Logdateianalyse ist mit manuellen Mitteln ein beschwerliches Geschäft. Außerdem sind wir Menschen um Größenordnungen besser darin, graphische Muster schnell und intuitiv zu bewerten, als Abermillionen von Textzeilen. Daher wurden mittlerweile einige Softwarelösungen entwickelt, die Logs nach verschiedenen Kriterien visualisieren können. Neben Lösungen wie beispielsweise Kibana oder AWStats, die geloggte Ereignisse vornehmlich als “Fieberkurven” darstellen, gibt es auch andere Werkzeuge, die einen eher spielerischen Ansatz verfolgen, wie etwa logstalgia oder das hier besprochene gltail.
gltail wurde von Erlend Simonsen als Programmierübung entwickelt und auf github veröffentlicht. Der Autor macht keinen Hehl daraus, dass es sich hierbei um kein sonderlich ernsthaftes Projekt handelt. Für manche Anwendungsfälle wie Trafficanalysen bietet es dennoch eine interessante Alternative.
Die Installation ist durch Clonen des Repositorys schnell erledigt.

git clone https://github.com/Fudge/gltail.git

Danach müssen noch – wie in der Installationsanleitung auf github beschrieben – ein paar Ruby-Pakete installiert und die mitgelieferte config.yaml angepasst werden.
Ein Blick in das Verzeichnis mit den Parsern (oder auch direkt auf https://github.com/Fudge/gltail/tree/master/lib/gl_tail/parsers) verrät, welche Logformate gltail darstellen kann.
Wenn dann noch passwortloser Login mit SSH-Schlüsselpaaren zur Zielmaschine eingerichtet ist, steht auch dem entfernten Analysieren von Logdateien nichts mehr im Wege.

Ein kurzer Druck auf die Leertaste bewirkt, dass die Kugeln voneinander abprallen und wie im Video durch einen Trichter nach unten ablaufen. Da gewinnt der Begriff “Bottleneck” bei hohem Aufkommen deutlich an Plastizität.