This entry is part 8 of 7 in the series Kubernetes - so startest Du durch!

Seit dieser Woche können unsere Kunden das “Nodegroup-Feature” für ihre NWS Managed Kubernetes Cluster nutzen. Was sind Nodegroups und was kann ich damit bewerkstelligen? Das und mehr erklärt unser siebter Blogpost der Serie.

Was sind Nodegroups?

Mit Nodegroups ist es möglich, mehrere Kubernetes-Node-Gruppen zu erstellen und unabhängig voneinander zu verwalten. Eine Nodegroup beschreibt eine Anzahl von virtuellen Maschinen, die als Gruppe diverse Attribute besitzt. Im Wesentlichen wird bestimmt, welches Flavor – also welches VM-Modell – innerhalb dieser Gruppe verwendet werden soll. Es sind aber auch andere Attribute wählbar. Jede Nodegroup kann unabhängig von den anderen jederzeit vertikal skaliert werden.

Wieso Nodegroups?

Nodegroups eignen sich, um Pods gezielt auf bestimmten Nodes auszuführen. Es ist zum Beispiel möglich, eine Gruppe mit dem “Availability-Zone”-Attribut zu definieren. Neben der bereits bestehenden “default-nodegroup”, die die Nodes relativ willkürlich über alle Verfügbarkeitszonen verteilt, können weitere Nodegroups erstellt werden, die jeweils nur in einer Verfügbarkeitszone explizit gestartet werden. Innerhalb des Kubernetes Clusters kann man seine Pods in die entsprechenden Verfügbarkeitszonen bzw. Node-Gruppen aufteilen.
Ein weiteres mögliches Szenario ist es, seine Nodegroups nach schnellen und langsameren VMs einzuteilen. Services und Anwendungen, die keine besonderen Ansprüche erheben, können der langsameren und somit meist auch günstigeren Nodegroup zugewiesen werden, während Pods mit mehr Anspruch ausschließlich auf schnellen Nodes betrieben werden. Der eigenen Fantasie und den eigenen Voraussetzungen wird durch die gewonnene Flexibilität Genüge getan. Neue Nodegroups lassen sich bequem über das NWS Web-Interface anlegen:

Existierende Nodegroups anzeigen


Im ersten Bild sieht man unseren exemplarischen Kubernetes Cluster “k8s-ses”. Dieser verfügt aktuell über zwei Nodegroups: “default-master” und “default-worker”.

 

Neue Nodegroup erstellen

Eine neue Nodegroup lässt sich über den Dialog “Create Nodegroup” mit folgenden Optionen erstellen:

  • Name: Name der Nodegroup, der später als Label für K8s genutzt werden kann
  • Flavor: Größe der eingesetzten virtuellen Maschinen
  • Node Count: Anzahl der initialen Nodes, kann später jederzeit vergrößert und verkleinert werden.
  • Availability Zone: eine spezifische Verfügbarkeitszone
  • Minimum Node Count: Die Nodegroup darf nicht weniger Nodes als den definierten Wert beinhalten.
  • Maximium Node Count: Die Nodegroup kann auf nicht mehr als die angegebene Anzahl Nodes anwachsen.

Die zwei letzten Optionen sind insbesondere für AutoScaling ausschlaggebend und begrenzen somit den automatischen Mechanismus.

 

 


Anschließend sieht man die neue Nodegroup in der Übersicht. Die Provisionierung der Nodes dauert nur wenige Minuten. Jede Gruppe lässt sich zudem individuell in ihrer Anzahl jederzeit verändern oder auch wieder entfernen.

 

Nodegroups im Kubernetes Cluster verwenden

Innerhalb des Kubernetes Clusters kann man seine neuen Nodes, nachdem sie fertig provisioniert wurden und einsatzbereit sind, sehen.

 
kubectl get nodes -L magnum.openstack.org/role
NAME                                 STATUS   ROLES    AGE   VERSION   ROLE
k8s-ses-6osreqalftvz-master-0        Ready    master   23h   v1.18.2   master
k8s-ses-6osreqalftvz-node-0          Ready    <none>   23h   v1.18.2   worker
k8s-ses-6osreqalftvz-node-1          Ready    <none>   23h   v1.18.2   worker
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-0   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-1   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-2   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-3   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-4   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a

Die Node-Labels magnum.openstack.org/nodegroup und magnum.openstack.org/role tragen bei Nodes, die der Gruppe zugehörig sind, den Namen der Nodegroup. Zudem gibt es noch das Label topology.kubernetes.io/zone, das den Namen der Availability Zone trägt.

Mit Hilfe des nodeSelectors können Deployments oder Pods den Nodes bzw. Gruppen zugeordnet werden:

 
nodeSelector:
  magnum.openstack.org/role: zone-a

 

Du möchtest Dich selbst davon überzeugen, dass Managed Kubernetes bei NWS so einfach ist? Dann probiere es gleich aus auf: https://nws.netways.de/de/kubernetes/

Sebastian Saemann
Sebastian Saemann
Head of Managed Services

Sebastian kam von einem großen deutschen Hostingprovider zu NETWAYS, weil ihm dort zu langweilig war. Bei uns kann er sich nun besser verwirklichen, denn er leitet das Managed Services Team. Wenn er nicht gerade Cloud-Komponenten patched, versucht er mit seinem Motorrad einen neuen Rundenrekord aufzustellen.