NextGen Training

Zukünftig werden all unsere Trainings auf der Basis von Showoff stattfinden. Showoff wird von Puppetlabs entwickelt, daher hat es sich bereits seit Längerem bei den Puppet Schulungen bewährt. Als RubyGem kann Showoff schnell installiert werden:

# gem install showoff

Im Grunde genommen werden die Schulungsinhalte im Markdown-Format verfasst und in einem JSON-File zusammen gefasst. Dieses wird dann mit Showoff gestartet. Per CSS und Templates kann das Layout dann noch in Form gebracht werden, wobei hier zwischen verschiedenen Slide Styles unterschieden wird. Presenter bzw. Personal Notes  stellen Informationen nur für den Trainer dar, zusätzliche Handout Notes hingegen erleichtern den Teilnehmern das Verständnis.
Aufgaben und zugehörige Lösungen können aus den Schulungsfolien mit supplemental-Tags ausgelagert und entsprechend gedruckt werden. Bei gängigen Programmiersprachen oder Konfigurationsformaten kommt ein sog. Language Highlighting zum Einsatz, das für eine korrekte farbliche Darstellung der Syntax sorgt.

Showoff Presenter Mode


Die Präsentationsfolien sind für die Teilnehmer per Webbrowser über Port 9090 erreichbar, wobei für den Trainer ein separater Presenter-Modus zur Verfügung steht. Über diesen kann der Trainer die Folien weiter schalten und ergänzende Informationen einsehen.
Für die Teilnehmer besteht die Möglichkeit sich in die Sitzung des Trainers einzuklinken, sodass der Wechsel der Folien automatisch für sie erfolgt. Daneben gibt es noch weitere Aufrufe, beispielsweise können den Teilnehmern über http://<host>:9090/download  auch einzelne Dateien für die Übungen zur Verfügung gestellt werden.
Wer jetzt mehr über Showoff erfahren möchte und es auch mal im praktischen Einsatz sehen will, dem kann ich natürlich unsere Trainings wärmstens empfehlen. Dort werden die Vorteile von Showoff sehr schnell klar.

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Paketstation

Mit FPM stellt Jordan Sissel, der führende Kopf hinter Logstash, ein Tool zur Verfügung mit dem man sehr einfach Pakete für die gängigsten Distributionen erstellen kann.
Für Effing Package Management (=FPM) muss Ruby und ein C-Compiler vorhanden sein:

# apt-get install ruby-dev gcc
# yum install ruby-devel gcc

Danach kann die eigentliche Installation des Ruby-Moduls erfolgen:

# gem install fpm

Als Beispiel für die Erstellung von Paketen mit FPM habe ich im Folgenden LConf Standalone Web gewählt, natürlich kann dies auch auf andere Softwareprodukte abgewandelt werden.
Zuerst muss bei LConf Web das Archiv mit dem Quellcode herunter geladen und entpackt werden, danach wechselt man wie gewohnt in das extrahierte Verzeichnis. Im Anschluss wird hier der configure-Befehl ausgeführt:

# ./configure --with-user=icinga --with-group=icinga

Bis zu diesem Zeitpunkt besteht noch kein Unterschied zum üblichen Installationsvorgang, erst bei make install unterscheidet sich der Aufruf. Statt die Dateien an den dafür vorgesehenen Stellen im Dateisystem abzulegen, leitet man sie mit dem DESTDIR-Parameter um:

# make install DESTDIR=/usr/local/src/lconf-web-1.4.0_installdir

Jetzt ist die Zeit von FPM gekommen, den hier kann nun das DESTDIR-Verzeichnis als Chroot verwendet und die darin enthaltene Verzeichnisstruktur “usr/local/lconf-web” beispielsweise in ein Debian-Paket integriert werden:

# fpm -s dir -t deb -n lconf-web -v 1.4.0 --deb-use-file-permissions \
-C /usr/local/src/lconf-web-1.4.0_installdir usr/local/lconf-web

Das dabei entstandene Paket lconf-web-1.4.0_amd64.deb kann nun natürlich mit dpkg auf einem Debian basierten System installiert werden.

