässt sich das mit folgendem Kommando erledigen

sudo tmutil thinLocalSnapshots / 10000000000 4

Kurze Erklärung hierzu: / Bezieht sich wieder auf das soeben ermittelte Volume (also die primäre Festplatte, das braucht man in aller Regel nicht ändern), 10000000000 bezieht sich auf den “purgeamount” also die Menge, in diesem Beispiel sind das 10 GB. Um mehr freizugeben, Zahl auf beliebigen Wert in Byte erhöhen, oder Kommando mehrfach ausführen. Die 4 steht für die “urgency”, also die Dringlichkeit. 1 ist hier die höchste, aber 4 reicht eigentlich auch zum Löschen.
Nachhaltig verhindern, lassen sich lokale Snapshots auf den Apple-Geräten mit folgendem Kommando:

sudo tmutil disablelocal

Alternativ Time Machine nicht mehr nutzen, oder dafür sorgen, dass die Backupvolumes immer verfügbar sind.

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Senior Systems Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

Why you shouldn't miss OSBConf 2018 – #6

Being too busy to worry about backup, is like being too busy driving a car to put on the seatbelt. — T.E. Ronneberg
Don’t miss the latest Backup Solutions! This year’s conference program includes wellknown Backup specialists and their latest findings, such as:
Toshaan Bharvani (VanTosh): „Schroedingers Backup“
Gratien D’haese (IT3 Consultants): „Relax-and-Recover Automated Testing with Bareos“
Daniel Neuberger (NETWAYS): „Restore and Backup Elasticsearch Indices“
Maik Außendorf & Philipp Storz (Bareos): „What’s new in Bareos 18“
To see the whole conference program visit: osbconf.org
 
In 2017 Josef Weingand talked about why Tape is essential for your Backup environment!
Check out his talk!
 

Julia Hornung
Julia Hornung
Marketing Manager

Julia ist seit Juni 2018 Mitglied der NETWAYS Family. Vor ihrer Zeit in unserem Marketing Team hat sie als Journalistin und in der freien Theaterszene gearbeitet. Ihre Leidenschaft gilt gutem Storytelling, klarer Sprache und ausgefeilten Texten. Privat widmet sie sich dem Klettern und ihrer Ausbildung zur Yogalehrerin.

OSBConf Countdown: 7, 6, 5, 4, 3, ….


 

Only one more week till OSBConf!

Only one more week till the great re-defining of software solutions for data backup starts.
Only one more week till Open Source Enthusiasts will sit together in the restaurant DÜX for the opening dinner.
Only one more week till international Backup specialists will meet and exchange great research work for future implementation.
Register now and be part of one inspirational day full of backup and a relaxed dinner and drinks event the evening prior to the lecture day.
Get your ticket here.
 

Open Source Backup Conference | September 26, 2018 | Cologne

 

Julia Hornung
Julia Hornung
Marketing Manager

Julia ist seit Juni 2018 Mitglied der NETWAYS Family. Vor ihrer Zeit in unserem Marketing Team hat sie als Journalistin und in der freien Theaterszene gearbeitet. Ihre Leidenschaft gilt gutem Storytelling, klarer Sprache und ausgefeilten Texten. Privat widmet sie sich dem Klettern und ihrer Ausbildung zur Yogalehrerin.

Why you shouldn't miss OSBConf 2018 – #5

Backup: Do it today or pay tomorrow. — Unknown
What are the attendees’ benefits? Get inspired by experts and new technologies, meet with other backup fellows and benefit from getting to know about new releases and updates.
Svenne Krap talked about Building a backup SaaS on Bareos.
Check out his talk!
 

Julia Hornung
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Why you shouldn't miss OSBConf 2018 – #4

Test your backups to make sure they will get you back up! Because a backup failing is just as bad as failing to backup! — T.E. Ronneberg
What are your benefits as a speaker? Speakers are offered free participation at the conference. Which means that speakers may attend all other presentations and tutorials. The first dinner is on us. Would you like a coke or a sprite with your lunch? Morning and afternoon refreshments are complimentary as well.
Dr. Stefan Vollmar, the head of IT group at the Max Planck Institute for Metabolism Research, Köln talked about Bareos, BEEGFS and GRAU OpenArchive.
Check out his talk!
 

Julia Hornung
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Final call for OSBConf: Grab your ticket!


Open Source Backup Conference | September 26, 2018 | Cologne
Final Call: Get one of our last tickets for OSBConf 2018 and be part of one enjoyable, inspiring day full of backup!
Backup and recovery are an integral part of any data center these days. With the current data explosion, the need for an efficient solution has become critical. The Open Source world offers its own answers to todays challenges. Whether you want to learn what fits best for your company or you already work with these tools and want to get updated on latest developments, OSBConf is the perfect event for you! Besides bringing you deeper into technical aspects OSBConf provides the ideal opportunity for IT professionals to meet, exchange thoughts and establish new connections.
Backup your seat! Register now!

osbconf.org/tickets

Julia Hornung
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Why you shouldn't miss OSBConf 2018 – #3

Having one backup of your important data is a good start, having two is better, but having 3 or more is even better. — T.E. Ronneberg
What is happening in the evening of the conference day? Fun times! Evening events are for all the speakers and participants to enjoy themselves and get to know each other. A great location and a fascinating, relaxing atmosphere ensures effortless socializing and networking. Enjoy your time with fellow backup enthusiasts with a few drinks and traditional local food.
Daniel Neuberger from NETWAYS talked about examining Bareos logs in elastic.
Check out his talk!
 

