Lokale Time Machine Snapshots blockieren Speicherplatz

Kürzlich hatte ich den Plan, ein ca. 100GB iPhone Backup zwischenzeitlich auf dem Mac anzufertigen. Meinem Plan stand nach einem kurzen Blick auf den freien Diskspace des Finders eigentlich nichts im Wege, denn dieser zeigte noch 120 GB freien Speicherplatz an. Nachdem sich das Backup aber mit einem bisher unbekannten Fehler verabschiedete, machte ich mich einmal auf die Suche, was mein Mac denn so eigentlich macht.
Ein Kurzer Blick im Terminal bestätigte mir allerdings viel weniger freien Platz auf der Platte, als der Finder es tat. So waren hier nur noch 55 GB frei. Wie kann das sein?
Zunächst einmal öffnet ihr euer Terminal im Mac und gebt folgendes Kommando ein

df -h

Der Mac zeigt nun in aller Regel in der ersten Zeile die Informationen der Mac-Festplatte (Gegenkontrolle Anhand der Size-Spalte) an. In der Spalte Available steht der noch zur Verfügung stehende Speicherplatz. Sollten sich diese Werte im Finder und im Terminal erheblich unterscheiden, macht es Sinn, die Snapshots unter die Lupe zu nehmen.
Warum Snapshots?
Sollte das Time Machine Backup Volume (z. B. wenn man im Urlaub ist) nicht verfügbar sein, fertigt der Mac lokale Snapshots an. Ein solcher Snapshot schützt zwar nicht vor Datenverlust bei einem Hardwareschaden, wohl aber bei unbeabsichtigten Löschen – also die haben schon Ihre Daseinsberechtigung und fertigen zuverlässig auch ohne Backupvolume im Hintergrund eine Art Sicherung an. Normaler Weise gibt der Mac nach und nach die Snapshots frei, wenn er merkt, dass der Platz benötigt wird. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum der Finder die Snapshots von der Kalkulation des freien Speicherplatzes excludiert.
Habe ich auch Snapshots?
Sofern ein Time Machine Backup läuft, wird diese Funktion aktiviert. Allerdings tritt sie nur in Kraft, wenn das Backup-Volume nicht verfügbar ist. Am besten prüft man das kurz über das Mac-Terminal mittels Eingabe des folgenden Kommandos. Es listet alle vorhandenen Snapshots der Primärplatte auf.

tmutil listlocalsnapshots /

Möchte man nun einmal solche Snapshots entsorgen, so lässt sich das mit folgendem Kommando erledigen

sudo tmutil thinLocalSnapshots / 10000000000 4

Kurze Erklärung hierzu: / Bezieht sich wieder auf das soeben ermittelte Volume (also die primäre Festplatte, das braucht man in aller Regel nicht ändern), 10000000000 bezieht sich auf den “purgeamount” also die Menge, in diesem Beispiel sind das 10 GB. Um mehr freizugeben, Zahl auf beliebigen Wert in Byte erhöhen, oder Kommando mehrfach ausführen. Die 4 steht für die “urgency”, also die Dringlichkeit. 1 ist hier die höchste, aber 4 reicht eigentlich auch zum Löschen.
Nachhaltig verhindern, lassen sich lokale Snapshots auf den Apple-Geräten mit folgendem Kommando:

sudo tmutil disablelocal

Alternativ Time Machine nicht mehr nutzen, oder dafür sorgen, dass die Backupvolumes immer verfügbar sind.

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Support Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

