Servus zusammen,

Dinge die man selbst gelernt hat, anderen Leuten beizubringen und helfend beiseite zu stehen, ist ein echt gutes Gefühl. Bei mir zieht sich das seit vielen Jahren durch die Icinga Community, einer der schönsten weil überraschensten Momente war wohl das Foto als “Danke” auf dem Icinga Camp Berlin 2019. Dann kommt noch dazu, dass ich sehr gerne Dokumentation schreibe, oder einfach alles aufschreibe, was ich irgendwann mal brauchen könnte. Und vielleicht jemand anders, der mal meinen Job macht, und ich mich neuen Aufgaben widmen kann. Nach den ersten Gehversuchen mit der Icinga-Schulung (2.x natürlich ;)) haben das nunmehr meine Kollegen übernommen, und meistern die Wissensvermittlung mit Bravour. Wir Entwickler sorgen dann in unseren Releases dafür, dass auch ihnen nicht langweilig wird 🙂

Ich für mich habe aber auch festgestellt, dass man nicht nur “das eine” machen soll und auch kann, sondern immer “über den Tellerrand” schauen sollte. Und so kams, dass ich auf meiner ersten OSDC 2013 keinen Dunst von Puppet, Elastic, Graphite, Container-Plattformen oder CI/CD hatte. Auch die Jahre danach waren hart, und meine Kollegen durften mir viel erklären, etwa Ceph und OpenStack. Jetzt nach vielen Jahren hilft mir dieses Wissen in meiner tagtäglichen Arbeit, und auf eine gewisse Art und Weise bin ich stolz, wenn mich meine Kollegen und Freunde nach Themen fragen, die nicht unmittelbar mit Icinga zu tun haben.

Dann gibts da noch Git, die schwarze Magie der Entwickler. 2004 in Hagenberg hab ich meinen VHDL-Code noch in CVS eingecheckt, 2009 .at-DNS-Zonen-Files nach SVN geschoben und irgendwann dank Icinga auch Git gesehen. Um gleich mal mit “force push” den Master zu zerstören – aller Anfang ist schwer. Seitdem ist viel passiert, und irgendwie hat jeder einen Git-Kniff, der gerne ausgetauscht wird. Die Nachfrage nach einer Schulung, seitens DEV (Kurzform für unsere Development-Abteilung), wurde immer größer und so wurde vor knapp 2,5 Jahren die Git-Schulung aus dem Boden gestampft.

Seither hat sich einiges getan, und wir haben unsere Open-Source-Entwicklung vollständig auf GitHub migriert, sowohl Icinga als auch NETWAYS. Aus dem vormaligen self-hosted Gitorious wurde dann mal ein GitLab, und mit jedem Release kam etwas neues dazu. GitLab verwenden wir an vielen Stellen – intern fürs Infrastrukturmanagement, betreut von MyEngineer im Hosting, als App in NWS und natürlich für Kunden und interne Projekte auf git.netways.de und git.icinga.com. Die Möglichkeiten, die einem CI mit den Runnern bietet, sowie den Merge-Request-Workflow haben wir seitdem bei uns stetig etabliert und ausgebaut.

All diese Erfahrungen aus der Praxis, und die tagtägliche Arbeit lassen wir in die neu gestaltete GitLab-Schulung einfliessen. Im Vortrag von Nicole und Gabriel auf der OSDC 2018 habe ich dann auch endlich mal Auto-DevOps verstanden und die Web IDE besser kennen gelernt. All das und noch viel mehr erzähle ich Schulungsteilnehmern im Kesselhaus und freu mich über die gemeinsamen Lernerfolge.

© 2019 Heise Medien GmbH & Co. KG

Doch damit hats nicht aufgehört – nachdem ich letztes Jahr für die IX einen Artikel zu IoT-Monitoring rund um Icinga, Elastic, Graylog und MQTT schreiben durfte, hab ich auch GitLab mit Golang in den Raum geworfen. Es ist ein bisserl Zeit ins Land gegangen, und ich hab dank IcingaDB auch mehr Golang gelernt. Im neuen Jahr hab ich eine GitLab-Schulung gehalten, und mich am Wochenende drauf hingesetzt und für die aktuelle iX 04/19 einen Artikel über GitLab und CI/CD geschrieben. Und auch vorab die GitHub Actions evaluiert, wo ich netterweise einen Invite habe 🙂

Wer mich kennt, weiss, dass ich endlos schreiben und reden kann über Dinge, die mir Spass machen. So empfehle ich Dir zur Lektüre auch einige Kaffee-Tassen (und falls vorhanden: Dragee-Keksi). Soferns dann noch offene Fragen gibt, komm einfach auf uns zu – egal ob Workshops, Schulungen oder Consulting, wir kriegen das hin, dass Dein GitLab genauso schnurrt wie unseres 🙂

Bevor ich es vergesse, auf der OSMC 2019 mach ich einen GitLab-Workshop rund um DevOps-Workflows und CI. Die Zeit vergeht eh so schnell – gleich anmelden 😉

Wir lesen uns – Icinga 2.11 wartet und nächste Woche ist Henrik aus der Schule wieder da. “Mein” Azubi der in die Welt von Icinga Core eintauchen darf, ich werd alt ❤️

 

 

Michael Friedrich
Michael Friedrich
Senior Developer

Michael ist seit vielen Jahren Icinga-Entwickler und hat sich Ende 2012 in das Abenteuer NETWAYS gewagt. Ein Umzug von Wien nach Nürnberg mit der Vorliebe, österreichische Köstlichkeiten zu importieren - so mancher Kollege verzweifelt an den süchtig machenden Dragee-Keksi und der Linzer Torte. Oder schlicht am österreichischen Dialekt der gerne mit Thomas im Büro intensiviert wird ("Jo eh."). Wenn sich Michael mal nicht in der Community helfend meldet, arbeitet er am nächsten LEGO-Projekt oder geniesst...