Julia Hornung
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Why you shouldn't miss OSBConf 2018 – #2

Information is eternal, computers are ephemeral, backup is the savior. — T.E. Ronneberg
Where is OSBConf? Cologne, a 2000 year old city with Gothic architecture in a reconstructed historical center, is the fourth largest city in Germany. Everyone is invited to the Dorint Hotel An der Messe Köln, which is easily reachable by public transportation, only few minutes from the city center.
Take the opportunity to meet the Bareos community in Cologne, join interesting talks and do not miss the presentation of the next Bareos release 18.2.
2017 Maik Außendorf from the dass IT and Philipp Storz co-founder of dass IT talked about Bareos version 17.2.
Check out their talk!
 

Julia Hornung
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Marketing Manager

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Why you shouldn't miss OSBConf 2018 – #1

“If it is worth keeping, it is worth backing up.” — T.E Ronneberg
What is OSBConf? The Open Source Backup Conference allows all backup solution researchers, practitioners and backup lovers to come together to discuss latest developments, convey strategic knowledge and present new studies.
#OSBConf 2017 – Last year Didac Oliveira from Brain updaters, talked about smart GNU/Linux Disaster Recovery management with DRLM & ReaR.
Check out his talk!

 

Julia Hornung
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ReaR mal anders

Bereits vor ein paar Jahren habe ich einen Blogpost zur Disaster Recovery Lösung Relax-and-Recover (kurz: ReaR) geschrieben. Vor Kurzem hatte ich ein Anwendungsbeispiel, in dem ich ebenfalls auf die in vielen Fällen bewährte Lösung zugreifen wollte: Ziel war es, unsere Schulungsnotebooks auch außerhalb des Headquarters nach erfolgtem Training möglichst automatisch auch für nichttechnische Anwender auf den Auslieferungszustand zurück zu setzen. Bisher werden die Notebooks mittels Foreman jedes Mal neu provisoniert, was v.a. einiges an unnötiger Zeit frisst.
Demzufolge lag der Ansatz nahe, das mit ReaR zu lösen. Da ich auf zusätzliche Medien wie USB-Sticks verzichten wollte und das Ganze auch offline funktionieren soll, bleibt nur die lokal verbaute Platte als Speicherort für Rescueimage und Backupdateien übrig. Zudem sollte noch ein Booteintrag für die Rücksetzung erstellt werden. Die ReaR-Konfiguration in “/etc/rear/local.conf” dazu sieht so aus:
OUTPUT=ISO
OUTPUT_URL=file:///backupshare
BACKUP=NETFS
BACKUP_URL=file:///backupshare
GRUB_RESCUE=1

Problem dabei ist, dass die Backupdateien als Archiv (backup.tar.gz) in einer der Partitionen auf der Festplatte (/dev/sdaX) liegen. Beim Wiederherstellungsvorgang löscht ReaR leider standardmäßig alle Laufwerksinformationen und erstellt diese neu, sodass die Backupdateien in dem Fall verloren gehen. Mit dem Parameter PRE_RECOVERY_SCRIPT kann man den Backupshare zumindest mounten und das Backuparchiv in das Filesystem des Rescueimages kopieren.
Ein anderer Ansatz ist die Backupdateien direkt im IOS-Image des Rescuesystems abzulegen, das geht mit folgender Konfiguration:
OUTPUT=ISO
OUTPUT_URL=file:///backupshare
BACKUP=NETFS
BACKUP_URL=iso://backup
GRUB_RESCUE=1

Auch hier zeigen sich allerdings in der Praxis Probleme. Je nach Größe der Backupdateien wächst das ISO-Image dadurch natürlich entsprechend an. Außerdem verwendet das von uns auf den Schulungsnotebooks eingesetzte Betriebssystem, CentOS 7, zum Erstellen des ISO’s in der Standardinstallation genisoimage. Hier besteht eine feste Grenze von 4GB pro Image. Diese lässt sich zwar mit ISO_MAX_SIZE bei ReaR fix konfigurieren, führt aber dazu, dass die Backupdateien im Rescueimage aufgrund des Abbruchs eben nicht vollständig enthalten sind. Indem man genisoimage gegen das nachzuinstallierende xorriso austauscht und den symbolischen Link für mkisofs anpasst, lässt sich die Begrenzung jedoch umgehen. Je nach Größe der Backupdateien macht das allerdings oft nur bedingt Sinn.
In unserem Fall hat sich gezeigt, dass ReaR für das spezielle Anwendungsszenario der lokalen Wiederherstellung von Notebooks leider nicht die ideale Wahl ist, da die Software ursprünglich für andere Anwendungszwecke konzipiert wurde. Die Suche nach der optimalen Lösung dauert daher aktuell noch an…

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.