Schöne bunte Apfelwelt

Ich hab’s getan! Nachdem einige Jahre Windows und viele Jahre Linux auf meinem Arbeitsplatzrechner lief, bin ich nun (freiwillig) zu Mac OS gewechselt. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich möchte mit diesem Blogpost keinen erneuten Glaubenskrieg lostreten, sondern lediglich meine Erfahrungen mit Mac OS X bzw. dem MacBook Pro 2015 der ersten Tage wiedergeben. Meiner Ansicht nach hat jedes Betriebssystem und jede Hardware je nach Einsatzzweck auch seine Daseinsberechtigung.
Beweggründe
Generell ist es uns hier bei NETWAYS frei gestellt mit welchem Notebook bzw. welchem Betriebssystem wir arbeiten möchten, allerdings ist die Geräteauswahl (derzeit) aus nachvollziehbaren Gründen auf Dell, Lenovo und Apple eingeschränkt. Bisher hatte ich ein Dell Latitude E6530, das nun über 3 Jahre auf dem Buckel hat. Als Betriebssystem habe ich Linux Mint eingesetzt. Das Dell an sich hat mir treue Dienste geleistet, ich hatte nie einen Supportfall. Es ist zwar schön wenn man auch außerhalb des eigenen Büros ein großes Display (15,6″) hat, aber im Laufe der Zeit ist mir das Latitude einfach zu klobig und v.a. auch zu schwer geworden. Hardwareseitig bin ich v.a. bei Trainings mit mehreren gleichzeitig laufenden VM’s an die Grenzen gestossen.
Als Betriebssystem auf Linux Mint zu setzen war, rückwirkend betrachtet, vermutlich nicht die beste Wahl. Die Probleme die ich damit hatte treten so oder so ähnlich aber auch bei anderen Arbeitsplatzrechnern mit Linux auf. Brandaktuelle Softwarepakete ziehen u. U. Abhängigkeitsprobleme nach sich, so kam es beispielsweise vor das nach dem Update plötzlich der VPN-Client des Kunden oder der Mailclient (Thunderbird) nicht mehr korrekt funktionierten. Bei zusätzlicher Software stand ich auch oft vor dem Problem das Linux gar nicht unterstützt wurde, allerdings fast immer Windows und Mac OS (Webconferencing, etc.). Auch Unverträglichkeiten mit Beamern sind vielen Linux-Usern bekannt…
Einstieg
macbookpro2015Der große Vorteil von Apple ist das sie die Möglichkeit haben Hard- und Software perfekt aufeinander abzustimmen. Das macht sich beim Betrieb auf alle Fälle bemerkbar, es läuft einfach rund und bringt vieles von Haus auf mit. Zusätzliche Software ist mit ein paar Klicks installiert und Einstellungen schnell angepasst, sobald man sich an das geänderte Fensterkonzept mit Menüleiste und Dock gewöhnt hat. Natürlich merkt man dem aktuellen MacBook Pro auch seine Leistung an, nicht nur (viele) VM’s laufen flüssig, sondern das ganze System und alle Applikationen regieren sehr flott. Dabei gibt das Gerät durch den fehlenden Lüfter keinen Ton von sich. Die 2te Maustaste lässt sich über die Systemeinstellungen zuschalten, daher war für mich die größte Hürde eigentlich die Tastatur. Das geänderte Layout ist, wie ich finde, v.a. für Umsteiger gewöhnungsbedürftig. So dauert es ein wenig bis das @-Zeichen sitzt oder andere Sonderzeichen wie “|” gefunden werden.
Fazit
Nach der ersten Woche habe ich neben Kundenterminen nun den Großteil meiner bisherigen Umgebung auf das MacBook gezogen und mich mit den meisten Änderungen angefreundet. Das Ganze läuft von Tag zu Tag flüssiger und macht zunehmend mehr Spass. Insgesamt habe ich den Umstieg trotz der anfänglichen Hürden also nicht bereut und einen großen Vorteil hat das MacBook und dessen Zubehör auf alle Fälle: Es sieht einfach verdammt gut aus!

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Wenn der Apfel mal wieder madig ist…

