Weekly Snap: Icinga at Audi, Netcat & Clang

weekly snap29 Jul – 2 Aug turned over a new month by introducing our Icinga project at Audi, our Graphic Designer and alternative tools for data transfer and compiling.
Eva began by counting 85 days to the OSMC with Jens Michelson’s presentation on “Monitoring by extending the Net-SNMP agent”.
She went on to share a little on our ongoing Icinga and LConf project at carmaker AUDI AG as our our Graphic Designer, Daniela introduced herself and her sticky note keeper.
Lastly, Blerim showed how to speed up data transfer over a network with Netcat and Michael recommended Clang as an alternative compiler to GCC.

Umzug mit Audi – von Tivoli nach Icinga mit dem NETWAYS Umzugsservice

Icinga_LConf_AudiAudi ist ein verdammt großes Unternehmen und hat, so rein monitoringtechnisch, nun wirklich viel zu leisten.
Spätestens, wenn sich dann herausstellt, dass das bisherige Monitoringsystem nicht so super ist, wie es sein sollte, hat man dann ein Problem. Mit mehreren tausend Hosts und Services, einen Umzug in geordneter Manier, in ein anderes System zu organisieren, ist schließlich kein entspannter Spaziergang durch den Park. Und was macht man, wenn man einen riesigen, stressigen Umzug vor sich hat, bei dem jede Menge kaputt gehen kann? Genau – man lässt ihn von Profis machen – Menschen, deren Job es ist, für zerbrechliche Gegenstände Luftpolterfolie mitzunehmen und die jeden Umzugskarton vorschriftsgemäß beschriften.
Was Audis Umzug von Tivoli in Icinga angeht, waren wir hier der Profi. Gemeinsam mit dem Audi-Team haben wir LConf – ein LDAP basiertes Konfigurationsmanagement Tool, das die gesamte IT-Umgebung in Baumstruktur darstellt, gebastelt und so den administrativen Aufwand vereinfacht. Das Tool generiert aus über 20.000 Einträgen über Hosts, Services und Contacts, etwa eine halbe Million LDAP queries und LConf sorgt dabei dafür, dass das zentrale Management des gesamten Systems trotzdem von nur zwei Sysadmins abgewickelt werden kann.
LConf und Icinga Web haben wir um benutzerdefinierte Ansichten und Benachrichtigungen ergänzt. Zusätzlich zu den Autorisierungen des Active Directory mit Icinga Web ‘Cronk’ Widgets, gibt es jetzt auch individuell angepasste Ansichten, die jedem Teammitglied genau die passenden Hosts und Services anzeigen.
Wir haben das Ganze dann (natürlich mit der Zustimmung von Audi) unter GPLv2 der Weltöffentlichkeit (also eigentlich der Open Source Community) zur Verfügung gestellt, weil wir nicht nur saugute Umzugshelfer, sondern auch noch total nett sind.
Audi weitet das Icinga Monitoringsystem jetzt auch auf den Standort Győr in Ungarn aus. In den nächsten drei Jahren wird insgesamt voraussichtlich eine Verdopplung der aktuellen Umgebung von 50.000 Services erwartet – und wir helfen dabei natürlich wieder kräftig mit.
Und wer noch viel mehr zu unserer Arbeit bei Audi wissen möchte, der wird hier fündig.

OSMC Ticker: Open Source Monitoring bei AUDI

Gerade eben hat Eric Pfaller von der AUDI AG seinen Vortrag “Erfahrungen bei der Migration einer kommerziellen Monitoringsuite zu Nagios bei Audi” beendet und darin seine Erfahrungen während der Migration von Tivoli zu einer Open Source Lösung geschildert. Das Basismonitoring wird dabei aktuell durch Nagios realisiert, soll aber wegen des neuen Webinterfaces während des Projekts noch auf Icinga umgestellt werden.
Aufgrund der Größe der zu überwachenden Umgebung und einiger liebgewonnener Features der vorher bestehenden Monitoringlösung, hatte das Team einige spannenden Herausforderungen zu lösen: So erfolgt die Konfiguration des Systems zum einen teilweise durch ein GUI Frontend und zum Teil automatisch und scriptgesteuert. Die Konfiguration wird dazu in einer LDAP Datenbank abgelegt und durch das Tool LConf in Konfigurationsdateien für die verschiedenen Softwaretools transformiert. Um die Abfragelast der vielen Checks besser zu handeln kommt der Plugin Wrapper check_cache zum Einsatz, der mehrere SSH Aufrufe in der Unix/Linux Welt in eine einzelne Anfrage aggregiert. Ein wichtiges Feature der alten Lösung war es die Monitoring Agenten zentral updaten  und neue Dateien und Scripts auf die Clients pushen zu können. Eine entsprechene Möglichkeit wurde auch im neuen System wieder geschaffen. Ebenso wurde eine bidirektionale Anbindung an das Helpdesk System Peregrine Service Center wieder realisiert.
Auf Nachfrage berichtet Eric Pfaller noch einige nicht technische Aspekte des Projekts. So haben an der Implementierung hauptsächlich zwei interne Audi Mitarbeiter gearbeitet, die von zwei externen NETWAYS Consultants unterstützt wurden. Bei Bedarf haben noch andere Audi Abteilungen zugearbeitet und unterstützt. Insgesamt sind etwa 400 Manntage intern und extern in die Implementierung der Lösung geflossen. Im Vergleich zu den bisherigen Lizenzkosten vermutlich eine Kleinigkeit.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.