Foreman Logo
Wie sich einige vielleicht erinnern, hatte ich vor ein paar Wochen zur Feier zum 7. Geburtstag des Foreman-Projekt eingeladen. Nun möchte ich den in meinen Augen gelungenen Event Review passieren lassen.
Mehr oder weniger pünktlich hat sich ein Teilnehmer-Kreis von 20 Leuten (zu Spitzenzeiten) eingefunden, der auch einige Mitglieder des Foreman-Teams umfasst hat. Besonders erwähnenswert sind hier Greg Sutcliffe, der es sich nicht nehmen lies als Community Manager aus Schottland herunterzukommen, und Ewoud Kohl van Wijngaarden, der den weiten Weg aus den Niederlanden auf sich nahm.
Den Anfang durfte ich machen, hatte aber wirklich nur ein paar Folien vorbereitet um nochmal ans geplante Programm zu erinnern, die Räumlichkeiten vorzustellen und die für die Hands-On-Session vorbereiteten Demo-Systeme zu erläutern. 4 Stück hatte ich vorbereitet, von denen zwei Foreman 1.12 mit alle den Möglichkeiten zeigten die ich auch in der Schulung vorstelle, einmal auf Basis Puppet 3 und einmal Puppet 4. Eines zeigte Katello 3.0, das Foreman unter anderem mit seinen Lifecycle-Environments um Staging für Content erweitert. Als viertes Demo-Setup hatte ich mir vorgenommen was besonderes zu zeigen und da es aufgrund fehlender Zeit zum Testen mit Windowsdeployment nicht geklappt hat, habe ich mich dem Docker-Hype angepasst und das Docker-Plugin für Foreman installiert. Nachdem die Teilnehmer auf die Systeme losgelassen wurden, konnte sich wohl keiner der “Foreman-Wissenden” mehr vor Fragen retten. Ein hohes Interesse bestand an nach meiner Auffassung vor allem an der Funktionsweise der Compute Resources, welche es erlaubt virtuelle Maschinen aus Foreman heraus anzulegen und direkt zu provisionieren, und dem Remote Execution Plugin, welches Orchestration ermöglicht. Erfreut war ich aber auch einigen OpenSCAP zur Überwachung von Compliance-Policies und ABRT als zentrales Crash-Reporting näher bringen zu dürfen. Alle waren am Ende so in Systeme und Diskussionen vertieft, dass wir gar keine offizielle Pause machten und stattdessen nahtlos zu den Vorträgen übergingen.
Foreman Event
Für die Vorträge haben wir eine gute Mischung gefunden, was ich so dem Feedback entnehmen durfte. Michael Moll stellte die Neuerungen in Foreman 1.12 vor und wenn man von einem der beteiligten Entwickler hört wie viel unter der Haube nötig war um sowas wie den “Puppet 4”-Support hinzubekommen, merkt man erst nochmal wie sehr sich die Versionen unterscheiden und versteht warum dieses Feature gefühlt anderthalb Jahre gebraucht hat. Der Ausblick auf 1.13 mit vollständigem IPv6-Support erfreute auch sicher viele. Timo Goebel stellte vor wie Filiadata, die IT-Tochter von dm, in nur 3 Jahren von 0 auf 2000 Linux-Server kam, welche zentrale Rolle Foreman dabei spielte und wie gut es hierbei gelungen ist die Integration in die Umgebung durch die Erweiterungsmöglichkeiten von Foreman umzusetzen. Hierbei hat er auch immer wieder die Hilfsbereitschaft der Forman-Community betont und dies hat Timo auch vom reinen Foreman-Anwender zum Core Contributor geführt. Interessant war auch seine noch offene Wunschliste zum Abschluss, man kann also sicher noch mit weiteren interessanten Plugins in der Zukunft rechnen. Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Achim Ledermüller mit einem Einblick in die Opennebula-Foreman-Integration, die er mit den Kollegen entwickelt hat. Alles inklusive einer Livedemo mit den aktuellsten Versionen!
Foreman T-Shirt
Den gemütlichen Teil leitete dann unser Events-Team ein, welches uns dankenswerterweise mit Pizza versorgte. Netways-typisch konnte jeder Teilnehmer, der nicht mehr mit dem eigenen Auto fahren musste, noch bei Bier und Gin-Tonic weiter diskutieren und den Tag ausklingen lassen bis ich 2,5 Stunden später hinter den letzten das Licht aus machen durfte.
Mein vorläufiges Fazit ist es war ein gelungener Event und es wurde schon angeregt es zum 8. Geburtstag zu wiederholen. Ein paar Dinge habe ich auch schon dafür gelernt. Nächstes Mal gibt es die Einladung also hoffentlich früher und dann schon mit vollständigem Programm und Registrierungslink an allen Stellen. Für die Hands-On-Session, die auch gut ankam, werde ich nächstes Mal noch ein paar Slides einbauen, die nicht nur sagen was auf den Demo-Systemen installiert ist, sondern auch direkt ein paar Hinweise zur Nutzung geben. Und Greg hat schon mitgenommen die T-Shirt-Box muss größer sein! 😉

Dirk Götz
Dirk Götz
Principal Consultant

Dirk ist Red Hat Spezialist und arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting für Icinga, Puppet, Ansible, Foreman und andere Systems-Management-Lösungen. Früher war er bei einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung als Senior Administrator beschäftigt und auch für die Ausbildung der Azubis verantwortlich wie nun bei NETWAYS.