Auch wenn Apple die wohl schönsten Computer baut, so kommt es vor, dass doch ab und an mal ein Zahnrad klemmt.
Da sich NETWAYS mit mir einen ehemaligen Apple-Supportler ins Boot geholt hat (sollte in jeder Firma vertreten sein, wo mehrere Macs am Start sind 😉 ), kennt man bereits die ein oder andere Macke der Geräte und deren schnelle Problemlösung.
Oftmals sind es die komischten Sachen, die in solchen Situationen der Fehlfunktion doch helfen können. Das sind zum einen der PRAM-Reset und der SMC-Reset. Beide Resets ähneln von den Tastenkombinationen eher einer Fingerdehnübung und derer Durchführung und Erfolg scheint auch mehr dubios. Manchmal hilft’s dann aber doch 😉
Nach erfolgreich vollzogenem Beschwörungstanz sollten die Räucherstäbchen nun auch bis zur Hälfte hinuntergebrannt sein, nun kann das Tastendrücken los gehen!
PRAM-Reset:
Hierbei wird der Mac komplett heruntergefahren und anschließend wieder angeschaltet. Dabei sollte er immer am Netzteil sein und das Netzteil in der Steckdose stecken 😉 Anschließend werden die Tasten P, R, ALT und CMD gedrückt (und sie bleiben weiterhin gedrückt) bevor der allseits bekannte Startton erklingt. Man verharrt nun in dieser Position so lange, bis der Ton das dritte mal aus den Lautsprechern schallt. Danach können die Tasten gelöst werden und der Mac fährt nun wie gewohnt hoch.
SMC-Reset:
Hierbei wird ebenfalls der Mac heruntergefahren und an seiner Stromversorgung angeschlossen. Bei diesem Ritus müssen die Tasten CTRL, ALT und Shift gedrückt werden und dann wird der PowerButton gedrückt und es muss wieder in dieser Position mindestens 20 Sekunden gewartet werden. Danach alle Tasten lösen und den Rechner wie gewohnt anschalten.
Safe-Boot:
Das kennt man. Wohl noch von Windows 95 und seinen abgesicherten Modus. Beim Mac verhält sich das ähnlich.
Zunächst sollte der Stand der Räucherstäbchen kontrolliert werden. Sind sie heruntergebrannt? Nun heißt es schnell sein, Nachschub einlegen!
Glüht das Stäbchen, so kann mit dem Prozedere fortgefahren werden. Hierbei wird wieder der Mac komplett herunter gefahren und im Anschluss mit gedrückter Shift Taste hochgefahren. Das veranlasst den Mac sich auf sein elementares zu besinnen und fährt in den Safe-Mode hoch. Ein kleiner Balken sollte erscheinen (Sollte etwas außerhalb vom Monitor erscheinen, empfehle ich von den Räucherstäbchen in Zukunft Abstand zu nehmen). Dabei werden beim Start diverse Checkroutinen durchgeführt. Ist der Mac nun hochgefahren, fällt auf, dass der grafische Firlefanz nicht mehr so schick aussieht wie zuvor. Das liegt daran, dass nur die wichtigsten Dienste und Treiber geladen wurden. Grafikbeschleunigung zählt leider nicht dazu 🙁
Der Safe-Mode ist ganz nützlich, wenn das System unter normalen Umständen nicht mehr richtig funktioniert, oder man gar selbst einen Treiber eingespielt hat, der das OS zum Abstürtzen zwingt (ich denke da mal an die guten USB->RS232 Adapter – meinen Mac zwang der Treiber schonmal in die Knie).
Ich hoffe ich konnte euch ein paar wertvolle Tips mit auf den Weg geben, die euch bei der weiteren Reise durchs Leben mit eurem Mac helfen können.
Und zur Vervollständigung auch nich die Links zu den KB-Artikeln bei Apple, die das Verfahren etwas sachlicher darlegen:
PRAM-Reset
SMC-Reset
Safeboot

Git unter Mountain Lion

Wer seinen Mac schon auf das neueste Betriebssystem aktualisiert hat und anschließend über den Mac Store (der goldene Käfig lässt grüßen) XCode aktualisiert wird vermutlich die Git-CLI Tools vermissen.
Das Problem lässt sich ganz einfach in den XCode-Preferences durch die Installation der Command Line Tools beheben.

Install drücken; warten, fertig!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Exchange 2010 SP2 IndexOutOfRangeException

Nachdem ich SP2 auf dem Exchange installiert habe, konnten sich unsere MacUser mit ihrem Apple Mail Programm nicht mehr auf die Exchange Datenbank verbinden.
Folgenden Fehler habe ich dazu im Eventlog gefunden:

Application information:
    Application domain: /LM/W3SVC/1/ROOT/EWS-2-129677608322282356
    Trust level: Full
    Application Virtual Path: /EWS
    Application Path: C:\Program Files\Microsoft\Exchange Server\V14\ClientAccess\exchweb\EWS\
    Machine name: <Servername>

 Process information:
    Process ID: 6724
    Process name: w3wp.exe
    Account name: NT AUTHORITY\SYSTEM

 Exception information:
    Exception type: IndexOutOfRangeException
    Exception message: Index was outside the bounds of the array.