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Relax and Recover

ReaRNein – Das ist nicht nur das Motto für das kommende Wochenende, das ist auch der Name einer ziemlich beeindruckenden Lösung für Disaster Recovery unter Linux. Relax-and-Recover, kurz auch ReaR genannt, erstellt sowohl ein bootfähiges Rescue Image als auch ein Backup der zugehörigen Dateien. Beim Disaster Recovery eines Systems spielt dieses Rescue Image dann die Dateien aus dem Backup zurück und stellt so im Handumdrehen den letzten Stand wieder her.
Für das Rescue Image stehen verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung. So werden u.a. schlanke ISO-Dateien, USB-Sticks oder sogar Images für PXE-Server erzeugt. Für das Backup sind ebenso viele Lösungsmöglichkeiten denkbar. Angefangen von einer einfacher Archivdatei (z.B. *.tar.gz) können auch verschiedenste Backuptechnologien wie beispielsweise IBM Tivoli Storage Manager (TSM), EMC NetWorker (Legato), Bacula oder auch Bareos angesprochen werden.
Das in Bash geschriebene ReaR ermöglicht die geschickte Verteilung von Rescue Image und ggf. Archivdatei per NFS, CIFS (SMB) oder einer anderen Transportmethode im Netzwerk. Über diesen Transportweg findet dann auch der eigentliche Recoveryvorgang statt.
Aber genug mit der Theorie, hier ein praktisches Beispiel für eine von vielen möglichen Konfigurationen:

OUTPUT=ISO
OUTPUT_URL=nfs://192.168.42.1/atemlos/durch/die/nacht
BACKUP=BAREOS

Dieser Dreizeiler veranlasst den Befehl “rear mkbackup” zur Erstellung eines bootfähigen ISO-Images mit einer komfortablen Recoveryumgebung und transferiert dieses im Anschluss automatisch auf den angegebenen NFS-Share. Eine Archivdatei soll in diesem Fall jedoch bewusst nicht erstellt werden, da der angegebene Backuptyp BAREOS schon dazu führt das die Verbindungsdaten des lokalen Backup Clients (= File Daemon) in dieses Rescue Image eingearbeitet werden.
Nach dem Ableben des Systems, beispielsweise durch einen der “schönen” Befehle von Tobi, wird dann einfach von diesem Rescue Image gebootet und der Wiederherstellungsvorgang mittels “rear recover” durchgeführt. Mit dem Backuptyp BAREOS (oder alternativ BACULA) holt sich ReaR dann die letzten Sicherungsdaten vom Backupserver und stellt diese wie von Zauberhand wieder vollständig her.
ReaR-Bootprompt
Wer also auf der Suche nach einer simplen und vollautomatischen Disaster Recovery Lösung für Linux-Systeme ist, die einfach nur funktioniert, dem stehen wir gerne zur Seite. Und auch bei Bareos bzw. Bacula können wir natürlich weiter helfen, damit Relax and Recover beim Thema Backup endlich wörtlich zu nehmen ist!

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Puppet Enterprise Installer Reloaded

