Mit unserer neuen OpenStack-Umgebung feiern wir Erfolge – Performance, Stabilität, Flexibilität und günstige Preise überzeugen unsere Kunden. Die Vielzahl von Funktionen überfordert aber den ein oder anderen Anwender bei der ersten Nutzung. Wir helfen aber auch hier sehr gern Licht ins Dunkel zu bringen und zeigen auf, wie einfach es eigentlich ist.

Zu Beginn benötigen wir einen NWS-Account. Dieser lässt sich kostenfrei unter https://nws.netways.de anlegen. Hier gibt man lediglich eine Mailadresse und das gewünschte Passwort an, sowie ob es sich um ein Business oder Stanard-Konto handelt. Kurze Zeit später kommt ein Validierungslink per Mail. Nach der Bestätigung des Kontos kann man sich bereits einloggen. Für den Quick-Start ist eine Demo-Kreditkarte hinterlegt, es empfiehlt sich hier aber direkt über den Menüpunkt “Konto”->”Zahlungsmethode bearbeiten” die gewünschte Zahlungsweise (Kreditkarte/Rechnung/PayPal) zu hinterlegen.

Nun geben wir im Menüpunkt “Konto”->”Konto bearbeiten” unsere gewünschten Rechnungsdaten, Mailadresse für den Rechnungsversand etc. an und validieren unser Konto via Anruf oder SMS.

Jetzt ist es an der Zeit unser OpenStack zu starten. Hierzu reicht ein kurzer Klick auf “Ihre Apps” in der oberen rechten Ecke.

Final bringt uns der Klick auf “Start your first app now” zum Ziel – hier folgt man nur noch dem OpenStack-Button und bestätigt die ungeliebten Klauseln zu AGB und Datenschutz – aber was sein muss, muss sein.

Nun taucht in unserer App-Übersicht unser OpenStack auf. Nur einen Klick entfernt warten hinter der unscheinbaren Kachel schon alle wichtigen Informationen zum Start.

Auch erscheint bereits das OpenStack Anmeldefenster. Die Anmeldedaten hier unterscheiden sich von denen, die im NWS ausgewählt wurden, sind aber im Tab “Zugang” einfach zu entnehmen.

Also fügen wir die erspähten Daten nun im Tab “LiveView” ein. Alternativ steht die OpenStack-Anwendung natürlich auch Fullscreen unter https://cloud.netways.de zur Verfügung.

Das wärs dann auch schon – unser OpenStack ist betriebsbereit und wartet auf den Einsatz der ersten Maschine.

Die erste Maschine starten

Keine Sorge – auch das geht fast genauso einfach.

Navigieren wir zu “Compute”->”Instances” und starten im oberen rechten Eck eine neue Instanz

Im ersten Schritt vergeben wir einen Namen für unsere Instanz

Nun arbeiten wir die weiteren Register auf der linken Seite durch und besuchen den Punkt “Source”

Hier wählen wir als Boot-Source “Image” aus und suchen uns unten aus der Liste das gewünschte Betriebssystem (ganz rechts der Pfeil zum auswählen). Die anderen Buttons lassen wir unangetastet – eine Erklärung hierzu folgt in späteren Posts. Einzig beim Start von Windows-Maschinen klicken wir bei “Create New Volume” auf “No” – warum? Dazu in einem späteren Artikel mehr!

Der Menüpunkt Flavor bietet verschiedene Presets für die gewünschten Größen der Maschinen. Hier wählt man aus, was man benötigt. Fehlt ein gewünschtes Flavor? Einfach eine kurze Mail schreiben und wir kümmern uns drum!

Im nächsten Register dreht sich alles um Netzwerk, dort wird unser OpenStack-Netzwerk ausgewählt, was gleichlautend mit unserem OpenStack-Projekt ist.

Für den Moment ignorieren wir vorerst ein paar Menüpunkte und widmen unsere Aufmerksamkeit dem Menüpunkt Key-Pair.

Über den Button “Import Key Pair” importieren wir unseren SSH-Pubkey in seiner ungekürzten Schönheit und vergeben einen beliebigen Namen. Auch dieser wird wieder “nach oben” reingeklickt.

Final kann die Instanz gestartet werden – schon wenige Sekunden später steht diese bereit.

Für die erste Nutzung müssen jedoch noch 2 Dinge erledigt werden.

Floating-IP zuweisen

Hierzu klicken wir in der Maschinenübersicht rechts bei der gewünschten Maschine auf den kleinen Pfeil nach unten auf “Associate Floating IP”, beziehen mittels “+” eine Neue IP aus dem Pool und weisen Sie der Maschine zu.

Nun sehen wir, dass die Maschine eine IP im internen Netz hat, sowie die gerade zugewiesene Floating-IP – diese brauchen wir später, um uns auf die Maschine zu verbinden.

Security-Groups bearbeiten

Unser OpenStack bring bereits eine Firewall mit. Deshalb funktioniert der Zugang via SSH oder RDP noch nicht. Dies ist jedoch mit wenigen Klicks ebenfalls erledigt.

In der Hauptnavigation von OpenStack besuchen wir Network->Security Groups. Hier “Managen” wir die “Rules” unserer default Security-Gruppe via “Manage Rules” und fügen mittels “Add Rule” eine neue Regel für SSH hinzu und geben vorerst alle Netze für den Zugriff frei.

Da alle angelegten Maschinen die “default” Regel bereits enthalten, funktioniert ab jetzt der Zugriff auf die Maschine via SSH. In späteren Artikeln gehen wir näher auf die Handhabung mit Security-Gruppen und Zuweisung dieser zu Maschinen ein, aber das würde in diesem Artikel jetzt den Rahmen sprengen.

Mit Maschine verbinden

Wenn alle Schritte wie beschrieben durchgeführt wurden, kann man sich jetzt via SSH mit der Maschine via Floating-IP verbinden. Für Ubuntu-Systeme verbindet man sich als User ubuntu, bei Debian als debian usw. Bei Windows-Maschinen kann man das Passwort beim ersten Starten eingeben, hierzu muss man sich etwas durch die Details in der Instance-Übersicht der Maschine klicken.

Kosten

Zeit ist Geld – auch bei uns! Deshalb werden alle Maschinen bzw. die einzeln genutzten Ressourcen stundengenau abgerechnet (Preise hier) und zwar zu fairen und transparenten Preisen. Damit man alles im Auge behält, haben wir die aktuell aufgelaufenen Kosten und den Forecast für den laufenden Monat (bei gleichbleibender Nutzung) in unserem Kosten Rechner festgehalten.

Need more?

Kein Problem. Mit etwas Geduld kommen hier mehr und mehr Artikel. Wer nicht warten kann oder sich nicht kümmern will, kann bei uns eine Remote-Schulung buchen, unser Webinar ansehen oder unsere kompetenten MyEngineers buchen.

 

In diesem Artikel gehen wir genauer auf die Sicherheitsgruppen ein.

Georg Mimietz
Georg Mimietz
Lead Senior Systems Engineer

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.