Da ich derzeit meinen Abteilungsdurchlauf bei Netways Managed Services mache, übernehme ich heute den wöchentlichen Post. Ich dachte mir, da ich derzeit viele Server lösche und aus dem Rechenzentrum ausbaue, wäre es ein gutes Thema über das sichere löschen von Servern zu reden. Das Tool welches wir bei Netways zum löschen von Servern und Festplatten benutzen, ist Darik´s Boot and Nuke (kurz DBAN).

Was ist DBAN?

DBAN ist ein Werkzeug zum kompletten Überschreiben von Festplatten und Servern.

Wie funktionert Darik´s Boot and Nuke?

Das Tool überschreibt die gewünschten Festplatten so oft mit Einsen und Nullen, wie man es wünscht. Dadurch ist eine Wiederherstellung der Daten nicht möglich. Außerdem kann man verschiedene “Löschmethoden” auswählen. Diese werden ich in diesem Artikel aber nicht alle einzeln aufzählen und erklären, da dies zu weit gehen würde. Die Methode welche wir zum löschen nutzen, ist DoD 5220.22-M.

Warum löschen wir Server?

Aus einem einfachen Grund: Daten von Kunden, welche sich auf den Servern befinden, dürfen nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Für jemanden der sich in dieser Branche auskennt, ist es kein Problem übrige oder gar nicht gelöschte Daten aus den Festplatten der Server zu lesen. Sollte ein Server verschrottet werden, ist es also trotzdem nötig die Daten vorher sauber und sicher zu löschen. Außerdem werden Server, welche in guter Verfassung und auf dem heutigen Standart sind, meist nach der Löschung weiter verwendet.

Wie erstellt man einen bootbaren DBAN Stick?

Mit diesem Thema hatte ich lange zu kämpfen. Als Information vorab, DBAN ist als ISO Image zu downloaden und als bootbares Image zu nutzen. DBAN kann man mit so gut wie jeden “Startmedienersteller” bootbar auf einen Stick schreiben. Allerdings wird bei Ubuntu 18.04 (welches ich auf meinem Rechner habe) das Image nicht komplett erstellt. Es fehlen einzelne Bruchteile des Systems, welche dafür sorgen, dass ich DBAN nicht booten kann. Ich habe lange gebraucht um herauszufinden, wie ich einen DBAN Stick erstellen kann. Am Ende war es ziemlich simpel. Ich habe versucht das Image auf einem Windows 10 Rechner zu erstellen, und der bootbare Stick wurde sauber ersellt und ich konnte von ihm booten.

Eine kleine Tücke, über die ich auch gestolpert bin, sind Raids. Raids müssen vor dem löschen entfernt, bzw. jede Platte sollte als eigenständiges Raid 0 auf geführt werden, da sie sonst nicht in der Tabelle der löschbaren Festplatten auftauchen.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in DBAN liefern und habe euch für das Werkzeug begeistert.

Tobias Bauriedel
Tobias Bauriedel
Junior Consultant

Tobias ist ein offener und gelassener Mensch, dem vor allem der Spaß an der Arbeit wichtig ist. Bei uns macht er zurzeit seine Ausbildung zum Fachinformatiker. In seiner Freizeit ist er viel unterwegs und unternimmt gern etwas mit Freunden.