Mit Puppet Enterprise 3.3 hat sich einiges geändert (siehe Release Notes). Bisher war für die Installation mit dem Puppet Enterprise Installer nur Kommandozeilenzugriff erforderlich, jetzt wird nach dem Aufruf zusätzlich ein Webinterface auf Port 3000 gestartet mit dem sich die Installation abschließen lässt.
Die dabei erforderlichen Angaben haben sich im Gegensatz zur Vorgängerversion nicht wesentlich verändert, allerdings überprüft der Installer die erforderlichen Systemvoraussetzungen und verweigert den Abschluss der Installation falls z.B. nur ein CPU Core vorhanden sein sollte.
Auch die automatische Erstellung einer Antwortdatei erfolgt nun über das Webinterface. Mit dem Parameter “-a” ist es dann nach wie vor möglich die somit automatisch oder eine zuvor manuell erstellte Antwortdatei (siehe Answer File) aufzurufen.
Nach erfolgter Installation ist der Zugriff auf Port 3000 nicht mehr erforderlich und sollte firewalltechnisch geschlossen werden. Bei meinen ersten Gehversuchen mit der neuen Version ist mir zudem aufgefallen das der Puppet Enterprise Installer den Abschluss verweigert wenn er auf der Kommandozeile mit einem deutschen Tasturlayout gestartet wird.
So sieht das neue Webinterface des Puppet Installers nun in der Praxis aus:

Weitere interessante und hilfreiche Neuerungen bei Puppet bzw. Puppet Enterprise kann ich dann hoffentlich nach der PuppetConf im Herbst berichten.

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Hollywood auf der Bash

In diesem Blogpost möchte ich euch zeigen wie Ihr relativ einfach und ohne großen Aufwand auf der Shell eigene Kassenschlager à la Hollywood produzieren könnt. Dafür benötigte Tools stehen auf den gängigen Linux-Distributionen bereits über die Standard Utilities (util-linux bzw. util-linux-ng) zur Verfügung.
Den Großteil der Zeit eines Filmregisseurs beansprucht natürlich die aufwändige und oft kräftezehrende Produktion der einzelnen Filmszenen, wir benutzen hierzu unsere virtuelle Kamera namens script.
Script steht eigentlich für Typescript und lässt sich z.B. mit “maschinengeschriebenes Schriftstück” übersetzen. Genau das produzieren wir jetzt! Script möchte von uns dazu lediglich den Namen der Zieldatei haben, also:

# script recordfile
Script wurde gestartet, die Datei ist recordfile

oder alternativ:

# script -f recordfile
Script wurde gestartet, die Datei ist recordfile

Nun kann die wilde Bash-Show starten und wenn wirklich keine neuen Ideen mehr nachkommen lässt sich die Aufnahme mit [Strg] + [d] beenden, es erscheint folgende Ausgabe:

# exit
Script wurde beendet, die Datei ist recordfile

Die Wiedergabe der Datei recordfile kann nun beispielsweise mit dem altbekannten cat erfolgen. Da uns diese Methode vermutlich nicht allzu viele begeisterte Zuseher einbringen wird, erweitern wir die Aufnahme um einen sog. Timingaufruf, das könnte so aussehen:

# script -t 2> time.file record.file

Natürlich muss auch hier die “virtuelle Kamera” am Ende wieder mit  [Strg] + [d] beendet werden. Bei der Wiedergabe unterstützt uns nun scriptreplay, das die Sequenzen deutlich massentauglicher darstellt:

# scriptreplay time.file record.file

Zugegeben – unsere Zuschauerzahlen werden sich wohl noch nicht (gleich) mit denen der großen Hollywood-Blockbuster vergleichen lassen, aber was nicht ist kann ja noch werden. In diesem Sinne: Klappe… und Action!

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Parametrisierte Klassen mit Foreman