Das Problem konnte gelöst werden, in dem ich im Datenbank Namen die „(„ und „)“ entfernt habe.
Vorher: „Postfachspeicher (SERVERNAME)“
Nachher:”Postfachspeicher SERVERNAME“.
Danach noch den Dienst Microsoft Exchange-Einschränkungen (Microsoft Exchange Throttling) neu starten.
Sollte die Anmeldung  immer noch nicht Möglich sein, dann sollte man kontrollieren ob
im EWS die Standardauthentifizierung aktiviert ist, da die Windows-Authentifizierung mit dem MAC Client nicht funktioniert.

Martin Schuster
Martin Schuster
Senior Systems Engineer

Martin gehört zu den Urgesteinen bei NETWAYS. Wenn keiner mehr weiss, warum irgendwas so ist, wie es ist, dann wird Martin gefragt. Er hat es dann eigentlich immer mal schon vor Jahren gesehen und kann Abhilfe schaffen :). Vorher war er bei 100world als Systems Engineer angestellt. Während er früher Nürnbergs Partykönig war, ist er nun stolzer Papa und verbringt seine Freizeit damit das Haus zu renovieren oder zieht einfach um und fängt von vorne...

Unnötiger Wirbel um die Magic Mouse

Die Magic Mouse wurde am 20. Oktober 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt. Durchsucht man heute das Internet nach einigen Tipps oder Kaufentscheidungen, gehen die Meinungen zu der Wundermaus doch sehr weit auseinander. Viele bemängeln, dass die Maus den Zeiger zu langsam über den Bildschirm fährt oder sich nach dem Standby des Rechners nicht wieder automatisch verbindet, aber dafür gibt es so einfache Lösungen, dass viele gar nicht erst drauf kommen.
automatisches Verbinden der Magic Mouse
Wer kennt das nicht, der Mac war aus, das MacBook war im Standby oder die Maus war leer. Scheinbar gibt es hier keinen Umweg um das Bluetooth Symbol und das manuelle Koppeln. Das sich das für Mac-User die dann nur noch eine Tastatur haben – als schwierig gestaltet – ist klar.
Doch es geht auch anders, man muss nur darauf kommen. Der Mac wird angeschaltet oder aus dem Standby geholt und die Maus ist angeschaltet und liegt in der Reichweite, man schiebt sie über den Tisch, aber nichts passiert. Wer der Maus nach dem Einschalten beider Endpunkte 3 Sekunden Zeit gibt und dann mal klickt, der wird sehen, dass die Maus sich automatisch wieder mit dem Mac verbindet.
Mausempfindlichkeit auf Anschlag aber dennoch zu langsam?
Auch hier gibt es mehrere Lösungen, auf die man erst kommen muss. Zum Einen gibt es die Möglichkeit einer Softwarelösung um die Mausgeschwindigkeit zu erhöhen. Hier gibt es zum Beispiel MZoom. Doch Apple hat auch hier mitgedacht und die Zeigerbeschleunigung dummerweise unkommentiert gelassen. Testet es selbst, wenn man die Maus langsam vom linken auf den rechten Bildschirmrand schiebt, hat man mit der Hand eine ziemlich große Strecke zurück gelegt. Gibt man der Mouse am Anfang einen etwas größeren Ruck, so braucht man wesentlich weniger Strecke um die Bildfläche zu überqueren und spart sich so das Umsetzen der Maus.
Better Touch Tool als Allzweckwaffe
Alles bekommt auch Apple nicht mit seiner Magic Mouse hin, organisiert man sich aber noch das freie Programm “Better Touch Tool”, so kann man seiner Magic Mouse doch zeigen, wie sie den Zeiger schneller bewegt. Außerdem kann man noch eine Vielzahl von neuen Gesten und neuer Funktionen für die Magic Mouse und das Trackpad hinzufügen.

