Teamevent 2018


Plötzlich klafft ein mehrere Meter tiefer, fast senkrechter Spalt im Gestein. Es gibt keinen anderen Weg. Da müssen wir durch. Wird die Bismarckgrotte uns verschlingen? „Ich habe euch jetzt schon eine Weile beobachtet. Ihr seid fit! Ihr schafft das“, hat Nils gesagt. Na, wenn Nils das sagt. Nils muss es wissen. Immerhin hat er schon ganz andere Einsätze geleitet. 2014 etwa, als der Extrem-Höhlenforscher Westhauser im Riesending am Untersberg verunglückte, koordinierte er 14 Tage lang 700 Helfer – laut Wikipedia, ein neues Kapitel alpiner Rettungsgeschichte.
Heute führen er und Dirk uns, elf todesmutige Abenteurer aus den Abteilungen “Sales”, “Finance & Administration”, “Events & Marketing”, durch die Bismarckgrotte bei Rinnenbrunn. Die Höhle gehört mit einer Gesamtganglänge von ca. 1240 m und einer Tiefe von 52 m zu den größten frei zugänglichen der fränkischen Schweiz. Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir mussten nicht gerettet werden! In mehreren Etappen 30 Meter abseilen, durch engste Schlufe sliden (“Schlufslider, go!”), die Dunkelheit und Stille, als wir einmal alle unsere Stirnlampen ausschalten mussten, der eingangs erwähnte, klaffende Spreizgang und sogar, dass wir drei Stunden weder Wifi noch Handys hatten: Kein Problem für uns! Jede und jeder behielt seinen Hintermann bzw. seine Hinterfrau im Blick, sodass wir am Ende geschlossen und ziemlich stolz wieder das Tageslicht erblickten. „Geschafft!“ — „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen,“ hatte am Vormittag als Motto 2018 auf der Flipchart gestanden. Vanessa, die es ausgesucht hat, und unsere Höhlenführer Nils und Dirk hatten also Recht! We can do it!

Bestens auf den abenteuerlichen Ausflug in die Höhle vorbereitet hatte uns der Vormittag: Keine Medien, keine Präsentation, stattdessen Flipchart und Gespräche. Alle drei Abteilungen gemeinsam und jedes Team im Einzelnen tauschte sich aus in punkto Wünsche und Ziele, Lob und Kritik, Ideen und Verbesserungsvorschläge. Alles, was gesagt werden musste, wurde gesagt. Der Team-Spirit war gestärkt, bevor es am Nachmittag in die Höhle ging! Der Konferenzraum des Hotels Reiterhof in Wirsberg bot den richtigen Rahmen für unser Team-Building am Vormittag, die sonnige Terrasse mit Weitblick über die Hügel des Frankenwalds das passende Ambiente für unsere mittägliche Stärkung.
Am Abend nach bestandenem Höhlenabenteuer wartete eine weitere Überraschung: Auf der Wiese oberhalb des Hotels flackerte ein Lagerfeuer, auf einem großen Grill bruzzelten leckere Steaks und an einer langen, festlich gedeckten Tafel servierte uns das Servicepersonal alles, was das Herz begehrt.

Zu welcher Zeit die Feierei ihr Ende nahm, soll geheim bleiben. Unsere drei Abteilungen dürfen ab sofort den Zusatz „& Expeditionen“ im Namen führen. Danke Vanessa und Markus für die hervorragende Organisation, an unsere Höhlenguides Dirk und Nils und das Team vom Reiterhof! Schön war’s!

Julia Hornung
Julia Hornung
Marketing Manager

Julia ist seit Juni 2018 Mitglied der NETWAYS Family. Vor ihrer Zeit in unserem Marketing Team hat sie als Journalistin und in der freien Theaterszene gearbeitet. Ihre Leidenschaft gilt gutem Storytelling, klarer Sprache und ausgefeilten Texten. Privat widmet sie sich dem Klettern und ihrer Ausbildung zur Yogalehrerin.

Puppet: Server-Management ganz nach Rezept

Mit der Serverlandschaft wächst auch der damit verbundene Verwaltungsaufwand. Konfigurationsmanagement soll helfen ihn zu reduzieren. Hierzu bietet Puppet einen modernen und flexiblen Ansatz. Über genau dieses Thema hat Thomas Gelf nun einen Artikel im neuen Admin Magazin 06/2010 des Linux Magazins veröffentlicht.
Konfigurationsverwaltung wurde in den letzten Jahren auch im OpenSource-Umfeld wieder ein großes Thema. Das unter der GPL lizenzierte und hauptsächlich von Luke Kanies geschriebene Puppet dürfte wohl jenes Tool sein, welches in diesem Bereich gegenwärtig am meisten von sich reden macht. Grundsätzlich gilt, dass so ein Tool nur dann eine echte Ersparnis bedeutet, wenn man wirklich mit ausufernden Administrationskosten zu kämpfen und eine ziemlich große Server-Landschaft mit zudem auch noch recht ähnlichen Servern zu pflegen hat. Geradezu prädestiniert ist eine solche Lösung also für Anbieter von Clouddiensten. Nichtsdestotrotz kann Puppet aber dennoch vor allem auf längere Sicht auch für kleinere Umgebungen lohnend sein. Im Gegensatz zu anderen Tools aus dieser Familie hebt sich Puppet vor allem dadurch hervor, dass es grundsätzlich unabhängig vom Betriebssystem eingesetzt werden kann.
Puppet läuft mittlerweile unter fast allen gängigen Linux-Distributionen und fühlt sich auch unter Solaris, einigen BSDs sowie unter OS-X durchaus wohl. Zudem ist seit Version 2.6 erstmals eine rudimentäre Windows-Unterstützung verfügbar. Passende Rezepte setzen die gewünschte Konfiguration auf dem jeweiligen System um. Puppet besteht genaugenommen aus einer deklarativen Sprache, also einer Bibliothek mit welcher die gewünschte Konfiguration realisiert werden kann, sowie Client- und Server-Komponenten zur Verteilung derselben. Die Abhängigkeiten zwischen den zu konfigurierenden Komponenten stellt Puppet in den Vordergrund – und verschiebt die Details zur Konfiguration in die tieferen Schichten seines Modells. Man kann Puppet somit als Abstraktionsschicht zwischen dem Administrator und seinen Systemen betrachten. Den ganzen Artikel mit ausführlicher Beschreibung der Architektur, Hostnamen, Ressourcen und Stored Configurations finden Sie jetzt im Admin Magazin Ausgabe 06/2010.
Viel Spaß beim Lesen & Ausprobieren!
Abbildung unten rechts: Dashboard, welches den grafischen Verlauf der Puppet-Durchläufe für das Beispielszenario anzeigt