Wenn in den Einstellungen Parametrized_Classes_in_ENC für Puppet auf true gesetzt ist, unterstützt Foreman parametrisierte Klassen. Weitere Grundvoraussetzung ist außerdem das Foreman einen Puppetmaster als Smart Proxy angebunden hat und auf dessen Puppetmodule zugreifen kann.
Somit können die Puppet Klassen vom Puppetmaster importiert werden:
Bildschirmfoto vom 2014-04-28 07:23:03
Innerhalb einer Klasse kann Foreman sich bei den Parametern dann über die Klassenvorgabe hinwegsetzen (= “Override”). Wie im folgenden Beispiel anhand der Klasse ntp mit dem Parameter servers gezeigt, empfiehlt es sich entsprechende Standardvorgaben zu setzen:
Bildschirmfoto vom 2014-04-28 07:38:03
Ergänzend dazu können für einzelne Hosts über FQDN, Hostgruppe oder anderen Kriterien abweichende Werte festgelegt werden. Foreman bietet dazu an verschiedenen Stellen des Webinterfaces Möglichkeiten dies zu tun.
Bildschirmfoto vom 2014-04-28 07:45:41
Nebenan ein exemplarisches Beispiel für geänderte NTP-Server innerhalb der Puppet Klasse.
Hier werden für die Hostgruppen CentOS und Debian abweichende Werte hinterlegt. Bei Systemen die keine Zuordnung zu den beiden Hostgruppen haben, greift die zuvor gesetzte Standardvorgabe.
Wichtig ist zudem das die jeweilige Puppet Klasse den entsprechenden Hosts auch zugewiesen wird. Auch dies kann bei Foreman an verschiedenen Stellen, z.B. direkt im Host oder der Hostgruppe, erfolgen.
Mit parametrisierten Klassen über Foreman ist es somit möglich individuelle Konfigurationen unabhängig von site.pp & Co. zu definieren und diese an zentraler Stelle übersichtlich zu verwalten.

Markus Waldmüller
Markus Waldmüller
Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Easter Eggs

Dieses Jahr ist es nun mal wieder soweit – Ostern steht vor der Tür! Doch was wäre Ostern ohne Ostereier? Ja richtig, nicht komplett, deswegen werde ich mit diesem Blogpost noch die notwendigen Eastereggs liefern.
Schon die Hilfe des Debian GNU/Linux Paketverwaltungssystems apt lässt auf verborgene Funktionen schließen:

# apt-get --help
...
Dieses APT hat Super-Kuh-Kräfte.

Diese “Super-Kuh-Kräfte” kommen dann auch zum Vorschein sobald man das Paket “moo” installieren möchte:

# apt-get moo
         (__)
         (oo)
   /------\/
  / |    ||
 *  /\---/\
    ~~   ~~
...."Have you mooed today?"...

Aptitude als Frontend für apt besitzt laut Hilfe keine derartigen Kräfte:

# aptitude --help
...
Dieses Aptitude hat keine Super-Kuh-Kräfte.

Beim Parameter “moo” verbirgt aptitude dennoch ziemlich lange ein Geheimnis, das erst mit Steigerung der Verbose-Ausgabe sichtbar wird:

# aptitude moo
In diesem Programm gibt es keine Easter Eggs.
# aptitude moo -v
In diesem Programm gibt es wirklich keine Easter Eggs.
# aptitude moo -vv
Habe ich nicht bereits erklärt, dass es in diesem Programm keine Easter Eggs gibt?
# aptitude moo -vvv
Hör auf!
# aptitude moo -vvvv
Okay, wenn ich Dir ein Easter Egg gebe, wirst Du dann aufhören?
# aptitude moo -vvvvv
Gut, Du hast gewonnen.
                               /----\
                       -------/      \
                      /               \
                     /                |
   -----------------/                  --------\
   ----------------------------------------------
# aptitude moo -vvvvvv
Was das ist? Natürlich ein Elefant, der von einer Schlange gefressen wurde.

Nun gut, damit sich die Benutzer von anderen Betriebssystemen nicht benachteiligt fühlen verbirgt auch vim plattformübergreifend ein Easter Egg, das durch Eingabe von “:help 42” sichtbar wird:

What is the meaning of life, the universe and everything?  *42*
Douglas Adams, the only person who knew what this question really was about is
now dead, unfortunately.  So now you might wonder what the meaning of death
is...

Ein weiteres Ei lässt sich für all diejenigen nachinstallieren, welche das Kommando ls gerne mal vertauschen:

# apt-get install sl

bzw.