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Support Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

OpenVPN unter Leopard ohne Tunnelblick

Bernd hat neulich ja schon mal über OpenVPN geschrieben: Wie man damit beispielsweise die Internetzensur in China umgehen könnte. Wir setzten OpenVPN auch intern als VPN Lösung ein und verbinden damit die beiden Rechenzentren mit unserem Büro und ermöglichen den Notebook Usern von unterwegs Zugriff auf alle notwendigen Ressourcen. Der große Vorteil von OpnVPN in diesem Szenario ist, dass es den Client für alle wichtigen Betriebssysteme gibt: Linux, Windows und Mac OS X.
Für den Mac gibt es vor allem das Tunnelblick Projekt, das OpenVPN zusammen mit einer GUI ausliefert. Das Programm ist schnell und einfach zu installieren und erlaubt dem User die VPN Verbindungen selbst zu steuern. Leider ist die Version für Leopard sehr instabil, denn sie ist bei mir immer wieder abgestürzt, so dass ich OpenVPN manuell killen und dann Tunnelblick neustarten musste. Dazu kommt, dass ich die GUI eigentlich gar nicht brauche. Als ich noch ein Windows Notebook hatte, hab ich OpenVPN als Dienst installiert, so dass es, wann immer möglich, automatisch eine VPN Verbindung aufgebaut hat.
Das wollte ich auch unter dem Mac wieder haben: Ein stabiles OpenVPN, keine GUI und das ganze vollkommend automatisch und transparent laufend. Mit MacPorts geht das und hier ist die Anleitung, wie man das ganze unter Leopard installiert und konfiguriert:

  1. Installation von Mac Ports
    1. Installieren der Apple Xcode 3.0 Developer Tools von der Apple CD
    2. Installieren der Apple X11 User und SDK Pakete von der Apple CD
    3. Herunterladen und Installieren des DMG Archivs von der MacPorts Website
  2. Installation von OpenVPN unter MacPorts
    sudo port selfupdate
    sudo port install openvpn2
  3. Installation des TUN/TUP Treibers für OS X von SourceForge
  4. Anlegen der Konfigurationsdateien
    sudo mkdir /etc/openvpn2
  5. Nun erstellt man sich eine entsprechende OpenVPN Kopnfiguration oder nimmt eine bestehende und kopiert dies, zusammen mit den Zertifikaten in diesen Ordner
  6. Als nächstes kann man OpenVPN testweise manuell starten:
    sudo /opt/local/sbin/openvpn2 /etc/openvpn2/myconfig.conf
  7. Wenn man möchte, dass OpenVPN automatisch als Demon startet, legt man sich eine entsprechende Datei an
    sudo touch /Library/LaunchDaemons/net.openvpn2.plist
  8. Und konfiguriert in der Datei seinen Demon:

    <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
    <!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple//DTD PLIST 1.0//EN"
            "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
    <plist version="1.0">
    <dict>
            <key>Label</key>
            <string>net.openvpn2</string>
            <key>OnDemand</key>
            <false/>
            <key>ProgramArguments</key>
            <array>
                    <string>/opt/local/sbin/openvpn2</string>
                    <string>--cd</string>
                    <string>/etc/openvpn2</string>
                    <string>--config</string>
                    <string>/etc/openvpn2/netways.conf</string>
            </array>
            <key>RunAtLoad</key>
            <true/>
            <key>TimeOut</key>
            <integer>90</integer>
            <key>WatchPaths</key>
            <array>
                    <string>/etc/openvpn2</string>
            </array>
            <key>WorkingDirectory</key>
            <string>/etc/openvpn2</string>
    </dict>
    </plist>
  9. Danach meldet man den Demon im System an, und er startet automatisch:
    sudo launchctl load -w /Library/LaunchDaemons/net.openvpn2.plist
  10. Ich hatte noch Probleme mit den Namensservern, aber da bei uns alle internen Namen sowieso über einen internen DNS Server aufgelöst werden, kann man /etc/resolver benutzen. Dazu legt man in diesem Verzeichnis pro Domain, für die man einen anderen Namensserver verwenden will, ein File an und schreibt dort seine Namensserver rein. Beispielsweise:
    touch /etc/resolver/int.meinefirma.de
    mit folgendem Inhalt:
    nameserver 192.168.1.10
    nameserver 192.168.1.11