# yum install sl

So erscheint nun bei Eingabe von “sl” eine kleine Animation in Form eines Zuges, da SL für Dampflokomotive (= Steam Locomotive) steht. Darüber hinaus informiert “man sl” noch über weitere Anpassungsmöglichkeiten für die Lokomotive.
Und auch Android bringt ein paar “Eier” mit, so gibt beispielsweise 3maliges Tippen auf die Android-Version in den Systemeinstellungen je nach Release verschiedene Animationen aus.
Natürlich existieren außerdem noch viele weitere verborgene “Features”, angefangen vom Ubuntu Fish bis hin zum Geburtstagslogo in SuSE 8.1 zum zehnjährigen Geburtstag, aber das spare ich mir für nächstes Jahr auf. In diesem Sinne wünsche ich viel Vergnügen beim Ausprobieren der Easter Eggs und Frohe Ostern!!

Markus Waldmüller
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Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Kleinere Images mit VirtualBox

Damit die Provisionierung unserer Schulungsnotebooks über Foreman zukünftig noch schneller wird habe ich mich vor Kurzem daran gemacht die Images für VirtualBox zu optimieren. Voraussetzung dafür war natürlich das die virtuellen Maschinen eine dynamische Speicherplatzbelegung benutzen und die Betriebssysteminstallationen so schlank wie möglich gehalten werden.
Sind die Grundvoraussetzungen erfüllt muss man (mal wieder) zwischen zwei Betriebssystemwelten unterscheiden. Bei Windows-Systemen ist vor dem nächsten Schritt nämlich noch etwas Vorarbeit zu leisten. Und zwar muss hier zuerst eine Defragmentierung durchgeführt werden. Dies lässt sich aber beispielsweise bereits mit Standardtools bewerkstelligen, die Windows von Haus aus mitbringt.
Jetzt befinden sich beide Betriebssysteme auf Gleichstand, daher können wir mit dem nächsten Schritt fortfahren. Dieser besteht darin nicht benötigten Speicherplatz freizugeben. Unter Windows geschieht das mit SDelete. Ist das Archiv herunter geladen und entpackt wird sdelete.exe auf der Kommandozeile wie folgt aufgerufen:

C:\PATH\TO\SDelete\sdelete.exe -z C:

Unter Linux gibt es dafür zerofree, das für die gängigsten Distributionen zur Verfügung stellt. Allerdings sieht der Aufruf natürlich entsprechend anders aus:

# zerofree /dev/sda1

Nachdem der freie Speicherplatz mit Nullen beschrieben wurde sollte die virtuelle Maschine herunter gefahren werden. Nun ist das Vorgehen für beide Betriebssystemwelten gleich, da wir ab jetzt auf Tools von VirtualBox zurückgreifen.
Im einfachsten Fall steht nur noch die eigentliche Verkleinerung der virtuellen Festplatte aus. Der Befehl dazu muss direkt auf dem Hostsystem aufgerufen werden:

# VBoxManage modifyhd --compact schulung-windows-disk1.vdi

Leider können nur VDI-Images “geshrinkt” werden, was eine vorherige Konvertierung bei VMDK-Images unumgänglich macht:

# VBoxManage clonehd schulung-windows-disk1.vmdk schulung-windows-disk1.vdi --format vdi

Die Konvertierung zurück nach VMDK ist dann entsprechend umgekehrt:

# VBoxManage clonehd schulung-windows-disk1.vdi schulung-windows-disk1.vmdk --format vmdk

Durch die geringere Belegung des Speicherplatzes werden unsere Schulungsnotebooks nun innerhalb kürzester Zeit installiert, sodass wir noch mehr Teilnehmer zu unseren interessanten Trainings begrüßen können 😉

Markus Waldmüller
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End-2-End Monitoring mit WebInject

WebInject bietet die Möglichkeit Webapplikationen gezielt auf bestimmte Inhalte zu überprüfen, dabei unterstützt WebInject diverse Programmiersprachen und kommt auch mit Authentifzierungen zurecht. Doch wie sieht das nun in der Praxis aus?

Die Installation des Perlmoduls erfolgt via CPAN:

cpan Webinject

Im Anschluss muss eine Konfigurationsdatei mit globalen Parametern erstellt werden, in diesem Beispiel myconfig.xml. Dort werden u.a. Timeouts für den Verbindungsaufbau und das Reportformat definiert:

# vim myconfig.xml
<testcasefile>testcase.xml</testcasefile>
<useragent>WebInject Application Tester</useragent>
<timeout>10</timeout>
<globaltimeout>30</globaltimeout>
<reporttype>nagios</reporttype>

Nun benötigen wir noch ein sog. Testcasefile in dem die durchzuführenden Schritte von oben nach unten aufgeführt sind. Das nachfolgende Beispiel zeigt den einfachsten Fall, da es mit der Inhaltsprüfung einer Website ohne Anmeldung nicht sonderlich komplex ist:

vim testcase.xml
<testcases repeat="1">
<case
        id="1"
        url="http://www.google.de"
        verifyresponsecode="200"
        method="get"
        description="Google Content"
        verifypositive="Google.com"
        label="Google"
/>
</testcases>

Einer manuellen Ausführung steht nichts mehr im Wege:

# webinject.pl -c myconfig.xml testcase.xml
WebInject OK - All tests passed successfully in 0.484 seconds|time=0.484s;0;30;0;0 Google=0.302s;0;0;0;0 Google=0.068s;0;0;0;0

Natürlich ist es jetzt nur noch ein kleiner Schritt diesen Test in Icinga einzubinden. Damit dieser jedoch noch aussgekräftiger wird macht es Sinn das Testcasefile noch um zusätzliche Schritte zu erweitern.

Markus Waldmüller
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Lead Senior Consultant

Markus war bereits mehrere Jahre als Sysadmin in Neumarkt i.d.OPf. und Regensburg tätig. Nach Technikerschule und Selbständigkeit ist er nun Anfang 2013 bei NETWAYS als Lead Senior Consultant gelandet. Wenn er nicht gerade die Welt bereist, ist der sportbegeisterte Neumarkter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Mountainbike oder am Baggersee zu finden.

Realtime Graphing mit Graphite

Zu unserem bereits vollgepackten Schulungskalender haben wir dieses Jahr unter anderem auch die Graphite Schulung mit aufgenommen.
Graphite Web PING 02Mit Graphite steht eine sehr leistungsfähige Graphinglösung zu Verfügung. Es umfasst die Komponenten Carbon, Graphite Web und greift
zur Speicherung auf sog. Whisper-Dateien zurück. In dieser Kombination ist es möglich Liveaufzeichnungen von Daten der Performance- und
Verfügbarkeitsüberwachung darzustellen.
Während des Trainings werden Sie schrittweise an die praktische Installation und Konfiguration der einzelnen Komponenten von Graphite herangeführt.
Danach werden die verschiedenen Importmöglichkeiten vom manuellen Import über den Import aus Nagios bzw. Icinga bis hin zum Realtime Graphing behandelt.
Auch die Integration in Reportings und Webinterfaces kommt dabei nicht zu kurz und neben der Bedienung der einzelnen Komponenten steht
noch ein Auszug alternativer Interfaces auf dem Programm.
Die Schulung richtet sich an alle interessierten Administratoren, die über Linux-Grundkenntnisse verfügen und auf der Suche nach einer alternativen, leistungsfähigen Graphinglösung sind.schulung_graphite_anmeldung Sie werden dabei von Grundauf die beeindruckenden Möglichkeiten von Graphite kennenlernen und nach dem Besuch der Schulung die Komponenten von Graphite installieren, bedienen und in ihre Monitoringlösung integrieren können.
Für unseren ersten Termin im Februar gibt es noch vergünstigte Pakete mit einem Nachlass von 495,- netto. Also, schnell sein lohnt sich!
Weitere Informationen zur Graphite Schulung und zur Anmeldung finden Sie hier.

Markus Waldmüller
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