Das wars. OpenVPN ist damit installiert und läuft im Hintergrund als Demon. Wenn es im Einzelfall Probleme mit OpenVPN gibt, killt man einfach den Demon und Launchd startet ihn dann automatisch wieder neu. OpenVPN baut im Hintergrund, sobald es das Gateway erreichen kann eine VPN Verbindung auf. Wichtig ist, dass man innerhalb von OpenVPN die passenden Routen setzt oder sie vom Server an den Client pushen lässt. Bei uns blockiert die Firewall im Büro das VPN Gateway, so dass es da keine Verbindung aufbauen kann. Es geht nur ausserhalb des Büros.
Bei mir läuft das jetzt mehr als 6 Monate sehr stabil. Immer wenn ich Probleme hatte und dachte es liegt an OpenVPN hat sich nachher herausgestellt, dass es doch etwas anderes war. Tunnelblick vorher, ist mir mindestens zweimal pro Tag abgestürzt.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Fluid – Websites in Desktopapplikationen verwandeln

Fluid ist ein Tool, mit dem man aus web basierten Applikationen lokale Anwendungen bauen kann. Natürlich baut das nicht die Anwendung um, aber es generiert quasi einen eigenen Webbrowser, der nur eine einzige Anwendung enthält und integriert diese in den Finder oder das Mac OSX Dock. Im Ergebnis sieht das dann so aus, als wenn es sich um eine selbständige Anwendung handeln würde. Dabei kann das Tool alles simulieren was man sonst auch gerne im Browser nutzt und noch viel mehr. Beispielsweise User Scripts mit Greasemonkey, JavaScript, Tabbed Browsing oder Growl Notifications.
Noch interessanter ist das ganze beispielsweise mit lokal installierten Webapplikationen, wie beispielsweise TWiki. Wenn das Programm auf dem lokalen System läuft und unter http://localhost/twiki erreichbar ist, kann man das TWiki ganz einfach in das Dock einbauen.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

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Tools zum Festplatte aufräumen

Das Problem kennt vermutlich jeder: Festplatten haben einen eingebauten Mechanismus, der sie voll werden lässt. Jede neue Festplatte, egal ob in Arbeitsplatzrechner oder Notebook, platzt nach ca. 3 Monaten aus allen Nähten – und zwar unabhängig von der Ausgangsgröße. Zwar bekommt man mit jedem neuen Rechner eine Harddisk, die mindestens doppelt so groß ist, wie die des alten Rechners, aber trotzdem ist es besser den alten Schrott nicht einfach rüberzukopieren.
Aber so einfach ist das konsequente Aufräumen gar nicht, denn die Daten verteilen sich in der Regel ja schön gleichmäßig über die Harddisk und so nehmen auch viele kleine Dateien zusammen eine ganze Menge Platz weg. Oder besonders große Dateien verstecken sich in Ordnern in denen man sie gar nicht vermuten würde. Aber die findet man in den Standardtools wie Windows Explorer oder Mac Finder kaum.
Die beiden Tool WinDirStat (für Windows) oder Disk Inventory X (für den Mac) erledigen den Job wesentlich besser. Denn sie stellen den Platzverbrauch auch visuell dar. Die Größe der Blöcke symbolisiert den Platzverbrauch und durch die Farben werden gleichartige Dateien zusammengefasst. Also obwohl die private Fotosammlung aus lauter einzelnen Dateien besteht, ergibt sie doch einen großen, gleichfarbigen Block, den man sofort identifizieren kann. Am besten einfach mal ausprobieren. Beide Programme sind Open Source unter der GNU Lizenz. (via imgriff.com)


Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

SP1 für MS Office 2008 Mac erschienen

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass MS Office 2008 für Macintosh nicht wirklich zu den stabilsten Programmen für den Mac gehört. Gerade Excel und PowerPoint stürzen bei mir recht häufig ab und auch Entourage hat einige Probleme. Deswegen hoffe ich, dass einige dieser Schwierigkeiten durch das soeben erschienene ServicePack 1 für MS Office 2008 behoben werden. Zwar klingt die Liste der Verbesserungen noch ein bisschen nebulös, aber meine Probleme könnten sich durchaus darunter verstecken:

  • compatibility fixes across the suite
  • printing issues across the suite
  • Excel’s custom error bars get their formatting options back
  • several Exchange improvements in Entourage
  • improved AppleScript support in Entourage and PowerPoint

Weitere interessante Neuigkeit am Rande: VBA kommt wieder. Nachdem es vor ungefähr 2 Jahren abgekündigt wurde, hat sich die Apple Business Unit bei MS entschieden es in Office 2008 nachzurüsten. Es gibt dazu eine offizielle Pressemeldung und einen Blogpost, der die Hintergründe erläutert.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.